• Mein Sohn (wird 5) hat Todesangst

    und ich möchte eure meinung dazu hören. mein sohn ist klug und man kann gut mit ihm reden und ihm auch so ziemlich alles erklären. leider kriegt er natürlich auch sachen mit die ihn noch nichts angehen sollten und er macht sich gedanken darüber. er hat irgendwann mal vor einigen wochen seine taufpatin gefragt was passiert wenn man tot ist. sie sagt ihm…
  • 31 Antworten

    Es ist aber so, dass Psychologen keine Ärzte sind. Und gerade bei Kinderpsychologen sieht es nicht nach Arztpraxis aus!


    Aber das ist Deine Entscheidung. Ich hoffe und wünsche euch, dass es auch so wieder in Ordnung kommt! :)*

    Zitat

    könnte man ja evtl. auch anders sagen ohne ihn anzulügen %-|

    ja, aber du weißt es nicht, das ist dein problem.


    Der Verstand ist der Feind. Umso klüger jemand ist, umso dümmer ist er auch. Das kommt immer darauf an, wie man es sieht.


    Die Antwort liegt im nichts.

    hallo *:) *:)


    also mien sohn ist 6,5 jahre, und hatte diese "phase" vor ca einem jahr.. er stellte zwar nicht so viele fragen, erzähle mir aber immer wieder wenn man tot ist liegt man im grab, und der seele sucht sich einen anderen körper, er meinte dann immer noch aus spaß vielleicht komme ich ja dann in Xy's körper (sein bester freund)


    bei uns kam das ganz plötzlich das er damit anffing, er fragte auch nix, sondern erklärte mir das ja zuerst oma Xy stirbt da sie die älteste ist usw.. angst hatte er nie.. aber mir machten seine gedanken etw2as angst weil ich nicht wußte wie er auf all das kam.. jungs in dem alter jhabe ja meist auch viele kleine freunde wo sie vielleicht mal etwas aufgeschnappt haben..


    aufjedenfall war nach ca 1-2 monaten alles wieder vorbei und er sprach bis heute nicht mehr davon.. ":/

    Hallo summm,


    Du machst Dir viele Gedanken und reflektierst gut. Ich bin überzeugt, das bekommt ihr gemeinsam innerhalb der Familie hin. ;-) :)z


    Hier mal ein interessanter Link zum Thema.


    http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_aktuelles/a_kindertagesbetreuung/s_1926.html


    Am Ende des Artikels sind einige Buchempfehlungen zum Thema.


    Ich finde, Beachtung sollte der Tatsache geschenkt werden, das Kind zu FRAGEN, wie es sich etwas vorstellt und DANN darüber zu sprechen und es nochmals aus der Sicht des jeweiligen Erwachsenen zu erklären. Ich glaube, Zuhören ist noch wichtiger als das Reden. Und dem Kind nicht das Gefühl geben, dies ist ein "schlimmes" Thema. Je selbstverständlicher mit dem Thema umgegangen wird, umso weniger Ängste können entstehen.


    Meine Tochter (jetzt 4,5 J.) hat auch bereits viele Fragen zu dem Thema gestellt. Ein Anlaß war z.B. der Fund einer toten Amsel am Straßenrand (das hat sie Ewigkeiten beschäftigt und sie hat immer wieder nachgefragt). Es war eine gute Gelegenheit, über dieses Thema zu sprechen.


    Sie fragte aber genauso schon nach ihrer jetzt 90. jährigen Uroma, da sie ansatzweise versteht, daß so alten Menschen jetzt wohl weniger Zeit bleibt. Ich habe sie dann ermuntert, die Uroma selbst zu befragen, damit diese ihr erzählte, was sie alles in ihrem langen langen Leben bereits erlebt hat und wieviel Spaß und Freude sie hatte. Sie hat ihr jedoch auch erklärt, daß es hier und da zwackt und der Körper irgendwann einfach nicht mehr so mitmacht und seine Ruhe braucht.


    Und daß es z.B. für das Amselchen besser war, eher einschlafen zu dürfen, damit ihm nichts mehr weh tut (sie war wohl vom Auto getroffen worden, das Thema war also gleichzeitig verkehrserziehungstauglich ;-) ).


    Ich finde es normal, daß Kinder auch kurzzeitig bei diesem Thema Ängste entwickeln können. Die Phantasie von Kindern ist nicht zu unterschätzen. Jedoch sollten die Kinder selbst auch nicht unterschätzt und vor dem Thema "überbeschützt" werden, sie sind absolut in der Lage, das zu verarbeiten, so lange ihre Angst nicht extra geschürt wird. Und das kann ich hier nicht erkennen.

    Zitat

    zugleich muß ich ihm aber sagen dass er absolut kein spülmittel oder sonstwas trinken oder auch nur kosten darf weil sonst evtl. auch ein doktor nicht mehr helfen kann.

    Finde ich absolut in Ordnung. Natürlich mußt Du ihm erklären, wie gefährlich solche Mittel sind und daß man sie nicht trinken/essen darf.


    Sag ihm, daß jedes Kind (auch Du damals ;-) ) das lernen muß, damit ihm nichts passiert. Und daß Eltern genau dafür da sind, dem Kind all die gefährlichen Dinge im Leben zu erklären, damit sie irgendwann selbst auf sich aufpassen können.


    Frag ihn, ob er das irgendwann als Papa nicht auch tun würde, damit er eine ganz lange gemeinsame Zeit mit seinem Kind hätte, weil er es so doll lieb hat.


    Sprecht über die Zukunft. Seine, Deine und die gemeinsame. Frag ihn nach seinen Wünschen und dann macht Pläne, träumt. Dann sieht er, daß Du nicht in absehbarer Zeit plötzlich weg bist und dies auch niemals vorhast. ;-)


    Ihr schafft das – die Angst wird verschwinden. :)z *:)

    Zitat

    sowas möchte ich ehrlich gesagt eher vermeiden. ein/e psychologe/in ist ein arzt und wer weiß was er sich wieder denkt wenn wir wegen ihm dorthin gehen. er denkt zuviel

    Dass ein traumatisiertes Kind aber Hilfe erfahren könnte, wird in den Überlegungen wohl ausgeschlossen – oder wie?

    @ Jundalia

    Zitat

    Dass ein traumatisiertes Kind aber Hilfe erfahren könnte, wird in den Überlegungen wohl ausgeschlossen – oder wie?

    Selbstverständlich braucht ein traumatisiertes Kind Hilfe, wenn möglich professionelle.


    Ich muß mich immer wieder wundern, wie schnell anhand von ein paar Beiträgen eine "Diagnose" steht. Kinder durchlaufen in ihrer Entwicklung viele Ängste. Das ist normal!!! Die Erwachsenen sind es oft, die daraus erst ein Problem kreieren anstatt souverän damit umzugehen. Aufmerksam sein, JA, Panikmache, definitiv NEIN.

    @ :)

    Ich denke mit nem Kinderpsychologen würde man eher mit Kanonen nach Spatzen schiessen.


    JEDES Kind durchlebt in diesem Alter diese Phase! Meine Tochter hatte das auch in dem Alter... es war keine leichte Zeit für sie, aber es vergeht wieder. Wir haben doch alle diese Ängste! Irgendwann (anscheinend so zwischen 5 und 6 Jahren) lernen wir, diese Ängste "abzuspalten" damit wir nicht ständig daran denken müssen. ":/


    Chance 007 hat schön dazu geschrieben, finde ich.


    Das mit dem Glauben, kann man auch als weniger gläubiger Mensch anwenden, schliesslich geht es darum, dem Kind erstmal in seiner Not zu helfen.


    lg, @:)

    Zitat

    Vielleicht könnte euch ja ein Kinderpsychologe helfen.


    sowas möchte ich ehrlich gesagt eher vermeiden. ein/e psychologe/in ist ein arzt und wer weiß was er sich wieder denkt wenn wir wegen ihm dorthin gehen. er denkt zuviel :-|

    und

    Ich mache hier keine Panik. Ich gehe darauf ein, dass die TE einen Psychologen mit einem Arzt gleichsetzt und dabei betont, was es Psychologe denken könnte.


    Und wenn hier ein Kind wirklich Hilfe benötigt (was hier keiner wirklich weiß), wird u. Umständen wegen unsinniger Gedanken (weil ein Psychologe im Kopfkino sonstwas denkt!!!) keine Hilfe bei einem Fachmann nachgesucht.


    Das wäre schade.


    Darum geht es mir hier.

    @ Jundalia

    Zitat

    und dabei betont, was ein Psychologe denken könnte

    Hier hast Du wohl etwas falsch verstanden. ;-) Es geht nicht darum, was der Psychologe denkt, sondern wie dies auf das Kind wirkt und was dieses sich dann denkt.


    siehe:

    Zitat

    und wer weiß was er sich wieder denkt wenn wir wegen ihm dorthin gehen. er denkt zuviel

    Da kann ich den TE gut nachvollziehen. Denn Ängste, die normal sind und mit ein wenig Einfühlungsvermögen seitens des Vaters/der Familie bald der Vergangenheit angehören dürften, werden erst recht gepuscht, wenn dem Kind durch einen Psychologen-Besuch vermittelt wird, daß es eben nicht normal sei. In diesem Fall kann so ein Psychologen-Besuch unheimlich kontraproduktiv sein.

    Zitat

    Da kann ich den TE gut nachvollziehen. Denn Ängste, die normal sind und mit ein wenig Einfühlungsvermögen seitens des Vaters/der Familie bald der Vergangenheit angehören dürften, werden erst recht gepuscht, wenn dem Kind durch einen Psychologen-Besuch vermittelt wird, daß es eben nicht normal sei. In diesem Fall kann so ein Psychologen-Besuch unheimlich kontraproduktiv sein.

    Ich möchte jetzt einmal wirklich wissen, wieso ein Psychologe einem Kind vermitteln sollte, dass es nicht normal sei. Hier müssen ja völlig komische Vorstellungen vorhanden sein. Dazu ist ein Psychologe ein Psychologe und hat dies mindestens 12 Semester studiert, um genau dies nicht zu tun :=o


    Ein Kind von nicht mal 5 Jahren hat erst recht keine Ahnung, was ein (Kinder-)Psychologe ist. Und würde dieser Person völlig unvoreingenommen entgegentreten – es sei denn, es wird von Menschen, die eine völlig verworrene Vorstellung dazu haben, entsprechend "geimpft".

    Hallo, ich glaube, die intensive Beschäftigung mit dem Thema Tod ist für Kinder nicht soo ungewöhnlich.


    Wenn Du aber das Gefühl hast, er hat sich "festgebissen" an dem Thema, dann gib ihm doch die Möglichkeit, sich auch mit der Kehrseite der Medaille zu beschäftigen, der Entstehung von Leben. Das macht für ihn das Thema vielleicht runder, leichter zu bearbeiten? (Ich hoffe, Du verstehst, wie ich das meine)


    also wie wäre es, mit dem Kleinen ein wenig zu gärtner, Radischen in einem Blumentopf zu säen,die keimen so schön schnell und man sieht sehr bald einen Erfolg- und man kann sie zum Schluss auch noch essen.


    Oder, wenn Ihr einen Balkon habt, ein paar Feuerbohnen, die blühen schön und man kann sie im Herbst auch noch ernten und essen.


    Dabei kannst du bestimmt auch einfacher und kindgerecht über "das"Thema mit ihm sprechen


    Und- ein Zeitrahmen vom Leben zum Tod von ein paar Wochen (Radischen) oder ein paar Monate (Bohnen) ist für den kleinen Mann bestimmt verständlicher und erfahrbarer als ein 90 jähriges Leben.


    Wenn Du das ganze für eine blöde Idee hälst, dann entschuldige bitte und vergiss es einfach

    @ :) :)* @:)

    @ Jundalia

    Zitat

    Ich möchte jetzt einmal wirklich wissen, wieso ein Psychologe einem Kind vermitteln sollte, dass es nicht normal sei.

    Nicht der Psychologe tut dies, sondern der Besuch ansich beim Psychologen (auch ersetzbar durch Arzt in anderen Fällen). Dabei geht es nicht darum, daß ein Psychologe unfähig wäre o.ä., es geht darum, wie das Kind es empfindet, wenn aus einem Nicht-Problem ein Problem gemacht wird.

    Zitat

    Ein Kind von nicht mal 5 Jahren hat erst recht keine Ahnung, was ein (Kinder-)Psychologe ist.

    Du unterschätzt Kinder. ;-) Sie wissen nicht, aber sie fühlen dafür umso mehr.


    Die Welt eines Kindes besteht nicht nur aus einem Psychologen, der weiß, was er tut. Es lebt in einem Gefühlsgeflecht, dem auch die Eltern und andere Bezugspersonen angehören. Natürlich kann es nicht vom Verstand erfassen, was ein Psychologenbesuch ist, jedoch liest es mit den Gefühlen zwischen den Zeilen. Und Eltern können ihre Sorge noch so gut verstecken, das Kind wird sie bemerken. Und es wird auch bemerken, daß aus einem ganz alltäglichen Gedankengang, einer Angst – die im Leben von Kindern nun einmal vorkommt – etwas pathologisches gemacht wird.


    Scheinbar kann ich Dir schlecht vermitteln, worum es mir hier geht. Aber das ist auch nicht wichtig. Wichtiger ist mir, daß der TE mich versteht. *:)