• Meine Tochter ist völlig respektlos und macht Terror

    Also meine Lieben ich hoffe ihr könnt mir helfen! Es geht um meine Tochter, die wird nächsten Monat 13 und ich bin im Moment mit ihr total überfordert. Sie bestiehlt mich, sie nimmt meine Sachen, Schule ist egal....und wenn ich was sage nur ein Schulterzucken und patzige Antworten. Das Zimmer sieht aus wie Dresden 1945...Sie hilft mir nicht behandelt…
  • 273 Antworten

    @ seventhree

    ich hab keine ahnung wie du in dem alter drauf warst, aber bei mir hätte das verhalten wie du es empfiehlst grad den gegenteiligen effekt gehabt. der knackpunkt ist nämlich das man denkt, man sei erwachsen und will nicht mehr bevormundet werden. also wenn meine mutter meinte ich solle aufräumen, dann konnte sie mir nicht genug argumente bringen warum. ich sagte ihr das ich in diesem zimmer leben muss und wenn ich mich so wohl fühle ist das meine sache. klar will man das ein teenie verantwortung übernimmt, man muss halt gut begründen, das wenn man ernst genommen werden will, dann muss man bestimmte pflichten erfüllen. gute argumente sind das a und o meiner meinung nach, ruhig vorgetragen. und halt konsequenz das stimmt, aber bei sowas wie zimmer aufräumen ? ich fühlte mich da behandelt wie ein kind, as ob ich nicht selber entscheiden könnte wie mein zimmer aussehen soll... ward ihr mit 13 etwa ordentlich?? also ich kenn niemanden. und mit der sache mit dem klauen, da werden jetzt viele sagen: das ist doch keine lösung. aber ich rate dir es so zu machen wie meine mum, sie hat ihr geld versteckt. und das wusste ich auch, sie hat mir nämlich mit einem augenzwinkern gesagt, warum. also das wenn sie es nicht tut, da ja nicht viel von übrig bleibt. also ich fand das schon sehr cool von meiner mum, und da sie mir nicht gedroht hat oder sonst was, hab ich auch drüber nachgedacht und dann hatte sich das auch mit dem klauen erledigt. in dem eltern will man keine eltern, man will freunde.

    Ein probates Mittel ist immer der Geldhahn. Deine Tochter braucht sicherlich Geld für ihre Freizeitaktivitäten. Bei dem Verhalten, wie du es jetzt beschreibst, wird der Geldhahn komplett zugedreht. Kurzfristig wird das die Situation verschlimmern, aber deine Tochter wird merken, dass sie sich selbst damit am meisten schadet und wieder auf dich zugehen.

    Zitat

    Sie bestiehlt mich, sie nimmt meine Sachen

    Schließe dein Schlafzimmer konsequent ab und lasse sonst kein Bargeld oder Wertgegenstände in der Wohnung liegen.


    Wenn sie zu einem Einlenken bereit ist, wird der Geldhahn gegen Bedingungen wieder langsam aufgedreht. Sobald sie wieder in ihr altes Muster zurückspringt, versiegt der Geldfluss wieder.

    100% Zustimmung.


    In "traditioneller" Familienstrukur war das idealtypisch ja Part des Mannes an der Erziehung. Die Mutter war liebevoll und fürsorglich, der Vater streng und konsequent. Bist du alleinerziehend? Das klingt nämlich für mich so. Dann musst du eben strenger Vater und liebevolle Mutter in einer Person sein. Aber ohne Regeln und Konsequenzen geht Erziehung nicht, genauso wie es ohne Liebe und Fürsorglichkeit nicht geht.


    Kindererziehung ohne Liebe und Fürsorglichgkeit ist herzlos und lässt die Kinder vereinsamen und später ohne Selbstliebe aufwachsen. Erziehung ohne Regeln und Konsequenzen sorgt dafür dass die Kinder selbst keine Grenzen kennen und lässt sie zu verzogenen, disiziplinlosen Bälgern werden die jedem auf der Nase herumtanzen (z.b. deine Tochter).


    Ich selber habe zwar keine Kinder, aber ich habe als Kindergärtner gearbeitet. Selbst bei den 3 – 5 Jährigen sieht man oft wie wichtig Regeln sind und wie sich sogar schon kleine Kinder daneben benehmen wenn sie von zu Hause aus keine Grenzen kennen. Die fiesen, hinterhältigen Kinder, die anderen die Spielsachen wegnehmen, beisen, schlagen und spucken sind selten die verwahrlosten, sondern die die zu Hause über alles geliebt werden und als "kleine Könige und Prinzessinnen" mehr über ihre Eltern herrschen als dass sie von ihren Eltern erzogen werden. Die verwahrlosten Kinder, bei denen sich die Eltern nicht kümmern sind aber genauso schlimm. Beides ist absolut nicht in Ordnung!


    Also fang endlich an, klare Regeln zu setzen und Konsequenzen zu ziehen. Du bist ja mehr von deiner Tochter abhängig als sie von dir! Wenn ich Sätze lese wie "Ja da hast Du natürlich Recht. Im Moment bin ich inkonsequent weil ich einfach denke wenn ich sie bestrafe denkt sie ich habe sie nicht mehr lieb. Weißte?" dann steigt in mir dir blanke Verzweiflung hoch! Wer ist denn der Erwachsene bei euch beiden? Bist du die Mutter die die Tochter erzieht oder ist es andersherum? Du machst dich ja völlig zum Untertan deiner Tochter, kein Wunder dass sie sich so verhält.


    Beim nächsten mal klauen gibts einfach Hausarrest, Taschengeldentzug und keinen Besuch von Freunden für einen Monat. Punkt. Und daran ist nicht zu rütteln, egal wie sie plärrt und schreit. Und du bleibst bei deiner Entscheidung. Und du schreist sie nicht an, niemals, und streitest dich nicht mit ihr. Du stehst über ihr und erklärst ihr ganz sachlich dass ihr Handeln jetzt Konsequenzen hat mit denen sie leben muss.

    Kinder in dem Alter sind das Produkt ihrer Erziehung. Ist so. Weiterhin sind Kinder nicht immer lieb und brav und süß und unproblematisch! Kriegt man ein Kind, weiß man auch, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt auch mal Probleme machen wird. Du solltest dich aber mal etwas tiefgründiger fragen, warum sie klaut und nicht auf dich hört. Das hat nichts damit zu tun, dass sie nicht mehr "brav" ist. Versuch mal, dein Kind zu verstehen!


    Erschwerend kommt hinzu, dass sie jetzt in eine Phase der Pubertät kommt, wo unkontrollierte Hormonschübe den Umgang mit Kindern erschweren. Aber auch das hat nichts mit bloßer Ungezogenheit zu tun, sondern ist Biochemie. Trotzdem spiegelt das Verhalten eines Kindes in einem gewissen Maße auch die Erziehung wider.

    Regeln zu setzen und Konsequenzen zu ziehen ist seeehr schwer. Bei meiner Tochter hat es dazu geführt, dass ich sie mit 18 vor die Türe setzen musste.


    Sie hat mir keine andere Wahl gelassen. Wäre ich schon ein paar Jahre früher so konsequent gewesen, dann hätte ich mir das erspart. Ich wünsche dir sehr viel Kraft, ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer und anstrengend das ist. :)*

    ;-) Naja mit Dresden sollte man es nicht vergleichen.


    Du , wir haben drei Jungs 17,15 und 13 da kenn ich das. Magst du tauschen oder wollen wir sie verkuppeln ;-D


    Naja im Ernst Pupertät ist schlimm und bleibt schlimm. Guck das du ihr ein offenes Ohr bietest und bleibt ja konsequent.


    Mehr kannst du nicht tun. Gibts Freunde die mal mit ihr reden können ( du bist ja nur die Alte :=o )?


    Wie gesagt kennen wir :)_ + :)* und niemals verzagen

    Zu dem Vater hat sie keinen Kontakt...Ja habe mir jetzt vorgenommen konsequenter zu sein und es einfach weiter zu versuchen. Und wenn sie nachher kommt ist Zimmer aufräumen angesagt und wenn das nicht klappt Computer weg und Handy weg....so!!!

    es kann Mutter und Tochter nur geholfen werden,wenn man etwas tiefer die Hintergruende kennt und auch die Mutter lernt die Tochter zu verstehen


    (das KLauen ein absolutes no go ist,ist klar)


    Aber Kritik muessen wohl Mutter und Tochter annehmen koennen.


    Ich weiss nicht,ob die Mutter ihre Anteile an der Situation erkennen kann,wir kennen sie nicht.


    Wir hoeren nur das schlimme Verhalten der Tochter aus Sicht der Mutter.


    Natuerlich ist die Tochter ein Produkt ihrer Erziehung und dieses Alter ist wirklich schwierig.


    Hier gibt es auch ein Faden von einem 14 jaehrigen Maedchen: ...Meine Mami ist tot...


    Ihre Mutter ist gestorben,beide hatten wohl eine sehr liebevolle positive Beziehung miteinander


    also es geht auch anders...

    Zitat

    Und wenn sie nachher kommt ist Zimmer aufräumen angesagt und wenn das nicht klappt Computer weg und Handy weg....so!!!

    Das ist vielleicht nicht der erste Ansatzpunkt. Das Zimmer ist ihr Reich, da solltest du drüber stehen. Als erstes sollte ein vernünftiger Einsatz für die Schule, Mithelfen im Haushalt und ein höflicher, respektvoller Umgangston angesagt sein.