• Streit eskaliert, angst

    Hallo erstmal. Ich bin neu hier und weis mir keinen anderen Rat mehr. Ich bin mit den Nerven vollkommen am Ende. Gestern hatte ich einen heftigen Streit mit meinem Kind. Er ist 15 und es gab schon oft Auseinandersetzungen mit ihm wegen seinem Vater. Wir sind seit Jahren getrennt und doch gibt es ständig Streit. Ständig hetzt er die kinder gegen mich auf,…
  • 21 Antworten
    Zitat

    Und dann lass dich mal überraschen,wie lange es beim Papa so schön ist ;-)

    Genau das denke ich auch. Laß ihn da, steig in die Schlammschlacht nicht ein und komm erst mal zur Ruhe. Soll sich Papa mal mit dem Alltag rumschlagen, incl. Schulprobleme etc.


    Und vor allem (zumindest sehe ich das so): Wenn er dann mal versucht, bei Dir den bequemen Weg zu gehen und mit irgendwelchen Problemen zu Dir kommt (damit meine ich Schule oder andere Alltagsprobleme), dann verweis ihn freundlich an seinen Vater. Er soll dann nicht Dein schlechtes Gewissen ausnutzen und diesen Kram bei Dir abladen. Wenn dann soll der KV alles haben, was so anfällt.


    Und Du kannst vielleicht mal etwas zur Ruhe kommen!

    Ganz ehrlich? Dir sind die Nerven durchgegangen. Nicht schön, Du erkennst es selber - und rechtfertigst es nicht mal mit blöden Argumenten. Du bist ein Mensch!


    Dein Sohnemann nutzt Eure Situation aber durchaus geschickt aus, sorry. Mit 15 hat er sich noch so einiges zu sagen lassen nd Handyentzug ist durchaus eine legitime Strafe. Unschön wird es, wenn er sich nichts mehr sagen und mit nichts bestragen lässt. Aber da kannst Du dem Vater danken...


    Daher: Soll er ruhig erstmal beim Vater bleiben. Die sollten beide mal eine Rundum-Alltagserprobung machen. Vielleicht geht es ihm dort besser; vielleicht braucht er gerade einen Mann. Vielleicht wird es dort aber auch eskalieren...


    Und solange Du selber aktiv mit dem Jugendamt zusammen arbeitest und die die Geschichte kennen, hast Du nichts zu befürchten. Du darfst aus Angst vor Jugendamt oder Vater aber nict die Konsequenz in der Erziehung schleifen lassen!

    So... morgen ist nun die Gerichtsverhandlung.


    Der Vater will das Kind. Keine Gespräche mit dem Jugendamt, ich konnte mein Kind seit dem Vorfall zusammengefasst ca 45 Minuten sehen. Keine Umgänge, nix. Telefonieren darf ich nur via Festnetz und auch nur wenn der Vater in der Nähe ist.


    Derzeit möchte das Kind nicht zu mir, wird bearbeitet. Das Jugendamt hat sich gegen den Umzug zum Vater ausgesprochen.


    Der Verfahrensbeistand hat die Option "Mutter" und "Heimerziehung" gestellt. Kind möchte unbedingt beim Vater bleiben.


    Ich bin völlig fertig, weiß nicht was richtig ist.


    Was erwarte ich von einem Kind was nicht hier sein will? Zum Vater ist keine Option.


    Was, wenn das Kind sich widersetzt?


    Regeln und Grenzen hatte er die ganzen Wochen nicht. Klar, das ihm das gefällt...


    Oh mann... was mach ich nun? :�(

    Zitat

    morgen ist nun die Gerichtsverhandlung.


    Der Vater will das Kind. Keine Gespräche mit dem Jugendamt, ich konnte mein Kind seit dem Vorfall zusammengefasst ca 45 Minuten sehen. Keine Umgänge, nix. Telefonieren darf ich nur via Festnetz und auch nur wenn der Vater in der Nähe ist.

    Irgendwie fehlen mir hier einige Angaben zum Verständnis.


    Erst einmal kenne ich es so, dass das Gericht um Stellungnahme des JA bittet. Auch und gerade bei eurer Vorgeschichte. Ihr seid ja dort nicht unbekannt.


    Das scheint stattgefunden zu haben und das JA ist zu einer Einschätzung gelangt (Sie befürworten nicht, dass er zum Vater geht).


    Aber Du schreibst, es gab keine Gespräche mit dem JA. Auf welcher Basis haben die denn dann ihre Stellungnahme erarbeitet? Eine Einschätzung setzt voraus, dass das Amt mit Dir und mit dem Vater, aber auch dem Sohn, vorher spricht. :-/

    Zitat

    Der Verfahrensbeistand hat die Option "Mutter" und "Heimerziehung" gestellt. Kind möchte unbedingt beim Vater bleiben.

    Da Kinder in dem Alter befragt werden und mit entscheiden können gehe ich davon aus, dass diese Option dem Sohn in Aussicht gestellt wurde? Dann wird er seine Entscheidung treffen müssen.

    Zitat

    Oh mann... was mach ich nun?

    Momentan kannst Du nur die Verhandlung abwarten. Und möglichst ruhig bleiben. Immerhin ist da noch ein Kind, das Dich braucht. Sage Dir, egal was es für ein Ergebnis geben wird, das ist nicht das Ende aller Tage. Dein Sohn ist 15, er ist gesund und munter und er wird eine Entscheidung treffen müssen. Er wird unter keiner Brücke abgesetzt, es wird ihm im Großen und Ganzen gut gehen, selbst wenn er sich nicht für Dich entscheidet. Aber keine Entscheidung ist unumkehrbar. Er hat jederzeit die Möglichkeit, im Leben dazuzulernen. Mach Dich nicht verrückt wegen diesem einen Termin. Die beste Hilfe für ihn, aber auch für Dich und Dein anderes Kind, wird jetzt sein, ruhig und souverän mit jeder Entscheidung umzugehen. Du kannst weder ihm noch Dir helfen, wenn Du in Panik versinkst.

    Wir sind dem Jugendamt schon länger bekannt, als mir lieb ist. Alles was bisher war von Umgang bis Unterhalt musste mit Hilfe von denen geklärt werden.


    Beim Familiengericht sitze ich jetzt das 4te mal... und es macht einen fertig.


    Natürlich muss der Bub jetzt entscheiden was er möchte, wie gesagt das Jugendamt hat es dem kind schon gesagt... aber er möchte beim Vater bleiben.


    Es wurde jedoch aus psychologischer und finanzieller Situation dringend davon abgeraten das kind dort zu belassen. Nichtmal unter dauerhafter Hilfen vom Jugendamt.

    Ich habe bis dato mit dem Jugendamt gut zusammen gearbeitet. Auch erst wieder telefoniert. Der Vater hat sich dem bisher entzogen. Eine außergerichtliche Einigung hat er mit dem direkten Antrag abgelehnt. Er hat sich bisher nicht um eine Einigung übers Jugendamt gekümmert.

    Dein Sohn ist bereits 15. Da kann man schon eigene Entscheidungen treffen und eben mit den Konsequenzen leben. Ich sehe dort bei euch irgendwie drei Parteien und jede gegen jeden.


    Du kannst nur Deiner Pflicht nachkommen - was Du ja tust, und dies dann sogar bei dem Termin mit dem JA und dem Richter als Zeugen. Wenn sich Sohn und Vater dagegen stellen, steht alles weitere in deren Verantwortung. Du kannst ihn ja nicht einschließen.