meine 15jährige tochter treibt mich über meine grenzen

    kurze vorgeschichte:


    seit bald 2 jahren ist meine tochter vom braven mädchen zum monster ausgeartet.


    schule nach vielen vielen bemühungen 2 x gewechselt und schlußendlich geschmissen, nächtelanges rumtreiben, alkoholvergiftung mit aufwachen im krankenhaus, 6 wöchiger aufenthalt in jugendklinik, zwischendurch immer besser und dann wieder schlechter, nun ist sie in einem kurs vom arbeitsamt, hat eine lehrstelle gefunden ab september 2018 und ich weiß nicht, wie es bis dahin mit ihr klappen soll.


    wieder mal das wochenende weg gewesen, ich weiß nicht mit wem (weigert sich mir ihre freunde vorzustellen, bzw diese nach hause mitzunehmen), meint immer ich brauch mir keine sorgen machen, weiß alles besser, ist schon so erwachsen.................


    ich finde es gibt nichts schlimmeres, als wenn sein kind in der nacht in einer großstadt unterwegs und nicht erreichbar ist. gehe nun selbst schon zur psychologin, da ich das alles nicht packe.


    hat hier jemand ähnlich probleme oder hilfreiche tipps?

  • 92 Antworten
    Zitat

    weigert sich mir ihre freunde vorzustellen

    War das schon immer so? Welches Verhältnis hast du zu deiner Tochter?


    Welche Unterstützung gibt es vom Jugendamt/Arbeitsamt?


    Wieso lässt du sie dann überhaupt raus?

    grundsätzlich habe ich ein gutes verhältnis zu ihr.


    die unterstützung des arbeitsamtes ist die, dass die täglich von 8 bis 13 in einen kurs geht.


    wenn ich ihr abends verbiete in die großstadt zu fahren, tut sie es dennoch, sagt sie braucht ihre freunde. also no chance.


    ich lebe mit meinem neuen partner seit bereits 10 jahren mit ihr zusammen. die beiden verstehen sich ganz gut.


    der vater bemüht sich um sie, wir haben urviele gespräche zu dritt (mutter-vater-kind) da ist sie immer sehr einsichtig, aber dann ist alles vergessen von ihr.

    Ich gehe davon aus, dass du bisher alles dir mögliche für deine Tochter getan hast. Übermenschliches kann niemand von dir und auch du selbst nicht von dir erwarten. Auch deine Möglichkeiten und Fähigkeiten sind begrenzt. Jeder hat die Möglichkeit sein Leben kaputt zu machen, auch deine Tochter, davon wirst du sie nicht abhalten können. Sie ist bald volljährig, d.h. deine Verantwortung endet alsbald. Ich würde sie darauf aufmerksam machen, dass du deinen Teil als Mutter, so gut es dir möglich war, geliefert hast und sie jetzt bald selbst für ihr Leben und was daraus wird verantwortlich ist.


    Zuzusehen, wie die eigenen Kinder ihr Leben ruinieren ist sicherlich schmerzhaft, aber worin besteht die Alternative? Den Kindern Selbstbestimmung und Selbstverantwortung entziehen kann nicht die Lösung sein. Was du tun kannst, ist diesen Übergang deutlich machen, sagen, dass ist jetzt dein Ding, aushalten, wenn das Kind eigene, auch ungute, Entscheidungen trifft. Loslassen und abgrenzen. sich nicht schlecht dabei fühlen, wenn das Kind mal auf die Schnauze fällt. Oft hilft dies dem Kind mehr, als wenn es nur immer macht, was die Eltern sagen.


    So lange dein Kind bei dir wohnt, ist es dein Recht Vereinbarungen über das Zusammenleben zu treffen. Werden diese gebrochen, ist es dein Recht, diese zu sanktionieren. Das ist der Deal, an den sich das Kind bzw. der junge Erwachsene halten und gewöhnen muss.

    Zitat

    keiner passt in dem sinne auf sie auf. sie muss auf sich selbst aufpassen.

    Und das klappt nicht. Also braucht es Erziehungsberechtigte, die aufpassen. Auch mit 15! Oder habe ich den Sinn der Erziehung nicht verstanden?