• Regisseur Mama

    Hallo liebe Eltern, für mein Schulprojekt brauche ich eure Meinung, ich habe leider keinerlei Möglichkeiten mit Eltern in Kontakt zu treten. Es geht um das Fernsehprogramm eurer Kinder. Folgendes Szenario: Ihr geht mit euren Kindern ins Schwimmbad und eure Tochter oder Sohn schubst ein anderes Kind ins Becken. Ihr erklärt dann ja sicher eurem Kind,…
  • 102 Antworten

    Egal woher, ich widerspreche dieser Spinat-Propaganda vehemenst! Erst letzte Woche habe ich nach fast zwei Jahrzehnten Spinatabstinenz einen neuen Versuch gestartet und festgestellt, dass ich die grüne Rotze immer noch keinen Deut lieber esse als zu Kindertagen. Vielleicht hätte mich damals ein spannender Film über Sheriff Spinat und seinen Kumpel Salzkartoffel Joe umgestimmt, aber die Chance ist wohl verloren.




    Ich kann mir nicht ganz vorstellen, wie so ein Angebot real umgesetzt werden soll. Wie finden die Eltern die richtige Sendung denn, wenn da nun tausende von Filmen zu allen möglichen Themen angeboten werden - gibt es eine Stichwortliste und dann zu jedem Stichwort nur einen Film? Oder muss man vorher mehrere Filme durchschauen, bis man den findet, der wirklich zur Situation seines Kindes passt?

    Zitat

    Was sagt ihr dazu?

    Halte ich für wenig sinnvoll und realitätsbezogen.


    Ein solches Angebot würde ich nicht nutzen.

    Sorry falls ich jetzt anecke,aber ich beschäftige mich lieber mit meinen Kindern anstatt sie vor dem TV zu parken.


    Und bei uns wird über einen "Vorfall" kurz und prägnant geredet .danach is das Thema vom Tisch(zumindest bis zum wiederholungsfall).Man muss doch ein Kind nicht immer wieder an einen Fehler erinnern oder versuchen das RICHTIGE!?! Verhalten per Hirnwäsche oder unterschwelliger Botschaft zu erreichen.


    Kinder haben Eltern und wenn dieser umstand zur Thematisierung und Aufarbeitung von Fehlverhalten nicht reicht sollte die Lösung,meiner Meinung nach,woanders ansetzen als beim Kind!

    Ganz zu schweigen davon, dass mein Kind sowas gar nicht schauen wollen würde. Der würde mir den Vogel zeigen, wenn ich seine Fernsehzeit mit so pseudopädagogischen Filmen verbrate. Und ihm per Video vorzuführen, wie ein anderes Kind sich eine Verletzung zufügt...das wäre mir dann auch etwas zu viel des guten.


    Aber ich würde Rollenspiele vorschlagen ;-D Das funktioniert hier immer super. Neulich haben wir "schrecklicher Unfall" gespielt. Ob das allerdings so eine nachhaltend ABSCHRECKENDE Wirkung hatte, sei dahingestellt.

    Hui, danke. @:)

    @Shojo

    Zitat

    Ich würde mit dem Kind REDEN. So mit Worten. Ein Mensch zum anderen. Gibt auch ne Menge Bücher, in denen man mit ein ganz klein wenig Transponierfähigkeiten was fürs Kind Hilfreiches findet. Notfalls schreib ich selbst eins. Oder erfinde eine Geschichte. Irgendwelche plumpen, vorgefertigten-aber-"individualisierbaren", möchtegernpädagogischenwertvollen Schnoddergeschichten zu zeigen, die aufgrund der durchsichtigen, billigen Intention ungefähr den erzählerischen Wert eines plattgetretenen Regenwurms haben, entspricht jedenfalls ganz sicher nicht meinen "Werten"

    Wie beschrieben, der Dialog mit dem Kind soll selbstverständlich nicht ersetzt werden, kann er gar nicht. Geschichten erfinden, genau darum geht es. Es ist nichts vorgefertigt. Die Geschichte die Du dann erzählst, wird visuell generiert. Das fördert nicht die Vorstellungskraft Deines Kindes, das stimmt vielleicht. Jedoch gibt es Kinder die durch Visualisierung schneller lernen. Dein Kind könnte sich auch (oder zusammen mit Dir) Geschichten ausdenken.

    Zitat

    Wie wäre es, wenn man das einfach durch, hm ... durch Vorleben tut?

    Das ist richtig, nichts ersetzt das Vorleben. Meine Idee bezeichne ich eher als Gadget.


    Ich möchte keine Vernachlässigung der Zuwendung erzielen, sondern begleitend ergänzen.

    Zitat

    Totale Kacke.


    Bist Du ganz sicher, dass Du gern meine Meinung dazu hören wolltest, um die Du mich extra per PN gebeten hast?

    Na klar, auch wenn Deine Frage nicht ernst gemeint ist. Was Du schreibst ist doch wahr. :)

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    Nein. Das ist eine Schablonen-Individualität, die ganz wenig wirklichen Raum lässt. Wie ein vorgefertigtes, monofunktionales "Spielzeug". Damit öffnest du keine Räume, du verflachst sie, du machst aus Vieldimensionalität Eindimensionalität, aus einer Beziehung, die von offenem Dialog geprägt sein sollte, eine Beziehung, in der einer der ist, der einfüllt, und der andere (das Kind) das leere Gefäß, das gefüllt wird, und zwar mit mentalem Fast Food, das es vielleicht durchaus erfreut futtert, aber gesund ist das nicht.

    Das hast Du gut beschrieben. Ich sehe Kinderköpfe jedoch nicht als Gefäß, ich möchte Interessen fördern und nicht stumpf, wie momentan in der Schule, Kinder mit vorgekauten Informationen füllen. Schule 21 wird gerade heiß diskutiert - das Fass möchte ich hier nicht auf machen. ;-D Mir geht es um den heimischen Bereich.

    Zitat

    Sehr, sehr, sehr ungeschickte Eltern können davon vielleicht profitieren, also sozusagen solche, die ihren Kindern ansonsten gar nix zu geben haben (also analog zum Verhungernlassen versus Fast Food - mit Letzterem stirbt es sich immerhin langsamer).


    Das ist nicht individuell, und es ist nicht, wie eine gute Geschichte es vermag, eine wirkliche Berührung.

    Auch das stimmt und vermutlich werden sie das sogar. Was ich nicht befürworte, leider sieht man immer wieder Dreijährige auf dem Handy der Eltern herumtippen oder den Kindern werden Tablets in die Hand gedrückt, damit sie ruhig sind. Das Technik missbraucht wird, lässt sich nicht vermeiden. Gar nicht erst neue Ideen entwickeln, beugt dem nicht vor. Es wird so oder so neue Einflüsse geben.


    Mit meiner Idee können die Eltern die Interessen ihrer Kinder fördern bzw. entfalten. Ich finde ein Großteil der momentanen Kindersendungen schrecklich, Schadenfreude dominiert dort oft. Die Auswirkungen kannst Du Dir denken, ich stelle meine Idee z.T. dagegen, gegen nichts anderes.


    Sehen Deine Kinder überhaupt fern, guckst Du da mit?

    @Xirain

    Zitat

    Ich hab kein Kind, aber selbst ich weiß über Erziehung soviel, dass Kinder von 12 bis Mittag denken... Heißt, im besten Fall kann es sich vllt erinnern, dass das andre Kind was hatte, was es wollte...Das Schubsen wird es schon vergessen haben.

    Ich weiß nicht an welches Alter Du dachtest - ab einen bestimmten Lebensjahr, weiß der junge Mensch welche Handlungen sich wann am Tag abspielte. Zu A mache ich mir gerade Gedanken. :)

    @Cleo Edwards v. Davonpoort

    Ist angekommen, Spinat wird nie wieder angerührt, nur noch geschüttelt. ;-D

    @gauloise

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    Wo kommt der Spinat her????


    Ich finde die Idee übrigens auch ziemlich blöd. Wenn ich meinem Kind was beibiegen will, tu ich das direkt und ohne Fernsehkrücke.

    Da könntest Du Dir jetzt für Dich und Dein Kind eine Sendung erstellen. mit der Frage "Wo kommt Spinat her?" verpackt als Märchen oder als Action-/Informationsfilm etc. Du könntest natürlich auch selbst nachschlagen und es Deinem Kind sagen. Manche Kinder lernen visuell ziemlich schnell.

    @a.fish

    Zitat

    Vielleicht hätte mich damals ein spannender Film über Sheriff Spinat und seinen Kumpel Salzkartoffel Joe umgestimmt, aber die Chance ist wohl verloren.

    Spinat gab es nur bei Popeye und der hat dann meist auch nur Leute verprügelt ;-D

    Zitat

    gibt es eine Stichwortliste und dann zu jedem Stichwort nur einen Film? Oder muss man vorher mehrere Filme durchschauen, bis man den findet, der wirklich zur Situation seines Kindes passt?

    Ja, so in der Art. Die Menüführung muss simple sein.

    @Andy160471

    Zitat

    Und bei uns wird über einen "Vorfall" kurz und prägnant geredet .danach is das Thema vom Tisch(zumindest bis zum wiederholungsfall).Man muss doch ein Kind nicht immer wieder an einen Fehler erinnern oder versuchen das RICHTIGE!?! Verhalten per Hirnwäsche oder unterschwelliger Botschaft zu erreichen.

    Das ist auch richtig so, nichts kann den Dialog ersetzen. Das kurze Filmchen zeigt nur noch mal auf die Schlüsselpunkte hin, gibt vielleicht nähere Informationen, lädt zum Mitmachen ein oder regt die Fantasie an. Ich meine keine mehrfache Wiederholung des Dialogs.

    @hikleines

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    Ganz zu schweigen davon, dass mein Kind sowas gar nicht schauen wollen würde. Der würde mir den Vogel zeigen, wenn ich seine Fernsehzeit mit so pseudopädagogischen Filmen verbrate.

    Wenn Dein Kind schon Favoriten hat, kann man die Serienhelden mit aufgreifen. Wird zwar erstmal rechtliche Probleme geben, aber noch ists ja nur eine Idee. ;-D

    Zitat

    Aber ich würde Rollenspiele vorschlagen ;-D Das funktioniert hier immer super. Neulich haben wir "schrecklicher Unfall" gespielt. Ob das allerdings so eine nachhaltend ABSCHRECKENDE Wirkung hatte, sei dahingestellt.

    Das hat meine Mutter damals auch mit mir gemacht, finde ich gut. ;-D

    Es ist mir halt nicht klar, was der Mehrwert sein soll? Die schrecklich anschauliche Kopfwunde bei vermeintlichem Hirnsturz? Oder der sichtbare Beweis, dass Spinat (angeblich) schmeckt?


    Ich weiß nicht. Die richtig drastischen Dinge würde ich nicht noch vorführen wollen, die lapidar alltäglichen hielte ich für viel zu klein, um sie auch noch mit filmischem Material "erarbeiten" zu wollen. Überhaupt, das klingt so nach Erziehungs"arbeit".


    Und Kinder können es oft gar nicht leiden, wenn man sie für dumm verkauft. Also so ein Material mit multiple-choice-Antworten "komm, sag mir jetzt mal, was passiert da mit dem Menschen, den du runtergeschubst hast, meinst du der freut sich"? Da antworten die oft garnicht, weil sie das doof finden. Worauf willst du hinaus?

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    Ich finde ein Großteil der momentanen Kindersendungen schrecklich, Schadenfreude dominiert dort oft. Die Auswirkungen kannst Du Dir denken,

    Oh, ich kann mich erinnern, Tom & Jerry, diese Schadenfreude, wenn die blöde Katze wieder eins auf die Nuss gekriegt hat ]:D Läuft das Zeuchs heute noch im Fernsehen oder wird das inzwischen als zu hart für Kinder eingestuft?

    Ich sehe es wie die Meisten hier (--> Shojo :)z ) möchte noch einen weiteren Aspekt hinzufügen:


    Ich finde es immer wichtig Kindern nahezubringen, dass Fernsehen eben nicht, bzw. nur bedingt die Realität widerspiegelt. Also entweder Sendungen schauen zu lassen die wirklich nicht "schaden" können, die ich kenne und einschätzen kann und/oder bei dem Rest dabei zu sitzen und nebenbei zu erklären.


    Kinder (bis zu einem gewissen Alter) können noch nicht zwischen den Menschen im Fernsehen und realen Menschen/Situationen differenzieren.


    Wenn ich nun also meinem Kind dann Sendungen vorsetze unter der Prämisse "das sind jetzt genau meine Werte, das wollte ich Dir mit dem vorher Gesagten schon vermitteln" - dann sehe ich hier die Gefahr, dass das Kind dies global mit Fernsehen verbindet, nicht ausreichend differenziert.


    Ich sehe in der Verbindung Kinder und Fernsehen (wie gesagt, bis zu einem gewissen Alter) keine Möglichkeit in dem Sinne wie Du es hier anbringst - würde es somit auch nicht anwenden.

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    Aber ich würde Rollenspiele vorschlagen ;-D Das funktioniert hier immer super. Neulich haben wir "schrecklicher Unfall" gespielt. Ob das allerdings so eine nachhaltend ABSCHRECKENDE Wirkung hatte, sei dahingestellt.

    Ich würde sowas eventuell ins Spiel mit Puppen oder Playmobil-Figuren einbauen. So in der Art: eine Playmobil-Figur schubst die andere ins Spülbecken, und die klettert dann wieder raus und beschwert sich. Handpuppen funktionieren auch gut, weil die Kinder dann nicht mehr den Erwachsenen dahinter wahrnehmen, sondern die Handpuppe. Ist mir mal genial gut gelungen mit einer Raben-Handpuppe und gleich mehreren Kindern im Alter zwischen 3 und 7 Jahren.

    Verstehe ich das richtig, dass du eine neue Kinderserie produzieren willst? Oder ein interaktives Computerspiel, wo man Situation, Protagonist und Reaktion aus verschiedenen Möglichkeiten zusammenstellen kann? ???

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    Ich finde ein Großteil der momentanen Kindersendungen schrecklich, Schadenfreude dominiert dort oft. Die Auswirkungen kannst Du Dir denken, ich stelle meine Idee z.T. dagegen, gegen nichts anderes.

    Ja, der Grossteil der Kindersendungen sind schrecklich, aber deswegen sollte man als Eltern auch den Fernsehkonsum kontrollieren. Und es gibt sehr wohl einige tolle Kindersendungen, die auch bestimmte Lektionen und Verhaltensweisen zeigen, die man seinem Kind womöglich beibringen möchte. Und dank zahlreicher Fernsehsender, Youtube, Netflix und Co. war es so einfach wie noch nie Sendung und Zeitpunkt der Ausstrahlung selbst zu bestimmen.

    Und zum Thema Spinat: Wozu muss man den als Delikatesse verkaufen? Wenn mein Kind Spinat mit Kartoffeln nicht essen mag, dann akzeptiere ich das und mix ihm einen grünen Smoothie. Den mag mein Kind nämlich sehr gern. :p>

    Absoluter Blödsinn. Neben allem anderen kann so ein Programm niemals so vielfältig sein, wie die Ideen die meine Kinder bisher zu komplexen Problemen hatten. Für einfache Probleme wie Beckenrandschubsen brauch ich keine riesen Spiele und bei den wirklich schweren Sachen erkunden wir im Dialog, im Rollenspieltest und soweiter, was geht und was nicht und womit man arbeiten kann und was nur in der Vorstellung funktioniert hat.... Und wie oft meine Kinder mich schon überrascht haben, weil sie total tolle Ideen hatten auf die ich nicht gekommen bin, einfach weil sie meinem Wesen nicht entsprechen, kann ich gar nicht mehr zählen.


    Und das soll ich ihnen nehmen? Durch eine Vorauswahl? Bin ich denn des Wahnsinns knusprige Beute? Und vor dem TV haben sie eh so wenig Zeit wie möglich verloren. Hab den Kinoabend bei avanti geklaut, fand die Idee super und ansonsten wird hier nur geguckt, wenn man krank ist und sich nicht rühren soll. Alle anderen Medien sehen die beiden nur von ferne und werden vor ihnen auch nur eingeschränkt und hauptsächlich zum Arbeiten benutzt.

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    Da könntest Du Dir jetzt für Dich und Dein Kind eine Sendung erstellen. mit der Frage "Wo kommt Spinat her?" verpackt als Märchen oder als Action-/Informationsfilm etc.

    Das, tut mir leid, halte ich für einen ganz großen Blödsinn. Was für ein Aufwand, wenn zwei Sätze genügen.

    Sag mal, D23, wie genau stellst du dir das eigentlich vor? Das müssen ja vorgefertigte Dingsdas mit mehreren möglichen Enden sein, und das für unzählige mögliche Szenarien (oder es wird eben kaum was abgedeckt), und DAS auch noch mit irgendwelchen bekannten Figuren?!? Wie genau soll das technisch laufen? Und bist du mit Lizenzrecht und den damit zusammenhängenden Kosten und Fallstricken wenigstens ansatzweise vertraut?