• Mein Sohn und die Schule

    Wir wissen derzeit nicht so recht, was wir mit unserem Sohn machen sollen. Vorab: Unsere beiden Jungs gehen auf's Gymnasium, der Große in die 7., der Kleine in die 6. Klasse. Es geht um den Kleinen, 11 Jahre alt. Bei ihm wussten wir nicht so recht auf welche Schule er gehen soll, hatten in Klasse 4 mehrfach Kontakt mit dem Beratungslehrer, und weil er…
  • 116 Antworten

    Seine Hausaufgaben macht er von alleine, und sehr zuverlässig. Er musste noch nie nachsitzen wegen vergessener Hausaufgaben.

    Tory80 schrieb:

    Seine Hausaufgaben macht er von alleine, und sehr zuverlässig

    :)^

    Da würde ich ihm ein Lob aussprechen, also ihm das auch sagen das er das toll macht 8-)

    Dass er seine Hausaufgaben macht, war immer schon selbstverständlich. Ich habe hier auch nie geschrieben, er würde sie nicht machen.


    Es geht hier um sein Lernen auf Arbeiten und das Ergebnis dieser, seine Schludrigkeit allgemein und bei Projekten, und das grandiose Chaos in seinen Sachen.

    Tory80 schrieb:

    Dass er seine Hausaufgaben macht, war immer schon selbstverständlich. Ich habe hier auch nie geschrieben, er würde sie nicht machen.


    Es geht hier um sein Lernen auf Arbeiten und das Ergebnis dieser, seine Schludrigkeit allgemein und bei Projekten, und das grandiose Chaos in seinen Sachen.

    Ganz ehrlich? Ich finde, es ist schon echt un-schludrig, dass er nie die Hausaufgaben vergisst.


    Wenn du dein Kind als sehr schludrig bezeichnest verstehe ich das auch als "vergisst regelmäßig seine Hausaufgaben", selbst wenn du das nicht explizit so schreibst.


    Das Lernen vor Arbeiten ist so eine Sache, die zB auch regelmäßige Hausaufgabe sein kann. Eben als regelmäßige Hausaufgabe fünf Minuten jeden Tag für jedes Hauptfach lernen.


    Das könntest du von den Lehrern auch als deutliche Ansage erbitten. Wenn er immer alle Hausaufgaben macht, könnte das ja dann helfen.


    An mir wärst du übrigens völlig verzweifelt. Ich war und bin extrem schludrig, unordentlich und hatte nie alles ordentlich.


    Und habe oft keine Hausaufgaben gehabt, oder sie auf letzte Hacke hingeschmiert. Ich habe zwar vor Arbeiten gelernt aber hatte in der Arbeit oft Blackouts, es war alles weg.


    Trotzdem habe ich "Chaosqueen" irgendwann die Kurve gekriegt - aber erst in der Oberstufe. Vorher war meine Mutter froh, wenn ich *keine* fünf auf dem Zeignis hatte. Meistens wegen Schludrigkeit, wegen mangelndem Lernen usw.


    Bist du mit einem Kjp im Gespräch? Vielleicht wäre das auch eine Idee.

    Nein, mit einem Kjp hatten wir noch nie zu tun.


    Und mit schludrig meinte ich, dass er ein grandioses Chaos in seinen Ordnern hat (was man dann auch an der Ordnernote sieht), dass wichtige Arbeitsblätter zerknüllt am Boden des Ranzens liegen, genauso wie Aufschriebe mit den Themen, die er für eine Arbeit lernen sollte.

    Hmm, ja, ist bei meinem Sohn genauso, seit ich mich nicht mehr dafür verantwortlich fühle, seine Ordner zu pflegen und seinen Rucksack zu kontrollieren, also seit der 4. Klasse.


    Und bei mir war es auch nicht anders und ich kann mich nur an wenige Mädchen erinnern (keine Jungs), die in meiner Schulzeit diese ordentlichen stets kompletten Ordner mit sauberen Mitschriften hatten.


    Man muss ja nur seinen eigenen Weg finden, damit umzugehen. Mit dem Buch lernen, im Internet nachlesen... da geht viel. Und da wird er sich seinen Weg suchen müssen, wenn der Punkt erreicht ist, dass er innerlich motiviert ist.

    Tory80 schrieb:

    Nein, mit einem Kjp hatten wir noch nie zu tun.


    Und mit schludrig meinte ich, dass er ein grandioses Chaos in seinen Ordnern hat (was man dann auch an der Ordnernote sieht), dass wichtige Arbeitsblätter zerknüllt am Boden des Ranzens liegen, genauso wie Aufschriebe mit den Themen, die er für eine Arbeit lernen sollte.

    Dann würde ich ihm dabei helfen, zB

    einmal die Woche werden alle Zettel die noch rumfliegen oder in Collegeblöcken sind dann unter deiner Aufsicht ordentlich eingeheftet. Das finde ich nicht zuviel verlangt.


    Manche Kinder brauchen länger bis sie das allein schaffen und ich finde es eben auch wichtig, sie wirklich da abzuholen wo sie stehen.


    Es hilft nix irgendwelche (künstlichen) Altersgrenzen aufzustellen wenn ein Kind noch nicht so weit ist.


    Natürlich soll das nicht heißen dass das Kind nicht lernen soll, sich zu organisieren aber manche brauchen länger dazu.


    Manche kriegen das schon mit 8 hin, andere erst mit 15, manche bleiben Chaoten. Das ist so.


    Immer gerade nur soviel helfen wie nötig aber nicht zuviel - das versuche ich.

    Nachtrag: es geht nicht darum, einem Kind den Hintern hinterherzutragen.


    Was ich zum Thema Realschule sagen möchte : gerade wenn es nicht um Hausaufgaben nicht machen geht sondern eher um schlechte Heftfuhrung usw würde ich einen Schulwechsel sinnlos finden. Denn bei meinem Sohn im Gymnasium wird deutlich weniger auf die Mappenführung geachtet als in der Realschule in der ich arbeite. Da erlebe ich das Gymnasium deutlich lockerer.

    Ich denke nicht, dass das ein Fall für den KJP ist. Vielleicht sollte man best. Erwartungen/Pflichten mal konkret in einer Checkliste festhalten. Übersichtlicher Zettel, der Sohnemann unterstützen kann, best. Dinge nicht aus den Augen zu verlieren. Vielleicht noch gemeinsam besprechen, warum diese Dinge wichtig sind. Was für UNS wichtig ist, ist für Kinder eben nicht selbstverständlich. Und dass er Hausaufgaben macht zeigt ja, dass er sich an Vorgaben halten kann. Vielleicht braucht er bzgl. Ordnung etc. Hilfe. Auf RUHIGE Art, nicht schimpfend/meckernd.

    tatsächlich hat die @TE aus meiner Sicht ein völlig "normales" Kind zu Hause, welches keien Ordnung hält, aber nicht gefährdet ist und trotz Gym sein Leben chillt und genießt. Klar, Ordnung wäre schön - aber im Moment noch nicht lebensnotwendig.

    Ich weiß allerdings, dass verschiedene Familien eben verschiedenen Ansprüche oder Arbeitstehtos, ethen? haben,

    beispielsweise war ich immer froh wenn Kind wusste, dass und wann (!) ein Test geschrieben wird, während sich meine Freund gleichzeitig Sorgen um den Schwung der "e"s bei ihrem Drittklässler gemacht hat.

    Das Spektrum ist ein Weites.

    criecharlie schrieb:

    tatsächlich hat die @TE aus meiner Sicht ein völlig "normales" Kind zu Hause, welches keien Ordnung hält, aber nicht gefährdet ist und trotz Gym sein Leben chillt und genießt. Klar, Ordnung wäre schön - aber im Moment noch nicht lebensnotwendig.

    Ich weiß allerdings, dass verschiedene Familien eben verschiedenen Ansprüche oder Arbeitstehtos, ethen? haben,

    beispielsweise war ich immer froh wenn Kind wusste, dass und wann (!) ein Test geschrieben wird, während sich meine Freund gleichzeitig Sorgen um den Schwung der "e"s bei ihrem Drittklässler gemacht hat.

    Das Spektrum ist ein Weites.

    Volle Zustimmung!

    Den Eindruck habe ich mittlerweile auch.

    Sunflower_73 schrieb:

    Ich denke nicht, dass das ein Fall für den KJP ist. Vielleicht sollte man best. Erwartungen/Pflichten mal konkret in einer Checkliste festhalten. Übersichtlicher Zettel, der Sohnemann unterstützen kann, best. Dinge nicht aus den Augen zu verlieren. Vielleicht noch gemeinsam besprechen, warum diese Dinge wichtig sind. Was für UNS wichtig ist, ist für Kinder eben nicht selbstverständlich. Und dass er Hausaufgaben macht zeigt ja, dass er sich an Vorgaben halten kann. Vielleicht braucht er bzgl. Ordnung etc. Hilfe. Auf RUHIGE Art, nicht schimpfend/meckernd.

    Glaube ich auch nicht (mehr).


    Meinem Sohn habe ich zB einen Zettel geschrieben auf dem steht, was morgens gemacht werde muss auf dem von Haare bürsten bis essen über Toilettengang echt alles steht.


    Er ist schlau, morgens ist er aber so im Halbschlaf dass er sich immer einbildet sooo viel Zeit zu haben, dass er komplett den Faden verliert. Und mein "und jetzt bitte essen!" usw führt nur zu Stress.


    Die "Liste" darüber, was er noch macheb muss hilft erstaunlicherweise uns, beiden - ich brauche ihn nicht mehr so vollquatschen und er kann auf den Zettel gucken und sehen, warum er *nicht* noch eine halbe Stunde warten kann bevor er sich bewegt.


    Ist nur ein Beispiel - so etwas Ähnliches könnte man ja auch fürs Lernen, Tasche packen, Mappen sortieren machen... Für so gut wie alles.

    Eines muss ich aber auch noch mal sagen: es ist wie criecharlie sagt offensichtlich alles im normalen Bereich. Es kann ja sein, dass der große Bruder vielleicht unkomplizierter ist aber es ist nicht ungewöhnlich das Kinder große Unordnung in der Schultasche haben und Zettelsalat statt ordentlicher Mappen.


    Und in meinen Augen auch nicht unnormal, dass ein Elfjähriger Hilfe beim Ordnunghalten braucht. Eher im Gegenteil, die wenigsten Kinder schaffen das schon so völlig.

    Scheinbar sind wir wohl durch unseren großen Sohn verwöhnt.

    Er guckt nämlich seit Anfang Gymi komplett alleine nach seinem Zeug, hat seine Ordner ordentlich und vollständig und guckt alleine nach seinen Projekten. Bei ihm mussten wir tatsächlich nie was Anderes tun als mal einen Ordner oder ein Plakat kaufen, oder ihn auf seinen Wunsch bei irgendwas unterstützen. Einfach das komplette Gegenteil.

    Wäre er auch chaotisch, hätte es der Kleine vielleicht von Anfang an leichter mit uns gehabt. ;-)