Tochter (14) in der Psychiatrie

    Seit ca. 10 Jahren versuche ich herauszufinden, was meinem Kind los ist. Bereits im Kindergarten hat sie die tollsten Geschichten erzählt, Tatsachen verdreht, die ganze Gruppe der Kinder durcheinander gebracht, so daß das geplante Programm nicht mehr durchzuführen war oder sich absichtlich die Finger in der Türe eingeklemmt,...


    Von zu Hause kannte ich meine Tochter gar nicht so, da war sie doch das liebe, kleine, brave Mädchen. Doch stellte ich alle 4 Wochen eine Veränderung an ihr fest, nachdem sie bei ihrem leiblichen Vater zu Besuch war. Es dauerte dann jedesmal ein paar Tage, bis sie wieder in der Lage war, sich an Regeln zu halten. Schon bald konnten mir die Erzieherinnen im Kindergarten (und später auch die Lehrerinnen in der Schule) genau sagen, an welchen Wochenenden mein Kind bei ihrem Vater gewesen ist. Mit 5 Jahren brachte ich sie dann ein Jahr lang jede Woche zu einer Psychotherapheutin. Dieses geschah auf Anraten des Kindergartes hin. Man war dort der Meinung, daß meine Tochter ein völlig gestörtes Sozialverhalten hätte. Sie ging dort auch immer recht gern hin. Immer wieder gab es Gespräche zwischen mir, meinem 2.Mann und der Therapheutin.


    In der Grundschule besserte sich ihr Verhalten überhaupt nicht. Ständig wechselnde Freunde, Mitschüler gegeneinander ausspielen, lügen, sich nicht an Regeln halten, Hausaufgaben nicht machen, Bücher in der Schule lassen, den Unterricht stören,... Zum Ende der 2. Klasse hin landeten wir bei einer Psychtherapheutin in der Erziehungsberatungsstelle, die ein Jahr lang vergeblich versuchte das Fehlverhalten zu ergründen. Diese empfahl mich an einen sehr bekannten niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater. Ich bekam dort auch prompt einen ersten Termin nach 1 1/2 Jahren. In der Zwischenzeit verordnete mein Kinderarzt Ritalin. Zunächst hatte es durchaus den Anschein, als seien alle Probleme gelöst. Nach etlichen Untersuchungen und immer wieder Tests (auch Intelligenztests) beim Psychiater stand die Diagnose ADS fest. Nach der Grundschule war meine Tochter, dank Ritalin, so weit, daß sie das Gymnasium oder die Realschule besuchen konnte.


    In der Schule lief es zu dieser Zeit einigermaßen, aber nur so lange sie das Ritalin regelmäßig eingenommen hatte. Trotzdem brachte das Medikament nicht den gewünschten Erfolg. Ihr soziales Verhalten lies doch sehr zu Wünschen übrig. Dauernd wechselnde Freunde, Ärger mit Mitschülern, zu Hause nur schlecht gelaunt. In ihrem Zimmer herrscht das absolute Chaos, trotz meiner Hilfe schafft sie es nicht Ordnung zu halten. Selbst wenn ich ihr Zimmer immer wieder entmüllt und alles logisch und übersichtlich sortiert hatte, fing sie sofort an alles wieder umzuräumen, außerdem fing sie an, irgendwie ständig etwas anderes zu sammeln, vor allem: Müll. Und weiterhin ihre ständigen Lügen, jeden gegeneinander ausspielen,...


    Mittlerweile hat sie noch einen Bruder (heute 8) und eine Schwester (heute 5) bekommen. Mein 2.Mann hat sie immer wie sein eigenes Kind gesehen und behandelt. Die Lügen und das Austricksen ihrerseits machte jedoch das Zusammenleben in der Familie immer schwieriger. Natürlich stand ich trotz allem immer hinter ihr und habe immer für sie gesprochen - sie ist doch mein Kind.


    Dieser extremen Belastung hat meine Ehe allerdings nicht stand gehalten.


    So habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, daß meine Tochter wenigstens einen vernünftigen Schulabschluß machen soll. Es wurde immer schwieriger ihr kar zu machen, daß sie Ritalin regelmäßig nehmen muß, um in der Schule mitzukommen. Durch Internet-Recherchen stieß ich auf Ritalin LA mit Langzeitwirkung. Mein Hausarzt verordnete das Medikament, der Apotheker bestellte es in der Schweiz, weil es in Deutschland nicht auf dem Markt war. Ab da bekam sie von mir jeden Morgen ihre Kapsel, damit ich sicher sein konnte, daß es wenigstens in der Schule einigermaßen läuft. Nach einiger Zeit hat mir die Krankenkasse das Ritalin LA nicht mehr bezahlt, weil es doch sehr teuer ist und so mußte ich auf Medikinet mit Langzeitwirkung umsteigen. (Ritalin wirkt 8 Stunden, Medikinet nur 6.) Medikinet hat bei meiner Tochter allerdings eher wie ein Beruhigungsmittel gewirkt, so daß sie in der Schule relativ teilnahmslos ihre Zeit abgesessen hat. Zu Hause allerdings, wenn die Wirkung nachgelassen hat, ist sie regelrecht "durchgeknallt". Es kam mir so vor, als käme ihre Energie um ein Zigfaches zurück und sie selbst war wohl der Meinung, der liebe Gott höchst persönlich zu sein.


    Nach 2 Jahren Klosterrealschule, in denen mein Kind sich irgendwie immer die ihr passenden Freunde aussuchte, was einen Rattenschwanz von Anwaltsbesuchen und Gesprächen mit Lehrern hinter sich her zog, beschloß ich, die Realschule zu wechseln und meinem Kind vorerst keine Medikamente mehr zu verabreichen.


    Das vergangene Schuljahr in der neuen Schule lief leider überhaupt nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Immer wieder wurde ich von der Schule angerufen. Beim Rauchen erwischt, Tische bemalt und den Unterricht gestört waren noch die harmlosen Aktionen. Sie hat es einmal innerhalb 14 Tagen auf 6 Verweise und unzählige schriftliche Hinweise und Mitteilungen gebracht. Natürlich ging es mit ihren Leistungen ebenfalls steil bergab. Bereits nach dem Zwischenzeugnis hatte ich ein ausführliches Gespräch mit der Rektorin, die mir sehr eindringlich nahelegte, mich mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni-Klinik in Verbindung zu setzen, was ich selbstverständlich auch getan habe. Kurz vor Ende des Schuljahres, bei einem weiteren Gespräch mit der Rektorin gelang es mir herauszuhandeln, daß sie die 7. Klasse an dieser Schule wiederholen darf und vorerst nicht die Schule verlassen muß, falls sie eine Psychotherapie macht. Im August hatte ich dann einen Vorstellungstermin mit meiner Tochter in der Psychiatrie. Nach stundenlangen Untersuchungen und Tests war man sich einig, daß mein Kind hochgradig depressiv sei und nur ein stationärer Aufenthalt in Betracht käme, sobald ein Platz frei geworden ist. Meine persönliche Meinung dazu ist: Wenn meine Tochter depressiv ist, bin ich der Kaiser von China!


    So hat sie es mit ihrem einzigartigen schauspielerischem Talent wieder einmal geschafft, sich perfekt in der Opferrolle darzustellen.


    Seit 19. Oktober befindet sie sich nun stationär in der Psychiatrie. Natürlich ist meinem Kind die ganze Angelegenheit sehr unangenehm und so haben wir vereinbahrt, sehr diskret vorzugehen und jedem, der nach ihr fragt zu sagen, sie sei zur Kur. Selbstverständlich habe ich auch die Schule um Diskretion gebeten. Bereits in der 1. Woche des Klinikaufenthaltes machte die ganze Abteilung einen Ausflug in die Stadt ins Internetcafe. Darauf rief mich die Rektorin der Schule an: meine Tochter hätte eine email an eine Klassenkammeradin geschickt, mit der Bitte diese an noch andere Mitschülerinen weiterzuleiten. Der genaue Wortlaut der email war der Rektorin nicht bekannt, jedoch wussten alle Schüler, daß sich mein Kind in der Psychiatrie befindet, irgendetwas mit "Selbstmordversuch" und daß sie schwerste Depressionen hat, weil ich immer so böse zu ihr bin. Daraufhin sind dann erst einmal alle Mädchen aus ihrer Klasse in Tränen ausgebrochen, sodaß an Unterricht nicht mehr zu denken war. Die Rektorin war dann erst einmal damit beschäftigt die "Hühner" zu beruhigen und nach einer Erklärung zu suchen.


    Eine absolut reife Leistung von meiner Tochter. Wieder hat sie es geschafft im Mittelpunkt zu stehen, die ganze Klasse durcheinander zu bringen und das, obwohl sie noch nicht einmal da ist. Am Donnerstag, den 26. Oktober hatte ich das erste Gespräch mit dem Stationsarzt. Meine erste Frage an ihn war natürlich, warum er mich denn nicht über den Selbstmordversuch meiner Tochter informiert hat. Zur Antwort bekam ich nur, daß ihm darüber nichts bekannt sei. Als ich ihm von der email erzählte und daß ich doch sehr erstaunt darüber sei, daß mir meine Tochter gerade mit 5 ihrer Klassenkammeradinen entgegen kam, meinte er, es sei ja nichts Schlimmes, wenn man in der Psychiatrie ist, man sollte das doch ruhig mitteilen und schließlich ist das hier ja keine geschlossene Abteilung. Auserdem ist es für die Kinder ja wichtig, daß sie Kontakt mit ihren Freunden haben. Im Laufe des Gespräches habe ich dem Arzt dann erklärt, was mein liebes Kind schon für Dinger gedreht hat und er sicher verstehen wird, daß ich wegen meinem Kind nicht jedes Jahr umziehen kann, nur weil sie mich mal wieder im ganzen Ort unmöglich gemacht hat.


    Ich habe aber den Eindruck, daß der Arzt meiner Tochter mehr glaubt als mir, da sie in der Psychiatrie ungestört Ihrem Lebensinhalt, nämlich Leute aufmischen, Märchen erzählen, alles durcheinanderbringen und lügen, lügen,lügen nicht nur ungestört nachgehen kann, sondern in Ihrem Handeln auch noch bestärkt wird. Horden von mitleidigen Mitschülern geben sich dort die Türklinke in die Hand.......und sie ist wiedereinmal der Mittelpunkt des Universums. Sie läßt sich regelrecht feiern als Überlebende Ihres virtuellen Selbstmordversuchs. Nach Hause will sie nieeeee mehr, weil ich ja sooooo böse bin und das verbreitet sie gezielt über das Internet mit emails. Ich habe keinerlei soziale Sicherheit mehr und bald wird mir wieder Gewalt von Bekannten, Nachbarn usw. angedroht, weil ich meine Tochter angeblich so schlecht behandele.


    Das wäre nicht das erste Mal! Schon wieder umziehen? Das Geld dafür und die Nerven habe ich schon lange nicht mehr. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen, warum macht mich meine Tochter so fertig? Ist es eine unbekannte Krankheit, vielleicht ein Gendefekt?


    Weiß jemand einen Rat?

  • 38 Antworten

    hm

    kinder kommen ja nicht so zur welt. d.h. irgend ein ereignis oder vorgang hat zu dieser entwicklung geführt.


    oft liegt es am elternhaus. keine richtige familie, vater und mutter getrennt, schlüsselkind, bevormundung, unterdrückung, gewalt in der familie usw usw......


    weiterhin sid auch falsche freunde und das soziale umfeld mit entscheidend!


    man muss also erst zu hause anfangen und dort schauen ob dir ursache da zu finden ist.


    so wie ich das verstehe lebst du getrennt von deinem mann sodas das kind alle 4 wochenden vater bvesuchen konnte.


    das kann schon ein grund mit sein. oft verstehen keline kinder die trennung nicht und kommen damit nicht klar das der vater oder die mutter weg ist. daraus kann dann z.b. ein agressives verhalten entstehen als protest das dasss kind nicht damit klar kommt.


    da ich deine familie nicht kenne ist es schwer da eine ursache zu finden.


    vieleicht gabs bei euch nur streit, hass und wenig liebe. wenn jüngere kinder da sind werden diese oft bevorzugt und die älteren vernachläsigt.


    auch wieder gründe warum kinder sich so entwickeln.


    das kann man jetzt ewig so weiter auflisten.....


    hast du deine tochter denn schonmal gefragt warum sie das alles macht?


    gruss

    hallo liebe hexe*:)


    puuuuh.....was soll ich dazu sagen... lass dich erst mal lieb drücken:°_ !!!!!


    mein sohn (10) hat auch adhs und gewisse dinge, die du beschreibst, kenne ich von ihm auch!


    was mich aber wundert: hat deine tochter ritalin OHNE verhaltenstherapie bekommen?? habt ihr kein ads-spezifisches elterntraining bekommen? diese drei "bausteine" greifen ineinader über und ergänzen sich sinnvoll gegenseitig, wenn man am verhalten des kindes merkbare besserung erzielen möchte.


    zum thema methylphenidat: wenn medikinet retard nicht die erwünschte wirkung erzielen kann und ritalin la nicht bezahlt wird, könntet ihr noch concerta ausprobieren! das wirkt zwischen 10 und 12 stunden und gibt es in unterschiedlichen dosierungen.


    wenn sie jetzt aber in der psychiatrie ist, GAR KEINE medis bekommt und dort eine vorstellung ihrer "theatralischen fähigkeiten" darbietet (sowas können unsere kinder übrigens alle SUUUUPER-GUT!!!!) wird das ganze sicherlich schwierig...


    wenn du möchtest, schreib mir ne pn, dann geb ich dir nen link von nem anderen forum, wo sich die leute damit wirklich gut auskennen! vielleicht können wir dir gemeinsam irgendwie helfen...


    alles, alles liebe und kopf hoch@:)

    Ach du scheiße...

    Man -


    meine kleine macht mir mit 5 fast die selben schwirigkeiten.


    Wenn mich das selbe in ein paar Jahren wie dich erwartet,


    kann ich mich ja gleich erschießen!


    Liegt das wiklich an ADS?


    Ich und mein Freund sowie große Schwester leiden auch alle sehr unter diese Situation,


    kleine lügt auch sehr viel und ist sehr schlau - hinterhältig ihrer Schwester gegenüber...


    Ich weiß nicht,


    denke das es nur ein Verhaltensproblem ist.


    Aber wir sind am verzweifeln weil wir mit reiner Konseqenz nicht weiter kommen.


    Dann wird sie noch sturer und noch viel verschlossener.


    Aber ich habe auch keine lust ihr jeden Tag jedes kleine deteil zu erklären und


    eigentlich bin ich der Meinung ist sie sehr schlau und kann das alles


    Im KIGA habe ich nachgefragt und da ist wohl alles in Ordnung


    auch bei der Sprachterapie - alles super


    nur zu Hause nicht. :-(


    Naja hab das Jugendamt schon um Hilfe gebeten.


    Dennoch tut es weh, hilflos zu sein.


    Unsere Nachbarn denken auch wir wären Tyrannen-


    kann dich schon verstehen , aber lass dich davon nicht irritieren!


    Sicherlich hast du auch deine Fehler gemacht,


    aber ich -


    mach dich nicht so verrückt!


    Du hast noch zwei andere Kinder!


    Und wenn sie nicht mehr zurük will,


    vielleicht ist es auch besser für sie wenn sie woanders leben könnte-


    heißt ja nicht das sie niewieder zurück darf zu euch.


    Also ich kann mir auch nicht vorstellen meine Kleine wegzugenben, aber manchmal bin ich so verzweifelt das ich


    glaube es gibt keinen anderen weg.


    Na noch habe ich hoffnung!


    Wünsch dir was, du schafst das schon.

    ..........war gestern in der Klinik

    Hallo ihr Lieben,


    erst einmal vielel lieben Dank, für Euere Beiträge. Tut doch richtig gut gedrückt zu werden und zu merken, daß man doch nicht ganz alleine auf der Welt ist. Sorry, daß ich jetzt erst antworte, war aber gestern bei meiner Tochter in der Klinik. Liebe samira26, ich muß Dir unbedingt erklären, warum ich so dagegen ankämpfe. Meine Tochter ist von ihrem Charakter und ihrer Verhaltensweise das Abbild ihres leiblichen Vaters, sowie ihres Großvaters väterlicherseits. Diese Menschen schaffen es ausschlieslich auf Kosten anderer zu leben. Sie treiben ihre Mitmenschen nicht nur in den Ruin, sondern auch in den Wahnsinn. Sind sich dessen allerdings in keinster Weise bewust. Solche Menschen leben so sehr in ihren eigenen Vorstellungen, daß ihnen ausschließlich daran gelegen ist um jeden Preis ihre "Scheinwelt" aufrecht zu erhalten. Sie sind dabei derart geschickt, daß es etliche Jahre dauert, bis man überhaupt bemerkt, wie sehr man sich selbst in das Lügengeflecht hat mit einspinnen lassen. Aus eigener Erfahrung halte ich solche Menschen für so gefährlich, daß ich heilfroh darüber bin, daß meine Tochter seit ca. 5 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem leiblichen Vater hat. Mir kommt es so vor, als hätten sich beide gegenseitg schlicht und einfach vergessen. Diese Menschen unterziehen dich einer Gehirnwäsche, in dem sie deine Vorstellungen, deine Meinungen, deine Gefühle usw. sich zu nutze machen. Beispiel: Hatte meiner Tochter das Handy abgenommen, da sie schlimme Dinge damit verursacht hatte. Sie kommt nach einigen Wochen mit folgender Räuberpistole an:


    Sie muß unbedingt das Handy wiederhaben, falls etwas schlimmes passiert, da sich die Mutter einer Mitschülerin vor ihrem Selbstmord noch von ihrer Tochter per Handy verabschieden wollte, es dann aber nicht konnte, da sie Ihrer Tochter ja das Handy abgenommen hatte. Mitfühlend wie ich eben so bin, wäre ich fast darauf hereingefallen, denn so wie es serviert wurde, war es filmreif!!! Meine Tochter hat meine Emotionen (Mitleid)gnadenlos gegen mich eingesetzt.


    Gestern beim Klinikbesuch sagte meine Tochter, sie wäre immer der Meinung gewesen, daß bei uns zu hause alles normal sei, aber jetzt durch Gespräche mit Ihren Kolleginnen und den Ärzten erfahren habe, daß bei uns zu hause überhaupt nichts normal sei. Deshalb wolle sie nicht mehr heim. Vielleicht weiß sie das von dem 14-jährigen Drogendealer, den sie, nachdem er, voll auf Entzug, das Stationsmobiliar demoliert und die halbe Stereoanlage aus dem Fenster geworfen hatte, wieder auf "Intensiv" gelegt haben. Oder von den Bulimie-Mädchen (mit Magensonde!), deren Eltern völlig fertig auf dem Parkdeck standen? Oder vom Stationsarzt, der auch nur Ungewissheit schürt? Oder wieder einmal eines Ihrer gemeinen Spielchen? Ich weiß es nicht.


    Meine Tochter weidet sich an meiner Unsicherheit, und gibt auch keine Hinweise...wer oder was...oder warum...! Verpassen wir Mama wieder einmal eine schlaflose Nacht. "Jeden Tag eine gute Tat, und alles dreht sich um mich" wird sie sich denken , und geht befriedigt schlafen. Das ist Folter pur, seelische Folter, Psychoterror. Sie fährt mich voll an die Wand und läßt mich leiden.


    Wenn ich sie darauf anspreche, sagt sie mit Engelsblick: "Aber Mama, ich bin doch erst 14! So etwas KANN ich doch gar nicht machen!" Raffiniert ohne Ende! Dem Stationsarzt werde sie auch nichts mehr erzählen, da er es mir ja weitererzählen könnte. Jeder, der nicht in Ihr selbstgestricktes Weltbild passt, wird ausgegrenzt und eliminiert. Jeder, der sie auch nur durchschauen könnte, wird als Bösewicht und Lügner hingestellt, und das verbereitet sie über das Internet und versucht damit Mitstreiter für IHRE GUTE SACHE zu gewinnen. Seelische Leichen pflastern ihren Lebensweg. Wo soll das noch enden?

    einige Gedanken zu ADHS

    Ich habe versucht mich über das Internet über ADHS zu informieren. Irgendwo habe ich die Ansicht eines Arztes entdeckt, ADHS-Erkrankte hätten kein Gewissen entwickelt und deshalb auch kein Schamgefühl. Mit Beginn des 2. Lebensjahrzehnts würde sich das von selbst wieder richten. Die Gewissenlosigkeit passt 100% zu meiner Tochter, sie macht ja jeden durch das Hintertürchen fertig, der ihr nicht passt, und wenn derjenige am Boden liegt, tritt sie ihn auch noch, wie im schlechte Italo-Western. Sie kennt kein Mitleid mit ihren "Feinden", aber um den 14-jährigen Dealer hat sie sich liebevoll sofort gekümmert. Obwohl es der größte Dealer in der Stadt ist. Kriminalität stört sie anscheinend überhaupt nicht ("Sag mir mit wem du gehst und ich sage dir wer du bist"). Schon wieder wird ein Mitstreiter angeworben, dem sie Märchen erzählen kann. Anscheinend ist das gutgläubige Menschenmaterial auf ihrer Station schon aufgebraucht worden und sie wird durchschaut. Jetzt ist Nachschub fällig, damit die Spielchen weitergehen können. Ihre Freunde hat sie öfter gewechselt als ihre "beste Freundin", teilweise im Halbtagesturnus. Vielleicht bekommt meine Tochter doch noch Medikamente, die diese Auswüchse etwas dämpfen, damit mein Leben erträglicher wird. Naja, vielleicht bekommt sie noch die Kurve und und ruiniert mich und sich nicht völlig, ich muß einfach Geduld haben und die Therapie abwarten, vielleicht findet sich noch eine Lösung.

    hallo liebe hexe*:)


    oje, ich glaub, da ist mal wieder ein dicker :°_ fällig!!!! ich weiss gar nicht, was ich sagen soll... nur, dass ich spüre, dass du nicht mehr kannst!


    deine worte über deine tochter hören sich für aussenstehende unglaublich hart und emotionslos an. aber glaub mir, ich kann verstehen, warum! manchmal treiben unsere kinder uns so weit, dass wir vor lauter wut und verzweiflung selbst nicht mehr weiter wissen und uns irgendwie selber schützen müssen.


    ich möchte noch was anmmerken: das was du da über adhs entdeckt hast ist nicht ganz richtig! es stimmt nicht, dass die kinder kein gewissen und kein schamgefühl entwickeln! es ist aber tatsache, dass kinder mit adhs eine seelische (bitte nicht verwechseln mit geistiger!!!!) entwicklungsverzögerung von ca 30% ihres alters haben!(und somit diese empfindungen später ausreifen!) das heisst, deine 14 jährige tochter ist seelisch ungefähr auf dem stand eines 9 oder 10 jährigen kindes! sie FÜHLT wie ein kind, sie kann frust genau so wenig aushalten, wie ein kind, sie phantasiert, wie ein kind! sie kann die reaktionen ihrer mitmenschen auf ihr eigenes verhalten nur so einschätzen wie ein 9 jähriges kind! genau so wenig kann sie erkennen, wie sehr sie dir mit ihrem verhalten weh tut!


    "erwachsen" wird man mit adhs mit etwa 25 jahren, manche noch später! bis dahin haben sich die 30% langsam relativiert, man hat schamgefühl entwickelt, ein funktionierendes gewissen, kann seine impulse selber besser steuern und seinen alltag einigermassen selber organisieren.... dinge, die man im normalfall von jedem 18 jährigen erwarten könnte....


    das sind alles nur richtwerte, nagele mich deshalb bitte nicht auf genaue zahlen fest, denn das ist auch bei jedem menschen anders!


    mein sohn z.b. ist 10 jahre alt. es kommt (zum glück nur noch selten!!!) noch vor, dass er sich mitten im supermarkt auf den boden wirft und eine vorstellung seiner "theatralischen fähigkeiten" liefert! das volle programm, mit schreien, treten, kreischen! wie ein kleinkind in der trotzphase! oder er heult sich plötzlich die augen aus, weil jemand eine ameise zertreten hat und lässt sich absolut nicht mehr beruhigen! klar - seelisch ist er auf dem stand eines 6 oder 7 jährigen kindes! dafür hat er einen UNGLAUBLICHEN gerechtigkeitssinn!!! er setzt sich für wildfremde leute ein bis aufs letzte hemd.


    ich weiss nicht, was ich dir wegen deiner tochter raten soll! denn ich bin kein arzt und kein psychologe!


    aber ich bin selber mutter eines adhs kindes und ich möchte dich nur um eines bitten: versuche, dich daran zu erinnern, als sie noch ein kleines "süßes mädchen" war! du LIEBST dieses kind! es ist DEIN kind! DU musst für sie KÄMPFEN!!!! wenn nicht DU, wer DANN? ich weiss, dass diese worte jetzt für dich wie hohn klingen, weil du ja sicher schon alles mögliche versucht hast! aber hör nicht auf damit!!! sie braucht das gefühl, dass du für sie da bist, auch wenn sie scheinbar alles erdenkliche unternimmt, um dich vom gegenteil zu überzeugen!! ich vermute, dass ihre bosheit und gemeinheit in wirklichkeit ein schrei nach hilfe sind...


    mein angebot steht noch: wenn du möchtest, kann ich dir helfen, kontakt zu einer selbsthilfegruppe betroffener eltern aufzunehmen!


    schreib mir in ner pn aus welchem bundesland du kommst (möglichst mit der nächstgrösseren stadt in eurer nähe) und ich werd schauen, was ich für dich tun kann!


    ganz viele liebe grüße@:) und bitte die hoffnung nicht aufgeben*:)

    Hey !

    Du schreibst wie schlau deine Tochter doch ist -


    aber du bist doch mindestens genauso schlau,


    nur das du sie liebst und ihr bestes willst, welches sie ausnutzt.


    Kann dich verstehen!


    Aber du hast doch noch zwei jüngere Kinder oder nicht?


    Dann lass deine Tochter doch selber entscheiden ob sie bei euch bleiben will oder nicht.


    Was willst du machen sie ist jetzt 14 der Zug ist abgefahren!


    Denke ich zu mindest. -


    Also, mir wäre das zu doof, ich liebe meine Kinder aber irgendwo gibt es Grenzen!!!!!


    Meine Tochter tut mir auch manchmal leid.. aber selbst ADS ist keine Entschuldigung dafür - Grenzen gibt es auch für solche!


    Denk mal mehr an dich!


    :°_

    samira hat zum teil recht!


    ich glaub zwar nicht, dass der zug "abgefahren" ist, denn wenn sie ne ordentliche therapie bekommt und richtig medikamentös eingestellt wird, kann sich das ganze recht schnell wieder ändern!


    ich denk auch nicht, dass sie das "selber entscheiden" kann, denn sie ist im prinzip gar nicht fähig, diese oder jene konsequenzen ihrer entscheidung objektiv abzuwägen.


    aber samira hat recht, dass es bei allem grenzen gibt! natürlich sollst du immer hinter deiner tochter stehen und ALLES für sie tun, was du KANNST! aber: wenn DU nicht mehr KANNST, dann macht es keinen sinn, die ganze familie darunter leiden zu lassen!! natürlich werden alle familienmitglieder in irgend einer form dadurch beeinträchtigt (das ist bei uns auch nicht anders) aber auch da gibt es grenzen, die man im interesse der anderen kinder ziehen muss!


    adhs ist niemals eine entschuldigung und darf auch nicht als solche gebraucht werden!! auch diese kinder müssen grenzen erfahren und eigentlich noch viel mehr als andere! aber es ist eine erklärung!


    mir persönlich hilft z.b. der vergleich mit einem kurzsichtigen: er KANN einfach ohne seine brille nicht scharf sehen! da kann man schimpfen und üben und therapieren so viel man will. trotzdem muss er in der schule genau so die dinge von der tafel abschreiben, wie alle anderen auch. und deshalb bekommt er als hilfsmittel seine brille....


    ich wünsch dir weiterhin ganz viel kraft und alles liebe@:)

    Hallo!


    Also erstmal tut es mir echt leid, was du mitmachen musst!


    Fühl dich mal gedrückt!


    Ich muss jedoch auch sagen - du redest über deine Tochter ganz schön hart - eigentlich nicht wie über deine Tochter, sondern wie über einen Menschen, zu dem du keine große emotionale Bindung hat, und dessen Verhalten du eben nicht verstehen kannst.


    Vielleicht ist es aber auch einfach so, dass man irgendwann nicht mehr "mitfühlend" sein kann, ich kann mich da auch nicht wirklich in deine Lage versetzen, wie es sein muss, sowas mitzumachen...


    Ich hätte erstmal eine Frage:


    Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe, aber wie sieht eure momentane Familiensituation aus?


    Könntest du das nochmal skizzieren?


    Also z.B., hat am Anfang der leibliche Vater noch bei euch gelebt, wart ihr noch zusammen? Ab wann war dies nicht mehr der Fall?


    Wie lange war dann dein zweiter Mann im Haus? Und seit wann ist er nicht meh da? Lebst du jetzt mit den 3 Kindern alleine? Oder hast du einen neuen Freund?


    Was deine Tochter genau hat - da kann ich ehrlich gesagt gar nichts dazu sagen, aber ich vermute schon,dass es ein schweres psychisches Problem ist, auf welche Weise auch immer.


    Das Verhalten deiner Tochter erinnert mich SEHR stark an das Verhalten einer ehemaligen Mitschülerin.


    Denn sie war fast genauso. Ihre Welt hat sie auf Lügengeschichten aufgebaut, und die Leute eigentlich nur als Plattform benutzt, um ihre Geschichten zu präsentieren und andere gegeneinander auszuspielen. Und du glaubst es nicht, aber es hat Jahre (!) gedauert, bis wir dahinter kamen, das nicht nur Kleinigkeiten (hinter die wir irgendann kamen) gelogen waren - nein, fast alles, was sie je erzählte.


    Sie tat sies mit solch einem Geschick und Talent - man konnte es nicht merken. Ich werde nie vergessen, sie saß tränenüberströmt vor mir und erzählte mir, sie wäre beim Aids-Test gewesen, und dieser wäre wohl positiv..dies erzählte sie sogar noch ihrem damaligen Freund - und im Endeffekt alles Lüge. Sie erzählte immer wieder, sie wurde überfallen, sie wurde vergewaltigt...und dies über Jahre. Dumm nur, dass sie teilweise den Leuten die gleiche Geschichte jeweils etwas anders erzählte und die Lügen irgendwann aufflogen.


    Ich habe heute keinen Kontakt mehr mit ihr heute, aber ich wünsche ihr, dass sie auch den Weg in die Psychatrie und zur Therapie schaffen wird. Ich hab nach der Schule noch 2 Jahre ein wenig was mitbekommen (da ich den neuen Freund von ihr kannte) und was der erzählte - Gewalt gegenüber ihm, Androhungen, sie bringe sich um, Erpressung, Lügen....war echt kaum zu fassen.


    Wie gesagt, ich erinnert daran vieles an deine Tochter.


    Solche Dinge passieren aber nicht ohne Grund.


    Ich denke, es MUSS Auslöser dafür gegeben haben, einige mögliche wurden ja schon genannt.


    Was denkst du denn? Wäre es möglich, dass sie sich in ihrer Kindheit in irgendeiner Weise vernachlässigt gefühlt hat? Nicht geliebt?


    Ich habe noch einen Verdacht, der nicht schön und auch hoffentlich falsch ist, aber könnte der Verdacht bestehen, dass dein erster Mann, ihr leiblicher Vater, ihr irgendetwas in jungen Jahren angetan hat?


    Ich hoffe für euch, dass deine Tochter in der Psychatrie irgendwie einen Anfang findet, etwas gegen ihre "Krankheit" zu tun. Wichtig wäre erst einmal, dass sie überhaupt erkennt, dass etwas nicht stimmt - sie muss sich selbst ändern wollen, sonst wird das nichts.


    Ich würde dir, wie die Schreiberin vor mir, auch raten - wenn es dir wirklich zuviel wird - reduziere den Kontakt. Wenn sie sagt, sie will momentan nicht nach Hause - lass sie.


    Sie ist 14, und weißt du, so schwer das auch ist - du hast noch 2 weitere Kinder, die du versorgen und erziehen musst. Ich denke, sie sollten nicht mehr als nötig unter der Situation leiden. Kinder merken sehr schnell, wenn etwas nicht stimmt, und fühlen sich dann auch oft schuldig für Dinge, auch wenn sie dies gar nicht sind.


    Hast du denn nicht selbst eine Familie / Freunde, an die du dich wenden kannst und ein wenig Halt suchen kannst?


    Ich wünsch dir alles Gute,


    lg,


    diamond


    *:)

    Tochter krank oder nur verwöhnt?

    Hallo Hexe und all die anderen.....ich habe eben diese Seite gefunden und bin echt verzweifelt,weil ich echt nicht mehr weiß was ich mit meiner Tochter noch machen soll. Nachdem ich Deinen Bericht gelesen habe,dachte ich,ich erzähle auch mal was über meine Tochter,vielleicht ist sie ja auch nicht ganz gesund....oder eifach nur verwöhnt?? In den letzten Jahren hat sich das immer mehr gesteigert. Ihre ständigen Aufwiegelungen gegen mich, sobald was nicht nach ihrer Nase lief,war ich die böse Mutter. Natürlich durfte ich nur parat stehen wenn eine ihrer Freundinnen mal keine Zeit hatte. Geplante Unternehmungen wurden oft abgeblasen weil sie dann doch verabredet war und hatte ich mal keine Zeit hiess es,ich würde nie was mit ihr unternehmen,mich nicht um sie kümmern??? Na alles steigerte sich ständig,sie schrie mich oft an,normal reden war meist gar nicht drin. Aufgaben zu erledigen sieht sie nicht ein, ihr Zimmer sieht aus als hätte eine Bombe darin eingeschlagen. Ich muss zugeben,das ich einige Zeit Schichtdienst arbeiten musste und von daher alle 14 tage in den Spätdienst musste,d.h. ich hatte dann nicht wirklich Zeit für meine Tochter(da war sie 11) zur Oma wollte sie nicht,also war sie bis 20.30 allein zuhause bzw. bei Freundinnen oder diese bei ihr. Die Wohnung war dann von mir schon aufgeräumt und das Mittagessen brauchte sie sich nur aufwärmen. Naja wenn ich dann abends kam durfte ich mit dem aufräumen von vorne anfangen,weil es echt furchtbar aussah.Das schlechte Gewissen hats mich tun lassen,obwohl sie es hätte selber aufräumen müssen. Aber irgendwie musste ich mich und meine Tochter ja auch durchbringen und der Schichtdienst brachte mehr Geld. Für mich selber habe ich mir nie Zeit genommen oder überhaupt mal etwas nur für mich getan. Tja und als ich damit anfing gings mit meiner Tochter erst richtig los. Ständig muss ich schimpftiraden über mich ergehen lassen was ich doch für eine schlechte Mutter bin!! Ich hätte mich nie um sie gekümmert,würde immer nur alles für mich machen...sie wäre mir scheißegal...Neulich habe ich mir mal was zum Anziehn geleistet (gebraucht im ebay ersteigert) da rief sie meine Mutter an, ich würde die Kohle zum Fenster für meinen Kram rausschmeissen und sie würde rumlaufen wie der letzte Penner.....(warum ich so pleite war lag übrigens an der neuen Playstation inkl Singstar, die meine Tochter von mir gekriegt hat sowie ein neues Handy,weil sie ihres verschlampt hat). Die Schimpfwörter...ihr Geschrei...ihre Lügen über mich...werden immer heftiger...außerdem ist sie mir gegenüber gewaltätig......2 mal ist mir schon die Hand deswegen ausgerutscht und dafür schäme ich mich wirklich furchtbar und aus diesem Grund habe ich auch die Erziehungsberatung aufgesucht. Doch leider fruchtet nichts bei meiner Tochter. Sie schlägt und tritt mich und das obwohl ich schwanger bin. Letztens hat eine ihrer Freundinnen an der Tür geklingelt,da kam sie von hinten angelaufen und sagte zu mir "Verzieh Dich Du Behinderte...lol...kusch...Das is noch harmlos..."Fick dich Du Fotze" oder "Schlampe" ist bei ihr an der Tagesordnung....mittlerweile droht sie sich umzubringen,wenn was nicht nach ihre Nase läuft bzw. sie ihren Willen nicht bekommt. Der krönende Abschluss war heute.....da ist sie wieder mal total ausgerastet und stand mit nem Hammer vor mir....sie hat dann das Glas der Wohnzimmertür zerschlagen. Da beim Jugendamt keiner war,riet man mir an der Info ich solle die Polzei rufen,doch meine Tochter is dann abgehaun....sie hasse mich und wolle weg hier. Mittlerweile bin ich der Meinung ich rufe am Montag beim Jugendamt an und sage ich will sie weggeben....ich kann einfach nicht mehr:°( ich liebe sie sehr.....aber was soll ich tun damit aus meinem Kind mal was vernünftiges wird???

    Hallo Sunny

    ..........JETZT hast Du die Möglichkeit alles in Ordnung zu bringen!


    Laß Deine Tochter polizeilich suchen (Du mußt!!! AUFSICHTSPFLICHT!!!), zeig sie sofort an wegen Körperverletzung, Vandalismus, vorsätzlicher Sachbeschädigung,


    Erpressung, Beleidigung, Ehrverletzung usw. Falls sie strafmündig ist, was ich nicht annehme, würde das in der Summe nicht unter 5 Jahren Gefängnis abgehen.


    Wenn die Polizei sie findet, läuft Deine Anzeige bereits und sie wird, wenn Du es klug anstellst, sofort in Handschellen in der nächsten Psychiatrischen Klinik eingeliefert. Dort gehört sie auch hin, denn sie ist sehr krank. Du allein schaffst so eine Einweisung nicht, nutze also diese Gelegenheit um etwas FÜR DEINE TOCHTER


    zu tun. In der Psychiatrie wird ihr Verhalten beobachtet, analysiert und entsprechend therapiert, evtl. mit Medikamenten.


    Wenn meine Tochter nicht durch schulischen Zwang wirklich "zwangsverräumt" worden wäre, ich hätte es nicht geschafft. Denn als "gute" Mutter läßt man sich von den Kindern mehr bieten, als man körperlich und seelisch erträgt.


    Verstehe mich bitte nicht falsch, ich spreche FÜR Deine Tochter, tu etwas für sie, indem du die Staatsgewalt (Polizei) einschaltest, dann merkt sie erstmal: Hoppla, jetzt wird es ernst, Mama kümmert sich um mich. Anschließend kann sie ihre Agressionen in der Jugendpsychiatrie ausleben, bis die Diagnose feststeht. Vielleicht kommt sie erstmal auf die "Geschlossene", bis sie sich ausgetobt hat. Du kannst auftatmen!


    Vor der "Klappse" bruchst Du Dich nicht zu fürchten, gehört irgendwie zum Alltag. Psychologen brauchst Du nicht aufzusuchen, bis zum ersten Termin hat Deine Tochter bereits DEIN Leben zerstört, und IHRES dazu. Die entsprechende Karriere hat sie nach Deinen Mitteilungen bereits eingeleitet.


    Vorhin habe ich mit meiner Tochter (immernoch stationär zwangsverräumt) telefoniert, sie hat sich eigentlich ganz normal angehört, sie bekommt jetzt Concerta, ein Medikament gegen/für ADHS. Sie ist etwas langsam, jetzt in der Einschleichphase, aber dafür bedroht und beleidigt sie keine Lehrer mehr und mich auch nicht. Und sie hetzt die kleineren Geschwister nicht mehr auf. Seitdem sie weg ist, haben die Kleinen das selbstständige Spielen von allein gelernt. Ohne Geschrei, ohne Wut- und Tobsuchtsanfälle, ganz normal eben. Meine Tochter war anscheinend der treibende Keil zwischen den Kleinen, unter dem Motto: Heute ist nichts besonderes los, also mischen wir mal die Kinderchen auf.


    Es ist offensichtlich daß Du Hilfe brauchst, allein schaffst Du es nicht!


    Laß Deine Tochter als NOTFALL einliefern, kein Witz, es ist ein Notfall. Und für Notfälle sind die Ärzte da. Hilf ihr, sie kann sich selbst ja nicht helfen, sie ist gefangen in ihrer desolaten Psyche.


    Hilf ihr dieses Gefängnis zu verlassen, und alles wird gut.


    Viel Liebe von Hexe, die (stöhn) wieder etwas Mut gefasst hat.

    hallo hexe

    hmm...du hast am anfang geschrieben,sie wäre so komisch gewesen,als sie von ihrem vater zurück kam und der kindergarten auch immer sofort gemerkt hätte,das sie da war.jetzt habe ich mal eine frage an dich:wie ist das verhältnis zu ihrem vater und geht sie dort gerne hin?oder versucht sie schonmal ausreden zu erfinden,um nicht hingehen zu müssen?


    lg heike

    Hallo Glucke,

    der leibliche Vater nimmt sein Umgangsrecht schon seit etwa 5 Jahren nicht mehr wahr. Ganz vergessen hat er seine Tochter aber auch nicht, da er nach Jahren heuer eine Geburtstagskarte geschickt hat. Er weiß nicht einmal wie seine Tochter heute ausschaut. Unterhalt zahlt er schon 3 Jahre nicht mehr. Er hat jetzt einen Offenbarungseid geleistet, obwohl er eine Firma einschl. Firmenbus hat. Er meint wahrscheinlich, wenn er sein Geld in die nächste Schublade legt, dann sei er zahlungsunfähig.


    In der Geburtstagskarte an meine Tochter stand "alles wird gut", aber was damit gemeint ist, bleibt unklar.


    Der Stationsarzt der Jugendpsychiatrie ist der Ansicht, daß meine Tochter mit ihrem Vater wieder Kontakt aufnehmen solle, da habe ich überhaupt nichts dagegen, aber als es ernst wurde, hat meine Tochter einen Rückzieher gemacht, vielleicht hat sie Angst vor der Enttäuschung, oder es lag an der Bemerkung des Arztes, er müsse sich den Mann vorher etwas genauer ansehen. Hoffentlich erwischt er ihn mal nüchtern, was bei seinem Weizenbierkonsum eher unwahrscheinlich ist.


    So wie es momentan aussieht, ist ein Kontakt zum Vater bisher nicht entstanden.