Patchworkfamilie und Weihnachten - wie macht ihr's?

    Hallo zusammen!


    Aus gegebenem Anlass wollte ich mal in die Runde fragen wie ihr getrennte-geschiedene Eltern und Patchworkfamilien die Weihnachtstage verbringt und organisiert?


    In der alten (ursprünglichen) Familie, also mit ExpartnerIn, gemeinsamen Kindern und vielleicht sogar Ex-Schwiegereltern? Oder mit den neuen Partnern und ohne den eigenen Kindern? Oder durchgemischt?


    Erfahrungsberichte und Meinungen zu den verschiedenen Konstellationen sind durchaus erwünscht!

  • 17 Antworten

    Nachdem ich mich jetzt mindestens 20 Jahre lang ständig gevierteilt habe machen wir dieses Jahr das einzig Vernünftige: Wir bleiben zuhause.


    Als Jugendliche hab ich abwechselnd bei meinem Vater und bei meiner Mutter gefeiert, und bekam jedes Mal vom jeweils anderen Elternteil zu hören, dass ich an Weihnachten immer dort wäre. An einen Heiligabend, den ich mit Mutter und Schwester verbringen wollte, erinnere ich mich deswegen schillernd, weil meine Mutter dachte, ihr Partner kommt, der aber nicht auftauchte, so dass meine Mutter dann zu ihm fuhr, während meine Schwester mit ihrem Freund abdampfte, und ich dann ganz alleine rumsaß. An zwei Heiligabenden hab ich dann vorsorglich die Magen-Darm-Grippe bekommen und das getan, nach dem mir sowieso immer war. Ein schönes Weihnachten habe ich mal bei meinen Schwiegereltern in Spe verbracht, aber die letzten beiden Male gab es Streit, Tränen, Zickenterror und es war superätzend. Noch besser waren immer die großen Rundfahrten, wo wir versucht haben, es meiner Mutter, meiner Schwester, meinem Vater, seiner Ex-Frau und den Eltern meines Mannes recht zu machen und die Feiertage damit verbracht haben, quer durch Deutschland zu gurken (Eltern und Schwiegereltern wohnen 600 km auseinander). Weihnachten bei den einen, Silvester bei den anderen.


    Wirklich, ich freu mich dieses Jahr richtig drauf. Endlich mal Ruhe im Karton.

    Getrennt sind nur meine Eltern, was kein Problem ist, da mein Papa kein Bock auf Weihnachten hat. Allerdings ist es hier schwierig meine und die Schwiegereltern unter einen Hut zu bringen. Letztere besteht auf gemeinsamen Heiligabend (ein einziges Mal konnte ich mich durchsetzen und wir haben allein mit den Kindern gefeiert, wird mir heute noch vorgeworfen! ) und auch auf gemeinsames Essen am 1. Weihnachtsfeiertag. Deshalb feiern wir am 25. und am 26.ten mit meiner Familie. Da verstehen sich Stiefvater und Opa nicht, weshalb wir das nicht auf ein gemeinsames Fest kegen kann. Ich finde das alles doof. Aber naja.


    Mein Traumweihnachten wäre allein mit unseren Kindern in Schweden. Aber da wären alle dauer, besonders Schwiegermutter.

    Zitat

    Mein Traumweihnachten wäre allein mit unseren Kindern in Schweden. Aber da wären alle dauer, besonders Schwiegermutter.

    Na und? Es ist Dein gutes Recht, Weihnachten so zu feiern, wie es sich für Dich am besten anfühlt. Zumindest, wenn Dein Mann und Deine Kinder einverstanden sind. Ich hab auch immer versucht, es allen recht zu machen, und wie Du selbst erfahren hast, bleibt man selbst dabei auf der Strecke. Das ist doch Mist.

    Mein Mann ist das nächste Problem. Er könnte seiner Mutter das nie antun. Wenn wir sie mitnehmen würden (was mich auch nicht stören würde), wäre ihr zweiter Sohn traurig, den könnten wir aber nicht mitnehmen, weil seine Freundin nie ohne ihre Eltern und Oma feiern würde. Und wenn ich 20 Mann mit nach Schweden mitnehme, kann ich auch gleich hier bleiben. ;-D

    Ich bin nicht betroffen, aber ich kann dir von einer befreundeten Familie erzählen, wo ich das genau mitbekomme. Da besteht der (wahrscheinlich seltene) Fall, dass sich alle immer noch sehr gerne mögen. Die hatten in den Jahren, wo sie verheiratet waren, bereits eine gewisse Tradition entwickelt, es gab einen Ort, wo sich alle trafen und gemeinsam feierten. Das haben sie im letzten Jahr so beibehalten und werden dies auch wieder tun. Also Kind, Eltern, Schwiegereltern. Nun gibt es hier das große Glück, dass keiner in einer anderen Stadt lebt. Bei unserer eigenen Familie hingegen ist es so, wie jemand schon oben schrieb, dass alle woanders wohnen, auch z.B. die geschiedenen Eltern meines Mannes. Bevor unser Kind kam, haben wir uns diese Hin- und Herfahrerei auch mal angetan, aber das ist einfach nur Streß.

    Wir teilen immer im Wechsel auf.


    Einer hat den jungen Heiligabend und bis nach dem Mittagessen am 25., danach geht er zum jeweils anderen.


    Großeltern, die Weihnachten zusammen verbringen möchten, sind gern eingeladen, her zu kommen. Ich werde mit Kind Weihnachten nicht durch Deutschland gurken.


    Mein Partner verbringt Heiligabend bei seinen Eltern und kommt dann am 25. zu uns.


    Mein Ex verbringt Heiligabend mit seiner Partnerin und ihren Kindern, am 25. kommen sie dann meinen Sohn abholen und fahren mit ihm zu ihren Eltern.

    Danke für eure Antworten und uff, das klingt bei den ersten Schreiberinnen schon mal sehr kompliziert und unweihnachtlich. %:|

    Zitat

    Die hatten in den Jahren, wo sie verheiratet waren, bereits eine gewisse Tradition entwickelt, es gab einen Ort, wo sich alle trafen und gemeinsam feierten. Das haben sie im letzten Jahr so beibehalten und werden dies auch wieder tun.

    Gute Regelung, wir haben es letztes Jahr im Prinzip genauso gemacht: am 24. wurde (wie in der Zeit vor der Trennung) zusammen bei den Eltern meiner Ex gefeiert, am 25. bei meinen. War vor allem für die Kinder super und für uns auch nicht unangenehm, weil wir eigentlich trotz Trennung ganz gut miteinander auskommen.


    Dieses Jahr läuft das aber nicht, meine Exfrau hat einen neuen Partner, dieser auch Kinder und nun wollen sie Weihnachten ihr gemeinsames Ding machen. Sicher verständlich, aber ich finde den Plan nicht ganz glücklich:


    - am 24. soll nun bei meiner Exfrau gefeiert werden, aber nun halt mit unseren gemeinsamen Kindern, neuem Partner und ihren Eltern (zum allgemein Verständnis: ohne mich ;-D ). Am 25. kommen die Kinder vom neuen Partner dazu und zusammen tingeln sie einige hundert Kilometer zu seiner Familie, es gibt große Familienzusammenführung und Kennenlernen der beiden neuen Familienseiten und weil man nicht gleich wieder abzischen will und auch noch diverse Tanten besucht werden sollen, ist die Rückfahrt erst für den Abend des 26. geplant.


    Toll, ich arbeite ab 27. wieder und kann Weihnachten mit meinen Kindern wohl an Silvester nachholen. %-| Die Alternative ist, dass ich mich querlege und in die laufenden Planungen der Ex reingrätsche. Gibt dicke Luft, Streit, schlechte Stimmung, wie ich das alles hasse. :(v


    Mich nervt am meisten, dass ich den Weihnachtsabend mit den Kinder verpasse. Die sind grade im tollsten Alter, freuen sich, sind aufgeregt, fiebern mit.

    Zitat

    Wir teilen immer im Wechsel auf.


    Einer hat den jungen Heiligabend und bis nach dem Mittagessen am 25., danach geht er zum jeweils anderen.

    Finde ich gut und fair. Aber das würde meine Ex wohl nicht mitmachen. Diese Frau, so gern ich sie noch immer habe, kann einen wirklich in den Wahnsinn treiben.

    Kannst du sie nicht vom 23. bis zum Weihnachtsnachmittag nehmen und sie dann zu ihr bringen? Dann hättest du wenigstens ein bisschen von ihnen!? Oder wohnt ihr zu weit auseinander?

    Oh ja, das ist meistens kompliziert, außer bei uns ;-D wir feiern Heiligabend einfach alle zusammen. Meine Eltern mit jeweiligem Partner, Halbgeschwister, Stiefgeschwister, Geschwister, Schwiegermutter. Alle bei uns an langer Tafel, jeder bringt was mit. Es ist jedes Jahr sehr schön und ich bin sehr dankbar, dass sich alle gut verstehen. Wäre es nicht so, würden wir Heiligabend zu dritt verbringen und dann an den Feiertagen die Eltern besuchen.

    @ Chomsky

    na dass du nun am 24. alleine bist ohne deine Kinder....und es noch dazu verständlicherweise bedauerst, das würde ich nicht mitmachen.


    Dann gilt doch eigentlich: Heiligabnd in der eigenen kleinen Familie ( du deine Kinder un deine jetzige Partnerin ) und dann kan man ja an den Feiertagen imme noch Ex Partner etc. besuchen.


    Wennn es dir nicht gefällt, warum machts du das dann so mit .... traue dich auch deine Bedürfnisse zu äußern.


    Bei uns gab es aber auch gerade Stress, weil meine Schwester mir versuchte vorzuschreiben, wie wir es machen ( damit es für sie am besten passt). Habe ihr gesagt, ich bespreche das mit meiner Familie und so wie wie es für uns nur geht, so machen wir es ...oder eben nicht.


    Kann ja nicht sein, dass einer seine Bedürfnisse durchdrückt auf Kosten der anderen. ":/

    Ich finde das schon ein starkes Stück, die Kinder gleich für alle drei Tage sozusagen für sich zu beanspruchen. Würde ich auch nicht mitmachen. Vor allem verstehe ich nicht, warum sie nicht an Heiligabend zu Dir kommen können, am 25./26. feiern die anderen dann doch eh alle zusammen. ???


    Wie sehen die Kinder das denn überhaupt?

    Zitat

    Als Jugendliche hab ich abwechselnd bei meinem Vater und bei meiner Mutter gefeiert

    Ich rede hier nur von Heiligabend! Ein Weihnachtsfeiertag gehörte meinen Großeltern und der andere Feiertag dann dem jeweils anderen Elternteil. Dass wir das komplette Weihnachten nur auf der einen Seite verbringen wär niemandem eingefallen glaub ich.

    Zitat

    Kannst du sie nicht vom 23. bis zum Weihnachtsnachmittag nehmen und sie dann zu ihr bringen? Dann hättest du wenigstens ein bisschen von ihnen!?

    Am 23. muss ich arbeiten. 24. vormittags geht theoretisch, aber der größte Witz meiner lieben Ex ist, dass ich mit den Kindern auf keinen Fall in irgendeiner Form vorfeiern oder sonstiges soll.

    Zitat

    Oh ja, das ist meistens kompliziert, außer bei uns ;-D wir feiern Heiligabend einfach alle zusammen

    Glückwunsch zu der unkomplizierten Familie und dem Riesenhaus. :)= Aber das ist wohl mehr Ausnahme denn Regal. Allein die vielen Großeltern unter einen Hut zu bekommen, dann auch noch die Schwiegermütter und Schwägerinnen, die meistens auch noch eigene Eltern und, noch schlimmer, Schwiegereltern haben und das ihrerseits unter einen Hut kriegen müssen.

    Zitat

    Dann gilt doch eigentlich: Heiligabnd in der eigenen kleinen Familie ( du deine Kinder un deine jetzige Partnerin ) und dann kan man ja an den Feiertagen imme noch Ex Partner etc. besuchen.

    Haha, genauso sieht meine lustige Exfrau das doch. Ihre eigene kleine neue Familie besteht jetzt eben aus dem neuen Partner und unseren gemeinsamen Kindern. Mit denen plus ihren Eltern verbringt sie Heilig Abend auch.

    Zitat

    Wennn es dir nicht gefällt, warum machts du das dann so mit .... traue dich auch deine Bedürfnisse zu äußern.

    Um trauen geht's nicht. Meine Ex weiß, dass mir ihr Plan gewaltig stinkt. Neben ihrer Sturheit, ist ihr Argument halt, dass es für die Kinder aus diesem und jenem Grund genau so besser und toll und prima wäre und sie deswegen unbedingt daran festhalten will.


    Hauptgrund für 25./26. ist eben das Kennenlernen der Familie des neuen Partners und da sollen sie dabei sein.

    Zitat

    Vor allem verstehe ich nicht, warum sie nicht an Heiligabend zu Dir kommen können, am 25./26. feiern die anderen dann doch eh alle zusammen. ???

    Weil meine Ex sich unter gar keinen Umständen vorstellen kann Heiligabend ohne die Kinder zu sein bzw. die Kinder ohne sie.


    Für mich wäre es okay, am 24. nicht mit dabei zu sein. Nicht super, aber okay. Dann verbringe ich eben den 25. mit ihnen oder meinetwegen den 26., aber alle drei Tage für sich zu verbuchen ist doch weit über's Ziel hinaus.

    Zitat

    Wie sehen die Kinder das denn überhaupt?

    Die halten wir mit ihren Bald-Fünf und Knapp-Drei bewusst aus unseren Angelegenheiten als Eltern raus.


    Der Große sagt schon sowas wie "Papa, du kommst an Weihnachten auch zu uns, ja?" oder "Papa, hast du bei dir zu Hause auch einen Tannenbaum?", aber natürlich fiebern die Kinder in erster Linie Weihnachtsmann und Geschenken entgegen und machen sich keine Gedanken, wer, wo, was, wann.


    Ich denke aber, dass es für die Kinder wirklich netter wäre, wenn sie mich Heilig Abend dabei hätten. Abgesehen davon, dass sonst keiner den Playmobil Bauernhof fachgerecht zusammenstecken würde, haben wir immer zusammen gefeiert und für die Kleine ist es diesmal das erste Jahr, in dem sie alles so richtig bewusst mitmacht und mitkriegt.


    Andererseits kommen sie mit dem neuen Partner ihrer Mutter gut aus und bei all der Aufregung und dem Trubel kommt es vielleicht gar nicht so sehr darauf an, ob einer mehr oder weniger dabei ist? ":/


    Im Moment denke ich darüber nach, mich Heilig Abend für ein Stündchen selbst einzuladen, um zumindest die Bescherung mitzuerleben und ein bisschen Teil der Weihnachtsstimmung zu sein. Vielleicht zeigt sich meine Ex dann doch kooperativer und wir finden eine bessere Lösung. ;-D