• Strenge Erziehung wie früher

    Hallo zusammen, in der Schule diskutieren wir gerade das Schulsystem von früher. Unsere Lehrerin hat uns erzählt wie es wo vor 40/50 Jahren war. Sie hat auch davon berichtet, dass es "früher" wohl auch öfter mal einen hinter die Ohren gegeben hat und das die Lehrer auch Rohrstock benutzt haben. Meine Freundin meinte nach der Schule , dass wäre assozial…
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    Differenzieren

    Es ist das Eine, überforderte Eltern, denen mal die Hand "ausrutscht", nicht gleich zu verurteilen. Es ist aber etwas ganz anderes, körperliche Züchtigungen (wozu der berühmte "Klaps" ebenfalls zählt) grundsätzlich als probates Erziehungsmittel darzustellen und pauschal zu behaupten, dass er (der Klaps) noch keinem geschadet hätte. Das stimmt nämlich nicht.


    Nebenbei möchte ich auf die aktuelle Rechtslage hinweisen:


    § 1631 Abs. 2 BGB

    Zitat

    Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

    Naja, wenn man bei Kindern keine "Bevormundung" braucht, dann weiss ich nicht, wieso es etwas wie ein "Sorgerecht" überhaupt gibt.


    Nochmal zu der Szene im Supermarkt. Wenn mein Kind nach dem dritten mal noch nicht hören würde, dann [...] , weil ich nunmal, falls etwas passiert für den Schaden aufkommen muss.


    Und wenn ich dem kind drei mal ruhig sage, das etwas nicht gemacht werden soll, und es dann immer noch nicht hört, sorry, aber dann WILL es nicht hören

    Zitat

    weil erwachsene eben gelernt haben wie sie sich verhalten sollten/können

    auch ich als erwachsener komme noch manchmal in situationen, in denen nicht weiss, wie ich mich zu verhalten habe! und ich lerne es, indem mir jemand klar macht, wie das in dieser situation abzulaufen hat! aber doch niemals durch nen klaps!


    kinder sind genau so menschen wie erwachsene und haben eine würde, die nicht missachtet werden sollte, nur weil sie "noch lernen müssen"! und die würde des kindes, wird meiner meinung nach missachtet, wenn ich etwas mit ihm mache, was ich bei mir selbst, als grenzüberschreitung empfinden würde!

    ich kann meinem 3jährigen sohn durchaus erklären, warum er etwas nicht darf. man muß es nur so bringen, daß er es verstehen kann.


    das mit dem 3,2,1 kennich von meinen eltern auch. gott hab ich das gehasst.

    klar kannst mit einem kleinkind nicht diskutieren ..aber ein nein das darf man nicht verstehn sie schon!! und wenn sie irgend einen blödsinn anstellen kann man ja auch nein sagen und das sie das nicht dürfen und wenn es gefährich werden sollte für die kinder kann man sie ja aus der situation raus nehmen. mein kleiner ist zwei und es gab bis jetzt noch keinen grund das ich ihm eine auf den hintern oder finger geben hätte müssen.. er lernte die regel von vorn herein und daher ist ihm das nein auch bekannt und weiss das er das dann nicht darf und er macht es dann auch nicht!!(und kinder mit zwei verstehen alles was man sagt man muss nur die richtigen worte finden)

    Bei uns gab es nie Strafen in Form von körperlicher Gewalt. Weder eine Ohrfeige, noch ein Klaps oder gar 'Prügel'. Es gab Machtworte. In der Regel haben meine Eltern sich immer beste Mühe gegeben mir ihre Verbote oder Handlungen zu erklären. Wenn das nicht möglich war, weil ich kleines Zornbündel mich zu arg reingesteigert habe, dann gab es *ruhige fünf Minuten*. In der Zeit hat mich meine Mutter in mein Kinderzimmer geschickt und mir ein Bilderbuch mitgegeben. Dann hatte ich Zeit mich abzuregen, und als das geschehen war haben wir über den Vorfall gesprochen.


    Genauso wenn ich Blödsinn gemacht habe. Wir haben uns immer an einen Tisch gesetzt und darüber gesprochen. Wenn ich keinen Kommentar zu meinem Unfug abgeben wollte, dann wurde ich in mein Zimmer geschickt und hab einen Stift und ein Blatt Papier mitbekommen (bzw. ein Diktiergerät) und sollte meine Gefühle entweder aufsprechen oder niederschreiben. Das war vorallem dann immer sinnvoll, wenn ich mich eigentlich selber für mein Verhalten geschämt hab und deshalb schon aus lauter Scham schon stur auf *Stillschweigen* gestellt habe ;-D


    Ich muss sagen... ich fand diese Methoden immer sehr fair von meinen Eltern. Sowohl damals - als auch heute. Und ich hoffe sehr, dass ich das später bei meinen Kindern ebenfalls so handhaben kann :)z:)^

    sperminchen ich geb dir auch recht ich seh das genauso. ich habe selber lange mit kindern zusammen gearbeitet und festgestellt das eine missachtung viel mehr bringt als einen klapps (hab ich nicht getestet)


    ich will nur sagen das man erwachsene und kinder meiner merinung nach nicht vergleichen kann.


    und einen bewussten klappt würd ich auch nicht geben, aber ich verstehe das es leuten wie ja auch dir im affekt mal passieren kann, aber zu regel sollte es nicht werden, ein kind kann auch anders *lernen* und begreifen was es unterlassen sollte

    so? wo fängt ein "Kläpschen" an und wo hörts in schwerer Misshandlung auf?


    Nein körperliche Gewalt ist ganz und agr nicht okay, ABSOLUT NICHT, warum? Weil jeder Mensch das anders aufnehmen kann und das beschwichtigen "ein Klaps stört doch keinen" kann bei Kindern mit einer kritischen Vulnerabilitätsgrenze ein massives Trauma auslösen. Mit Worten geht das sicherlich auch, aber wenn man sichi zügelt und seinen Wortschatz mit bedacht wählt kann auch einem Kind gerecht beibringen warum es nicht in die Steckdose langen soll. Wer sagt "ne das kind kapierts ned da KLAPS ich das kind lieber" der lügt, dann hat jene Person nicht genug Erfahrung oder genug ausprobiert. Zur Not immer Hilfe holen...


    furchtbares thema.

    @ Stille22

    Zitat

    Oh man, ich verstehe immernoch nicht, wo das Problem ist. Ein Klaps auf den Po, [...]

    Die physischen Schmerzen spielen beim Klaps auch nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb nennt man ihn ja "Klaps" und nicht "Schlag". Problematisch ist die psychische Demütigung.

    @ VienneseSausage

    klar gehasst hab ich es auch ...


    [...]


    meine Güte ich rufe hier doch auch nicht dazu auf Kinder reihenweise zu verprügeln ...


    und wenn ein Kind auf ein nein, oder auf die aufforderung etwas zu unterlassen reagiert dann ist es ja nicht nötig ...


    ich weiß aber noch, als ich klein war, da waren die Dinge klar, ein nein war ein nein


    und kein *ich quengel noch und dann krieg ich es*


    ich habe wie gesagt auch noch keine eigenen Kinder, aber ich werde mir niemals von meinem Kind so auf der Nase rumtanzen lassen wie das manche Eltern anscheinend "normal" finden ...


    bspw: bekommt im Supermarkt irgendwas nicht legt sich auf den Boden und fängt an zu kreischen ...


    extrembeispiel ... aber genau sowas wird mir nie passieren ...


    und auch ein heulendes Kind kann mal heulen (also nicht weil es sich weh getan hat natürlich ^^ sondern ein trotzheuler) ... muss nicht gleich jemand dazu springen und dem Kind dann doch noch seinen Willen geben ...


    wenn man das dann auch konsequent durchzieht wird sich solch ein Verhalten aber ganz von selbst sehr schnell wieder abstellen ...


    P.s: als kurzen auflockerer zwischendurch ;-)


    http://www.myvideo.de/watch/67409/Kondome_schuetzen