Kein Platzmangel

    Also an Platzmangel liegt es nicht; in der Wohnung gibt es ein Zimmer (das damals mal seins war), in dem eine Schlafcouch steht.


    Auch der finanzielle Rahmen ist nicht so angespannt.


    Ich denke eher, dass sie eine 150%-ige Mutter ist.


    Hat da vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Erfahrung hab ich nicht damit aber ich hab so etwas ähnliches in der Nachbarschaft miterlebt.


    In diesem Fall ist es die Oma, die mit ihrem Enkel (jetzt ist er 28), seit seiner Geburt ihr Zimmer mit ihm teilte bis er etwa 12 Jahre alt war.


    Er war auffällig im Kindergarten und in der Schule. Seit vielen Jahren ist er psychisch krank. Das soll jetzt nicht bedeuten dass die Ursache dieser Krankheit durch die enge Bindung der Großmutter auslösend war. Es kamen ja noch andere Störungen wie Trennung und Scheidung der Eltern hinzu. Heute steht dieser Mann unter ärztlicher Beobachtung und muss gegen seine Krankheit täglich Medikamente nehmen.


    Natürlich ist dieses nicht mit dem Fall der Mutter mit ihrem bereits volljährigem Sohn zu vergleichen. Aber man sollte versuchen zu Ergründen warum der Sohn sich nicht gegen diese körperliche Nähe seiner Mutter wehren kann.

    Hallo,

    also für normal halte ich das nicht. Das hat auch nichts mit 150% tige Mutter zu tun. Ich bin selbst Mutter, mein Sohn ist gerade 20.


    So ein Verhalten , kann auch nichts mit Trennung oder Scheidung der Eltern zu tun haben. Ich hatte mich vom Vater meines Sohnes getrennt, da war er 13. Bei der Mutter, kann es natürlich sein, dass sie nicht los lassen kann, obwohl ich es übertrieben finde und anscheinend hat sie dann wohl auch ein Problem nicht überwunden. Mit dem 18 jährigen Sohn in einem Bett zu schlafen, ist doch wohl eher nicht normal. Aber noch eigenartiger finde ich, dass der Sohn kein Problem hat, mit der Mutter im Bett zu schlafen....ich glaube, entweder hat der Sohn starke psychische Probleme oder ist in seiner ganzen Entwicklung zurück. Das ist zumindest nicht das normale Verhalten eines 18 jährigen. Da sollte man aufjeden Fall weiter am Ball bleiben. Ansonsten würde ich dem Sohn, wenn er bei der Mutter ist, eine schöne große Luftmatratze hinlegen zzz..........mal schauen was passiert ;-)


    Lyly40

    Hm, ein bisschen komisch ist das schon. Allerdings würde ich da kein Drama draus machen, wenn er sonst ein "normaler" junger Mann ist.


    Vielleicht haben die beiden einfach nur ein inniges und super gutes Verhältnis.


    Wenn mein Stiefvater mal nicht da ist, dann schlafe ich auch die Nacht bei Mama mit im Bett, weil einfach schön ist, wenn man sich abends noch im Bett unterhält und man nicht alleine schlafen muss.


    Gut, es ist meine Mama und ich bin weiblich.


    Da fällt mir folgendes ein:


    Mein Schwiegervater (63) hat auch mal ne Woche bei seiner Mama(89) mit im Ehebett geschlafen, als er sie besucht hat. Sie wohnt 400km weit weg. Ihr Ehemann ist schon lange tod. Alternativ hätte er auf einem unbequemen Sofa schlafen müssen, da ists bei Mama doch besser.


    An sich kann man sich für den Jungen freuen, wenn er sich so gut mit Muttern versteht.

    RE:Sohn schläft mit 18 noch im Bett der Mutter mit!

    Hallo Michael,


    ich bin Sozialpädagogin und arbeite in einem Wohnheim für Körper- und Mehrfachschwerstbehinderte Menschen. Die meisten meiner Klienten schlafen mit über 40 Jahren noch bei Mama im Bett. Die Partner werden dafür ausquatiert!!! Selbst in diesem Bereich finde ich es für sehr bedenklich. Die meisten Klienten, sowie die Eltern haben ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität.


    Ich würde an Deiner Stelle mich mal mit Beiden zusammensetzen und nach den Hintergründen fragen. Die Idee mit der Luftmatratze ist garnicht so schlecht. Kann man dem Sohn kein eigenes Zimmer einrichten?


    Gruß QTA

    Michael

    ich finde Deine Bedenken voll und ganz berechtigt, vor allem wenn es wirklich im gleichen Bett ist und nicht etwa bloß in einem Doppelbett auf der anderen Seite - das ginge ja zur Not noch, merkwürdig wäre es aber auch, wenn es dafür keine Sachzwänge gibt.


    Hoffentlich hat er wenigstens eine eigene Decke...


    Ist der Sohn denn ansonsten entwicklungsmäßig auf der Höhe seines Alters? Mich wundert etwas, dass er sich gar nicht selbst dagegen sträubt.


    Ödipus lässt grüßen... ;-)

    Bestimmt ist das nicht normal...

    Irgendwann nabelt sich jedes Kind Schritt für Schritt von der Mutter ab...


    Es fängt an zu krabbeln, dann zu laufen, dann wehrt es sich, wenn es nicht geküsst oder gewickelt/angezogen werden will.


    Irgendwann kommt die trotzphase, in der die Kinder immer das Gegenteil tun wollen, was die Eltern sagen...


    Sie entwickeln sich zu einem Individuum und nabeln sich ab!


    Ich finde ein 12 jähriges Kind ist im ganz normalen Alltagsleben schon total selbständig und in der Lage ohne Mama/Papa zu überleben und seinen Alltag halbwegs zu regeln.


    Wenn ein Kind ein Problem hat, total fertig ist und Mamas SChulter zum Ausweinen braucht, dann ist man nie zu alt! Selbst ich mit meinen 31 würde mich an Mutters Schulter ausweinen!


    Und bei Platzmangel würde ich mich als FRAU auch zu meiner Mutter, auf die leere Bettseite im Doppelbett legen...


    Aber wenn ein 18 jähriger Junge das immerwieder macht ohne dass es eigentlich sein muss.


    Dann stekct da viel mehr dahinter!


    Du könntest doch mal hinterfragen...


    wie ist er so in der SChule, wie sind seine Freunde? Hat er Freunde, hatte er überhaupt schon eine FReundin?


    Kann er normale FReundschaftliche verhältnisse führen?


    Wieviel bestimmt seine Mutter in seinem Leben?


    Mischt sie sich sonst auch in sein Leben ein?


    MAcht sie ihm vielleicht Vorwürfe, weil er sonst beim Papa lebt?


    Es sind wirklich viele Fragen die offen stehen,... deren Antworten nur deine Partnerin geben kann.


    Meine SChwägerin und ihre Mutter haben meiner Ansicht nach auch viele Fehler in dieser Hinsicht gemacht.


    Der inzwischen 9 jährige Sohn will auch nur bei den Eltern schlafen und ruft seine Oma, um den hintern nach dem Kaka sauber zu machen!


    Ich habe ihnen offen gesagt, dass sie das lassen sollen, er soll das alleine machen! Im Kindergarten und in der Schule macht er das alles doch auch alleine! Und irgendwann muss er im Leben ALLES ohne Mama/Oma machen können...vielleicht sogar von einem Tag auf den anderen!


    Und was macht der arme junge dann???


    ER ist dann total hilflos und unselbständig und höchstwahrscheinlich hat er bis dahin auch ne sexuelle Störung!


    Meine SChwiegermutter ist auch so eine ÜBERmutter...sie hat all ihre Kinder total unselbständig erzogen.


    meine inzwischen seit 10 jahren verheiratete schwägerin ist immernoch der Meinung, dass ihre Eltern für sie die Verantwortung mit tragen!


    Obwohl sie sonst ihre entscheidungen selber trifft, aber die konsequenzen trägt sie nicht alleine!


    Ich frage mich, was sie machen wird, wenn die mutter irgendwann nicht mehr für sie da ist!!


    Mein Mann hat bereits mit 13-14 angefangen sich von seiner Mutter und ihrem Übereifer abgenabelt. Er hat nur seine Vorteile in punkto essen, aufräumen, putzen etc gezogen, sonst war er kaum zuhause!


    Michael: Da stimmt etwas nicht! Und su solltest es herausfinden!


    Sprich mit ihr...und auch mit ihm!

    KiSeMi

    Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass ein Zuviel an "Fürsorge" in der Regel schlimmer ist als ein Zuwenig! (Wobei jetzt natürlich nicht die unmenschliche Vernachlässigung von Babies gemeint ist, die jüngst leider mehrfach Thema in den Medien sein musste.)


    Ich kenne bei Kindern die Folgen von so übertriebener vermeintlicher "Mutterliebe", wie Du sie beschreibst, und ich bin geneigt, das qualitativ auf eine ähnliche Stufe wie körperliche Misshandlung und Verstümmelung zu stellen, die die Lebenstüchtigkeit ähnlich stark und nachhaltig oder sogar stärker beeinträchtigen kann als eine körperliche Behinderung.


    Ja, in gewisser Weise ist körperliche Gewalt, so schlimm sie ist, sogar "ehrlicher", denn sie ist für das Kind immerhin als "böse" zu erkennen; es gibt einen sichtbaren Täter, und das Kind kann sich im Rahmen seiner Möglichkeiten dagegen wehren und muss nicht an der Intaktheit seiner Wahrnehmung zweifeln.


    Ganz anders bei dem, was Du beschreibst: hier tarnen sich Machtanspruch, emotionale Ausbeutung und blanker Egoismus auf perfide Weise mit unangreifbaren hehren Motiven. Das Kind gerät dadurch zu allem Überfluss auch noch in eine "double bind" Situation, es misstraut seiner Wahnehmung, weil dem diffusen Unbehagen kein greifbarer Gegner zugeordnet werden kann, und der Weg der Rebellion ist durch massive Schuldgefühle wegen vermeintlicher Undankbarkeit verstellt.


    Aber das nur ganz allgemein; vorliegend sollten wir natürlich nicht zuviel hineininterpretieren, solange wir nicht mehr über die Einzelheiten wissen. Michael ist jetzt gefragt...

    ich habe ähnliche erfahrungen mit meiner mutter gemacht. zwar nicht unbedingt mit dem zusammen schlafen, aber mit dieser übergroßen nähe, die keine der beiden seiten sonderlich zu stören scheint.

    ich habe auch noch nix im internet dazu gefunden, scheint ein weitgehend unerforschtes thema zu sein. wenn sich hier jemand aufhält, dem es ähnlich geht, würde s mich freuen von diesem jemand zu hören. aber ich glaube dazu ist die frage evtl im falschen forum.

    Viele Eindrücke..

    Hallo an alle und vielen Dank für die Reaktionen.


    Es scheint schon ein Thema mit teilweise unterschiedlicher Interpretationsmöglichkeit zu sein. Allerdings wird das Thema zunehmend komplexer. Ihre Tochter (20) leidet schon länger unter Depressionen. Auch sie wird teilweise von der "liebenden Mutter" erdrückt und zeigt es ihr sogar oft - ohne Erfolg.


    Die Tochter hat auch oft Riesenprobleme mit mir; vielleicht weil ich ein Konkurrent zu ihr um die Liebe bin(im Unterbewußtsein?)?


    Vor einigen Tagen haben sich meine Partnerin und ich getrennt. In der Folge kamen wir aber zum Ergebnis, dass wir noch mal eine Paartherapie machen wollen. Da werde ich das Thema auf jeden Fall auch ansprechen.