• Suche Aufklärungsbuch für Kinder zwischen zwischen 5-8 Jahren

    Hallo @:) Hat vielleicht jemand einen Buchtipp für mich? Ich suche nach einem Aufklärungsbuch für die Altersklasse 5-8. Es sollte möglichst etwas anderes als "Peter, Ida & Minimum" sein. Ich wurde mit diesem Buch in der Schule aufgeklärt und er hat eher mehr Fragen als Antworten hinterlassen. Gibts was Neues? Vielleicht ist ein Buch etwas direkter und…
  • 152 Antworten

    @ Cinnamon

    Ah, dann war das von mir doof zitiert. Ich meinte damit dass man die Abneigung nicht abstellen kann. Aufgrund der Abneigung fällt es dann einigen eben auch schwer respektvoll abzulehnen und diese Abneigung lässt sich bestimmt nicht so einfach abstellen. Natürlich kann man aber am Umgang miteinander feilen.

    @ BlackMonday

    Zitat

    Was will "er" denn da machen? Dich in den Popo bumsen? Vielleicht auch erstmal nur nett unterhalten? Ne Abfuhr kann man auch höflich erteilen und nicht auf vorsteinzeitliches Verhalten zurückfallen weil man von der Sexualität des anderen angewidert ist - sprich homophob.

    Wenn meinst du eigentlich gerade? Ich fühle mich davon auf jedenfall nicht angesprochen.

    Zitat

    Aber so wie du das gerade beschreibst musst du ja schon ein ziemlich cuter Gayboy sein wenn diese ganzen Anmachen dich so sehr stören ;-D

    Sie stören mich nicht wirklich. Beim ersten mal habe ich auch total bescheuert reagiert (Er: Übrigens bin ich Schwul Ich: Bin mal bier holen) was mir hinterher auch leid getan hat. Ich lerne aber auch dazu und bin in der Lage mein Verhalten zu überdenken. Heute würde ich mit Sicherheit nicht mehr so reagieren bzw. bei dem nächsten war ich dann ganz Locker und meinte "Super, ich bin leider nur hetero".

    @ Blackmonday

    Du hast allerdings nicht ganz unrecht. Er hätte mich auch fragen können ob ich nicht lust habe auf seinem Ding rumzukauen. Die Frage hätte exakt denselben Effekt gehabt.

    Zitat

    Genauso geht es mir wenn ich auf einer Party von einem Mann angegraben werde und ich glaube dieses Gefühl ist geschlechterübergreifend.

    Interessanterweise finde ich diese "Aufdringlichkeit" der anderen Sexualität jetzt als Erwachsener überhaupt nicht schlimm. Weil ich es einsortieren kann, in keinerlei Abhängigkeitsverhältnis zu diesem Mann stehe, und mir über meine Orientierung im Klaren bin. Ekel kommt da überhaupt keiner auf, ich finde es als 100% Hetero maximal wunderlich. Außerdem waren die Schwulen, die ich bisher kennengelernt habe, extrem freundlich und gepflegt. Solange es nicht übergriffig wird, ist alles OK. Eine ungepflegte und/oder unhöfliche Frau würde definitiv mehr Ablehnung in mir hervorrufen.

    Zitat

    Ekel kommt da überhaupt keiner auf, ich finde es als 100% Hetero maximal wunderlich. Außerdem waren die Schwulen, die ich bisher kennengelernt habe, extrem freundlich und gepflegt. Solange es nicht übergriffig wird, ist alles OK. Eine ungepflegte und/oder unhöfliche Frau würde definitiv mehr Ablehnung in mir hervorrufen.

    Geht mir genauso, wenn das so passiert, trinkt man einen zusammen, unterhält sich nett und geht dann wieder seiner Wege. Es berührt mich deutlich negativer, von einer für mich optisch unattraktiven Frau angebaggert zu werden, als von einem anderen Kerl. Weil ich halt hetero bin und dem anderen Kerl dann nett sagen kann "is nicht, ich steh nur auf Frauen, aber haste Bock auf nen Bier?" während die ehrliche Antwort für die unattraktive Frau wäre "is nicht, weil ich dich viel zu unattraktiv finde", und das kann in dem Moment schon verletzend sein, vorallem wenn sich die Dame sowas nicht oft traut. Daher finde ich es völlig unproblematisch, die paar Mal die ich von Kerlen angebaggert wurde dann eine Abfuhr zu erteilen (ca. halbes dutzend Mal die letzten 8 Jahre, also nicht wirklich oft), weil ich einfach nur ehrlich sein muss und alles ist super, während ich bei ner unattraktiven Frau mir irgendwas überlegen muss, weil Ehrlichkeit in dem Moment deplatziert wäre.


    Daher: Keine Ahnung, welche Kerle ausrasten oder sich ekeln weil sie von nem anderen Kerl angebaggert werden - in meinen Augen sind die homophob (und meist auch gleichzeitig verklemmt).

    Übrigens gibt es ein Buch von Janosch, das sogar verschiedene Stellungen zeigt.


    Vielleicht ist es ja das was Regenmädchen sucht.

    Zitat

    Ich habe in meiner eigenen Umgebung jemanden der sich nicht traut offen auch nur zu sagen (oder zu zeigen) das er bi ist (ich bin da die bisher einzige der er sich anvertraut hat, was ich echt heftig finde)


    Thalina

    Bisexuelle sind selbst für Homosexuelle Exoten und werden entsprechend sowohl von Heteros als auch von Homos mit Argwohn betrachtet. ... Ausnahmen gibt es evtl. für bisexuelle Frauen, die sind bei heterosexuellen Männern wiederum begehrter, aber auch nur für Sex(fantasien) - der Pornoindustrie sei Dank.

    In so einem Kinderbuch müsste man eigentlich strenggenommen auch aromantische oder asexuelle Menschen und Menschen ohne Kinder- & Verpartnerungswunsch mitaufnehmen.

    Zitat

    Heute würde ich mit Sicherheit nicht mehr so reagieren bzw. bei dem nächsten war ich dann ganz Locker und meinte "Super, ich bin leider nur hetero".

    :-o :-X

    @ Zuschauer

    Das werde ich echt nie verstehen. Ich kenne sogar mehr Bisexuelle als Homosexuelle, lustigerweise hat sich meine halbe Clique aus der Schulzeit nach und nach als lesbisch, schwul oder homosexuell geroutet.


    Was ist so exotisch an Bisexualität? Verstehe ich wirklich nicht, ist es so ungewöhnlich wenn jemand sich in beides verlieben kann? Mir hat mal jemand gesagt, er verliebe sich in Menschen, nicht in ihr Geschlecht und könne dann auch die Sexualität mit beiden genießen.

    @ Thalina

    Ich finde für mich Bisexualität nicht exotisch mit dem Beiklang von "seltsam", aber dass Bisexualität ähnlich offen verbreitet wäre wie Homo- oder gar Heterosexualität ist nicht der Fall und meistens wird es gerade auch von Homosexuellen nicht ganz ernst genommen nach dem Motto: In Wirklichkeit bist du doch hetero- oder homosexuell.

    Zitat

    Verstehe ich wirklich nicht, ist es so ungewöhnlich wenn jemand sich in beides verlieben kann?

    Ich finde es eh ungewöhnlich, sich überhaupt zu verlieben. Egal in wen. Aber dass man sich sowohl in Männer als auch in Frauen verlieben kann, finde ich persönlich einleuchtender als wenn man sich nur in Vertreter eines Geschlechts verliebt.


    (Das ist so auch eine Grundfrage, ob man die Sexualpräferenz (das Wort für die jeweilige Sexualpräferenz) synonym mit der romantischen Ausrichtung verwendet. Spätestens, wenn jemand bisexuell und aromantisch ist, wird das Problem bei einer solchen Gleichsetzung deutlich. Aber meistens ist sowohl die romantische als auch die sexuelle Ausrichtung gemeint.)

    Zitat

    Und, wie schon geschrieben, sollte das Thema auch in der Schule und in Büchern ankommen. Gerne als allgemeine Aufklärung, aber auch immer wieder zwischen den Zeilen. "Wie teuer wird es, wenn Tina ihrer Freundin Maike 20 rote Rosen schenken will, wenn eine Rose 1,20 Euro kostet?" Wäre doch mal eine schöne Matheaufgabe.

    Das wäre ziemlich genau das was ich mir wünschen und sogar als Grundlage für entsprechende Aufklärungsbücher sehen würde. Wenn Homosexualität in dem Kontext erstmals aufträte fände ich das sehr ungünstig für die Wahrnehmung als normale Form zu Lieben.

    @ danae87

    Zitat
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    Und, wie schon geschrieben, sollte das Thema auch in der Schule und in Büchern ankommen. Gerne als allgemeine Aufklärung, aber auch immer wieder zwischen den Zeilen. "Wie teuer wird es, wenn Tina ihrer Freundin Maike 20 rote Rosen schenken will, wenn eine Rose 1,20 Euro kostet?" Wäre doch mal eine schöne Matheaufgabe.

    Das wäre ziemlich genau das was ich mir wünschen und sogar als Grundlage für entsprechende Aufklärungsbücher sehen würde. Wenn Homosexualität in dem Kontext erstmals aufträte fände ich das sehr ungünstig für die Wahrnehmung als normale Form zu Lieben.

    In welchem Kontext jetzt fändest du es ungünstig? In dem der Aufklärungsbücher oder in dem der Matheaufgabe? Bin jetzt etwas verwirrt ;-D !

    @ doomhide

    Zitat

    Ah, dann war das von mir doof zitiert. Ich meinte damit dass man die Abneigung nicht abstellen kann. Aufgrund der Abneigung fällt es dann einigen eben auch schwer respektvoll abzulehnen und diese Abneigung lässt sich bestimmt nicht so einfach abstellen. Natürlich kann man aber am Umgang miteinander feilen.

    Ja, ich weiß, was du meinst. So eine Abneigung entsteht meiner Erfahrung nach aber aus Unwissenheit. Einfach, wenn man nicht von Kind auf lernt, dass homo und hetero normal ist, und man sich in den anderen reinversetzen kann. Homsexualität - gerade unter Männern - ist irgendwie oft noch etwas Schmutziges, Falsche - man ist dann kein "echter Mann". Aus diesem Grund wird ja auch "Das ist doch schwul!" synonym mit "Das ist doch unmännlich!" verwendet. Wenn mehr in den Fokus rückt, dass das alles männlich ist, geht vielleicht die Abneigung zurück. Aber klar - dass kann man nicht von jetzt auf gleich erwarten. Gut ist es, wenn man sich dieser Abneigung bewusst ist und auch, dass sie ungerecht ist. Dann kann man an seinen Reaktionen feilen.

    @ konjurer

    Zitat

    Daher: Keine Ahnung, welche Kerle ausrasten oder sich ekeln weil sie von nem anderen Kerl angebaggert werden - in meinen Augen sind die homophob (und meist auch gleichzeitig verklemmt).

    Naja... du sagst es ja schon. Wer homophob ist, möchte nicht gerne als schwul gelten. Und wenn er dann von anderen Kerlen angebaggert wird, denkt er wohl, diese Männer halten ihn für schwul. De facto finden sie ihn wohl einfach nur attraktiv und versuchen ihr Glück - die Sexualität sieht man einem Menschen ja nicht an. Aber vielleicht spielt das eben mit rein.


    Thema Bisexualität vs. Homosexualität:


    Das Irritierenste, was mir da mal passiert ist, ist, dass eine Freundin meinte, man müsse sich irgendwann entscheiden - für Homosexualität oder Heterosexualität. Sie war da ganz feste überzeugt von, konnte mir aber auch nicht erklären, warum. Ich, damals noch leichter beeinflussbar als heute, nahm mir das schon zu Herzen, obwohl ich eigentlich auch schon damals wusste, dass das Quatsch ist. Sie war/ist übrigens auch bi und wir waren da beide so 16.


    Ansonsten hatte ich damals auch viele bisexuelle Freunde, auch bisexuelle Männer/Jungs. Ich fand das immer reizvoll und kann das hier auch nur unterschreiben:

    Zitat

    Mir hat mal jemand gesagt, er verliebe sich in Menschen, nicht in ihr Geschlecht und könne dann auch die Sexualität mit beiden genießen.

    Ich hatte noch nie eine Beziehung zu einer Frau, war bisher nur verliebt und habe mal eine geküsst. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden :)z !

    Zitat

    In welchem Kontext jetzt fändest du es ungünstig? In dem der Aufklärungsbücher oder in dem der Matheaufgabe? Bin jetzt etwas verwirrt ;-D !

    Ich fände es ungünstig wenn die Kinder im Zuge des Aufklärungsunterrichts zum ersten Mal mit Homosexualität in Berühung kämen. Das rückt das Sexuelle so ins Zentrum und die ist ja schon irgendwie noch fremd, gerade für Kinder, Terra Inkognita. Etwas das Andere machen.


    Ideal fände ich Homosexualität in Matheaufgabe und Aufklärungsunterricht, sozusagen. Hier normal, da normal. Wenn aber nur eins von beiden als erster Schritt ginge, fände ich die Matheaufgabe geeigneter und besser.

    Zitat

    Ideal fände ich Homosexualität in Matheaufgabe

    Da sind der Kreativität aber Grenzen gesetzt, sonst werden die Kinder die Protagonisten der Aufgabe immer in ihrer kindlichen Sicht als Freunde betrachten, aber doch nie als Paar.


    ??Du kannst ja schlecht Klartext reden "Peter lässt sich von Jochen, Frank und Hans einen blasen. Normalerweise kommt Peter nach 5 Minuten, aber das nächste mal dauert dann immer 30% länger. Wie lange muss Hans blasen?"??


    ]:D