• Sohn (2) immer angesprochen von Fremden (Supermarkt etc.)

    Hey! Mein Großer ist ja 2 1/2 Jahre alt. Ganz oft werden wir im Supermarkt von Fremden angesprochen, zum Beispiel in der Kassen-Schlange. Meistens von den Leuten vor uns. Irgendwann drehen sie sich (nach ein paar Mal zögern) um und fangen an, mit ihm zu reden. Sie fangen dann an, ihn zu loben dafür, dass er die Sachen aufs Band legt, wollen…
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    Neulich bin ich mit meinen kids + deren Freunde in einer Einkaufspassage eine Treppe hoch. Auf einer STufe saß ein Dreijähriger alleine und hat geheult wie ein Schlosshund. Ich bin runter zu ihm und habe ihn gefragt, was los ist, wo seine Mama ist etc., er hat auch geantwortet, aber unverständlich.


    Einige Zeit (!) später kam eine Frau von oben, die mich keines Blickes gewürdigt, im Vorbeigehen was zu dem Jungen gesagt hat, der dann mit ist. Ich habe echt gemeint, ich spinn'und habe gefragt, ob der zu ihr gehört, aber auch da hat sie nicht reagiert. Frage mich bis jetzt, was das sollte? :|N ???

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    Aber das kann ja jeder halten, wie er will :)z

    Na ja - wenn einer einen anderen anspricht, dann hält der Ansprechende es, wie er will - wenn der Angesprochene aber lieber ein Nichtangesprochener geblieben wäre, kann ers ja nicht mehr halten, wie er will, dann kann er höchstens ganz nach eigenem Gutdünken muffig reagieren. ;-D


    Die meisten Kinder und Erwachsenen freuen sich über so ein bisschen stinknormale Alltagsfreundlichkeit. Ich komme, genau wie unser Kind, sehr oft unterwegs mit Fremden ins Gespräch und empfinde das als angenehm (wenn ich mal richtig muffelig bin, spricht mich normalerweise auch keiner an, offenbar sind die meisten Leute durchaus in der Lage, so etwas zu erspüren). Wenn das Kind es nicht möchte, sollte man ihm als Elternteil beistehen und helfen, Grenzen zu setzen, wenn jemand übereifrig ist und Süßigkeiten schenken will, die das Kind nicht haben soll, schreitet man halt kurz ein (wenn das Kind dann brüllt, betrachtet man es einfach als gute Übung in Frustrationstoleranz fürs Kind, den Fremden und sich selbst), passiert eh seltener, je älter das Kind wird. In den meisten Fällen aber findet das Kind das okay oder sogar super, und die Eltern wollen es aus irgendwelchen Gründen nicht - meist vermutlich deshalb, weil sie selbst keine kommunikativen Menschen sind oder weil sie nicht viel von Missbrauchsdynamiken verstehen und die Gefahr am falschen Ende wittern. Ich finde das albern und schade für die Kinder.

    Ich wette, dein Kleiner wird nicht immer angesprochen (=bei jedem Einkauf, von jedem Passanten) ;-D Sondern nur manchmal, von wenigen. Aber das ist dir schon zu viel ;-D


    Mir geht das übrigens auch so, an der Kasse habe ich den Eindruck gewonnen, dass viele Mitmenschen ohne jeden Grund distanzlos und kontaktfreudig sind.


    1. Der Ständig-Nach-Hinten-Gucker. Alle dreissig Sekunden schaut er nach Hinten und kontrolliert scheinbar, ob man ihm nicht etwa durch ihn hindurchstarrt.


    2. Der Einkaufswagen-in-die-Kniekehle-Schieber: will einem durch die Blume ermahnen, dass man weiter nach Vorne geht und seine Vorderleute auch zusammenschiebt, damit es Weitergeht, denn er wartet nicht gerne.


    3. Der Vorlasser: Räumt seinen vollen Einkaufwagen auf's Band, sieht, dass man hinter ihm ankommt, und will einen zum Überholen Nötigen. Mein Verdacht er hat einen Komplex, dass er stört, außerdem hasst er, wenn er sich beobachtet fühlt, während er in zwei Minuten seinen Einkaufswagen auflegt.


    4. Der Gaffer: Begafft alles ganz genau, was sein Vordermann macht, oder nicht macht.


    Ich finde es übrigens auch unerwünscht, dass jemand Kinder anspricht, mir kommt das vor, als ob derjenige sich in den Vordergrund drängen will, und das Kind als kommunikative Krücke nutzt.


    Anders sieht die Sache für mich aus, wenn das Kind selber Kontakt zu Umstehenden aufnehmen sollte. Das Kind dann geflissentlich und staatsmännisch in sich ruhend zu ignorieren, kann man als akzeptabel einordnen machen, kann mancher aber auch empfinden, er würde sich desinteressiert und damit unfreundlich geben.


    Fazit: Was machst du, wenn jemand unerwünscht dein Kind anspricht: immer freundlich lächeln und nicken? Ich hoffe nicht, denn in dem Fall sollte man das unumwunden und zweifelsfrei vermitteln, dass ein Gutschi-gutschi-Smalltalk ebenso wenig erwünscht ist, wie dümmliches Grinsen oder sabbernde Schmatzer.

    Unser Jüngster wird auch sehr oft angesprochen, nicht zuletzt, weil er immer winkt und grüßt. Er ist einfach ein absolut freundlicher, kleiner Mensch. x:)


    Das kann zwar irgendwann auch nerven, weil es wirklich ständig passiert, sobald wir das Haus verlassen. ;-D Wir lassen uns hier aber nichts anmerken. Der Kleine hat ja keine Strichliste auf der Stirn, wie oft er heute schon angesprochen wurde.


    Was überhaupt nicht geht, ist, wenn die Leute ihn nicht ansprechen, sondern pfeifen. :-o >:(


    Da könnte ich die Decke hoch gehen. Meistens ignorieren wir das, aber bei einem besonders schweren Fall konnte ich mir: "Suchen Sie gerade Ihren Pudel, oder meinen Sie das Kind damit?" nicht verkneifen. Es gibt eben sehr komische Menschen auf diesem Planeten. ;-D

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    Die meisten Kinder und Erwachsenen freuen sich über so ein bisschen stinknormale Alltagsfreundlichkeit. Ich komme, genau wie unser Kind, sehr oft unterwegs mit Fremden ins Gespräch und empfinde das als angenehm (wenn ich mal richtig muffelig bin, spricht mich normalerweise auch keiner an, offenbar sind die meisten Leute durchaus in der Lage, so etwas zu erspüren). Wenn das Kind es nicht möchte, sollte man ihm als Elternteil beistehen und helfen, Grenzen zu setzen, wenn jemand übereifrig ist und Süßigkeiten schenken will, die das Kind nicht haben soll, schreitet man halt kurz ein (wenn das Kind dann brüllt, betrachtet man es einfach als gute Übung in Frustrationstoleranz fürs Kind, den Fremden und sich selbst), passiert eh seltener, je älter das Kind wird. In den meisten Fällen aber findet das Kind das okay oder sogar super, und die Eltern wollen es aus irgendwelchen Gründen nicht - meist vermutlich deshalb, weil sie selbst keine kommunikativen Menschen sind oder weil sie nicht viel von Missbrauchsdynamiken verstehen und die Gefahr am falschen Ende wittern. Ich finde das albern und schade für die Kinder.

    Word. Ich finde es schlimm, der Welt mit einem solchen Mißtrauen zu begegnen und das Kindern weiterzugeben. Das heißt nicht, dass man den Leuten alles im Umgang mit dem Kind gestatten soll. Wenn man Kinder mit dem nötigen Maß an Respekt und Toleranz erzieht, ist es nicht nötig, sie reflexartig von allem Fremden wegzuziehen und womöglich noch "geh da weg, den kennen wir nicht" zu murmeln. Ja, ich übertreibe absichtlich, denn mir erscheint das gesamte Thema einfach überzogen. Das hat für mich einen ähnlichen Stellenwert wie Menschen, die Kinder wegziehen weil in ihrer Nähe ein behinderter Mensch zu sehen ist. Schlimm.

    Zitat

    Wenn das Kind es nicht möchte, sollte man ihm als Elternteil beistehen und helfen, Grenzen zu setzen, wenn jemand übereifrig ist und Süßigkeiten schenken will, die das Kind nicht haben soll, schreitet man halt kurz ein (wenn das Kind dann brüllt, betrachtet man es einfach als gute Übung in Frustrationstoleranz fürs Kind, den Fremden und sich selbst), passiert eh seltener, je älter das Kind wird.

    Das wäre jetzt aber noch schöner, wenn ein Kind im Alter von 2 Jahren schon selbst entscheidet, ob es Süßigkeiten annimmt oder nicht. ":/

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    Einige Zeit (!) später kam eine Frau von oben, die mich keines Blickes gewürdigt, im Vorbeigehen was zu dem Jungen gesagt hat, der dann mit ist. Ich habe echt gemeint, ich spinn'und habe gefragt, ob der zu ihr gehört, aber auch da hat sie nicht reagiert. Frage mich bis jetzt, was das sollte?

    Finde ich Off-Topic, zumal gar nichts mit dem geschilderten Fall zu tun hat...aber was du gesehen hast, war eine Momentaufnahme, anhand derer man jetzt nicht das ganze Familienleben pauschalisieren kann.


    Ich meine, man will ja selbst auch nicht anhand von Momentaufnahmen übern Kamm geschert werden.

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    Wenn das Kind es nicht möchte, sollte man ihm als Elternteil beistehen und helfen, Grenzen zu setzen, wenn jemand übereifrig ist und Süßigkeiten schenken will, die das Kind nicht haben soll, schreitet man halt kurz ein (wenn das Kind dann brüllt, betrachtet man es einfach als gute Übung in Frustrationstoleranz fürs Kind, den Fremden und sich selbst), passiert eh seltener, je älter das Kind wird.


    Das wäre jetzt aber noch schöner, wenn ein Kind im Alter von 2 Jahren schon selbst entscheidet, ob es Süßigkeiten annimmt oder nicht. ":/

    Ich habe es so verstanden, dass man dem Kind helfen soll, wenn es nicht angesprochen werden möchte, aber sich eventuell noch nicht "wehren" kann. Bei Süßigkeiten entscheiden die Eltern und müssen halt mit Fassung das Gebrüll der Kinder ertragen. Ist übrigens auch genau meine Meinung.

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    Ich habe es so verstanden, dass man dem Kind helfen soll, wenn es nicht angesprochen werden möchte, aber sich eventuell noch nicht "wehren" kann. Bei Süßigkeiten entscheiden die Eltern und müssen halt mit Fassung das Gebrüll der Kinder ertragen. Ist übrigens auch genau meine Meinung.

    Japp. Ganz genau so steht es ja auch da. Vielleicht hätte ich an der einen Stelle das Komma durch Semikolon oder Punkt ersetzen sollen, so als Kompass für Leute, die über einen eher schlechten grammatischen Orientierungssinn verfügen, gegebenenfalls an anderer Stelle noch einen Gedankenstrich:

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    Wenn das Kind es nicht möchte, sollte man ihm als Elternteil beistehen und helfen, Grenzen zu setzen; wenn jemand übereifrig ist und Süßigkeiten schenken will, die das Kind nicht haben soll, schreitet man halt kurz ein (wenn das Kind dann brüllt, betrachtet man es einfach als gute Übung in Frustrationstoleranz fürs Kind, den Fremden und sich selbst) - passiert eh seltener, je älter das Kind wird.

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    Ich meine, man will ja selbst auch nicht anhand von Momentaufnahmen übern Kamm geschert werden.

    Das, äh, geflügelte Wort, das Du da so eifrig umfrisiert hast, solltest Du vielleicht noch mal nachschlagen. ;-D

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    ich bin jetzt richtig erschrocken, dass das so nervig sein kann |-o

    Die Seherin


    Ich gerade auch.


    Wenn mich ein Kind anlächelt, lächle ich zurück- manchmal rede ich auch mit ihm .


    Weint/schreit ein Kind an der Kassa , spiele ich manchmal den Clown, funktioniert oft ganz gut- das war bisher ganz spontan . Vielleicht hat es die Mutter ja auch genervt . ":/


    Dass das als übergriffig empfunden werden kann, ist mir bisher nicht in den Sinn gekommen.

    Die Leute in der Kassenschlange vertreiben sich vermutlich einfach ein wenig die Zeit, indem sie ein niedliches Kind ansprechen und mit ihm plaudern. Ich finde, auch das mit dem Einkaufswagen passt in diese Kategorie: sie wollte wohl eine Reaktion von ihm davon hervorrufen. Schlimm finde ich das alles nicht, sondern normal. Es wird sich im übigen auswachsen.


    Die Sorge wegen zu großer Zutraulichkeit würde ich nicht so sehr darauf beziehen, dafür oder besser dagegen seid Ihr halt als Eltern gefordert, eben Eurem Sohn trotzdem Vorsicht beizubringen. Nicht einfach, ich weiß, aber generell lässt sich nicht immer von vornherein ein Risiko auf Null minimieren.

    Als Übergriff würde ich es werten, wenn das Kind erkennbar Not mit dem Kontakt hat, und versunsichert ist.


    Sonst muss man das locker sehen. Weil mir es persönlich nicht so reinpasst, wie andere eben sind und sich verhalten, deswegen ist das noch kein Übergriff.


    Man braucht Fremde oder Fremde Kinder ja weder militant zu ignorieren, noch unablässig zu bedrängen.


    Unabhängig von persönlichem Gusto werden da wohl die meisten zustimmen, dass da keine eisernen Gesetze dagegen errichtet werden müssen, dass jemand sich seinem Naturell gemäß natürlich verhält.