*:) *:) Habe nun die kompletten 16 Seiten gelesen und dachte ich sage auch mal etwas dazu.


    Ich bin 22jahre alt, bekomme im Oktober mein erstes Kind und ich hatte auch ähnliche Phasen in dem Alter wie Cat ihre Tochter, wenn nicht sogar viel schlimmer, daher erzähl ich mal von meinen Erfahrungen, meinen "gründen".


    Meine Mutter hat sich NIE wirklich um mich gekümmert, ich musste mich immer um meinen 4jahre alten jüngeren Bruder kümmern, damit sie abends schön zu ihrer Schwester saufen gehen konnte. Es hieß immer ich solle dies und jenes tun sonst kann ich nicht raus gehen, dabei habe ich täglich geholfen das Geschirr zu machen, das Bad geputzt, die Wohnung gesaugt usw.


    Sie hat sich immer und überall über mich beschwert, die Tatsachen verdreht, sich von ihrer Alkischwester dümmliche Tips zur Erziehung geholt und kam Nachts sturzbesoffen nachhause, weckte mich in dem sie gegen die Tür getreten hat und mich beschimpfte.


    Dabei wollte ich damals nichts anderes als meine Freundin haben, eine Mama die sich um sie kümmert, die ihr zuhört, die nicht nur Mutter sondern auch beste Freundin war.


    Ich habe soviel versucht um ihre Anerkennung zu bekommen und nicht nur die Putzfrau und Babysitterin zu sein. Ich bin morgens aufgestanden, habe meinen Bruder in die KiGa gebracht, frühstück für uns gemacht usw. aber trotzdem war ich die unverschämte, undankbare rotzgöre wie sie mich gern nannte.


    Dann fiel ich in ein Loch, war psychisch total am ENDE, die Schule hat drunter gelitten. Ich fing an zu trinken, zu rauchen, ging mit 14/15 aus bis sonst wann morgens. Meine Antworten wurden Patzig, das was sie von mir wollte hab ich nicht mehr erledigt – für was auch?!


    Aber trotzdem keine Liebe, keine netten gespräche, NICHTS!


    Dann hab ich mich an jemand gewandt der mir sehr geholfen hat, der mir zeigte das nicht ich die bin, die alles falsch macht sondern meine Mutter. Ich weiß nicht aber hätte ich an diesem Abend nicht den drang zu diesem Telefonat gehabt, wüsste ich nicht wo ich nun wäre und ob ich überhaupt noch wäre..


    Ich habe meiner Mutter oft gesagt, was ich will, was ich mir wünsche, es hieß immer nur jaja aber es tat sich nichts.


    Das einzige was ich mir damals gewünscht habe war eine Mutter die mir sagt das ich zur Schule muss, die mir zugehört hat, die mir bei den Hausaufgaben geholfen hätte. Die sich um mich gesorgt hat, mich einfach mal in den Arm genommen hätte und mir gesagt hätte das sie mich gern hat oder einfach ein einfaches Dankeschön. :|N


    Sie hat mich tun lassen was ich will, ob ich morgens zur Schule ging war ihr egal, sie hat ja eh bis 12uhr geschlafen. Sie ließ mich mit 13/14 zuhause rauchen. Sie war absolut locker, es gab kaum verbote, nur befehle.


    Wenn ich sie heute drauf ansprechen würde, würde sie behaupten ALLES für mich getan haben, weil sie mir alle freiheiten gab die ich wollte.


    Aber das war nie das was ich wollte, was ich gern gehabt hätte.


    Das was ch gebraucht hätte gab sie mir nicht oder nur sehr selten.


    Mit 18 bin ich direkt von zuhause ausgezogen, wir haben zwar regelmäßig Kontakt aber eben nicht so wie es viele andere haben. Jetzt sagt sie mir ab und zu das sie mich lieb hat aber jetzt, jetzt wünsche ich mir anderes in meinem Leben, jetzt ist es quasi zu spät..


    Jetzt führe ich komplett mein eigenes Leben.




    Jetzt hab ich soviel geschrieben, eigentlich wollte ich dir nur sagen, versuche ein bisschen auf das Verhalten deiner Tochter zu hören. Überlege genau WIESO sie nun so handelt, was könnte der grund sein.


    Du schreibst du hast viel gearbeitet, ihr hattet wenig Zeit zusammen.


    Jetzt scheint es mir wo du nicht mehr arbeitest und mehr durchgreifst wird das Verhalten besser.


    Ich denke ihr fehlt etwas, sie will vielleicht nicht nur eine Mutter die ihr "befehle" gibt sondern eine Freundin in dir haben, mit der sie über die dinge reden kann die in ihrem Alter eben "wichtig" bzw Interessant sind.


    Hast Du sie mal gefragt warum sie deine Schminke klaut obwohl sie ihre eigene hat?


    Versuchst Du mit ihr über andere dinge zu reden außer wie es in der Schule war? Eventuell was sie Freizeitmäßig heute gemacht hat, ob es eventuell einen jungen gibt den sie mag x:) was die neusten trends von heute sind etc? Eben dinge die einen in ihrem Alter beschäftigen.


    Frag sie ob es etwas gibt, was sie sich wünscht, was sie gerne in ihrem Leben hätte, was sie sich von DIR wünschst.. Nehm sie in den Arm, sag das du sie liebst und du jetzt wo du mehr Zeit hast du gerne etwas mit ihr Unternehmen möchtest (Kino, Shoppen, Eis essen usw) frag wozu sie lust hat.


    Alle hier reden von Regeln und Konsequenz da stimme ich euch teilweise auch zu aber zu einer glücklichen eltern-kind beziehung gehört nicht nur Regeln und Konsequenzen. Klar die Eltern sind die, die das sagen haben aber ich finde man sollte sich auch die Seite seines Kindes anhören und mit anhören meine ich auch anhören und nicht ständig dazwischen reden oder anfangen mit "aber du, du hast dies, du tust das nicht.."!!


    Bestrafen finde ich ehrlich gesagt auch nicht toll, also räumt sie nicht auf -> kommt die Anlage weg. Find ich ehrlich gesagt nicht toll. Dann ist es kein wunder das sie Klaut, wenn sie alles weggenommen bekommt.


    Ich will nicht sagen das du was falsch gemacht hast, dazu bin ich nicht berechtigt und dazu kenne ich eure Situation nicht wirklich.


    Aber ich kann mir durchaus vorstellen das sie DICH jetzt einfach auch braucht und deshalb eventuell diesen ganzen Mist wie Klauen etc macht, um eben deine "Aufmerksamkeit" zu bekommen. Damit will ich nicht sagen das Klauen gut ist, dsas geht mal absolut nicht aber jetzt ständig drauf rumhacken ist auch nicht das wahre.


    Sie ist in der Pubertät, ihr Körper verändert sich, ihre Hormone spielen verrückt und das kann man nicht groß beeinflussen, genauso wie die schlechte Laune in der Schwangerschaft nicht ;-)


    Jetzt brauch sie eben dich, deine Hilfe um damit klar zu kommen.


    Ihr Zimmer ist dreckig, zwar nicht schön anzusehen aber eben ihr Privater reich, klär aber mit ihr das sie zumindest dreckige Wäsche raus räumt und eben das Geschirr.


    Du würdest es auch nicht gut finden wenn sie in deinem Schlafzimmer rumwühlt bzw dir sagt wie du dein Zimmer sauber zu halten hast.


    Wieso hat sie überhaupt Geschirr im Zimmer, esst ihr nicht gemeinsam an einem Tisch?


    Das wäre eventuell ein punkt an dem ihr beide festhalten könnt -> gemeinsam als FAMILIE an einem Tisch zu essen! Ich finde das ist eine sache die man als Familie definitiv tun sollte.


    Schließlich ist man eine Familie!


    ich denke wichtig ist, erstmal gemeinsam zu reden. Sich anhören was sie möchte (dann erfährt man auch WIESO sie dies und jenes tut) und ihr sagen was man sich wünscht. Dann gemeinsam nach einer Lösung suchen.


    Wegen ihrem Vater, natürlich sagt sie das sie ihn nicht sehen will, das ist reiner Selbstschutz sie möchte nicht mehr enttäuscht werden von ihm, sie will nicht mehr im Regen stehen.


    Also sagt sie das sie ihn nicht sehen will -> gleiches Muster wie bei Liebeskummer.


    Denoch wird es tief in ihrem Herzen weh tun wenn sie an ihn denkt, wenn sie ihn sieht, seinen Namen hört etc.


    So jetzt hab ich genug geschrieben, wahrscheinlich völliges wirrwarr.


    Denoch hoffe ich das es teilweise verständlich ist.


    Du solltest auch wirklich schauen das Du einen neuen Job findest, mit schöneren Arbeitszeiten -> eben wegen der Vorbild funktion wie es einige hier schon nannten.


    :)_ :)_ :)_ + :)* :)* :)*


    Ihr müsst zusammen halten, ihr habt nur euch beide (zumindest hab ich nix von geschwistern gelesen) macht euch nicht beide noch das Leben schwerer als es ist!


    Sie kommt in die Pubertät, sei für sie Stark, zeig verständnis, hör ihr zu usw.


    Irgendwann kommst Du in die Wechseljahre da kannst Du ihr all deine Hormone zurück geben die sie dir nun aufhetzt ;-)


    Wünsch dir ganz viel kraft, durchhaltevermögen und gib nicht auf wenn sie erstmal abblockt.

    Mami2o1o :)= :)^ :)= :)^

    Dein Beitrag sollte vielen Müttern in ähnlicher Situation wie cat78 die Augen öffnen.


    Liebe, Geborgenheit und gegenseitiger Respekt ist die Formel für eine unproblematische Erziehung.


    Ein Kind, das Vertrauen zu seiner Mutter hat wird mit allen Sorgen zu ihr kommen.


    Mein "Jüngster mit 26" erzählt und bespricht jetzt noch vieles( nicht alles) mit mir. Gelegentlich ruft er noch um 23 Uhr an um mir zu sagen: Stell dir vor was mir gerade Lustiges passiert ist...................ich liebe meine 3 Söhne 48,46,26, rückblickend wage ich zu behaupten, ich habe fast alles richtig gemacht.

    Messagio: Ich glaube es dir


    Mami : Ich fand deinen langen Beitrag gut,weil


    ich diesen Aspekt auch schon oefters von Jugendlichen gehoert habe und weil


    diese Sichtweise oft vergessen wird,wenn Eltern ueber ihre Kinder schimpfen.


    Viele Kinder werden so aggressiv,weil sie sich vernachlaessigt,unverstanden und ungeliebt fuehlen und die Mutter viele eigene psychische Probleme hatte (wegen ihrer eigenen schwierige Kindheit ).


    Viele Mutter wollen aber ihre eigenen schwierigen psychischen Anteile nicht sehen,es taete ihnen zu weh,davor haben sie Angst.Fuer sie hat eben nur das Kind schuld.

    Wenn ich hier so in diesem Faden lese, dann fasse ich mich echt an den Kopf.


    Klar ist es gut und richtig, den Kindern Liebe, Geborgenheit und Wärme zu geben, lebensnotwendig sogar. Aber den Umkehrschluss, der sich hier abzeichnet, finde ich äußerst bedenklich.


    Es wird doch tatsächlich das Gefühl vermittelt, daß die Entgleisungen der Kinder hauptsächlich im Fehlverhalten der Eltern zu suchen seien. Daß Kinder, die rebellieren und in Krisen geraten, eine Familie haben, die sie nicht liebt, ihnen keine Geborgenheit gibt, ihnen Unverständnis entgegenbringt oder gar Gleichgültigkeit.


    Na, aber HALLO. Mir fallen auf dem Punkt mehrere Familien ein, die mit Sicherheit ihre Kids geliebt, gewärmt, verstanden, gefördert, gefordert ... haben, und trotz dem auf dem Weg ins Erwachsenenalter gestrauchelt sind.


    Das Leben ist kein Zuckerschlecken, aber auch keine Wunschlotterie und die Vorhaltung, Eltern ernten, was sie sähen, finde ich :(v


    Es gibt Punkte im Leben, da sollte man stehen bleiben, sich umschauen und das eigene Leben mit Abstand betrachten. Versuchen Alternativen zu finden oder auch mal nach Hilfe zu fragen. Vor allem, wenn man das Gefühl hat in einem Teufelskreis zu stecken. Manchmal hilft es schon, mit anderen darüber zu sprechen. Da merkt man oft erst, daß man trotz all der Zweifel, doch vieles richtig gemacht hat.


    Anderen die Fehler vorzurechnen, bringt nicht wirklich was. Aber Stärken aufzuweisen (bei Mutter und Tochter) bringt oft das nötige Selbstvertrauen, um wieder aufeinander zu zugehen.

    Hallo Cat,


    ich habe jetzt einen Teil der vielen Antworten gelesen, die meisten fand ich zumindest schwierig.


    Selbst habe ich auch Töchter, vier, davon eine 14 Jahre alt. Die faule Phase hatte sie auch, hat sie teilweise immer noch. Ihr Zimmer ist eine Katastrophe ebenso wie das Badezimmer, dass fast ausschliesslich von ihr genutzt und beschmutzt wird. Nichts tun für die Schule war in der siebten und achten Klasse Dauerzustand - mit entsprechenden Zeugnissen. Allerdings fragt später niemand mehr nach diesen, sondern nur nach dem Endergebnis. Respektlos war sie auch, pampige Antworten, oder gar keine, Verweigerung von Gesprächen aller Art (außer sie wollte irdendwas), Benutzen meiner Sachen oder die der ihrer älteren Schwestern.´


    Ich weiss also ungefähr, wie es dir geht.


    Dieses 'Kinder brauchen Regeln' geht mir ziemlich auf die Nerven. Meiner Meinung nach brauchen Kinder nur sehr wenige Regeln, wirklich wichtige. Dazu gehört nicht, um zehn das Licht aus, nur zwei Stunden PC und ähnliches. Diese Regelei wird völlig überschätzt.


    Kinder brauchen vor allem Liebe, Sicherheit, und Vertrauen in sie. Sie brauchen Achtung, respektvolles Behandeltwerden und Ernstgenommenwerden. Sie brauchen Raum für sich selbst und Zeit und Geduld.


    Was ist denn wirklich so unerträglich am Verhalten deiner Tochter ? Sie säuselt dir nicht mehr ins Ohr, wie lieb sie dich hat ? Was klaut sie dir denn, Geld ? Klaut sie dir Sachen oder benutzt sie diese bloss, ohne zu fragen ?


    Sie ist dreizehn ! Gerade beginnt sie, sich von dir zu lösen, konfliktreich, schmerzlich. Aber ohne Konflikte geht das nicht. Es ist richtig und wichtig, Konflikte mit den Eltern auszufechten. Nur so kann man sich unabhängig machen und irgendwann auf eigenen Füssen stehen.


    Sei konsequent, wo es sich lohnt. Will sie den Tisch nicht decken, dann hole nur für dich einen Teller und Besteck. Wasche nur die Klamotten, die sie dir hinlegt, lass die Tür zu ihren Zimmer zu (ich hoffe, du klopfst immer an ?) Dränge ihr keine Gespräche auf, außer es geht um allgemeine Dinge. Sei beleidigt, wenn sie dich beleidigt und gehe aus dem Raum. Tue ihr keine Gefallen, wenn sie nicht freundlich ist. Höre ihr zu, wenn sie denn mal mit dir reden möchte und antworte ihr dann, wie du auch einem anderen (Fast-)Erwachsenen antworten würdest. Verbiete nichts grundlos und begründungslos. Und nimm sie ernst, als eigenständigen Menschen, der bald erwachsen ist.

    Da hier das Thema aufgegriffen wurde:


    Es gibt auch den Fall der "Überbehütung", das kann ebenso dazu führen, dass Kinder irgendwann ins Gegenteil umschlagen und sich "freikämpfen" – u.a. durch solche Verhaltensweisen

    Ich finde diesen Beitrag grundsätzlich auch gut.


    Aber diese Sichtweise kann ich nicht verstehen bzw. nachvollziehen:

    Zitat

    Es ist richtig und wichtig, Konflikte mit den Eltern auszufechten. Nur so kann man sich unabhängig machen und irgendwann auf eigenen Füssen stehen

    .


    Ich würde diese Sichtweise aber gerne verstehen. Denn wie ich hier bereits geschrieben habe, habe ich eine 15-jährige Tochter und mit ihr ähnliche Probleme wie cat78.


    Warum ist es so wichtig, Konflikte mit den Eltern auszufechten. Und warum kann man sich nur so unabhängig machen und erwachsen werden?


    Ich frage das in aller Sachlichkeit, weil ich gestehen muss, dass es diese Konfliktphase bei mir und meinen Schwestern in unserer Pubertät auch nicht gegeben hat. Natürlich waren wir oft anderer Meinung als unsere Eltern und sie waren in unseren Augen altmodisch. Das ist ja ganz klar. Aber durch eine oppositionelle und konfliktreiche Atmosphäre zu reifen, da fehlt mir wirklich der Zugang, den "Weihrauch" hat.


    Aber der Mensch lernt ja, so lange er lebt. Hat jemand von Euch noch eine Erklärung, die mir den "pubertären Terror als Grundbedürfnis" erklären kann.


    Nur um hier keine Mißvesrständnisse aufkommen zu lassen, ich liebe meine Tochter über alles und bemühe mich immer wieder, ihr das auch zu zeigen. Aber es gibt diese Terror-Tage von ihr und ich würde meine Tochter gerne besser verstehen. Natürlich habe ich schon versucht, mit ihr darüber zu sprechen. Aber sie blockt ab.


    Ich freue mich auf Eure Antworten.