Regisseur Mama

    Hallo liebe Eltern,


    für mein Schulprojekt brauche ich eure Meinung, ich habe leider keinerlei Möglichkeiten mit Eltern in Kontakt zu treten.


    Es geht um das Fernsehprogramm eurer Kinder. Folgendes Szenario:


    Ihr geht mit euren Kindern ins Schwimmbad und eure Tochter oder Sohn schubst ein anderes Kind ins Becken. Ihr erklärt dann ja sicher eurem Kind, dass man so etwas nicht macht und welche Konsequenzen es mit sich bringen würde und natürlich, dass man sich entschuldigt. :)




    Ihr fahrt anschließend nach Hause - eventuell sieht euer Kind ja pro Tag 30min fern. Wie würde es euch gefallen, wenn ihr die eben geschilderte Situation im Schwimmbad aufgreifen könntet, um euren Kind nochmal visuell in Trickfilmform zu zeigen, welche Konsequenzen es hat, jemanden ins Becken zu schubsen. Ihr seid Regisseur für eure Kleinen, ihr könnt wählen:


    - ob das gestoßene Kind sich den Kopf verletzt und nicht mehr in den Kindergarten darf


    - ob das Kind elegant einen Kopfsprung macht und sich danach beschwert :)


    - ob das Kind ausweicht und euer Kind selber ins Becken plumpst und sich das Knie aufschürft


    oder oder oder, was euch eben einfällt. Ihr könntet so auch Ereignisse aufgreifen, die euer Kind schonmal erlebt hat.


    Ziel der Sendung ist es, eurem Kind das zu zeigen, was ihr ihm vorlebt.




    Das ist ein Szenario von tausenden, ihr könnt aufgreifen was ihr wollt. Sei es Schuhezubinden zum Mitmachen, Haarewaschen ohne brennende Augen, Fingernägelknipsen ohne Geschrei, Spinat als Delikatesse verkaufen :-Dusw.




    Was sagt ihr dazu?

  • 102 Antworten

    Ich verstehe nicht ganz. Ich könnte ein eigenes Programm auswählen, das pädagogische Maßnahmen visualisiert? Worum geht es bei deinem Projekt - um die Psychologie (welche Art würde Mutti wählen) oder um Technik und Gesellschaft (würde jemand das überhaupt kaufen/wollen)?


    Ehrlich gesagt fände ich es albern. Zum einen vertraue ich darauf, dass ich meinem Kind auch so anschaulich machen kann, dass man gewisse Dinge nicht tut. Zum anderen finde ich, dass derartige Werte bereits in vielen Medien vorgelebt werden (Disney lässt grüßen). Wenn die Frage jetzt darauf abzielt, dass ich das sozusagen auf Knopfdruck abrufen kann: Nee, danke. Kommt mir überflüssig vor.

    Ich würde gar nichts wählen. Ich finde, wenn ich dem Kind klar sage, was falsch war, dann muss das reichen. Man muss nicht immer aus jeder Maus nen Elefanten machen und alles immer und immer wieder thematisieren ;-)

    Es geht um pädagogische Maßnahmen, mich interessiert nicht primär was Mutti wählt. Sondern der Mutter wird die Möglichkeit gegeben, die Lieblingsserie ihres Sprösslings dient als Bühne, die Charaktere dort vermitteln u.a ihre Werte. Auch kann man so dem Kind Informationen, über seine momentanen Interessen geben.


    Mir geht es darum, das am Tag ja sowieso XY passiert und XY wird in die Sendung gepackt.




    Ich möchte damit die Erziehung ergänzen bzw. die vielen kleinen Funken entfachen, die eure Kinder so oder so haben. Vielleicht noch ein Beispiel: Es ist Herbst und ihr lasst zusammen einen Drachen steigen, euer Kind ist Feuer und Flamme, möchte es aber allein probieren, ohne dass Mama oder Papa helfen, weil es das Geschwisterchen ja auch schon kann.


    Ihr könnt nun darauf reagieren und eine Episode mit den Lieblingshelden eurer Kinder generieren, in der z.b. die Drachen-steig-Technik behandelt wird oder wie man einen Drachen selber bastelt, es muss nicht zwingend pädagogisch sein.




    Und klar, Herzmuschel :)


    Das Kinderprogramm vermittelt Werte, sind das Werte die ihr gut findet?

    Ich kann auf YT auch einfach eine Episode Löwenzahn oder CO suchen, die das thematisiert. Für mich wäre das nichts.


    Aber vielleicht habe ich es auch immer noch nicht verstanden. ???

    Mit meiner Idee ist es individueller.


    Es gab mal ein Buchverlag, der hat die Namen der Kinder und Haar und Augenfarbe etc. aufgenommen und die Eltern gaben das Ereigniss vor. So bekamen die Kinder ein Bilderbuch, mit sich selbst und ihren Freunden in dem sie Abenteuer erleben.


    Ich hab meine Mitschülerin damals dafür beneidet. :D

    Ich würde mit dem Kind REDEN. So mit Worten. Ein Mensch zum anderen. Gibt auch ne Menge Bücher, in denen man mit ein ganz klein wenig Transponierfähigkeiten was fürs Kind Hilfreiches findet. Notfalls schreib ich selbst eins. Oder erfinde eine Geschichte. Irgendwelche plumpen, vorgefertigten-aber-"individualisierbaren", möchtegernpädagogischenwertvollen Schnoddergeschichten zu zeigen, die aufgrund der durchsichtigen, billigen Intention ungefähr den erzählerischen Wert eines plattgetretenen Regenwurms haben, entspricht jedenfalls ganz sicher nicht meinen "Werten".

    Zitat

    Ziel der Sendung ist es, eurem Kind das zu zeigen, was ihr ihm vorlebt.

    Wie wäre es, wenn man das einfach durch, hm ... durch Vorleben tut?

    Zitat

    Was sagt ihr dazu?

    Totale Kacke.


    Bist Du ganz sicher, dass Du gern meine Meinung dazu hören wolltest, um die Du mich extra per PN gebeten hast?

    Das ist A weder umsetzbar, noch B finde ich das hilfreich.


    Ich hab kein Kind, aber selbst ich weiß über Erziehung soviel, dass Kinder von 12 bis Mittag denken... Heißt, im besten Fall kann es sich vllt erinnern, dass das andre Kind was hatte, was es wollte...Das Schubsen wird es schon vergessen haben.


    Deswegen finde ich direkt in der Situation ansprechen besser.


    Und zu A: Es gibt Milliarden Eltern dadraussen...diese Milliarden Eltern haben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was dann das Filmchen so ganz individuell zeigen soll...der Aufwand für die Eltern erscheint mir dann zu groß, außer man macht halt 3-5 vorgefertigte Enden... wo dann aber viele doch wieder nicht zufrieden mit sind.

    Noch mal dazu:

    Zitat

    Mit meiner Idee ist es individueller.

    Nein. Das ist eine Schablonen-Individualität, die ganz wenig wirklichen Raum lässt. Wie ein vorgefertigtes, monofunktionales "Spielzeug". Damit öffnest du keine Räume, du verflachst sie, du machst aus Vieldimensionalität Eindimensionalität, aus einer Beziehung, die von offenem Dialog geprägt sein sollte, eine Beziehung, in der einer der ist, der einfüllt, und der andere (das Kind) das leere Gefäß, das gefüllt wird, und zwar mit mentalem Fast Food, das es vielleicht durchaus erfreut futtert, aber gesund ist das nicht. Sehr, sehr, sehr ungeschickte Eltern können davon vielleicht profitieren, also sozusagen solche, die ihren Kindern ansonsten gar nix zu geben haben (also analog zum Verhungernlassen versus Fast Food - mit Letzterem stirbt es sich immerhin langsamer).
    Das ist nicht individuell, und es ist nicht, wie eine gute Geschichte es vermag, eine wirkliche Berührung.

    Woah, Shojo... bei deinem ersten Beitrag dachte ich noch, hm, ganz so krass hätte sie es nicht ausdrücken müssen. Aber zum letzten kann ich nur sagen, du kannst verdammt überzeugend sein :)= :)^

    Ich bin eine dumme Mama, ich hab nämlich nicht ganz kapiert was von mir gewünscht ist, aber warum ich trotzdem schreibe?


    Der Spinat war's. Erfahrungsgemäß essen den viele Kinder sehr gerne, wenn man kein Geschiss drum macht und vermittelt dass es den blöd zu finden hat. Jedes Kind im Sinne von die meisten mögen Spinat, Fischstäbchrn, Kartoffeln und Spiegelei.

    Vielleicht fanden den die Kinder ganz früher blöd weil er vielleicht eine andere Qualität/Geschmack hatte, aber schon vor 20 Jahren kannte ich keinen der TK-Spinat blöd fand. Frischer Blattspinat will hingegen in der Zubereitung gekonnt sein, ja gut. Spätestens das Zeug mit dem Blubb fand dann aber doch jeder lecker. (Billige schmecken auch)

    Mit anderen Worten, worauf ich hinaus will: Lasst den blöden Spinat aus dem Spiel.


    Entweder es schmeckt oder es schmeckt nicht, wenn es nicht schmeckt stopf ich den Spinat nicht in das Kind hinein und fabriziere keine Delikatesse draus.

    Wo kommt der Spinat her? ???


    Ich finde die Idee übrigens auch ziemlich blöd. Wenn ich meinem Kind was beibiegen will, tu ich das direkt und ohne Fernsehkrücke.