• Sohn wünscht sich ein Ego-Shooter Spiel für den Computer

    Hallo zusammen, ich wollte euch mal Fragen wie streng ihr mit euren Kindern seit, wenn es um Spiele für Computer, Playstation, etc. geht. Mich würde zum einen interessieren wie lange eure Kinder pro Tag spielen dürfen und zum anderen würde ich gerne wissen wie ernst ihr das wirklich mit den Altersfreigaben und dem Inhalt der Spiele nehmt. Unser Sohn ist…
  • 78 Antworten
    Zitat

    nicht, dass er sich solche Spiele dann heimlich besorgt.

    Tja .. Er spielt es ja schon bei Freunden. Und denen Geld zu geben wird ja wohl kein Problem sein.


    Was du dort erzählt hast erinnert mich sehr an mich selbst. Ich war auch immer der jüngste in meinen Freundeskreis und habe immer den kürzeren gezogen wenn es mal wieder hieß.. Ey solln wir am Wochenende Party machen? / Ist grade mal voll chillig lass mal noch länger bleiben ( Zeiten habe ich gehasst! :-D) / und so weiter..


    Als ich 14 war waren alle meine Freunde über 15 die meisten 16+. Diese hatten dann auch so spiele wie GTA oder auch Counterstrike. Ich wollte dann auch mal Counterstrike haben und es wurde lange nicht erlaubt bis ich dann mit Argumenten kam. "Es fördert aber doch Teamwork und es fördert die Reflexe..etc" und dann i.wann haben sie es mir gekauft. Da war ich auch noch 14.


    Also ich kann sagen : Ich bin kein Kellerkind was sich nur um das Spiel kümmert , kein potenzieller Amok läufer und auch nicht aggressiv sondern das komplette Gegenteil!


    Ich würde es ihn erlauben unter der bedingung das er wenn er abdreht oder aggressiv wird Spiel Verbot bekommt. Das er nicht länger als 1-2 Stunden am Tag spielt. Und sich weiterhin um Hobbys, Freunde und Schule kümmern soll.


    Also viel Glück noch =).


    Lg und ich hoffe ich konnte ein wenig helfen!

    @ a.fish

    nein. nicht zerstört. aber: die offenheit gegenüber den eltern könnte sich verändern,


    weil sich die akzeptanz meinung der eltern verschiebt. es gibt in diesem alter durchaus immer mehr themen, bei denen dann die meinung der eltern gar nicht mehr abgefragt wird. war bei mir zumindest so.

    Zitat

    Was die Pubertät betrifft können wir uns eigentlich auch nicht beschweren. Er treibt sich nicht rum, raucht nicht, trinkt nicht

    Das denkst du. ;-D

    @ katercharlie

    Zitat

    nein. nicht zerstört. aber: die offenheit gegenüber den eltern könnte sich verändern,


    weil sich die akzeptanz meinung der eltern verschiebt. es gibt in diesem alter durchaus immer mehr themen, bei denen dann die meinung der eltern gar nicht mehr abgefragt wird. war bei mir zumindest so.

    Aber das umgeht man doch nicht, indem man dem Kind nach dem Mund redet und von seiner Meinung abrückt, nur damit es bloß weiter mit einem redet. Dagegen, dass er es bei Freunden spielt, hat carja nichts gesagt und nach ihrem Posting auch nicht versucht, etwas zu unternehmen. Aber es ist doch eine klare Position zu sagen: ich/wir möchten nicht, dass Du solche Spiele hier Zuhause spielst. Damit wird das Kind nicht gegängelt, es wird nicht unter Druck gesetzt, die Eltern beziehen einfach nur klar Stellung und vermitteln ihm, was sie davon halten.


    Ich dachte immer, so funktioniert Erziehung. ;-) Man lebt es vor, das Kind (ab einem bestimmten Alter) bekommt den Input so wie den von Außen und kann sich dann eine eigene Meinung bilden.


    Ich finde es gut, wenn Eltern eine deutliche Meinung haben, an der sich das Kind orientieren kann (nicht: die es aufgedrückt bekommt). Und wenn da ein gutes Verhältnis herrscht - und das ist hier ja anscheinend der Fall - wird der Junge da nicht nur trotzig reagieren und die Meinung der Eltern wird ihm nicht scheißegal sein, sondern er wird sich seine Gedanken machen und das ist doch gut so. Bei aller eigene Begeisterung für solche Spiele, bin ich nämlich dennoch der Meinung, dass man sie nicht unreflektiert einfach als ganz normal konsumieren, sondern sie durchaus kritisch betrachten sollte.

    Zitat

    sondern sie durchaus kritisch betrachten sollte.

    ... und das wird mit dem Bestehen darauf, so ein Spiel nicht selber anzuschaffen, meiner Meinung nach gefördert.


    So, jetzt hab ich aber wirklich zu Ende gedacht. ;-)

    @ a.fish

    es geht nicht um: dem kind nach dem mund reden und von seiner meinung abrücken, sondern um:


    kritische diskusssion, in der man auf (allmählich) augenhöhe dem "kind" - denn es wird ja immer erwachsener -


    auch das eigene vielleichtnichtvollinformiertsein zugestehen kann.


    in meinen augen sind prinzipien sinnvoll. sehr! prinzipienreiterei jedoch: grausig.


    hat was mit geistiger flexibilität zu tun, die in hab ich bei meinen eltern sehr vermisst und das trage ich denen heute in gewisser weise noch nach.

    @ carja:

    Wo bist du nur? :-| Ich würde schon aus persönlichem Interesse heraus gerne an der Diskussion teilnehmen, aber das Wichtigste, finde ich, ist noch gar nicht zur Sprache gekommen: whoer rührt überhaupt die Entscheidung, ihm das Spiel zu untersagen? Bisher kann ich im Topic nur den einen Grund finden, daß ihr Ego-Shooter 'blöd' findet.


    Ich finde, man kann nicht viel zur Entscheidungsfindung beitragen, wenn nicht klar ist, wovon diese Entscheidung abhängig gemacht wird.

    Wow, sooo viele Antworten in so kurzer Zeit. DANKESCHÖN @:)


    Also, ich habe jetzt noch mal mit meinem Mann gesprochen. Ich glaube, wir werden unserem Sohn das Spiel erlauben.


    Wir konnten unserem Sohn bis jetzt immer vertrauen, er war bis jetzt auch immer vernünftig und er hat zudem mit uns die Sache mit dem Spiel im Vorfeld besprochen. Es ist bestimmt nicht verkehrt sein Verhalten dann auch entsprechend zu honorieren. Jetzt wo ihr mir auch geschrieben habt, dass das Spiel nicht so schlimm ist, fällt mir das auch leichter. Ich habe mich halt im Allgemeinen gegen diese Ego-Shooter gesträubt.

    @ a.fish

    ich glaube nicht, dass sein Vertrauen uns gegenüber zerstört wird, weil wir uns nicht an unsere aufgestellten Regeln halten. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass womöglich sein Vertrauen eher gefestigt wird. Er weiß, dass er zu uns kommen kann, dass er mit uns immer reden kann, auch wenn er weiß, dass wir eventl. nicht seiner Meinung sind. Er sieht, dass wir nicht nur stur sind und das man mit den richtigen Argumenten und Kompromissen sich einigen kann (haha - er hatte gerade im Deutschunterricht das Thema "Debattieren" - scheint gut aufgepasst zu haben)


    Natürlich hast du recht, dass Eltern ihre Meinung nicht ständig ändern sollen. Einmal hüh und einmal hott ist sicherlich nicht gut. Aber ich denke, dass es Kinder und Jugendliche auch stark machen kann, wenn sie es schaffen mit vernünftigem Diskutieren andere Person zu überzeugen. Ich werde unserem Sohn sagen, dass ich zwar Ego Shouter immer noch blöd finde, dass sich meine Meinung dazu nicht geändert hat. Aber ich werde ihm auch sagen, dass ich ihm vertraue, was den Umgang mit diesem Spiel betrifft und dass er es damit geschafft hat uns umzustimmen.

    Hallo Citycar,


    habe Germanys next Topmodel geguckt :-X |-o |-o


    Gut, ich selbst habe Ego Shooter Spiele noch nie gespielt. Ich weiß nur, dass da unten in einer Ecke des Bildschirms eine Waffe abgebildet ist, die die Waffe des Spielers darstellt. Mit dieser Waffe schieße ich auf Personen, die mir über den Bildschirm laufen und bestenfalls sind sie tot. Je mehr ich getroffen und ermordet habe, um so besser bin ich. Ich schieße Personen tot und sehe das dabei wie durch meinen eigenen Augen. Ich bin die Person die tötet und bin der Held, wenn es möglichst viele sind.


    Verbessert mich, wenn ich falsch liege. Wie gesagt, ich selbst habe noch nie ein solches Spiel gespielt. Aber allein bei diesem Gedanken rollen sich mir die Nägel auf.


    Aber weil ich mich nicht wirklich mit Ego Shooter auskenne, wollte ich eure Meinung dazu hören.

    Ich denke auch, ihr könnt es ihm ruhig erlauben.


    Ich habe zwar selbst keine Kinder, aber ich erinnere mich noch an meine Jugend ;-D


    Mein Bruder ist 6 Jahre älter und ich als kleine Schwester wollte natürlich immer das, was er tut.


    Ich hab also schon mit 13 Unreal Tournament, Quake und co gespielt. Im Internet oder mit seinen Freunden über Lan.


    Und ich bin auch definitiv kein Ammokläufer geworden. :)z


    Ich denke da sind wieder die Medien Schuld, die ein falsches Bild vermitteln. Niemand lernt in diesen Spielen den Umgang mit Waffen,


    oder steigert sein Verlangen jemanden töten zu wollen. Die Grundprobleme liegen doch eher immer auf psychischer Basis, wegen Unakzeptanz der Eltern, Mobbing an der Schule und anderen Dingen.


    Ich kann auch WoW in Maßen spielen, höre für die Uni immer über mehrere Wochen wieder auf.


    Sucht/Gewalt hängt denke ich daher eher vom Charakter ab.


    Euer Sohn wirkt auf mich auch wie jemand der gut damit umgehen kann und ich finde es super, dass ihr es nicht wegen Vorurteilen einfach stur ablehnt :)^

    Zitat

    Ich würde es ihn erlauben unter der bedingung das er wenn er abdreht oder aggressiv wird Spiel Verbot bekommt. Das er nicht länger als 1-2 Stunden am Tag spielt. Und sich weiterhin um Hobbys, Freunde und Schule kümmern soll.

    Genauso in der Art hatte ich es vor gehabt.

    Auch das sehe ich genauso und ist der Grund warum mich eure Meinung interessiert. Ich will keine Mutter sein, die rein aus Prinzip stur auf ihre einmal gefällte Meinung beharrt.

    Ich finde deine Offenheit für das (für mich durchaus nachvollziehbare) Anliegen deines Sohnes löblich und denke, daß deine Entscheidung so durchaus gut und richtig und im Interesse eines harmonischen Eltern-Kind-Verhältnisses ist.


    Was deine persönliche Sichtweise dieser Spiele angeht (ohne dich jetzt bequatschen zu wollen): natürlich ist es Geschmackssache, ob man ein Spielprinzip mag, bei dem virtuelle Gewalt ausgeübt wird. Allerdings geht es gerade bei Teamspielen wie Counterstrike nicht darum, stumpf Leute zu "ermorden", sondern es treten zwei Teams gegeneinander an, die durch Spielgeschick, taktisches Zusammenwirken und Kommunikation jeweils versuchen, gegen die andere Seite zu gewinnen.


    In diesem Sinne sind "E-Sports" genauso eine unblutige Form ritualisierter Kämpfe auf Leben und Tod, wie es in der nichtvirtuellen Welt Wettkampfsportarten wie Fechten, Boxen, Kendo, Judo oder Karate sind. Nur mal so als kleiner Gedankenanstoß... :-)

    Ich würde gerne selbst etwas als Jugendlicher dazu schreiben. Angefangen mit PC-Spielen habe ich ungefähr im Alter von 10 mit Need for Speed, 1 Jahr später dann der erste Shooter. Mit der Zeit haben sich meine Spielzeiten auch immer weiter erhöht, zu "Bestzeiten" habe ich an Schultagen 2-5h gespielt und an freien Tagen bis zu 8h. Jetzt bin ich 18 und merke wie ich langsam den spaß daran verliere. Wenn ich die letzten Jahre revue passieren lasse fällt mir auf dass ich während der Schulzeit und auch jetzt dadurch kein stück Aggressiver geworden bin, im gegenteil ich gehöre zu denen die man kaum reizen kann und mit Händen wehre ich mich nur wenn der gegenüber auch Handgreiflich wird. Im Gegensatz zu den Mitschülern die geraucht, getrunken, rumgealbert und ständig am Kämpfen waren (aber da ich ja nicht so ignorant bin gebe ich nicht diesen Dingen die Schuld daran).


    Ich denke dass ein Mensch durch äußere Einflüsse nur so weit verändert werden kann wie er eh schon veranlagt ist.


    Kauf ihm das Spiel doch einfach, er scheint Geistig fit zu sein (sogar mehr als das) also spricht nichts dagegen.

    @ carja

    Zitat

    Ich werde unserem Sohn sagen, dass ich zwar Ego Shouter immer noch blöd finde, dass sich meine Meinung dazu nicht geändert hat. Aber ich werde ihm auch sagen, dass ich ihm vertraue, was den Umgang mit diesem Spiel betrifft und dass er es damit geschafft hat uns umzustimmen.

    Na da wird sich euer Sohn sicher freuen - hoffentlich hat er nicht so gut bei Debattieren aufgepasst, dass ihr demnächst um Medal of Honor und F.E.A.R. feilschen müsst. ;-) Denn im Grunde spricht ja nun auch nichts mehr gegen diese Spiele (wobei ich nicht weiß, ob F.E.A.R. ab 16 oder ab 18 freigegeben ist).

    @ Master Thief

    Zitat

    In diesem Sinne sind "E-Sports" genauso eine unblutige Form ritualisierter Kämpfe auf Leben und Tod, wie es in der nichtvirtuellen Welt Wettkampfsportarten wie Fechten, Boxen, Kendo, Judo oder Karate sind. Nur mal so als kleiner Gedankenanstoß...

    Ich sehe durchaus einen Unterschied zwischen der detailierten und realistischen Darstellung der Ermordung eines Menschen zum Erreichen eines Zieles (wie sie bei CS nicht gegeben ist, bei vielen anderen Egoshootern aber schon - oft ja auch in realistischen Szenarien wie eben Kriegsspiele wie Medal of Honor, die ich bei mir einen sehr üblen Nachgeschmack hinterlassen und die ich deshalb nicht spiele) und dem "ritualisierten" Ausfechten eines Kampfes durch eine sportliche Betätigung. Ich bin nicht der Meinung, dass man Shooter verbieten oder entschärfen müsste, jedoch hielte ich deutlich schärfere Altersbegrenzungen als Signal (dass man sich leicht umgehen kann, ist klar) auch für die Eltern für angebracht.

    Der Unterschied liegt aber wirklich nur in der grafischen Umsetzung :-) Gerade in japanischen Wettkampfsportarten, die sich direkt oder zumindest teilweise auf alte Schlachtfeldtraditionen des japanischen Mittelalters zurückführen lassen, symbolisiert ein Treffer oder Wurf, der mit einer vollen Wertung gewertet wird, nicht bloß die Unterwerfung oder Besiegung des Gegners, sondern eigentlich seinen unbedingten und sofortigen Tod.


    Über die historischen Ursprünge des heutigen Fechtens muß man in diesem Zusammenhang wohl nicht diskutieren... :-)