• Mein Sohn wurde aus dem Unterricht geschmissen

    mein sohn(8jahre alt) hatte am montag seinen ersten schultag in der 3.klasse,samt neuer lehrerin.am mittwoch kam er nachhause und erzählte mir das er heut und gestern(also dienstag u.mittwoch )von der lehrerin aus dem klassenraum geschmissen wurde,weil er bei entspannungsübungen gelacht hat und während des unterrichts geschwatzt hat.ich dachte ich…
  • 768 Antworten

    die tür war zu ich habe direkt die tochter der mutter die es mir erzählt hat gefragt.sonst hätte ich das mit der aufsichtspflicht garnicht erwähnt!

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    eben typisch junge.

    Ich finde es super, wenn Fehlverhalten so begründet wird.... %-|

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    mit dem man aber auch reden kann.

    Es ist nicht ihr Job, mit ihm geltende Regeln durchzukauen. Er hat sich daran zu halten, wie alle anderen Schüler auch.

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    bei der anderen lehrerin inder 1. u.2.klasse hat es ja auch geklappt,ohne rausschmeißen.

    Nun, entweder war's ihr dann egal, ob er stört oder nicht, oder er war im Alter von 6 Jahren noch leichter zu führen.

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    .bei der anderen lehrerin inder 1. u.2.klasse hat es ja auch geklappt

    Ja, aber jetzt ist er nicht mehr süße 6, sondern 8 Jahre alt. Und wahrscheinlich kann man mit ihm reden, aber nicht, wenn sich währenddessen die anderen 20 Kinder fröhlich an den Haaren ziehen. Mach dir bitte mal klar, daß dein Kronsohn nicht das einzige Kind in der Klasse ist. Und mach' aus einer Mücke keinen Elefanten, himmel! Er ist rausgeflogen, weil er Mist gebaut hat - na und? Das passiert. Wenn du die Hintergründe wissen willst, SPRICH mit der Lehrerin - du weißt doch immer noch nicht, was eigentlich gewesen ist! Wenn du dich nicht traust, bitte die Elternvertreter um Hilfe.


    btw: mein Sohn ist auch 8. Wenn der mal rausfliegen sollte, gehe ich davon aus, daß sein Verhalten in dem Moment nicht tragbar war. Fertig.

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    ich bin arbeiten,ich weiß es erst seit gestern.wann sollte ich da mit ihr reden?

    Und wie wärs mit einem Anruf?

    @ Andy1...

    Jetzt lass aber mal die Kirche im Dorf. In diesem Fall gleich mit Nötigung daher zu kommen ist schon n starkes Stück. Schon mal § 240 StGB gelesen?


    Nötigung


    (1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


    Und noch etwas:

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    recht auf bildung,dieses hat sie ihm vorenthalten,auch strafbar

    Ich denke nicht, dass dies eine Strafbarkeit begründet. Falls Du Dich da besser auskennen solltest - klär mich auf.


    Nimms mir nicht böse, aber bei solchen Diskussionen gleich mit sonstwasfürwelchen Straftaten aufzufahren (und dass noch mit Halbwissen?) ist tw. gefährlich. Mag sein, dass das Handeln der Lehrerin nicht ganz ok war (genau genommen wissen wir ja überhaupt nicht, was im einzelnen vorgefallen ist), ihr aber gleich Nötigung zu unterstellen, so dass die Mutter evtl. zur Polizei läuft und Anzeige erstattet, ist ziemlich unangebracht.


    *:)

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    Als Grundschullehrerin kann ich es sehr gut nachempfinden, dass man ein Kind vor die Tür setzt (Oh, Wunder, man kann die Tür auch offen lassen, also wird auch die Aufsichtspflicht nicht verletzt!), wenn man versucht, mit der Klasse Entspannungsübungen zu machen.

    :)z

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    wann sollte ich da mit ihr reden?

    Einfach kurz anrufen. Möglichst nicht in der Mittagspause oder nach 20 Uhr am Abend. Auch Lehrer haben ein Recht auf Feierabend ;-). Aber ansonsten ist es mir lieber, eine Mutter ruft gleich an und fragt nach, was denn wirklich passiert ist, als dass hinterum geredet wird. Oft lassen sich so Dinge klären. Ich finde es gut, dass du dich um ein gutes Verhältnis zur Lehrerin bemühen willst. Dazu gehört auch, dass du versuchst, dich in ihre Situation zu versetzen. Gerade, wenn man eine Klasse neu übernimmt, ist es wichtig, von Anfang an klar zu machen, wer die Regeln bestimmt. Auch dein Sohn wird lieber in einer ruhigen Atmosphäre arbeiten als im Chaos.


    WIE diese Ruhe herzustellen ist, ist Sache der Lehrerin.


    Übrigens ist es durchaus üblich, dass Drittklässler nicht immer im Klassenzimmer sind. Gerade bei Gruppenarbeiten gehen meine Schüler gerne in den Gang, setzen sich auf die Treppe etc., auch auf's Klo dürfen sie alleine gehen ;-). Wichtig ist, dass sie sich stets beaufsichtigt fühlen - ich komme ja immer wieder vorbei und schaue nach ihnen. Auch dein Sohn wird nicht die ganze Schulstunde vor der Tür verbracht haben.

    Ich (Dipl. Päd., tätig in der Kinder- und Jugendhilfe) habe keine Lust mich aufzuregen und hier seitenlange Abhandlungen zu schreiben... Dennoch einige kurze Anmerkungen:


    1. Das Kind an sich wird heutzutage viel zu sehr auf eine Art Podest gestellt. Es darf beinahe alles, muss hingegen fast nichts... Respekt vor Erwachsenen sowie die Anerkennung gewisser Regeln und Hierarchien scheinen in vielen Elternhäusern immer mehr an Bedeutung zu verlieren. So hat im hier geschilderten Fall nach Ansicht der Mutter nicht der Achtjährige, der an zwei aufeinander folgenden Tagen die Anweisungen der Lehrerin ignoriert und den Unterricht gestört hat, den Fehler begangen, sondern die Lehrkraft, die sich auf keine Diskussionen mit dem Grundschüler eingelassen hat sondern ihn einfach bestraft hat... Solche Fehleinschätzungen durch Eltern sind mittlerweile leider Gang und Gäbe und stimmen mich sehr besorgt.


    2. Was in der heutigen Zeit als "ganz normaler Bengel" und "typisch Junge" bezeichnet wird (alternativ bei Mädels dann mit liebevollem Lächeln "kleine Zicke", "Wildfang" oder was auch immer), wäre noch vor 20 Jahren die absolute Ausnahme gewesen und hätte - meiner Meinung nach zu Recht - ernste Elterngespräche und vor allem schlimmere Konsequenzen als den Ausschluss vom Unterricht zur Folge gehabt. Warum neigen Eltern heutzutage dazu, Verhaltensauffälligkeiten, Respektlosigkeiten, Regelverstöße etc. zu verharmlosen bzw. gar zu verniedlichen und diese teilweise sogar als Ausdruck einer "starken Persönlichkeit" oder Indizien für "Willensstärke" oder "Durchsetzungsvernögen" fehlzudeuten?!


    3. Über einen Achtjährigen zu schreiben, "man könne mit ihm reden", halte ich teilweise für bedenklich. Natürlich ist es wichtig, mit Kindern zu sprechen und ihnen Dinge zu erklären, dabei darf man aber nie vergessen, inwiefern sie geistig und emotional überhaupt in der Lage sind, den Inhalten zu folgen und diese auch zu verstehen. Im Kindergarten- und auch Grundschulalter sind kurze, relativ "radikale" Interventionen oftmals deutlich sinnvoller als endlose Diskussionen. Die Kinder müssen ihre Grenzen erkennen und lernen, mit Autoritäten umzugehen. Da ist es nicht wirklich sinnvoll, durch ewiges Gerede den Eindruck zu erwecken, Kinder und Erwachsene stünden auf einer Stufe und jede Regel sei eigentlich nur eine Farce, da man diese durch Fehlverhalten und anschließendes Debattieren auch als Grundschüler quasi außer Kraft setzen könne...

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    recht auf bildung, dieses hat sie ihm vorenthalten

    Da muss ein Lehrer abwägen. Was ist wichtiger: Das Recht auf Bildung des einen, der stört - oder das Recht auf Bildung der anderen 29, die gestört werden, und die auch irgendwann stören werden, wenn sie merken, dass sie damit durchkommen.


    Das Recht auf Bildung ist nicht umsetzbar, solange keine Ordnung herrscht. Und die Ordnung hängt vor allem an klaren, verstandenen und eingehaltenen Regeln. Und zur Bildung gehört auch die Lektion: "Wenn ich nicht nach den Regeln spiele gehöre ich nicht dazu." In der passenden Situation den Knaben NICHT vor die Tür zu setzen wäre also - für die ganze Klasse - ein vorenthaltenes Recht auf Bildung gewesen ;-).

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    Was in der heutigen Zeit als "ganz normaler Bengel" und "typisch Junge" bezeichnet wird (alternativ bei Mädels dann mit liebevollem Lächeln "kleine Zicke", "Wildfang" oder was auch immer), wäre noch vor 20 Jahren die absolute Ausnahme gewesen und hätte - meiner Meinung nach zu Recht - ernste Elterngespräche und vor allem schlimmere Konsequenzen als den Ausschluss vom Unterricht zur Folge gehabt.

    das sehe ich anders!


    es kommt in den letzten jahren viel zu häufig vor, dass nicht ins schema passende, nicht völlig angepasste kinder aussortiert werden.


    früher waren wildfänge, zicken und rüpel ganz normale kinder. heute werden sie als zumutung verstanden. wer sich nicht anpasst und in der menge untergeht, der fliegt.


    einerseits ist so ein verhalten NICHT ok, das ist ganz klar und ich will hier auch kein aufmüpfiges kind in schutz nehmen.


    andererseits habe ich mehr und mehr das gefühl, dass lehrer sich nicht mehr mit solchen kindern beschäftigen wollen.


    allerdings muß man dazu auch sagen, dass den lehrern in vielen schulen die mittel zur bändigung solcher kinder genommen werden. z.b. sind keine strafarbeiten mehr erlaubt, oder wie in diesem fall, die eltern stehen zu sehr hinter den kindern und der lehrer ist gleich der buhmann.


    ich finde solch lebhafte kinder muß es geben, aber man muß sie dementsprechend anzufassen wissen / dürfen, dann klappt das auch.

    @ june0106

    Ich finde nicht, dass es sich um eine Verletzung der Aufsichtspflicht handelt, wenn die Lehrerin einen 8jährigen Jungen vor die Tür schickt. Er befindet sich ja immer noch im Schulgebäude und die Lehrerin ist in unmittelbarer Nähe. Du wirst dein Kind ja (hoffentlich) auch mal aus den Augen lassen und in ein anderes Zimmer gehen, wenn du mit ihm zusammen bist.


    Wenn er Blödsinn gemacht hat, muss es eine Konsequenz geben. Er kann eben nicht quatschen und kichern im Unterricht. Und die Lehrerin kann nicht mit allen Kindern die Regeln, die allen klar sein sollten, diskutieren. Dafür hat sie gar keine Zeit. Du solltest ihm lieber klar machen, dass er sich im Unterricht benehmen muss. Ich glaube auch nicht, dass sie ihn rausgeschmissen hat, ohne ihn vorher zu ermahnen und wenn er da mit 8 Jahren noch weiter macht, muss eben was passieren. Wenn du ihm jetzt auch noch den Rücken stärkst, ermutigst du ihn regelrecht.

    @ FallenAngel4u:

    Im Grunde genommen sind wir uns da einig. Dieses "Aussortieren", das du erwähnst, findet nämlich nur statt, weil den Lehrern beinahe alle sanfteren Mittel der Sanktionierung genommen wurden/werden und zudem in den meisten Fällen im Elternhaus die Bereitschaft zur Mitarbeit fehlt. Das bedeutet leider oftmals, dass sehr, sehr lange so gut wie nichts passiert, wenn ein Kind "aus dem Ruder läuft", und dann irgendwann der Rausschmiss kommt.

    @ 1Fenja1

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    im Elternhaus die Bereitschaft zur Mitarbeit fehlt.

    :)z Die Eltern sollten hinter den Lehrern stehen, wenn die Kinder im Unterricht stören und nicht noch ihr armes Kind Schutz nehmen. Hinterher beklagen sie sich dann, wenn die Lehrer sich nicht durchsetzen können.

    Zitat

    Hinterher beklagen sie sich dann, wenn die Lehrer sich nicht durchsetzen können.

    ...und das betreffende Kind deshalb irgendwann einmal aussortiert wird.


    Spätestens dann überlegen sich dann doch einige, ob sie richtig daran getan haben, gegen die Schule zu arbeiten statt frühzeitig ein konstruktives Gespräch zu suchen.