Probleme in der Schule

    Hallo,


    meine Tochter geht derzeit in die 1 Klasse. Anfangs lief es auch gut, seit aber 4 Wochen eskaliert es mehr und mehr. Sie ist vom Charakter her eine dominante Persönlichkeit, sie ordnet sich ungerne unter und will immer die erste Geige spielen. Das ist nichts neues an sich. Nun ist es aber so, dass sie im Unterricht dadurch negativ auffällt, genauso wie bei ihren Mitschülern. Sie lässt sich unheimlich schnell ablenken und schafft die Aufgaben nicht, andere Kinder sind da schon wesentlich weiter und sie hinkt hinterher, durch dieses abgelenkt sein. Langes zuhören fällt ihr schwer. Ansonsten macht sie gut mit, also meldet sich und ist aufgeweckt, wird aber auch wütend wenn sie nicht dran kommt. Ab und zu gibt es Ärger mit den anderen, sie droht den Kindern, oder haut auch schon mal leicht. Das kommt aber selten vor. Die Lehrerin und ich hatten schon ein Gespräch, sie kam gleich damit an, dass wenn sich nicht viel ändert, sie wohl sitzen bleiben würde. Das finde ich allerdings noch zu früh, nach gut 2,5 Monaten Schule, so eine Einschätzung. Die Lehrerin ist sehr jung, es ist ihre erste 1 Klasse. Meine Tochter ist ja nicht blöde, nur lässt sich einfach zu schnell ablenken und schafft dann dementsprechend das Tempo nicht. Es wurden auch Tests geschrieben, da hat sie auch ganz normal abgeschnitten. Hausaufgaben macht sie auch, ich schätze sie gut (normal) ein, natürlich gibt es hier und da kleinere Schwierigkeiten, aber die hat ja auch jedes Kind, bei ihr wäre das lesen, da muss sie etwas mehr üben. Ich habe daher schon etwas das Gefühl das man meine Tochter "abschieben" möchte. Da sie eben schwieriger ist. Es gibt durchaus Menschen die sie bändigen können, dass sind nicht viele, nur hat wohl auch nicht jeder Pädagoge Lust darauf. Ich stimme eine nicht Versetzung allerdings auch nicht zu. Da wird eine stigmatisierende Laufbahn schon vorgezeichnet. Auch wenn die Pädagogen keinen Erziehungsauftrag haben, so haben sie aber dennoch den Auftrag ein Kind zu integrieren, es sitzen eben nicht überall Musterschüler herum und alles läuft eins a. Das gibt es nun mal in kaum einem Beruf.


    Hat jemand Erfahrungen? Ich weiss nicht was ich genau Fragen soll hier, aber ich weiss auch nicht mit wem ich darüber reden soll. Es ist schwierig und belastet mich natürlich auch. Zumal ich zuhause keine Probleme mit meinem Kind habe.

  • 38 Antworten

    Hallo liebe Wick! *:)


    Gerne gebe ich dir meine Einschätzung als Pädagogin und Lehrerin mit langjähriger Erfahrung an verschiedenen Schulformen.

    Zitat

    meine Tochter geht derzeit in die 1 Klasse. Anfangs lief es auch gut, seit aber 4 Wochen eskaliert es mehr und mehr. Sie ist vom Charakter her eine dominante Persönlichkeit, sie ordnet sich ungerne unter und will immer die erste Geige spielen. Das ist nichts neues an sich. Nun ist es aber so, dass sie im Unterricht dadurch negativ auffällt, genauso wie bei ihren Mitschülern. Sie lässt sich unheimlich schnell ablenken und schafft die Aufgaben nicht, andere Kinder sind da schon wesentlich weiter und sie hinkt hinterher, durch dieses abgelenkt sein. Langes zuhören fällt ihr schwer. Ansonsten macht sie gut mit, also meldet sich und ist aufgeweckt, wird aber auch wütend wenn sie nicht dran kommt. Ab und zu gibt es Ärger mit den anderen, sie droht den Kindern, oder haut auch schon mal leicht. Das kommt aber selten vor.

    Dieses Feedback der Klassenlehrerin legt nahe, dass Deine Tochter größere Probleme im sozialen, personalen und kognitiven Bereich hat.


    Ebenso fehlt es wohl an Impulskontrolle.


    Insgesamt ergibt sich auf den ersten Blick ein Bild, dass Deine Tochter möglicherweise noch nicht die erforderliche Schulreife mitbringt und/oder eventuell so ein auffälliges Verhalten zeigt, dass dies auf längere Sicht vielleicht nicht mehr an einer Regelschule aufzufangen, bzw. zu integrieren und zu fördern ist.

    Zitat

    Die Lehrerin und ich hatten schon ein Gespräch, sie kam gleich damit an, dass wenn sich nicht viel ändert, sie wohl sitzen bleiben würde. Das finde ich allerdings noch zu früh, nach gut 2,5 Monaten Schule, so eine Einschätzung. Die Lehrerin ist sehr jung, es ist ihre erste 1 Klasse.

    Der Vorschlag zur Wiederholung einer ersten Klasse ist kein klassisches "Sitzenbleiben", sondern eine erste Maßnahme und Hilfe, welche dazu dient dem Schüler zunächst einmal mehr Zeit zu geben verschiedenste Probleme zu überwinden, welche einer normalen Entwicklung in der Schule und auch dem Lernen entgegenstehen.


    Die Tatsache dass Dir dies als Elternteil so früh mitgeteilt wurde, weist stark darauf hin dass es doch massive Probleme sind.


    Mit Sicherheit wurde das auch schon in der Klassenkonferenz - alle Lehrer einer Klasse und i.d.R. der Schulleitung - besprochen, und ist nicht alleinige Einschätzung der einen Lehrerin ( du zweifelst ja implizit ihre Kompetenz an).


    Die Überlegung noch einmal in die erste Klasse zurück zu gehen ist wie gesagt eine erste, Maßnahme.


    Sollten sich Verhaltensprobleme dann - eventuell auch mit bestimmten Fördermaßnahmen im privaten Bereich oder dem Einschalten eines Sozialarbeiters - dann nicht befriedigend und mit guter Perspektive für das Kind lösen lassen, gibt es immer noch die Möglichkeit einer speziellen Sonderbeschulung (Schulen für Erziehungshilfe z.B.).


    Eine Regelschule kann immer nur bis zu einem gewissen Grad erzieherisch tätig sein bzw. dem Kind einen für ihn geeigneten (!) Schulplatz bieten,solange das Verhalten der einzelnen Kinder in einem bestimmten Rahmen liegt.

    Zitat

    Meine Tochter ist ja nicht blöde, nur lässt sich einfach zu schnell ablenken und schafft dann dementsprechend das Tempo nicht. Es wurden auch Tests geschrieben, da hat sie auch ganz normal abgeschnitten. Hausaufgaben macht sie auch, ich schätze sie gut (normal) ein, natürlich gibt es hier und da kleinere Schwierigkeiten, aber die hat ja auch jedes Kind, bei ihr wäre das lesen, da muss sie etwas mehr üben. Ich habe daher schon etwas das Gefühl das man meine Tochter "abschieben" möchte. Da sie eben schwieriger ist. Es gibt durchaus Menschen die sie bändigen können, dass sind nicht viele, nur hat wohl auch nicht jeder Pädagoge Lust darauf.

    Meist können die Eltern die Leistungsfähigkeit und die Kompetenzen (kognitiv/sozial/personal usw.) nicht wirklich korrekt einschätzen, da diese sich erst im schulischen Rahmen zeigen.


    Mit Sicherheit will niemand deine Tochter "abschieben"! Die angesprochene erst Maßnahme ist zu Gunsten deiner Tochter angedacht worden!


    Du sagst ja sogar schon selbst sie müsse noch "gebändigt werden", "dies gelänge nicht vielen".


    Das ist bei einem schulreifen Grundschüler mit den nötigen Kompetenzen nicht nötig, und im Schulalltag einer Regelschule so auch gar nicht leistbar.


    Dafür gibt es wie gesagt, spezielle Schulen mit kleineren Gruppen und mehr Pädagogen pro Schüler, die eine besondere Ausbildung haben.

    Zitat

    Ich stimme eine nicht Versetzung allerdings auch nicht zu. Da wird eine stigmatisierende Laufbahn schon vorgezeichnet.

    Bitte keine vorschnellen Entscheidungen, Du könntest damit die gesamte Schullaufbahn und Entwicklung deiner Tochter stark gefährden.


    Sollte sie trotz große Probleme einfach in die zweite Klasse weitergehen, kann es sein dass ihre Probleme sich weiterhin immens verstärken, und deine Tochter in der Schule irgendwann komplett auffällig wird, und auch lern mäßig abhängt. Dies wird ihr täglich gespiegelt und führt zu sehr viel Frust und Schmerz, da einfach Haltens auffälligen Schülern einer Regelschule meist auch irgendwann sozial von seinen Mitschülern ausgeschlossen wird.


    So ein Zustand ist für das Selbstbild eines Kindes sehr schlimm, und führt zu weiteren Problemen.


    __Verhaltensauffälligkeiten muss man betrachten und


    sehen wollen, und nicht ignorieren.__


    Das sicherlich nicht leicht - aber wichtig.


    Mit Stigmatisierung hat es überhaupt nichts zu tun.


    Es geht hier um Hilfen.

    Zitat

    Auch wenn die Pädagogen keinen Erziehungsauftrag haben, so haben sie aber dennoch den Auftrag ein Kind zu integrieren, es sitzen eben nicht überall Musterschüler herum und alles läuft eins a. Das gibt es nun mal in kaum einem Beruf.

    Natürlich haben Pädagogen neben dem Bildungsauftrag auch einen Erziehungsauftrag!


    Hier kannst Du dies nachlesen, wenn Du tiefergehende Interesse daran hast.


    Allerdings ist es so - wie ich ja oben auch schon gesagt habe - dass eine Regelschule nicht für Schüler geeignet ist die stark oder speziell verhaltensauffällig sind.


    Diesen besonderen Erziehungs- und Förderungsauftrag kann eine Regelschule dann personell und inhaltlich nicht mehr leisten.

    Zitat

    Ich weiss nicht was ich genau Fragen soll hier, aber ich weiss auch nicht mit wem ich darüber reden soll. Es ist schwierig und belastet mich natürlich auch.

    Ich rate Dir, zeitnah um einen gesonderten Gesprächstermin mit der Klassenlehrerin und der Schulleitung zu bitten.


    Lass Dir erläutern und nahebringen:


    • ...welche Probleme Deine Tochter im Schulalltag genau hat,


    •...wie die pädagogischen Prognosen sind,


    • ...welche Hilfen und Maßnahmen möglich und nötig sind.


    Aber vor allem: Bleib offen! Für Dein Kind.


    Verweigere ihr keine Hilfen nach dem Motto "was nicht sein kann, das nicht sein darf..".


    Es geht ja, wie gesagt nicht um "Stigmatisierung" oder um "Abschieben" oder darum ob Deine Tochter "blöde sei", oder ähnliche negative Vorstellungen.


    Es geht darum deinem Kind eine für es passende Schullaufbahn mit guter Prognose zu ermöglichen.


    Und die sollte doch auch in deinem Interesse als Mutter liegen.


    Alles Gute! @:)

    Nachtrag:


    Einem Beitrag von dir hier im Forum aus dem letzten Jahr entnehme ich, dass dir bereits im Kindergarten eine Therapie wegen Verhaltensauffälligkeiten deiner Tochter ganz Herz gelegt wurde:

    Zitat

    Meine Tochter ist 5 Jahre alt und ich hatte vor kurzem ein Gespräch in der Kita, wie es alle Eltern einmal jährlich haben. Darin hiess es, meine Tochter folgt nicht dem was man ihr sagt, bringt nichts zu Ende, z.b mag sie nicht soo gerne basteln (konzentriert sich nicht, logisch wenn man etwas nicht mag?), aber in der Kita müssen sie basteln, Aufgaben erledigt werden. Sie will lieber spielen. Ich soll mit ihr zur Therapie gehen.

    War sie/ist sie mittlerweile in Therapie?


    Dies - und die Tatsache dass sie im Kindergarten bereits auffällig wurde - wären auch sehr wichtige Infos für das Schulteam Deiner Tochter.

    Wick


    Als ich deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich zuerst, dass du mir aus der Seele sprichst, da mein Sohn auch gerade eingeschult wurde und es nun plötzlich auch nicht so rund läuft, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber als ich deinen Beitrag zu Ende gelesen habe, scheint es bei deiner Tochter doch etwas anders zu sein.


    In deinem alten Beitrag von Anfang 2015 schreibst du, dass deiner Tochter Ergotherapie angeraten wurde und du das zuerst auch machen wolltest, aber am Ende die Notwendigkeit nicht gesehen hast und so auch nichts unternommen hast.


    Mein Sohn stört auch im Unterricht. Nicht ständig, aber öfter als andere. Ich würde mir wünschen, man hätte uns in der Kita-Zeit Ergotherapie angeraten, aber das war leider nicht der Fall.


    Vielleicht solltest du das jetzt noch für deine Tochter in Anspruch nehmen. Bis zum Ende des ersten Schuljahres, wo sie evtl. zurückgesetzt werden soll, ist doch noch Zeit. Vielleicht bekommt ihr ihr Verhalten bis dahin in den Griff.

    Es gibt hier keine speziellen Schulen, Sonderschulen. Hier gehen alle Kinder auf die Regelschule.


    Von nicht Schulreif würde ich da überhaupt gar nicht sprechen, dass ist was ganz anderes. Und ich sehe das schon als Stigmatisierung, da ich doch jetzt schon mitbekomme, wie nervend das für die Lehrerin ist und sie bei allem und jedem mittlerweile Schuld bekommt. Sie ist immer die schuldige, egal was, auch wenn sie es nicht war. Ich sehe da Ungerechtigkeiten. Das würde auch mit einem wiederholen der Klasse nicht besser, da es ihre Persönlichkeit ist, im Gegenteil, sie neigt dazu andere zu unterdrücken und die kleineren Kinder hätten das nachsehen-das war schon im Kindergarten so, da sie die älteste dort war, die Gruppe war blöde eingeteilt, kann man nun nichts dafür, tat auch den Erzieherinnen Leid. Aber da fing das auch erst richtig an im letzten Kindergartenjahr, ihre Freunde kamen da alle schon zur Schule, eben weil die Gruppe etwas blöd eingeteilt war.


    Und jetzt soll sie wieder alle Freunde verlieren, sie steht ständig auf der Verliererseite. Das ist eine ganze Serie. Ein Kind braucht Erfolgserlebnisse und will nicht ständig der Buhmann sein. Ich finde das nicht ok und genau deshalb wird sie nicht sitzen bleiben, wieder alle Freunde verlieren, ständig neu anfangen. Sowas schädigt ein Kind, sie wird sich ja nie in eine Gruppe einfügen können, weil die Gruppen ständig auseinander gerissen werden dank der Pädagogen die so etwas sinnvoll finden, weil ihnen Arbeit erspart bleibt. Ein absolutes NoGo. Das befürworte ich keinesfalls. Da lasse ich auch nicht mit mir reden. Zur Therapie war sie nicht, wird aber im Januar in Angriff genommen.


    Ich werde immer auf der Seite meines Kindes stehen, Schule ist immer ungerecht, ich habe das selbst schon negativ erleben müssen. Aber ich setze mich dafür ein und werde nicht still dem Fluss eines Pädagogen folgen, natürlich kann ich mein Kind einschätzen, als ob das jemand besser könnte als die eigene Mutter. Da wäre das Gespräch aber gleich beendet, wird man ja für dumm verkauft, wenn mir jemand so kommen würde. Nichts für ungut *:) @:)

    Zitat

    ...natürlich kann ich mein Kind einschätzen, als ob das jemand besser könnte als die eigene Mutter. Da wäre das Gespräch aber gleich beendet, wird man ja für dumm verkauft, wenn mir jemand so kommen würde...

    Das ist jetzt nicht böse gemeint.


    Natürlich wirst du als Mutter dein Kind einschätzen können... aber es gibt auch so etwas wie "Betriebsblindheit". Dinge, die man selbst nicht mehr wahrnimmt und auf die man erst hingewiesen werden muss. Sheilagh hat dir wirklich ausführlich und sehr gut geantwortet. Du solltest dich mit ihren Hinweisen etwas auseinandersetzen.


    Dass ihr vorhabt die Ergotherapie anzugehen, finde ich eine gute Entscheidung übrigens.

    :-o


    Wenn deine Einstellung schon feststeht, warum möchtest noch Ratschläge hören. Die, die dir einen anderen Weg vorschlagen, werden verteufelt. Du kannst nicht erwarten, dass dir hier alle nach dem Mund reden. :|N


    Mein Sohn ist auch ein Problemkind. Ich könnte mich auch auf die Hinterbeine stellen und auf meine Einstellung beharren. Aber ich versuche, in Zusammenarbeit mit der Schule ein Lösung zu finden.

    Zitat

    natürlich kann ich mein Kind einschätzen, als ob das jemand besser könnte als die eigene Mutter

    Ich persönlich mache sehr oft die Erfahrung, dass ich mein Kind absolut nicht einschätzen kann, wenn es um Situationen geht, in denen ich noch nie dabei war. Wie er sich mit 20 anderen Kindern, ohne Mama, im Theater verhält? Keine Ahnung! Wusste ich, dass er sehr sehr gerne mit anderen außer mir Händchen hält? Nein.


    Davon musst du dich, glaub ich, verabschieden. Sicher kennst du dein Kind sehr sehr gut, am besten. Aber in der Schule kennst du sie eben nicht wirklich, nicht allumfassend, nicht so, dass du den Blick von jemandem, der wirklich dabei ist, einfach als "so ist sie nicht!" abtun könntest. Bzw., das kannst du natürlich schon. Ich persönlich würd es halt nicht tun, da du dir damit die einzige Chance verbaust, ein wenig Einblick in die Situation zu erhalten.

    Du kommst hier schon ziemlich stur rüber. Zum Kind stehen und grundsätzlich "dagegen" sein, sind zweierlei Stiefel.


    Wenn du schon siehst, dass es Teil ihrer Persönlichkeit ist, andere zu "unterdrücken", wird es Zeit, dass du das weniger als gegeben rechtfertigst, sondern versuchst sie auf geeignete Weise von diesem Verhalten abzubringen. Eventuell auch mit Hilfe von außen.


    Dass es in deiner Gegend nirgendwo Schulen für Förderbedarf gibt, ist eigenartig.

    Um mal aus Kindersicht zu schreiben, ich habe auch sehr oft entweder die Klasse und dann die Schule wechseln müssen. Ich bin auch nicht nur in einen Kindergarten gegangen.


    Ich kann nicht sagen, dass das eine reine Belastung gewesen wäre. Die neuen Gruppen sind halt auch Chancen, um Freunde zu finden, sich "neu" zu erfinden etc.


    Ich kann Dir auch nur den Raten geben, den Meinungen der Pädagogen offen gegenüber zu stehen, was ja nicht bedeutet, dass Du allem unreflektiert zustimmen musst.


    Aber so wie Du Deine Tochter schilderst, hindert sie andere Kinder am lernen, kommt selbst nicht mit und dann stimmt nicht mal das Sozialverhalten. Da sollte es schon Dein oberstes Ziel sein, für Dein Kind den besten Weg zu suchen um mindestens zwei, wenn nicht alle drei dieser Probleme ganz zeitnah einzufangen. Wenn sich das einmal verfestigt, ist sie wirklich immer der Buhmann, der weder im Klassenverband noch bei den Lehrern Anerkennung finden wird.

    Zitat

    Ich werde immer auf der Seite meines Kindes stehen, Schule ist immer ungerecht, ich habe das selbst schon negativ erleben müssen. Aber ich setze mich dafür ein und werde nicht still dem Fluss eines Pädagogen folgen, natürlich kann ich mein Kind einschätzen, als ob das jemand besser könnte als die eigene Mutter. Da wäre das Gespräch aber gleich beendet, wird man ja für dumm verkauft, wenn mir jemand so kommen würde.

    :-o :-o


    na das sind doch die besten Voraussetzungen,um eine Lösung zu finden und ich bin mir sicher, solche Eltern lieben alle Lehrer :=o


    Mir tun hier eher die Lehrer leid...sorry. {:(

    Zitat

    Schule ist immer ungerecht, ich habe das selbst schon negativ erleben müssen.

    Wenn das tatsächlich deine Ansicht ist, weiß ich nicht, was du hier hören möchtest. Dir ist schon klar, dass du das aufs Kind überträgst?

    Hallo Wick,


    ich habe zwei Kids in der Grundschule. 1x mit keinerlei Problemen, 1x mit leichten Problemen im "sozialen" Bereich, weil es eines der jüngsten Kinder in der Klasse ist und sich aktuell noch nicht so wirklich ins Klassengefüge einbringen kann.


    Ich finde es etwas unfair von Dir, dass Du den gut gemeinten und ausführlichen Beitrag einer Pädagogin, nämlich Sheilagh, so abbügelst. Das kommt etwas "beratungsresistent" rüber (nicht böse gemeint). So, als ob man sich von Lehrern grundsätzlich nichts sagen lassen darf, weil die eh keine Ahnung haben.


    Kann mich natürlich auch täuschen, aber wenn dem wirklich so ist, dann kann ich nur sagen: so wirst Du das Problem nicht in den Griff bekommen. Es geht nur gemeinsam mit den zuständigen Personen.


    Natürlich kann es sein, dass die Lehrerin für so einen Fall noch etwas zu unerfahren ist, aber gegen sie zu arbeiten bringt überhaupt nichts. Irgendwie muss man sich da arrangieren. Unerfahrenheit ist nicht gleich Inkompetenz!


    Wir haben mit einem unserer zahlreichen Kinder ( ;-D ) auch Ergotherapie gemacht, weil es motorisch Probleme gab und der Kinderarzt dies eindringlich empfohlen hatte.


    Das hat einen riesen Entwicklungsschritt ausgelöst (oder zumindest begünstigt). Kann daher nur empfehlen, eine solche zu machen, wenn sie denn vom Kinderarzt empfohlen wird/wurde. Vielleicht ist das so ein Erfolgserlebnis (es werden da ja Aufgaben verschiedenster Art gelöst), das Deinem Kind helfen könnte.


    Viele Grüße! *:)