• Mein Sohn und die Schule

    Wir wissen derzeit nicht so recht, was wir mit unserem Sohn machen sollen. Vorab: Unsere beiden Jungs gehen auf's Gymnasium, der Große in die 7., der Kleine in die 6. Klasse. Es geht um den Kleinen, 11 Jahre alt. Bei ihm wussten wir nicht so recht auf welche Schule er gehen soll, hatten in Klasse 4 mehrfach Kontakt mit dem Beratungslehrer, und weil er…
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    Tory80 schrieb:

    Scheinbar sind wir wohl durch unseren großen Sohn verwöhnt.

    Er guckt nämlich seit Anfang Gymi komplett alleine nach seinem Zeug, hat seine Ordner ordentlich und vollständig und guckt alleine nach seinen Projekten. Bei ihm mussten wir tatsächlich nie was Anderes tun als mal einen Ordner oder ein Plakat kaufen, oder ihn auf seinen Wunsch bei irgendwas unterstützen. Einfach das komplette Gegenteil.

    Wäre er auch chaotisch, hätte es der Kleine vielleicht von Anfang an leichter mit uns gehabt. ;-)

    Wow, da habt ihr es mit eurem Großen echt gut gehabt.


    Aber meine Eltern hatten das "Problem" auch. Wir sind viele Geschwister, und einige Geschwister waren schon früh totale "Selbstlaufer" was die Schule betrifft, andere brauchten noch lange Hilfe bei der Selbstorganisation.


    Ich drücke euch sehr die Daumen, dass ihr einen guten Weg findet. Vielleicht ist das Wie des Lernens auch noch nicht das Richtige. Es gibt ja verschiedene Lerntypen, und es bringt einem Kind manchmal nichts wenn es "falsch" lernt.


    Ich musste immer alles mehrfach abschreiben damit es saß, mein Sohn muss es grundlich lesen, meine Schwester hat sich Lernstoff auf Kassette gesprochen. Mein Sohn lernt super von Lernplakaten.


    Bei uns allen waren / sind Karteikarten zum Lernen gut (nicht nur für Sprachen)


    Das rauszufinden, ist auch etwas, das nicht jeder alleine so schafft.


    Und vielleicht hilft es ja schon, gemeinsam eine feste halbe Stunde zum Lernen pro Tag festzulegen - bzw ihn festlegen zu lassen. Und ihn abzufragen (dazu kann ich Karteikarten echt empfehlen)

    Ich habe genauso ein Exemplar Kind im gleichen Alter daheim.

    Macht seine Hausaufgaben, das war's aber auch.

    Sein großer Vorteil: er kann sich verdammt gut alles merken und nimmt so vieles aus dem Unterricht mit.

    Er hasst lernen, immer nur das Allernötigste.

    Mit einem Notendurchschnitt von 1,4 in der Grundschule war es eine klare Gymnasialempfehlung.

    Für mich war klar: das klappt niemals, kein Gymnasium ohne lernen. Er selbst wollte nie aufs Gymnasium.

    Nun ist er also auf der Realschule und es war definitiv die beste Entscheidung.

    Die Anforderungen sind übrigens nicht so gering wie viele meinen. Lernen muss er trotzdem, vorallem Vokabeln. Aber natürlich nicht in dem Ausmaß wie im Gymnasium.

    Sein Ziel ist übrigens Abitur zu machen nach dem Realschulabschluss, dann ist er älter ;-D

    criecharlie schrieb:

    also nach meiner Erfahrung ist Dein Großer eher der Exot.....

    Glaube ich auch. Wobei meine Erfahrung natürlich eingefärbt ist von meiner Arbeit. Vielleicht auch bei dir?

    criecharlie schrieb:

    also nach meiner Erfahrung ist Dein Großer eher der Exot.....

    Siehst du, und genau das wusste ich nicht. Meine Schwester und ich waren so ähnlich wie mein Großer, und meine Neffen sind viel jünger als meine Jungs. Ansonsten habe ich keine Erfahrungen mit Schulkindern.


    Andrejka

    Mein Sohn wollte aufs Gymnasium. Vielleicht wäre gleich die Realschule für ihn besser gewesen, wer weiß.

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    Naja, das ist nun aber keine neue Weisheit, dass die Erstgeborenen oftmals die Vernünftigeren und Disziplinierteren sind. Die jüngeren Geschwister haben i.d.R. immer mehr Flausen im Kopf. Und eine jüngere Kopie von einem älteren Geschwister gibt es schon mal gar nicht. ;-D

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    Evoluzzer schrieb:

    Naja, das ist nun aber keine neue Weisheit, dass die Erstgeborenen oftmals die Vernünftigeren und Disziplinierteren sind. Die jüngeren Geschwister haben i.d.R. immer mehr Flausen im Kopf. Und eine jüngere Kopie von einem älteren Geschwister gibt es schon mal gar nicht. ;-D

    Stimmt, das ist bei mir und meinen Geschwistern weitestgehend auch so. Die Großen waren die Disziplinierten, ordentlichen, vernunftigen, die jüngsten unordentlich, chaotisch und die Mittelkinder haben sich ihren ganz besonderen Platz irgendwo dazwischen gesucht.


    Und weder haben die Ältesten je verstanden warum man nicht einfach nur ordentlich sein kann, noch haben die Jüngsten kapiert wie es die Ältesten durchhalten immer so brav und ordentlich zu sein


    Da waren die Mittleren dann oft die "Vermittler" ;-D


    Ich glaube, um zu wissen wie verschieden "ganz normale Schüler" sein können muss man sich nur eine Großfamilie ansehen. Da kann man kaum glauben, dass alle dieselben Eltern haben.

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    Evoluzzer schrieb:

    Naja, das ist nun aber keine neue Weisheit, dass die Erstgeborenen oftmals die Vernünftigeren und Disziplinierteren sind. Die jüngeren Geschwister haben i.d.R. immer mehr Flausen im Kopf. Und eine jüngere Kopie von einem älteren Geschwister gibt es schon mal gar nicht. ;-D

    Das merke ich tatsächlich jetzt erst bei meinen Kindern und meinen Neffen.

    Meine jüngere Schwester war und ist auch recht vernünftig.

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    Tory80 schrieb:
    criecharlie schrieb:

    also nach meiner Erfahrung ist Dein Großer eher der Exot.....

    Siehst du, und genau das wusste ich nicht. Meine Schwester und ich waren so ähnlich wie mein Großer, und meine Neffen sind viel jünger als meine Jungs. Ansonsten habe ich keine Erfahrungen mit Schulkindern.


    Andrejka

    Mein Sohn wollte aufs Gymnasium. Vielleicht wäre gleich die Realschule für ihn besser gewesen, wer weiß.

    Das ist echt die Frage. Ich wäre vorsichtig damit zu unterschätzen, das auf einer Realschule auch gelernt werden muss.


    Und ich habe wirklich den starken Eindruck, dass das gerade von Menschen die selbst auf einem Gymnasium waren und von ihren Lehrern Sprüche wie "wenn du das nicht machst, musst du eben runter auf die Realschule" gehört haben, oft oder sogar meistens viel zu leicht eingeschätzt wird.


    Bevor ich mein an sich ja wohl sehr zuverlässiges Kind wegen zwei Vieren oder einer Fünf vom Gymnasium nehme, würde ich eher auf Entwicklung setzen und versuchen dem Kind Unterstützung anzubieten. Sehr gezielt, wie ich es schon beschrieben habe.


    Die Realschule ist kein Allheilmittel und wenn es ganz blöd kommt landet ein Kind dann zwischen anderen Kindern die noch deutlich weniger lernmotiviert und selbstständig/lernaffin sind und für die "Hausaufgaben machen" schon das Allerhöchste der Gefühle an lernen sind. Wenn sie überhaupt lernen wollen.


    Vielleicht würde zB auch regelmäßige Hilfe beim Lernen von außen helfen. Soll heißen, keine Hausaufgabenhilfe, sondern festgelegte Zeiten zum Lernen mit einem Studenten/Oberstufenschüler , der ihm interessante Lerntechniken beibringt und vor Arbeiten mit ihm lernt. (so etwas hatte ich als Schüler zweimal die Woche fur je zwei Stunden, es war nicht fachlich festgelegt und ging nur um Vorbereitung für Tests und Arbeiten)


    Manchmal nimmt es auch den Stress etwas, wenn das Ganze jemand macht der nicht zur Familie gehört.

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    Evoluzzer schrieb:

    Naja, das ist nun aber keine neue Weisheit, dass die Erstgeborenen oftmals die Vernünftigeren und Disziplinierteren sind. Die jüngeren Geschwister haben i.d.R. immer mehr Flausen im Kopf. Und eine jüngere Kopie von einem älteren Geschwister gibt es schon mal gar nicht. ;-D

    Eine Weisheit, die definitiv nicht immer stimmt....meine Schwester, Erstgeborene, ist weder vernünftig, noch diszipliniert...eher faul und egoistisch...hat im Leben nichts erreicht und jammert nur....ich als jüngste hatte viel Ehrgeiz habe beruflich vieles erreicht und kümmere mich, trotz Fulltime-Job mich m die krebskranke Mutter.. m. E. hat es nichts damit zu tun, ob man Erstgeborener ist oder nicht 🙈

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    Conchi2301 schrieb:
    Evoluzzer schrieb:

    Naja, das ist nun aber keine neue Weisheit, dass die Erstgeborenen oftmals die Vernünftigeren und Disziplinierteren sind. Die jüngeren Geschwister haben i.d.R. immer mehr Flausen im Kopf. Und eine jüngere Kopie von einem älteren Geschwister gibt es schon mal gar nicht. ;-D

    Eine Weisheit, die definitiv nicht immer stimmt....meine Schwester, Erstgeborene, ist weder vernünftig, noch diszipliniert...eher faul und egoistisch...hat im Leben nichts erreicht und jammert nur....ich als jüngste hatte viel Ehrgeiz habe beruflich vieles erreicht und kümmere mich, trotz Fulltime-Job mich m die krebskranke Mutter.. m. E. hat es nichts damit zu tun, ob man Erstgeborener ist oder nicht 🙈

    Es ist allerdings schon die häufigere Variante

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    Zitat

    Das ist echt die Frage. Ich wäre vorsichtig damit zu unterschätzen, das auf einer Realschule auch gelernt werden muss.

    Ich glaube, der Vergleich hinkt schon bei Grundschule und weiterführende Schule.

    Im Grunde hat man doch an der Grundschule Deutsch, Mathematik und Sachunterricht. Ich will damit den Rest nicht abwerten. Aber das steht doch im Fokus.

    An der weiterführenden Schule kommt die erste Fremdsprache dazu und das naturwissenschaftliche dröselt sich in verschiedene Fächer auf. Und die sind dann plötzlich alle wichtig. Das bedeutet ganz automatisch mehr Arbeit. Und da ist es egal, ob Gymnasium oder Realschule. Die Fächer sind erstmal identisch.

    Damit will ich nicht ein unterschiedliches Niveau abstreiten.

    Wir hatten auf dem Fachgymnasium sowohl ehemalige Gymnasiasten als auch ehemalige Realschüler. Da war kein wirklicher Unterschied im Wissensstand.

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    criecharlie schrieb:

    also nach meiner Erfahrung ist Dein Großer eher der Exot.....

    naja ... ganz so kann man es auch nicht sehen .... alle die in der Klasse bessere Noten haben sind ja nun keine Exoten ,wieviele sind es ? mehr als die Hälfte ? die können ja nicht alle Exoten sein