Terror beim Schlafengehen mit 2,5jähriger - ich brauche Hilfe!

    Hallo an Alle,


    ich habe zunächst überlegt, dieses Thema als Alias zu eröffnen, da ich mit meinem Verhalten nicht immer glücklich bin und mich auch schäme - aber ich sollte dazu stehen und ich möchte die Situation ändern.


    Meine Tochter ist sogar bald 2 3/4 Jahre alt und ansich ein kleiner Sonnenschein. Sie ist temperamentvoll in allen Belangen und zeigt Freude und Glück sehr stark, ebenso aber auch Wut und Trotz. Ich liebe sie über alles und komme gleichzeitig so furchtbar an meine Grenzen. Früher habe ich oft über andere Mütter gedacht: "Seid doch konsequent, so lernt das Kind das nie", aber nun geht es mir selbst so und oft gehe ich den (für den Moment) leichteren Weg, der aber am Ende keine Lösung bietet. Es ist schon tagsüber nicht immer einfach mit ihr, sie hat einen absoluten Dickschädel und will alles durchsetzen. Dazu die Trotz-Phase, die aufgrund ihres Alters natürlich auch präsent ist. Dazu ist in den letzten Monaten viel passiert: wir haben im März unseren Sohn bekommen, gleichzeitig hat die Krippe geschlossen. Dazu hat sie keinen Schnuller mehr ( das hat sich so ergeben) und wir sind vor drei Wochen umgezogen (allerdings in eine ihr vertraute Umgebung, nahe zu ihrer Oma und den Halbgeschwistern, die sie über alles liebt).


    Dies nun mal zum Verständnis der Situation. Bis sie ca. 2 Jahre alt war, ging sie total brav ins Bett. Natürlich gab es auch da mal 3-5 Tage, an denen es schwierig war und mit Gebrüll. Die Zähne, nicht so müde, keine Lust etc. Aber das hat sich dann nach kurzem wieder gegeben. Damals haben wir gekuschelt und vorgelesen und dann ging sie ins Bett, ich habe noch kurz gestreichelt und bin raus und sie ist mehr oder weniger schnell selbst eingeschlafen. Oft hat sie noch gesungen oder gebrabbelt und ist dann aber von alleine eingeschlafen.


    Im Dezember letzten Jahres war es dann schon länger schwierig und ca. 5-6 Wochen vor der Geburt, also mittlerweile seit langem, ist es nur noch Horror. Mir graut es jeden Abend davor und ich hasse die Rituale, weil es immer Stress gibt. Ich habe so viel ausprobiert, vom Austoben lassen vor dem Schlafen, zu eine ruhigen Zeit vorher. Vom ausgiebigen Baden, den Mittagsschlaf auslassen, bei ihr sein, 10 Bücher lesen bis sie müde wird, sie selbst darf noch Licht anlassen und ihren Kuscheltieren ein Buch vorlesen etc.. Ich habe einfach keine Lösung gefunden. Sie braucht so unglaublich lange zum runter kommen und ist einfach nicht müde zu bekommen. Sie wacht oft um halb sieben auf, macht keinen Mittagsschlaf, läuft den gesamten Tag durch den Tierpark, fällt beim Abendessen fast vom Stuhl und weigert sich zu schlafen.


    Mir ist bewusst, dass es eine schwierige Zeit für sie ist mit vielen Veränderungen. Sie sieht zum Beispiel, dass ich meinen Sohn in den Schlaf stille und will auch mit mir Kuscheln. Das würde ich ihr gerne geben.


    Akutell sieht es so aus: ich bringe den Kleinen je nach Müdigkeit vor dem Abendessen zu Bett, dann übernehme ich das fertig machen von ihr auch. Wenn der Kleine erst danach geht, macht mein Freund sie bettfertig und liest ihr etwas vor. Je nachdem wie lange es dauert, bleibt er bei ihr oder sie darf noch ein Buch im Bett anschauen, sie will aber immer, dass ich komme. Planmässig sieht es dann so aus, dass ich ihr im Bett auch noch etwas vorlese. Dann machen wir das Licht aus und ich kuschel mit ihr, wir reden leise, was am Tag schön war oder was wir morgen machen. Nach einiger Zeit setze ich mich dann auf den Sessel neben dem Bett und bleibe noch paar Minuten bei ihr. Dann gehe ich raus und sie schläft ein.


    So die Theorie.. Mittlerweile ist die junge Dame seit einer Stunde im Bett und schreit und ruft und brüllt immer noch. Bis mein Freund sie ins Bett legt ist meist alles ok. Manchmal will ich dann gar nicht mehr rein zu ihr, weil dann der Stress beginnt. Sie will kuscheln, lege ich mich aber ins Bett, dann turnt sie lieber, hört mir nicht zu wenn ich mit ihr rede und wenn ich kuscheln will, stösst sie mich oft weg. Ich sage ihr dann leise, dass ich gerne mit ihr kuschel, aber wenn sie lieber turnt oder mich haut, dann gehe ich raus. Das Spiel kann ich 1 x machen oder auch 10x machen, ich drohe irgendwann und stehe auf und dann nimmt der Horror seinen Anfang. Sie brüllt und will kuscheln, lege ich mich wieder rein, geht es aber von vorne los. Gehe ich wiederum raus, brüllt sie laut, bis mein Sohn auch wieder wach ist. Ich sage ihr dann, dass ich die Tür gerne auflasse - aber sie muss dann leiser sein, weil ihr Bruder aufwacht. Wenn sie das nicht macht, schließe ich die Tür, das mag sie gar nicht und schreit noch mehr. Aber egal wie ruhig ich bin, ob ich sie in den Arm nehme, sie hört dann nicht zu und ist total überdreht. Erst wenn sie sich ausgebrüllt hat, kann ich kuscheln und das "Ritual" machen. Und selbst dann ist es oft so - wie heute - dass ich akzeptiert dass ich noch die Küche aufräumen oder Wäsche machen muss, aber dann stundenlang ruft, weil ich sie zum x-ten Mal zudecken soll. Ich will sie in diesen Momenten nicht alleine lassen und es nervt mich tierisch, wenn das weinerliche (und vor allem gespielte) Mama-Geheule eine Stunde lang geht. Gehe ich aber rein, geht alles wieder von vorne los.


    Manchmal führt sie sich dermaßen auf, hört nicht, brüllt nur, dass ich zurück brülle, Darauf bin ich nicht stolz und ich möchte es nicht, aber ich komme immer wieder an meine Grenze und weiß nicht mehr was ich machen soll. Dann kommt es leider aus mir raus. Das muss sich natürlich ändern, denn damit bin ich beim besten Willen kein Gutes Vorbild. Es ist keine Entschuldigung, aber es geht oft zwei Stunden mit Gebrüll und das jeden Tag, meine Nerven sind einfach zum zerreissen.


    Viele sagen, seit ihre Kinder keinen Mittagsschlaf mehr machen, gehen ihre Kinder ganz schnell ins Bett weil sie so müde sind. Hier leider Fehlanzeige. Ich habe oft gedacht, dass sie vielleicht schon drüber ist, denn mit 2 Jahren kein Mittagsschlaf mehr und bis 20.30 Uhr wach sein ist lang. Aber auch ins Bett gehen um 18 Uhr bringt keine Besserung. Ebenso wenn es 22 Uhr ist. Auch wenn sie Mittags mal schläft, ob 20 Minuten oder zwei Stunden - das selbe Spiel.


    Ich denke mir oft, ich würde sie am liebsten brüllen lassen - wie das Schreitraining das viele kennen. Das widerstrebt mir aber natürlich, denn ich will sie nicht alleine lassen. Aber es ist nur aufgesetzt, zumindest am Anfang, ein schrei nach Aufmerksamkeit und Grenzen austesten. Aber wo muss ich konsequent sein und nicht alles nach ihrer Nase richten und wo ignoriere ich ihre Bedürfnisse? Ich möchte so gerne bei ihr sein, sie kuscheln, vorlesen, Hand halten und ihr zeigen, dass ich für sie da bin. Aber in den Momenten lässt sie es nicht zu. Wie gesagt, erst wenn wir uns streiten und sie brüllt und dann so fertig ist, dass sie sich schluchzend an mich klammert. Aber das ist doch nicht Sinn der Sache.


    Das oben genannte Ritual wollte ich ein paar Wochen durchziehen, sicher habe ich in den letzten Wochen auch genügend veränderte Rituale aus Verzweiflung gemacht. Aber wenn sie lieber turnt als zu kuscheln, bekomme ich nach einiger Zeit die Krise. Muss ich da einfach länger "durchhalten". Wo lasse ich sie brüllen und sitze einfach neben ihr im Sessel? Wann gehe ich raus? Ich weiß einfach nicht weiter...


    Wie sind eure Erfahrungen? Was kann ich tun, damit es sich mal wieder bessert? Ich gehe echt auf dem Zahnfleisch und würde am liebsten jeden Abend raus gehen und wieder kommen, wenn sie schläft. In diesen Momenten kann ich nicht sagen, dass ich sie furchtbar lieb hab, da nervt sie mich so, und dann schäme ich mich ganz furchtbar für diesen Gedanken. Ich wünschte, es würde einfach etwas reibungsloser gehen. Nicht jeden Abend Gestreite und Gebrüll... Es sind einzelne Tage, an denen es geht, aber das was dann gut geklappt hat, geht an anderen Tagen nicht mehr. Ich weiß nicht mehr, wie ich mit der Situation umgehe und was ich tun kann, damit sie gerne und geborgen ins Bett geht..


    Habt ihr einen Rat für mich?


    Vielen Dank fürs lesen @:)

  • 118 Antworten

    Die Kinder-Familien-Therapeutin in dem Video sagt:

    - Mittagsschlaf abschaffen

    - Bett soll positiver Ort sein, gemütlich sein. Platz der Geborgenheit sein.

    - Abendrituale um in die Phase der Ruhe zu kommen, nicht rumtoben. ( Kein TV usw)

    Genau das haben wir aber theoretisch...

    Es gibt keinen Mittagsschlaf mehr, das Bett ist gemütlich mit vielen Kissen, kleiner Höhle, Kuscheltieren voll und wir sitzen da oft und lesen am Tag etwas vor.
    das Ritual muss sich natürlich - wie schon geschrieben - wieder finden. Wir hatten es und es hat mehr oder weniger von heute auf morgen nicht mehr geklappt. Da hab ich zu viel ausprobiert und war sicher nicht lange genug an einem dran. Das „nicht toben“ ist sicher schwer. Von uns aus wird das natürlich nicht gemacht, aber sie ist ein Wildfang und saust und hüpft dauernd. Da kann ich wenig dagegen tun, außer zu versuchen zu lesen oder zu puzzeln, bevor es ins Bett geht. Vielleicht das ausgiebiger? Fernsehen gibt es vor dem schlafen nicht.


    Das Video schauen ich mir noch in Ruhe an.

    Ich kann dich so gut verstehen! Und dir leider kein Patentrezept geben. Finde es toll dass du erkannt hast wie schwer das Leben für deine Kleine gerade ist. Das Bedürfnis gesehen, gebraucht und beachtet zu werden ist immens und sie nimmt ja unglaubliche Anstrengungen auf sich um das zu bekommen. Wünsche dir und euch ganz viel Kraft. Bekommt sie tagsüber etwas Exklusivzeit mit dir? Also während der kleine schläft vorlesen, gemeinsam was basteln oder Kekse backen? Das war bei uns in der aufregenden Zeit mit Geschwisterchen kommt bald/ist frisch die Lösung für Ihre Aufmerksamkeitsschreie. Die waren nicht in Form von abendlicher Schlafverweigerung, sondern zerstören, hauen und ähnliches.


    Zum Thema Einschlafen:

    Wir haben irgendwann die Alleinspielzeit eingeführt. Da wir nur nur eine Miniwohnung haben und alle im einem Zimmer schlafen, dann im anderen Zimmer bei uns. Da durfte sie dann spielen (alleine bzw mittlerweile beide Kinder zusammen) und wenn müde dann ins Bett. Eine Geschichte und dann kuscheln bis eingeschlafen.

    Hallo Alianna,


    jaein - exklusive Zeit ist schwer. Der Kleine schläft wirklich tief nur auf mir oder im Arm und ich kann ihn erst nach langer Zeit ablegen. Das macht es schwer, etwas mit ihr zu basteln oder backen und auch mal „alleine“ mit ihr zu sein. Sonst versuche ich schon, auch wenn er im Arm schläft, sie in den anderen zu nehmen und zu lesen. Oder wenn wir am Spielplatz sind und der Kleine im Kinderwagen schläft, mit ihr zu spielen. So richtig alleine sind wir also nicht und es könnte definitiv mehr sein. Also ja, es kann gut sein dass ihr da Zeit fehlt. Wobei mein Gefühl oft ist, dass ich den kleinen total vernachlässige :-|


    hat es sich bei euch gebessert, nachdem du mehr Zeit hattest?


    So eine Alleine Spiel Zeit hab ich auch schon gedacht. Aber sie ist so wenig müde zu bekommen. Eine Zeit haben wir es mal probiert, dass sie nochmal kommen durfte und spielen konnte, aber alleine und nicht mit uns - weil wir etwas erledigen müssen oder auch Pause brauchen. Das war dann aber eines der dinge, die kurzzeitig geklappt haben und dann wieder gar nicht.

    Ich würde ihr gerne helfen beim runter kommen, kuscheln und lesen - aber ich weiß nicht was ich tun soll, wenn sie lieber turnt und singt und mich weg stößt. Wie ich es ihr trotzdem gebe, nicht genervt bin, nicht ausflippe sondern ruhig bin und ihr Geborgenheit und Kuschelzeit gebe.

    Liebe Amenta, ich kann zum Thema Terror beim Schlafengehen leider nichts beitragen, aber ein Tipp wie du deinen Kleinen zum alleine schlafen bekommst: die swing to sleep Federwiege. Das lieben fast alle Babys und auch die, die nur am Körper schlafen, schlafen da drin alleine. Das könnte dir Zeit mit deiner Tochter bringen. Das Ding ist teuer aber lässt sich super gebraucht weiter verkaufen und man kann es auch mieten um zu probieren ob das Baby es mag. Ich kenne mehrere Mütter, die die Federwiege beim 2. oder 3. Kind im ersten Jahr gerettet hat.

    Den echten Geheimtipp habe ich leider nicht, nur der Trost, dass du nicht alleine bist. Im Moment schlafen meine Kinder nicht vor 21.30 oder 22.00 Uhr ein und bis dahin gibt es den ganzen Abend nur Theater bis alle nur noch genervt sind. Mein Sohn ist 3,5 und macht keinen Mittagsschlaf mehr. Tochter ist 16 Monate und schläft mittags noch. Meine Vermutung ist, dass es aktuell an den kurzen Nächten liegt. Dasselbe hatten wir mit dem Sohn nämlich letztes Jahr im Hochsommer schon. Sobad die Nächte merklich länger wurden im August wurde es besser.

    Amenta9

    Ich hab leider auch nicht den ultimativen Tipp, der das Problem löst.


    Ich wollte dir nur Mut zusprechen: Du bist sehr bemüht und ich finde du machst es gut. Vielleicht ist es nur eine Phase und wenn du/ihr am Ball bleibt und du deiner Tochter bisschen mehr Mama-Exklusiv-Zeit einräumst, löst sich das Einschlaf-Problem.

    Ich hab auch so ein zappliges Exemplar zu Hause. Mein Sohn ist zwar erst 1 1/2 Jahre alt, aber von ihm kenne ich es auch, dass er toben will, wenn es ins Bett soll. Teilweise bekommt er auch richtige Wutanfälle und ist dann nicht mehr zugänglich. Jeder Annäherungsversuch von mir wird dann mit Hauen und Beißen abgewehrt. Ich lasse ihn dann toben, bleibe aber mit ihm im Bett und rede nur hin und wieder ruhig auf ihn ein. Lediglich beim Hauen und Beißen halte ich ihn dann auf Abstand.
    Irgendwann rollt er sich dann von sich aus schluchzend zu mir und will wieder kuscheln und gestreichelt werden und schläft dann auch schnell ein.
    Manchmal habe ich auch einen schlechten Tag, verliere die Geduld und motze ihn an. Man bleibt auch als Mutter nur ein Mensch und macht auch mal Fehler @:)

    Ich habe 3 Kinder und deine Beschreibung klingt ein wenig nach meinem 2. Kind. Es ist ständig in Bewegung, weigert sich zu schlafen und braucht gerade abends viel Aufmerksamkeit. Kurz zusammen gefasst, was bei unseren 3 Kindern geholfen hat (Nummer 3 wurde gerade erst vom Dauerkontakt abgewöhnt):


    - Bewegung: tagsüber für ausreichend Bewegung sorgen, immer rausgehen, Zuhause Bewegung reicht nicht

    - Abstand: bleib im Zimmer, am Anfang kuscheln, aber dann Kind ins Bett und du neben das Bett. Wenn das Kind kuscheln will, kurz auf den Arm nehmen, aber dann wieder hinlegen, ggfs. streicheln (kräftig am Rücken ist hier der Favorit), immer wieder ausprobieren, ob man das Zimmer verlassen kann ohne Geschrei (hat bei Kind 2 erst mit 4 Jahren funktioniert)

    - Musik: bei Youtube gibt es für jeden Geschmack die richtige Berieselung. Das große Kind hört immer Geschichten, das mittlere wechselt zwischen Beethoven und Geschichten, das Kleine mag Disney Lullabies

    - feste Abläufe: bleibt bei dem gleichen Ablauf, entweder 1 Buch oder kein Buch, aber keine 10, turnen würde ich gerade für aktive Kinder nicht empfehlen. Sie müssen lernen, dass abends Ruhe ist. Unbedingt auch die gleiche Uhrzeit (+/-) einhalten, egal wie wach das Kind ist (dann lieber ausnahmsweise eine Geschichte mehr oder 5 Minuten länger kuscheln). Sonst kommt man nur schwer in eine zuverlässige Routine. Unbedingt schauen, was am Tag anders war (weniger Bewegung? zu wenig Essen? kurzer Schlaf? genug gekuschelt? genug getrunken?), das zu einer längeren Wachphase geführt haben könnte.

    - Ruhe und Dunkelheit: Kind 2 will immer wieder viel Licht, aber ich merke jedesmal, dass das den Schlaf behindert. Nachtlicht ist okay, aber direktes Flurlicht ist schon zuviel. Bei Begleitmusik darauf achten, dass sie nicht zu aufregend und nicht zu laut ist.


    Das ist natürlich kein Patentrezept. Kinder und Eltern sind unterschiedlich. Ich kann dich nur ermutigen, schrittweise auszuprobieren, was funktioniert. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die einen Unterschied machen, manchmal hilft bei uns Füsse streicheln, Hand halten oder aufs Gesicht. Manchmal brauchen sie unbedingt Papa, manchmal Mama. Du musst nicht alles mit dir machen lassen, aber versuch einen Weg zu finden, der für euch beide funktioniert. Manchmal muss man auch seine Abläufe anpassen (gerade Haushalt) und dem Kind die Zeit geben, die es braucht.


    Und denke daran: Kinder werden so schnell groß, irgendwann ist das auch vorbei und du wirst dich fragen, wo eigentlich das Problem war. Dann gibt es Momente, wo du dir wünschst noch länger im Zimmer bleiben zu dürfen. @:)

    Hyperion schrieb:

    Die Kinder-Familien-Therapeutin in dem Video sagt:

    - Mittagsschlaf abschaffen

    - Bett soll positiver Ort sein, gemütlich sein. Platz der Geborgenheit sein.

    - Abendrituale um in die Phase der Ruhe zu kommen, nicht rumtoben. ( Kein TV usw)

    um Gottes Willen nicht den Mittagsschlaf abschaffen bei einem so kleinem Kind. Hyperion hast du Kinder?


    Schlaf ist für die Hirnentwicklung wichtig und ein Kind ohne Mittagsschlaf ist den ganzen Nachmittag nervig, während sie sonst echt sichtbar sehr friedlich nach dem aufwachen sind.


    Postiver Ort ja - aber das heißt doch nicht, dass man das Kind machen lässt.


    Liebe TE, du schriebst es schon selbst - hier hilft nur Konsequenz. Ich mache es immer s, dass ich liebevoll dem Kind erklären wie wir es machen werden. DA handeln wir gerne auch mal n Kleinigkeiten die Bedingungen aus - also welches Buch , in welcher Reihenfolge.


    Dann darf das Kind , wenn es absolut noch nicht müde is, gerne ein Buch, Kuscheltiere mit im Bett haben. Es muss aber im Bett bleiben und sich dort beschäftigen.

    Klar versucht er aus wieder rauszukommen - dann bin ich relativ streng, es wird nicht gelacht, nicht gespielt - sondern nein gesagt und er wieder ins Bett gebacht. Allerdings biete ich oft an noch mit im Zimmer zu bleiben - allerdings bginnt das Abenritual dann nicht von neuem.


    Es dauert ein bisschen - aber wenn du nicht konsequent bist, hört das Theater nie auf. Gerade diese kleinen, die einen starken Charakter haben, brauchen auch starken Halt in Form von klaren Regeln.

    Meine Große schlief mit 14 Monaten von alleine und meistens ohne Probleme ein. Das änderte sich auch nie (sie ist nun 4) - außer wenn gerade Zähne kamen oder sie krank war ;-) Bei meiner Kleinen (fast 2) war es bisher ähnlich.


    Keine Ahnung ob es daran lag, aber ich habe sie wirklich immer nur zum Schlafen ins Bett gelegt. Gespielt wurde dort nie und das Bett tagsüber als eine Art Laufstall benutzt wurde auch nicht gemacht. Wenn sie abends dann trotzdem noch rumgesprungen sind und gerufen haben, bin ich rein, habe sie wieder hingelegt, Küsschen gegeben und gute Nacht gesagt. Manchmal auch noch ein paar Minuten im Arm gehalten, wenn ich das Gefühl hatte, dass sie es gerade brauchen. Das wiederholte sich an manchen Abenden schon mal glatt 15 mal bis sie einschliefen, aber wie gesagt wurde es dann irgendwann leichter.

    Caro2225 schrieb:

    Keine Ahnung ob es daran lag, aber ich habe sie wirklich immer nur zum Schlafen ins Bett gelegt.

    Lol. Nee daran liegt das nicht. Es gibt Kinder, die sind lieb und/oder abends müde. Die legen sich hin und schlafen. Es gibt aber Kinder, die haben ein bisschen mehr Energie oder brauchen mehr Nähe oder müssen den Tag verarbeiten. Das ist völlig normal und nicht immer haben Eltern etwas falsch gemacht.