• Suche Aufklärungsbuch für Kinder zwischen zwischen 5-8 Jahren

    Hallo @:) Hat vielleicht jemand einen Buchtipp für mich? Ich suche nach einem Aufklärungsbuch für die Altersklasse 5-8. Es sollte möglichst etwas anderes als "Peter, Ida & Minimum" sein. Ich wurde mit diesem Buch in der Schule aufgeklärt und er hat eher mehr Fragen als Antworten hinterlassen. Gibts was Neues? Vielleicht ist ein Buch etwas direkter und…
  • 152 Antworten

    @ danae

    Hast du eine Quelle für diese Aussage, dass es die "meisten Grundschüler" so sehen?


    Ehrlich gesagt sind Kinder in jedem Alter unglaublich neugierig.


    Das Buch von Anke Kuhl beantwortet die Fragen von Kindern in diesem Alter - und die wollten ganz eindeutig wissen: Was ist eine Nutte? Wie geht ficken? Wie kriegen Schwule ein Kind? Gibt es verschiedene Penisse? Warum tut eine Geburt weh? Warum wird der Penis steif, wenn man an Sex denkt? Wieso ist Sex peinlich?


    Etc.


    Das wollen Kinder wirklich wissen. Wir leben in einer übersexualisierten Gesellschaft. An jeder Wand kleben Titten, aber Kinder sollen bitte damit nicht in Berührung kommen. Das fördert Ignoranz, Hemmungen und Scham. All diese Fragen kann man absolut kindgerecht erklären. Denn sie sind ihre Realität.


    Dass Kinder beschämt reagieren, konnte ich bei der Arbeit bislang nicht feststellen. Das ist etwa meine Altersklasse. Sie sind alle sehr neugierig und kichern eher. Natürlich gibt es schüchterne Kinder, aber die kommen meist aus einem repressiven und konservativen Elternhaus. Ihnen sind diese Dinge peinlich, wie sie ihnen bereits als peinlich anerzogen worden sind.


    Deshalb sollte man auch hier ansetzen und diese Hemmung wieder lösen, bevor es sich manifestiert.

    Also erstens habe ich nix gegen Schwule / Lesben und co es sollte Kindern nur nicht als Normal vermittelt werden in jungen Jahren wenn die älter sind und bsp schwul werden ist es doch okay aber muss ein 5-12 Jähriger wissen was eine Transe ist ?


    So und zum Thema allein erziehend etc wir wohnen in einem 150 Seelendorf hier gibt es nur Familien und eine Kirche einen allein erziehenden Mann gibt es wo die Frau verstorben ist der hat nun eine Freundin .


    Und zu mir ich bin ein Scheidungskind meine Eltern ließen sich Scheiden als ich 14 war und es war die Hölle ich wünsche meinen Kindern so etwas nicht und deswegen erkläre ich denen so ein Trauerspiel auch nicht sondern zeige ihnen lieber Positive Beispiele ;-)

    Ja, wenn die Eltern schon getrennt sind, kann man sie ja schlecht fernhalten, dann sind sie doch mitten drin. ":/


    Wir haben das Buch:


    https://www.amazon.de/gp/aw/d/3455380212/ref=mp_s_a_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&qid=1478423537&sr=8-2&pi=SX200_QL40&keywords=wo+die+kleinen+kinder+herkommen&dpPl=1&dpID=51DgsuhMgxL&ref=plSrch


    Aber erstmal sind die Figuren so hässlich, dass meine Kinder jedesmal einen Lachanfall beim Anschauen bekommen und es ist auch so ziemlich das, was du eben nicht willst.


    Da du nichts vernüftiges findest, warum schreibst di nicht selbst eins? Ich meine dad ernst. Irgendwie fehlt sowas richtig offenes, ehrliches und kunterbuntes zu diesem Thema!

    Zitat

    Muss man 5-8 jährige schon im Detail aufklären? Ich finde das ehrlich etwas überzogen und sehe da im Falle einer Pädagogin sogar schon fast eine Grenzüberschreitung bei einem 5-jährigen Kind.

    Der aktuelle Forschungsstand ist, dass Sexualität in jedem Alter ein Teil der Entwicklung ist und kindgerechte Aufklärung in jedem Fall dazu gehört.

    Zitat

    Der aktuelle Forschungsstand ist, dass Sexualität in jedem Alter ein Teil der Entwicklung ist und kindgerechte Aufklärung in jedem Fall dazu gehört.

    Bin ich ja bei dir, macht auch Sinn, aber wie detailliert muss das bei einem 5-jährigen Kind sein?


    Müssen die wirklich verschiedene Penisformen und Vaginas kennen um aufgeklärt zu sein?


    Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir jemals Aufklärung in diesem Detail näher gebracht wurde und ich bin alles andere als verklemmt.

    Zitat

    Hast du eine Quelle für diese Aussage, dass es die "meisten Grundschüler" so sehen?

    Ich schrieb ja: meiner Erfahrung nach. Naturgemäß bin ich ja in ständigem Kontakt mit Kindern und die, die ich kenne, wollen es eben bisher nicht so genau wissen. Interessiert sie noch nicht und ich finde, dann muss man sie auch nicht dazu nötigen, dass wäre irgendwie auch übergriffig und so eine zwangsbeglückung kann ja auch genau zum gegenteil führen, dass Kinder sich schämen und es mit unangenehmen Gefühlen verbinden.


    Das soll nicht bedeuten das man diese Fragen nicht beantworten soll, wenn sie kommen. Ich finde nur das man sich, Thema egal, am besten auf das Tempo des Kindes einlässt und guckt wie weit es fragt. Egal ob es nun ob Sex, Tod oder Gott geht, ehrlich antworten je nachdem was gerade Stand des Interesses ist. In Klassen finde ich das schwierig, weil da bestimmt immer ein paar dabei sind, die es gerne genau wissen wollen und ein paar denen ist Küssen eigentlich schon zuviel des Guten. Daher fände ich es sinnig erstmal bei den Kindern die konkret adressiert werden sollen nachzufragen was sie denn interessiert und dann entsprechend das passende Buch, bzw. die passenden Bücher auszuwählen.


    Ich hab dich halt so verstanden, dass es um ein konkretes Aufklärungsvorhaben geht, daher mein Einwand. Wenn es um Forschung geht dann finde ich eine Sammlung von allem was es so gibt total sinnvoll.

    Zitat

    Der aktuelle Forschungsstand ist, dass Sexualität in jedem Alter ein Teil der Entwicklung ist und kindgerechte Aufklärung in jedem Fall dazu gehört.

    Klar, kindgerecht, also immer am Alter und der individuellen Entwicklung orientiert.

    @ hatschipu

    Das kenne ich auch! ;-D

    @ Mausi

    Zitat

    Also erstens habe ich nix gegen Schwule / Lesben und co es sollte Kindern nur nicht als Normal vermittelt werden in jungen Jahren wenn die älter sind und bsp schwul werden ist es doch okay aber muss ein 5-12 Jähriger wissen was eine Transe ist ?

    Ich hab ja nichts gegen Ausländer, aber.....


    Ja, so fangen alle guten Sätze an, die meist einen eindeutig diskriminierenden Inhalt haben.


    Wieso sollten sie das wissen? Damit sie wissen, dass es normal ist, falls sie selber solche Neigungen haben oder jemanden kennen, der solche Neigungen hat.


    Stell dir vor, du bist homosexuell. In den Büchern siehst du aber nur heterosexuelle Paare. Du denkst, du bist nicht normal. Du hast Angst, du selber zu sein. Du versuchst. Du unterdrückst. Du leidest.


    Ja früher Kinder lernen, dass Heterogenität normal ist, desto weniger leiden sie und desto mehr Inklusion gibt es in unserer Gesellschaft.


    Deshalb ist es doch so gut, wie man inklusive Schulen hat. Wenn Kinder mit Handicaps mit anderen Kindern gemeinsam lernen. Schnelle und langsame Schüler. Jeder ist ein Teil der Gemeinschaft. Niemand wird ausgeschlossen. Jeder ist genauso okay, wie er ist.


    Das will ich Kindern als Pädagogin vermitteln. Das wurde mir in der Uni beigebracht. Meine Professorin ist eine ganz frotschrittliche Frau in diesem Bereich und setzt sich schon seit über 30 Jahren für eine bessere Aufklärung in der Primarstufe ein.


    Selber ein Kinderbuch zu schreiben, hab ich mir auch schon überlegt. Allerdings bin ich absolut untalentiert, was Illustrationen anbelangt. Da braucht man einfach eine Nadja Budde, einen Axel Schäffler, Janosch oder die gute alte Anke Kuhl.

    Ich würde das in diesem Altersbereich auch nicht in den Händen eines Pädagogen wissen wollen, da kann zuviel schief gehen.

    Gerade beim Thema Sexualität finde ich "Warten, bis das Kind fragt" tatsächlich für eine sehr problematische Strategie. Einen Punkt hat Regenmädchen schon angesprochen:

    Zitat

    Wir leben in einer übersexualisierten Gesellschaft. An jeder Wand kleben Titten, aber Kinder sollen bitte damit nicht in Berührung kommen.

    Kinder werden zum Kontakt mit Sexualität genötigt, fast überall. Dem keinen Kontext zu geben, finde ich nicht sinnvoll und auch nicht hilfreich. Und zweitens - was, wenn das Kind schlicht nicht fragt. Dann wird es trotzdem früher oder später mit dem Thema konfrontiert werden oder aber es beschäftigt sich bereits allein damit, wagt aber den Schritt nach Außen nicht; vielleicht aus Scham, vielleicht, weil die eigenen Gefühle und Gedanken dazu nicht in die gesellschaftliche Norm passen. Worauf soll man da warten, da bürdet dem Kind ganz allein die Aufgabe auf, ein immer noch schwieriges Thema anzusprechen und vielleicht sogar Tabus zu brechen - uff.

    Zitat

    Ich würde das in diesem Altersbereich auch nicht in den Händen eines Pädagogen wissen wollen, da kann zuviel schief gehen.

    Das heißt, dein Kind geht weder in den Kindergarten, noch in eine Schule?


    In Deutschland herrscht Schulpflicht. Spätestens mit der ersten Klasse ist dein Kind in den Händen eines Pädagogen, ob du nun willst oder nicht.

    Mag sein, dass es bereits 5 - 8Jährige gibt, die Detailfragen stellen. In meinem Umfeld erlebe ich das jedoch nicht als die Norm.


    Meine Tochter wurde entsprechend ihrem eigenen Tempo aufgeklärt. Wann immer Fragen aufgetaucht sind. Und nein, die waren in dem Alter keinesfalls so detailliert. Da ging es um Grundsätzliches. Später wollte sie zu einem bestimmten Thema mehr wissen. Dann wieder zu einem anderen. Ganz natürlich und individuell in den Alltag eingebunden. Da gab es für mich weder ein Mindest- noch ein Höchstalter. Wichtig war mir nur, sie mit Informationen, mit denen sie noch gar nichts anfangen kann, nicht zu überfallen, aber alle Fragen, die gestellt wurden, offen und ehrlich zu beantworten. Und natürlich kindgerecht.


    Ich hätte so ein Buch - egal welches - schrecklich gefunden. Denn es ist damit viel schwieriger, auf das jeweilige Kind einzugehen. In einer Klasse geht das noch viel weniger und ich finde, jedes Kind hat das Recht, da in seinem Tempo zu bleiben.


    Ende der 3. Klasse, Anfang der 4. gab es dann Aufklärungsunterricht in der Schule. Jedoch noch rein bezogen auf die biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Ergänzt um Antworten zu Fragen, die die Schüler aktiv gestellt haben.


    Die meisten Schüler der Klasse wussten da schon sehr gut Bescheid. Es gibt noch genug Eltern, die sich mit dem Thema zu Hause auseinandersetzen. Heute wohl mehr als zu meiner eigenen Kinderzeit.


    Unterstützend lässt sich, wenn man das möchte, genug gutes Bildmaterial im Netz finden. Immer zur jeweiligen Frage passend. Damit konnte ich mich als Mutter besser arrangieren als mit einer übergestülpten detailreichen Aufklärung in sehr jungem Alter. Noch dazu betrachte ich das als meinen Job. Lehrer können später ergänzen und wiederholen. Hätte ein Lehrer mit einem Buch, wie hier gewünscht, in dieser Altersklasse vorgegriffen, hätte ich das überhaupt nicht lustig gefunden. :|N

    Also meine Große ist 11 und detaillierte Fragen kommen tatsächlich erst jetzt. Der Kleine ist 7 und der weiß wie Fortpflanzung funktioniert, aber detailliertes Wissen zu Sexpraktiken interessieren ihn noch nicht. Fände ich auch zu früh.

    Naja, da die meisten Eltern keine pädagogische Ausbildung haben, wissen sie in der Regel nicht, was gut für ihre Kinder ist.


    Erzieher, Lehrer, Betreuer: sie alle berichten, wie sehr sie sich abmühen, die Fehler der Eltern auszubügeln. Man gibt sich solche Mühe, Kinder genderfrei und heterogen zu erziehen. Dann gehen sie nach Hause und am nächsten Morgen hat man dieselbe Scheiße wieder, weil die Eltern Rassisten und Sexisten sind.