• Suche Aufklärungsbuch für Kinder zwischen zwischen 5-8 Jahren

    Hallo @:) Hat vielleicht jemand einen Buchtipp für mich? Ich suche nach einem Aufklärungsbuch für die Altersklasse 5-8. Es sollte möglichst etwas anderes als "Peter, Ida & Minimum" sein. Ich wurde mit diesem Buch in der Schule aufgeklärt und er hat eher mehr Fragen als Antworten hinterlassen. Gibts was Neues? Vielleicht ist ein Buch etwas direkter und…
  • 152 Antworten

    Das waren die Kriterien, nach denen eingangs gefragt wurde. Ich habe den Eindruck, dass hier inzwischen an ganz andere Bücher gedacht wird. ":/ "Etwas" mehr Genitalien und Sex ist wohl kaum dasselbe wie sämtliche Sexstellungen o.ä.

    a.fish


    Es geht nicht darum das man solche Fragen nicht beantworten soll oder da niemand sie stellt oder das es kein Buch geben soll das genau diese Fragen beantwortet. Wie ich ja auch in meinen Beiträgen in Richtung Regenmädchen geschrieben habe, fände ich das sehr wünschenswert. Nur sehe ich halt auch, dass Kinder unter Umständen sehr unterschiedlich interessiert sind. Die einen würden es gerne genau wissen, den anderen macht dies Wissen einfach noch Angst. War übrigens auch Thema bei einer Elternschulung am Kindergarten hier (ja von einer Pädagogin von der Uni) die meinte man könnte Kindern sowohl mit Verschweigen als auch mit einem zuviel an Info den Einstieg in das Thema versauen.

    Zitat

    Noch ein Gedanke: für viele Eltern scheint "Mein Kind stell mir diese Fragen nicht" gleichbedeutend mit "Mein Kind hat diese Fragen nicht" zu sein. Es scheint eine Art Kränkung zu sein, wenn angedeutet wird, dass sie in einem anderen Kontext mit anderen Menschen durchaus geäußert werden würden?

    Nö, natürlich darf die Lehrerin die Fragen gerne beantworten wenn mein Kind sie da stellt. Wenn sie jemenaden gefunden hat, dafür, dann würde ich mich sehr freuen, egal wer es ist. Ich wäre nur sauer wenn mein Kind nach Hause kommt und neben der Spur ist, weil da so ein Buch zusammen angesehen wurde und etwa 100 neue Worte kamen. Denn, das möchte ich nochmal klar und deutlich sagen: 5 ist Kindergartenalter (ausser in Berlin). Meine Tochter kennt das Verb "ficken" noch nichtmal (man reißt sich ja schon zusammen, so vor Kinderohren). Angebote zur Information (bei Schwangerschaft, als sie und beim Sex überrascht hat) wurden vehement abgelehnt oder einfach weggetanzt. Und dies Recht hätte sie nicht mehr, wenn man das nun im Kindergarten einfach mal so für alle auf einmal durchziehen würde.


    ??Ich hab damals eine Aufklärungsrunde zu Vagina und Penis bereits mit fünf im Kindergarten erhalten und die einzige Info die hängenblieb war die Tatsache das es die Genitalien gab. Was keiner wusste, ich hatte zu dem Zeitpunkt bereits Missbrauchserfahrungen gesammelt und habe mich die ganze Zeit schauderlich gegruselt und geekelt, etwas worüber ich ganz sicher mit niemandem gesprochen habe! Ich dachte, ich sei falsch, weil ich sowas doof fand, denn für mich wäre ein ganz anderer Einstieg als so eine Massenveranstaltung gut gewesen. Und bei der Quote an Missbrauch in Familien finde ich es nicht so unwahrscheinlich davon auszugehen das es vielen Kindern so geht.??


    Der Punkt ist: Wenn ein Kind aus einer Familie stammt in der Schwule irgendwie ekelig sind, dann wird das auch durch das Aufklärungsbuch nicht anders. Wenn überhaupt, dann nur, wenn das Thema auf breiter Front angeganen wird. Dafür müsste es aber problemlos möglich sein sie als Lehrer zu outen, was es aber nicht ist.

    Von Sexstellungen war auch die Rede.


    Und ich frag mich auf welche Weise ein Homosexuelles Paar dargestellt werden sollte. Mit Bild der reinen Sexualität oder als liebendes Paar ohne weitere Erläuterungen.


    Mich stört tatsächlich das Alter am meisten. Ich kenne sehr viele Kinder in dem Alter und kann mir einfach nicht vorstellen, dass die sich wirklich dafür interessieren. Fragen zum eigenen Körper gehören dagegen ganz klar zu beantworten. Das ist das ganz anderes. Ein nackter Kinderkörper hat für mich auch nichts mit Sexualität zu tun. Doktorspiele mit dem Nachbarkind hab ich auch nicht unterbunden. DAS ist für mich altersentsprechend.

    Und was die Verantwortung für Fragen angeht: die wiegt nur schwer wenn der Bereich irgendwie tabuisiert ist zu Hause und dann hilft so ein Buch im Kindergarten oder in der ersten Klasse auch nur mäßig weiter. Man wird wohl kaum ein Schambesetztes Thema ausgerechnet in der großen Gruppe offen besprechen und für die Scham sorgen ja die Eltern schon.


    Die Kleine hat vor einiger Zeit erschrocken ihre Klitoris entdeckt und mich aufgefordert "das da" wegzumachen. Ich hab erläutert das alle Frauen und Mädchen das haben, alles gut, ganz normal. Sie hat dann nach den Jungs gefragt, also eine Erklärung meinerseits und als dann der Papa reinkam stand sie vor ihm:"Mädchen und Frauen haben eine Scheide (ja ich weiß das es so nicht heißt) und Jungs und Männer einen Penis." sehr gebieterischer Finger zum Papa "Zeigen!" hat er gemacht. sie hat geguckt, genickt und ist dann höchst seelig abgezogen. Die Große ist nun fünf und wollte bisher nicht mehr wissen, wie geschrieben.

    Zitat

    Vielleicht mit etwas mehr Genitalien? Etwas mehr Sex? Ohne Wörter wie "Beischlaf"?

    Ich musste mir letztens verschiedene weibliche Genitalien mit der Großen in der Bravo angucken. ;-D


    Erst hat sie gekiechert, dann war sie erstaunt was es da für Unterschiede gibt. Also ich renn hier nicht schreiend im Kreis wenn meine Kinder über sowas reden wollen. Der Kleine ruft nur "iih bäh" und will davon nichts wissen. Sein eigenen Körper findet er aber sehr faszinierend und auch darüber reden wir offen. ("Morgenlatte" und co) Ich bin dem Thema also durchaus offen gegenüber. Und ich behaupte mal, meine Kinder vertrauen mir sehr und schätzen meine ehrlichen Antworten. Und sie fragen sicher eher nach, als sie es in der Schule oder dem Kindergarten tun würden.

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    Naja, da die meisten Eltern keine pädagogische Ausbildung haben, wissen sie in der Regel nicht, was gut für ihre Kinder ist.


    Erzieher, Lehrer, Betreuer: sie alle berichten, wie sehr sie sich abmühen, die Fehler der Eltern auszubügeln. Man gibt sich solche Mühe, Kinder genderfrei und heterogen zu erziehen. Dann gehen sie nach Hause und am nächsten Morgen hat man dieselbe Scheiße wieder, weil die Eltern Rassisten und Sexisten sind.

    Halleluja! Danach hatte ich eigentlich keine Lust mehr weiterzulesen, aber ich bin ganz froh, dass ich es doch getan habe.


    Ich bin zweifache Mutter und Diplom-Erziehungswissenschaftlerin. Und genau dieses Diplom hat mir außer vieler toller Ideen bzgl. Gendering etc. in der ersten Schwangerschaft absolut überhaupt gar nichts in Bezug auf die Erziehung meiner Kinder gebracht. Dabei sollte ich laut deiner Theorie ja eine sehr kompetente Supermutter sein ;-D


    Den Alltag, die Lebenswelt "Familie" bekommst du im Studium nicht vermittelt und erlebst im Beruf immer nur einen kleinen Teil. Du kannst gar nicht wissen, was gut für "die Kinder" in "dem Alter" ist.


    Das weiß ich auch nicht. Ich weiß was gut für MEINE Kinder ist. Und das weiß ich weil ich deren Mutter bin und nicht die akademische Pädagogin.


    Würde mich das so sehr qualifizieren, müsste ich ja die Eltern der Freunde der Kinder dringend unterrichten. Muss ich aber nicht. Due machen das prima, so als Verkäuferin und Elektriker und Physiker und Arzt und Handwerker und so. Komisch :-p


    Zur Aufklärung:


    Meine Tochter (5) kennt die Genitalien, weiß wie ein Baby entsteht und wie es geboren wird. Es findet Homosexualität völlig normal, kennt aber auch ein Pärchen im Freundeskreis.


    Alleinerziehende kennen wir auch, gehört zur Lebenswirklichkeit, ist für sie ganz normal, wenn auch nicht erstrebenswert.


    Einen Farbigen kennen wir jetzt leider nicht näher, aber auch da wird sie keine Vorurteile haben.


    Und ich sage immer noch Negerkuss. Unbedacht. Das Kund schimpft dann, ich muss lachen. Sie ist schon recht political correct...

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    Und dies Recht hätte sie nicht mehr, wenn man das nun im Kindergarten einfach mal so für alle auf einmal durchziehen würde.

    Wie gesagt, die Vermittlung ist doch ein anderes Thema. Ich halte Frontalunterricht in einer großen Gruppe auch für die dämlichste Art, wie man Aufklärung angehen kann. Oder Aufklärungsunterricht von der angestammten Lehrkraft, im ganz normalen Stundenplan, wenn man an Schulkinder denkt. Aber ob das so abläuft, hängt nicht vom verwendeten Material ab.

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    Der Punkt ist: Wenn ein Kind aus einer Familie stammt in der Schwule irgendwie ekelig sind, dann wird das auch durch das Aufklärungsbuch nicht anders.

    Das ist doch nur eine Behauptung.

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    Wenn überhaupt, dann nur, wenn das Thema auf breiter Front angeganen wird.

    Die breite Front besteht aus Einzelmaßnahmen, oder nicht?

    Klar. Deshalb ja, wenn dann breite Diversität im Schulmaterial generell. Aber nicht umsonst hieß bei uns in der Klasse das eine schwarze Kind im englisch Buch "Quotenschwarzer" und man rechnete stets damit, dass er zuerst erschoßen werden würde.


    Wie gesagt: Buch ja gerne, ich wollte nur drauf hinweisen, weil ich erst dachte Regenmädchen will mit einer konkreten Klasse arbeiten, dass man vorher antasten sollte, welche Kinder wie weit sind und welche Fragen sie beschäftigen.

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    Das ist doch nur eine Behauptung.

    Ich hab vor einiger Zeit eine Studie gelesen, dass die Berufswahl der Kinder zum größten Teil am Elternhaus hängt. Eine breite Information in der Schule verringert den Einfluß zwar, aber bestimmend bleibt das immernoch. Und wenn das schon bei Jobs so ist, wage ich zu bezweifeln das so empfindliche Themen da groß unterschiedlich sind.


    Macht aus Kinderposition auch irgendwie Sinn. Was der Rest der Gesellschaft denkt ist gerade für Kinder in dem hier thematisierten Alter noch ziemlich wurscht, orientieren müssen sie sich nämlich an ihren Eltern, denn mit denen müssen sie auskommen.

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    Das waren die Kriterien, nach denen eingangs gefragt wurde.

    Ne, da kam schon noch mehr:

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    Man sollte sehen, wie verschiedene Penisse und Scheiden aussehen. Ich will am liebsten auch einen Akt ohne Decke drüber und am besten nicht in der Missionarsstellung, wo die Mutter vom "Beischlaf" redet.

    Alles zu seiner Zeit. Und die sehe ich mit 5 - 8 Jahren bei vielen Kindern (nicht allen!) einfach noch nicht.

    Also, auch wenn ich das lieb fand, vorhin: ich bin keine ausgebildete Pädagogin, nach Regenmädchen gehöre ich ja zu den bemühten Eltern. Und selbst da weiß ich genau, dass ich zwischendurch ordentlich abkacke, erst heute früh wieder. Aber das disqualifiziert mich ja nicht grundlegend.


    a.fish:


    Ich argumentiere nicht gegen so ein Buch, auch wenn du mich so verstanden haben solltest. Nur dagegen das alle Kinder in dem Alter diese Fragen total drigend genauso stellen und beantwortet haben wollen. Aber das suggeriert Regenmädchen in ihrer Darstellung. http://www.med1.de/Forum/Erziehung/731133/?p=2#p22624868 Und die Kinder die schüchtern sind, die haben halt ein reprässives Elternhaus. Meiner Meinung nach braucht es das wohl kaum, damit Kinder weder das Wort "Nutte" noch das Wort "Ficken" überhaupt kennen.


    Ich argumentiere gegen die Generalisierung der Kinder als "die Kinder" und für Sensibilität und Individualität.

    Hier tun sich ja Abgründe auf. :-O


    mausi1980


    du denkst wohl man kann das schwul sein von Jungs verhindern, wenn man ihnen einfach nicht erzählt dass Sex auch unter Jungs stattfinden kann?


    Man kann auch als Schwuler oder Lesbe auf dem Dorf wunderbar leben.

    Das ist doch nicht der Punkt. Man muss es ihnen aber nicht direkt vorleben ....


    Wenn jemand schwul ist oder schwul wird ist es doch okay .


    Ich muss aber niemanden extra aufklären oder jemanden dazu motivieren schwul zu werden , ich habe gelernt dass wenn man tolerant ist Sachen akzeptiert zb wenn 2 Männer sich Lieben ist es okay. Nur Ich muss es selber nicht gut finden und auch meinen Kindern somit nicht Näher Vermitteln oder ?Es ist mir egal wie viele schwule bei uns im Dorf und co rumrennen aber nur weil man etwas Toleriert muss man es doch selber nicht Mögen und vermitteln oder ? Zb habe ich kein Problem mit schreienden Kindern trotzdem muss man das Geschrei weil man es Toleriert doch nicht mögen oder ? Ich weiß nicht warum mann heutzutage gleich als schwulen feindlich hingestellt wird nur weil man sagt es ist okay hat aber in der eigenen Familie so erstmal nix zu suchen und wenn der Junior schwul wird ist es halt so trotzdem das eigene Kind ..... aber Trotzdem will ich denen nicht vorleben dass es etwas normales ist .

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    Ne, da kam schon noch mehr:

    Aber auch das ist doch irgendwie meilenweit entfernt von den Szenarien, die hier entworfen und dann gleich bekämpft wurden (alle Stellungen, Praktiken usw.). Übrigens war in meinem allerersten Aufklärungsbuch, soweit ich mich erinnern kann, der Akt schon komplett ohne Decke dargestellt - aber brav in Missionarsstellung, wäre die Frau oben gewesen, OMG! ;-)

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    Ich argumentiere nicht gegen so ein Buch, auch wenn du mich so verstanden haben solltest.

    Ja, das habe ich durcheinander gekriegt.


    Das Problem mit der Individualität hat man immer, wenn Kinder in Altersklassen zusammengefasst werden. Trotzdem halte ich es für unabdingbar, dass Aufklärung in der Schule betrieben wird. Eine Art Projektwoche, wie sie Christine Aebi in "DAS machen" entwirft, halte ich z.B. für einen guten Ansatz, ganz sicher gibt es noch weitaus mehr. Aber gerade dieses Thema dem Elternhaus und damit schlicht und ergreifend dem Zufall zu überlassen, das ist für mich die schlechteste Lösung. Da lernen Kinder dann sonst auch im Jahre 2016 noch, dass man besser nicht schwul werden sollte. :-X Das lernen sie mit Aufklärung natürlich immer noch, aber wenigstens gibt es dann ein Gegengewicht.