• meine 15jährige tochter treibt mich über meine grenzen

    kurze vorgeschichte: seit bald 2 jahren ist meine tochter vom braven mädchen zum monster ausgeartet. schule nach vielen vielen bemühungen 2 x gewechselt und schlußendlich geschmissen, nächtelanges rumtreiben, alkoholvergiftung mit aufwachen im krankenhaus, 6 wöchiger aufenthalt in jugendklinik, zwischendurch immer besser und dann wieder schlechter,…
  • 93 Antworten

    Und welches ist dann der vorgeworfene Straftatbestand im StGB? Ohne einen solchen gibt es keine Anzeige. Wenn das dein täglich Brot ist, musst du das doch wissen. Mir wäre das ehrlichgesagt völlig neu, aber man soll ja nie nie sagen.

    Man muss doch nicht immer einen Straftatbestand aus dem StBG beanzeigen :-/ wenn jemand gegen das Tierschutzgesetzt verstößt, beanzeigt man auch den Bestand aus dem Tierschutzgesetz.


    ich muss jetzt leider zur Frühschicht....hier kann man zumindest den § durchgrasen


    https://www.anwalt24.de/lexikon/aufsichtspflichtverletzung aber den kennst du sicher.


    Das Thema ist glaub ich auch viel zu komplex um das hier auf die Schnelle zu erklären. Damit schlagen sich Richter und Staatsanwälte rum.


    Fakt ist, ich habe schon mehrfach solche Anzeigen schreiben müssen. (aber natürlich nicht, weil ein Pubertier mal eben abends nicht nach Hause kam ;-) da müssen schon andere Dinge passieren)

    Nein kannte ich nicht den Link, danke.

    Zitat

    Man muss doch nicht immer einen Straftatbestand aus dem StBG beanzeigen :-/

    Aber du hast doch gesagt, es gäbe solch einen :-/


    Dabei wird eben niemand direkt strafrechtlich wegen "Verletzung der Aufsichtspflicht" verurteilt, weil das allein eben kein Straftatbestand ist. Ohne §§ keine Verurteilung.

    Wie sieht es mit dem Thema Geld aus? Kannst du dort ansetzen? Ihr weniger geben , wenn sie sich nicht an die Regeln hält?


    Ich würde Kompromiss anbieten: Weg gehen ja .... bis zur vereinbarten Uhrzeit und sie muss unbedingt für dich übers Handy erreichbar sein.


    Hausarrest ist unrealistisch. Das verhärtet die Fronten doch nur.

    Mnef ich glaube wir schreiben aneinander vorbei. :)_ lassen wir es gut sein.


    Im Grundtenor geht es eigentlich nur darum , dass man als Eltern eines unter 18 jährigen eben doch nicht aus allem raus ist,nur weil das Kind strafmündig ist und man beim Jugendamt Bescheid gibt,dass das Pubertier Probleme macht.

    @ Flamechen

    Zitat

    du verdrehest die Sachen, aber ich schätze, das weißt du selbst.

    Wir könnten jetzt diskutieren wer zuerst mit dem "Verdrehen" angefangen hat. Aber wir sind ja nicht mehr im Kindergarten und ich denke mnef hat recht, dass wir eher ein wenig aneinander vorbeireden. Ok?

    Zitat

    Verurteilungen wegen Verletzung der Aufsichtspflicht gibt es ebenfalls haufenweise.

    Ich habe nichts Gegenteiliges behauptet.

    Zitat

    Ebenso werden 15 jährige den Eltern übergeben, wenn sie straffällig werden oder aber auch, wenn sie zum Bsp um Mitternacht angetroffen werden (streng genommen ab 22 Uhr bis zum 16.Lj) Auch das mein ich damit, dass Eltern nicht aus allem raus sind, nur weil das Kind nicht hören will.

    Weiß ich - aber auch davon habe ich nicht gesprochen.


    Worauf ich hinaus will und was ich mit dem Recht der Eltern meine auch ein 15-jähriges Kind "rausschmeißen" zu dürfen:


    Wenn sie überfordert sind, haben sie die Möglichkeit zum Jugendamt zu gehen und zu sagen: "Ich kann die Verantwortung nicht mehr (alleine) tragen." oder sogar noch weiter gehen: "Ich will die Verantwortung abgeben".


    Widersprichst du mir bezüglich dieser Möglichkeit auch?


    Ach, ich hätte schon weiterlesen müssen:

    Zitat

    Diese können sie abgeben/abtreten, indem sie das Kind zum Bsp in eine Wohngruppe ect geben und einen staatlichen Betreuer beauftragen, diese Pflichten zu übernehmen. Nur dann haben sie keine Aufsichtspflicht mehr.

    Genau das meine ich, siehste, wir sind uns also doch einig @;).


    Ich kann insofern mein Kind "rausschmeißen" indem ich die Verantwortung abgebe.


    Aber ich gebe zu, ich habe mich da mit dem Schlagwort "rausschmeißen" ein wenig mißverständlich ausgedrückt. Ich dachte meine Betonung darauf, dass ja schon Hilfe beim Jugendamt erbeten wurde, würde ausreichen.

    Zitat

    Im Grundtenor geht es eigentlich nur darum , dass man als Eltern eines unter 18 jährigen eben doch nicht aus allem raus ist,nur weil das Kind strafmündig ist und man beim Jugendamt Bescheid gibt,dass das Pubertier Probleme macht.

    Dieser Grundtenor wurde weder von mir, noch von mnef angebracht.

    @ Verhueter

    Zitat

    Das ist aber nun wirklich falsch. Draußen sein dürfen sie die ganze Nacht.

    Es gibt sicher Ausnahmen, aber grundsätzlich wird mindestens näher geschaut wenn ein Jugendlicher unter 18 nachts wo-auch-immer aufgegriffen wird. Und im Fall der Fälle wird dieser Jugendliche dann nach Hause gefahren.

    Kleines Update:


    Meine Tochter hat nun eine Lehrstelle zur Verwaltungsassistentin bekommen und da kann sie Ende August beginnen.


    Bis dato läuft alles "relativ" ruhig mit ihr, sie hält sich an abgemachte Heimkommzeiten usw. Ansonsten alles in normalen pubertären Bahnen.


    Meine Sorge nun, da sie ja zurzeit in eine Art Schule vom Arbeitsamt geht (8 bis 13 uhr) wo sie überhaupt nicht gefordert ist, habe ich doch die Angst im Hinterkopf, ob sie die Lehrstelle auch "packen" wird. Sie meint zwar, sie weiß, dass das jetzt sozusagen ihre letzte Chance ist, doch wird das doch ein krasser Einschnitt für sie werden, wenn Sie 8 Stunden am Stück arbeiten geht.


    Hat hier jemand eine Idee wie ich sie fit für die Ausbildung machen kann? Kurse usw hab ich ihr vorgeschlagen, doch hält sie nicht für notwendig, da sie sich lieber täglich mit freunden in der großstadt trifft.


    Bin ich nur überbesorgt? Und natürlich vermittle ich ihr, dass sie die Lehrstelle schaffen wird.

    @ sonne181

    Erst mal schön zu hören, dass es positiver aussieht - ich drücke dir beziehungsweise euch weiterhin die Daumen. :)^

    Zitat

    Meine Sorge nun, da sie ja zurzeit in eine Art Schule vom Arbeitsamt geht (8 bis 13 uhr) wo sie überhaupt nicht gefordert ist, habe ich doch die Angst im Hinterkopf, ob sie die Lehrstelle auch "packen" wird.

    Da würde ich mir nicht so viele Sorgen machen. Aus Erfahrungen weiß ich, dass man nicht "verdummt" nur weil man eine zeitlang mal unterfordert ist. Im Gegenteil: Dann machen spätere höhere Anforderungen erst recht Spaß. Ich selbst habe vor meiner richtigen Ausbildung einige Jahre nur gejobbt (ich mußte damals zwischendrin sogar auch so eine ABM vom Arbeitsamt machen die totlangweilig war, ich dachte ich wäre wieder in der Grundschule), ich war danach richtig gierig was zu lernen, ähnliche Beobachtungen konnte ich bei zwei meiner Kinder machen.

    Ich möchte auch beruhigen: ich habe vor meiner eigentlichen vollschulischen und relativ anspruchsvollen Ausbildung ein ganzes Jahr lang ein völlig lächerliches Praktikum gemacht, dazu einmal wöchentlich einen Tag Schule. Der Anspruch war so unterirdisch, dass es für mich früheren Faulpelz dann eine Erleichterung war, endlich etwas Anspruchsvolleres geboten zu bekommen.


    Deine Tochter wird das schon packen, vor allem wenn du es ihr zutraust! :-)

    Ja mache dir mal jetzt noch keine Gedanken.


    Versuche ihr aber jetzt schon zu sagen, dass wenn sie Probleme in der Lehre hat, dass sie es rechtzeitig sagen soll, damit ihr zusammen einen Weg sucht.


    So z.B. gibt es vom Amt bezahlte Nachhilfe falls der Stoff zu schwer sein sollte. Muss man einfach wissen , frühzeitig beginnen. Die BS sind da oft gute Ratgeber.


    Und schau von Anfang an hin. Sie müssen Berichtshefte schreiben ... was sie täglich auf Arbeit tun und Berichte über bestimmte Themen... da schlumpern viele Azubis und dann gibt es Proleme. Ist aber Voraussetzung für Prüfungszulassung.