• Probleme in der Schule

    Hallo, meine Tochter geht derzeit in die 1 Klasse. Anfangs lief es auch gut, seit aber 4 Wochen eskaliert es mehr und mehr. Sie ist vom Charakter her eine dominante Persönlichkeit, sie ordnet sich ungerne unter und will immer die erste Geige spielen. Das ist nichts neues an sich. Nun ist es aber so, dass sie im Unterricht dadurch negativ auffällt,…
  • 38 Antworten

    Ich werde den Teufel tun und hier Ratschläge geben....aber als Mama zweier Buben die in die hier sogenannte "Schule für Geisteskranke und Bekloppte" gegangen sind möchte ich dir Wick viel Spass wünschen wenn du JETZT nicht reagierst und die Ratschläge der Pädagogen annimmst. Es stimmt schon, die eigene Mutter kennt ihr Kind - aber du wirst deine Tochter auch noch kennen wenn sie in die Pubertät kommt und dir völlig aus den Händen gleitet! Dann wirst du noch um Hilfe betteln....


    Also nimm jetzt Hilfe an - sonst sehen wir uns in ein paar Jahren zu ganz anderen Themen hier wieder. Agressivität, Gewalt, Suchtprobleme, schwanger mit 13 ....such dir was aus!


    Ich wünsch dir viel Glück bei deinem Kampf für dein Kind....du wirst sicherlich die ganze Welt so biegen können dass alles nach ihren Wünschen läuft (Ironie Ende!).... :=o

    Wick

    Zitat

    auf eine Schule für bekloppte die nicht lernen können.

    Wir können deine Empörung verstehen, aber ich möchte dich bitten mit solchen Abwertungen und Herabwürdigen zurückzuhalten, da sie nicht den Tatsachen entsprechen. Das ist ein Faustschlag in das Gesicht aller Kinder die eine Förderschule besuchen.


    Solche abwertenden Äußerungen sind unangebracht und nicht im Sinne des Forums.


    Eine Förderschule bietet Kindern u.a. mit Lernbehinderungen die Möglichkeit die Entwicklung zu fördern und in der Lernfähigkeit zu unterstützen was die Regelschule nicht kann.


    Zur Info:


    https://www.familienratgeber.d…/schule/foerderschule.php

    Zitat

    Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer Behinderung eine sonderpädagogische Förderung benötigen, besuchen – wenn sie nicht in Integrationsklassen oder anderen Integrationsmaßnahmen der allgemeinen Schulen unterrichtet werden – eine Förderschule. Der sonderpädagogische Förderbedarf kann je nach Art der Behinderung stark variieren.

    Zitat

    Die Förderschulen unterstützen bei ihren Schülerinnen und Schülern alle Entwicklungen, die zu einem möglichen Wechsel in eine allgemeine Schule und in die Ausbildung führen können (der so genannte Rückführungsauftrag in die Allgemeine Schule). Die weitaus meisten Schülerinnen und Schüler bleiben aber für die gesamte Schulzeit auf der Förderschule.


    Die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Förderschulen – mit Ausnahme der Förderschwerpunkte "Geistige Entwicklung", "Lernen" und "Autismus" – orientieren sich in der Regel an den Richtlinien und Lehrplänen der allgemeinen Schulen. In diesen Förderschulen können daher prinzipiell auch Abschlüsse der allgemeinen Schulen – Hauptschulabschluss und Realschulabschluss – gemacht werden.

    Zitat

    Wir können deine Empörung verstehen

    Nein. Nein, tut mir leid, das kann und werde ich nicht. Die TE hat hier nur hektisch drübergelesen und kommt dann mit Formulierungen um die Ecke, die so bodenlos abwertend sind, dass ich vor Empörung nicht mehr weiß, wie ich mich forenkompatibel äußern soll.


    Es gab sehr, sehr hilfreiche Beiträge, Beiträge, über die man als Mutter, die konkret Rat und Hilfe für eine angespannte Situation in der Schule braucht, nachdenken sollte. Keiner wollte irgendwas böses, es wurden Wege aufgezeigt, die TE wurde vorsichtig, dann auch deutlich darauf hingewiesen, dass ihre feindselige Einstellung der Schule gegenüber nicht hilfreich für das Kind sein könnte. - Und dann kommt als Replik, bämm, diese völlige Breitseite, für die es überhaupt keinen Grund gab.


    Wick, aus deiner med1-Geschichte ist zu sehen, dass du dich viel und gerne um dein Kind kümmerst und leidenschaftliche Mutter bist. Du wirfst dich jederzeit vor deine Tochter. Bereits im Kindergarten wurde dir geraten, dich um Hilfe zu bemühen. Dieses Kind ist jetzt in der Schule, gerade in der ersten Klasse und hat jetzt schon Probleme, die ein 6jähriges Kind nicht schultern kann und darf.


    Nimm die Ratschläge der Lehrerin an, lies dir in Ruhe nochmal die Beiträge hier durch.


    Und bittebitte versuch, dich von dem Gedanken freizumachen, dass die da draußen alle feindlich gesinnt sind. Es gibt nicht nur die Blase, in der du und dein Kind leben, weißt du? Dein Kind muss mit der Welt klarkommen. Es ist deine Aufgabe, es darauf vorzubereiten.

    Zitat

    Nein. Nein, tut mir leid, das kann und werde ich nicht. Die TE hat hier nur hektisch drübergelesen und kommt dann mit Formulierungen um die Ecke, die so bodenlos abwertend sind, dass ich vor Empörung nicht mehr weiß, wie ich mich forenkompatibel äußern soll.

    Geht mir absolut genauso. Habe selten einen unverschämteren Beitrag gelesen, gerade vor dem Hintergrund des überaus großartigen Beitrags von Sheilagh. Perlen vor die Säue werfen, wäre noch liebliches Sprichwort dafür.


    Ich gehe jetzt mal einen Schritt weiter: Sollte sich die TE in echt auch so aufführen, sehe ich da eindeutige Zeichen auf Kindswohlgefährdung! Ich hoffe einfach mal, daß das nur virtuell so extrem ist und sich in der realen Situation etwas menschlicher abspielen wird...

    Hallo nochmal,


    habe gerade die weiteren Beiträge im Faden gelesen, und möchte gerne auch nochmal einhaken.


    Aber zunächst:


    Vielen Dank für die Anerkennung und Wertschätzung bzgl. meines Beitrages.


    Das hat mich sehr gefreut und zwar auf mehreren Ebenen.


    Natürlich persönlich bzw. professionell (man ist als Lehrer leider in den Köpfen Vieler immer noch oft von vorne herein Feindbild), aber auch dahingehend, dass so viele vernunftbegabte Forennutzer hier mit soviel Herz und Verstand die Thematik bewerten! Toll! :-)




    Leider denke ich mittlerweile auch, dass es nicht viel Sinn macht Wick hier zum jetzigen Zeitpunkt noch einmal erreichen zu wollen.


    Aber vielleicht hilft es ja auch anderen.


    Es ist mit Sicherheit ungemein schwer (haben gerade auch einen Fall in der erweiterten Familie), anzunehmen und auszuhalten, dass das eigene Kind Förderbedarf hat, oder eine Therapie benötigt , und derzeit eben nicht alles "normal" läuft.


    Von Lehrer- oder Schulleitungsseite braucht es da auch sehr viel Fingerspitzengefühl, dies den Eltern möglichst gut und für die Sache förderlich zu erläutern.


    Viele Eltern sehen sich quasi als "Schuldtragende" und fühlen sich in erster Linie angeprangert.


    Diese Emotion wird dann auf die Schule projiziert.


    Ich habe persönlich schon erlebt, dass es viel Stärke kostet, da den Focus nicht zu verlieren.


    Mein ältester Sohn hat nach der Trennung von meinem Mann (er war da 10) eine depressive Phase durchmachen müssen. Ich habe das zu Hause nicht bemerkt - ich denke er wollte mich schonen, da ich selbst ganz ordentlich am Kämpfen war.


    Gott sei Dank hat mich ein aufmerksamer Sozialarbeiter seiner Schule (und auch seine Klassenlehrerin) angerufen, und zum Gespräch gebeten.


    Ich musste auch erst mal sehr schwer schlucken.


    Mein Sohn war dann ein halbes Jahr bei einem Jugendtherapeuten und hat dort gute, professionelle Hilfe erhalten. Es ging ihm dadurch bald Schritt für Schritt besser. :-)


    Mittlerweile kann ich sagen: Ich bin immer noch dankbar für diesen Anruf. Wer weiß, hätte es niemand bemerkt, hätte mich niemand kontaktiert, wären vielleicht manifeste Depression entstanden?




    Vielleicht eines noch zu Förderschulen:


    Falls es sich nicht gerade um einen konstanten Zustand wie z.B. eine schwere geistige Behinderung oder um eine Lernbehinderung handelt, haben die verschiedenen Förderschulen immer das Ziel, langfristig die Beschulbarkeit an einer Regelschule (wieder-)herzustellen, beziehungsweise zu fördern.


    Die Förderschullehrer mit mit denen ich zusammen gearbeitet habe, haben ausnahmslos sehr engagierte, reflektierte und wirklich starke Arbeit geleistet.


    Ich habe selbst ein Jahr an einer Schule für Erziehungshilfe gearbeitet (unterstützend, quasi als "zweite" im Team, da ich keine Sonderschulausbildung habe), und habe da wohl mehr praktisches, erzieherisches Habdeln und Denken gelernt als an Regelschulen.


    Aber auch hier gilt - wie überall - fast alles steht und fällt mit der Bereitschaft der Eltern zur Kooperation.


    *:)

    Auch von mir ein dickes "Daumen hoch" für deine Beiträge hier Sheilagh - man merkt deutlich dass du weisst wovon du schreibst! :)^


    Auch ich bin extrem dankbar für die gute Zusammenarbeit mit unseren Lehrern, ich wäre NIE auf die Idee gekommen dass sie uns was Schlechtes wollen! Klar gab es auch mal Diskussionen - aber die haben immer dazu beigetragen letztenendes den besten Weg fürs Kind zu finden....

    Zitat

    Aber auch hier gilt - wie überall - fast alles steht und fällt mit der Bereitschaft der Eltern zur Kooperation.

    das seheich genauso und ich hoffe,du hast als Lehrerin mehr mit koorperativen Eltern zu tun als mit Eltern die Scheuklappen aufhaben.


    Ich habe 2 Grundschulkinder,(die keinen Förderbedarf haben) aber ich finde da überhaupt nichts daran,wenn ein Kind irgendwo Hilfe benötigt. Lieber doch mal etwas auf die Sprünge helfen,als wenn es später auf der Strecke bleibt.


    Die Grundschulzeit legt den Grundstein für die Zukunft- schulisch wie auch beruflich.Ich verstehe nicht,warum sich da manche so querstellen.


    Wenn ein Kind in der (Grund)schule keine Erfolge hat, schaltet es ab...verliert die Lust am Lernen...was sich auf die gesamte Schulzeit (incl Abschluss) legt.


    Ich bin als Eltern doch sehr interessiert,dass mein Kind "gern" in die Schule geht...und die Schule mit was positiven verbindet und nicht ständig Niederlagen erlebt.


    Ich wünsche der TE wirklich ganz viel Einsicht und Gesprächsbereitschaft und Vertrauen zur Lehrerin. (von Toleranz anderer mal ganz abgesehen...die Schule für "Bekloppte" ging mir sehr nahe :-/ :°( :°( sowas sagt man einfach nicht! >:( >:( )