• Tochter (2 1/2) im falschen Körper?

    Wir haben Zwillinge im Alter von 2 1/2 Jahren. Jetzt frage ich mich ob unsere Tochter eventuell im falschen Körper geboren wurde oder ob es nur eine Phase ist. Der Junge und das Mädchen entwickeln sich eigentlich prächtig, es geht ihnen gut und sie sind meistens auch sehr brav. Sie verweigert Kleider und Röcke. Sie trägt am liebsten Jogginghosen,…
  • 41 Antworten
    Plüschbiest schrieb:

    Ich würde abwarten und auf keinen Fall das Kind in die vermeintlich richtige Rolle drängen.

    Einfach das Kind Kleidungs und hobbytechnisch machen lassen was es möchte.

    Man könnte, wenn sich der Verdacht später erhärten sollte, einen dafür spezialisierten Psychologen aufsuchen.

    :)z

    Das Kind ist 2 1/2 und du machst dir Gedanken, ob sie ihre Identität vl. angepasst gehört?! Lehn dich zurück und lass sie erstmal wachsen. Sie kennt die Welt noch nicht, sie versteht Geschlechtskonstruktionen nicht wie wir. Du interpretierst aus deinem(!) Erfahrungshorizont, sie hat den ned. Sie hat 98% der Dinge die du kennst nichtmal als Idee in ihrem Kopf angelegt. Das Gehirn läuft grad auf Hochtouren und da kommen neue Optionen rein und raus, lass sie die selbst erkunden anstatt Erwachsenenschemen da draufzupressen.

    Eine Freundin von mir dachte, dass ihre Mama ihren Papa geboren hätte und dass sie selbst ihren Papa mal heiraten wird. Kam halt erst Ende des KiGas raus, weil sie halt dachte das sei so. Die selbe Vorstellung herrschte auch ähnlich bei meinen nicht-verwandten Nichten und Neffen vor. Also die hörten, dass ihre Oma nicht meine Mama ist (obwohl das doch die Oma von allen ist!) haben sies erstmal nicht geglaubt. Kinder verurteilen nicht, haben noch nicht unsere Vorstellung von Geschlecht/Verwandtschaft usw..

    Kinder haben kein Konzept davon, wie 'hart' welche Grenzen sind.

    Ich habe Kleider und Puppen gehasst. Ich spielte mit Autos und Fussball.

    Ich war nie im falschen Körper. Bisschen weggommen von diesem stereotypischen Einordnungen täte allen ganz gut.

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    Ich hab auch Kleider und Röcke gehasst..Die sind nämlich verdammt unpraktisch. Hab lieber mit Klötzen gespielt, bin auf Bäume geklettert und hab mit Jungs gespielt. Puppen fand ich so unglaublich langweilig und hab auch nie verstanden, wieso meine Freundinnen "Familie" spielen wollten.


    Im falschen Körper hab ich mich nie gefühlt und bin heute sehr gerne Frau.


    GenderDebatte ist ok. Aber man muss nicht hinter allem was nicht in Schablonen passt eine Identitätskrise vermuten.

    Danke für euren Input. Uns ist es ja egal, wir wollen nur das sie glücklich ist. Man macht sich halt seine Gedanken.

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    Das hat echt Zeit. Nicht so viel darum kreisen, sonst legt man ihr mit dem eigenen Verhalten nahe, das sie so wie sie ist nicht ok sei.

    Ich finde das Verhalten deiner Tochter völlig normal.


    Ich selbst habe als Kind (ganz ohne einen Bruder als Vorbild) vorwiegend mit Bausteinen und Autos gespielt. Mit den geschenkten Puppen bin ich lieber auf "Weltreise" gegangen, statt sie zu betuddeln, habe mit Pfeil und Bogen experimentiert.

    Für den technischen Beruf meines Vaters habe ich mich bereits als Kindergartenkind interessiert und nach dem Abi ein Studium dann als eine von ganz wenigen Frauen ein Studium aus dem MINT-Bereich absolviert.

    Ich bin sehr froh darüber, dass ich als Kind sein durfte, wie ich war.


    Kleider und Röcke hasse ich übrigens auch heute noch wie die Pest.


    Eine Frau bin ich trotzdem. Ich liebe meinen Mann und unsere 3 Kinder genauso wie vor 30/ 40 Jahren.


    Manche Mädchen interessieren sich eben für technische Dinge, manche Jungs landen in sozialen Berufen. Ich sehe da überhaupt kein Problem.


    Lass deine Tochter so, wie sie ist und dränge sie in keine Richtung und deute keine Dinge, die da vermutlich nicht sind.

    Ich würde aus dem Verhalten deiner Tochter noch keine Schlüsse ziehen. Dafür ist sie noch zu klein. Mein Sohn ist zwei und bekommt gerne Zöpfe, wird gerne abgepudert von mir (er würde sich auch gern die Wimpern tuschen, das erlaube ich aber nicht) und probiert gerne Absatzschuhe an ;-D


    Er spielt auch gerne mit Puppen und kümmert sich rührend um seine Teddys.

    Er findet aber Werkzeug, Bagger und Trecker ebenfalls spannend. Je nachdem was gerade in seinem Alltag los ist und welche Personen viel Zeit mit ihm verbracht haben.

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    Alle Kinder unter 6 (danach entdecken Jungs 'Mädchenseuche' :D) lieben Nagellack und ich lackier fleissig allen Nägel. Dumme Kommentare von Erwachsenen streng verboten. Denn den Kindern gehts um die bunte Farbe. Geschlechterrollen sind nur aus unserer Sicht deutlich, Kinder gehen gsd viel freier an alles ran.

    Meine kleine Cousine hat sich auch selbst einen Jungennamen gegeben und sehr oft betont, dass sie ein Junge wäre. Zur Pubertät hat sich das geändert. Aber sowas von... Da gab es dann nur noch bunt, rosa, Blümchen und Oilily

    Heute ist sie verheiratet und hat drei Kinder.


    Ich würde das auch gar nicht groß beachten und vor allem nicht vor dem Kind thematisieren.

    Navegante schrieb:

    Danke für euren Input. Uns ist es ja egal, wir wollen nur das sie glücklich ist. Man macht sich halt seine Gedanken.

    Das ist ja auch grundsätzlich positiv von dir/euch als Eltern. Viel schlimmer wäre, jetzt "Angst" zu bekommen, dass sie doch bittebitte mädchenhafter sein soll und bloß nicht soundso etc. Ihr seid offen für das Thema, das ist gut und reicht auch erstmal vollkommen.
    Ich denke es ist das beste fürs Kind, sie einfach machen zu lassen, ohne jede Bewertung. Also auch ein "Es ist okay, dass du Jungensachen magst/machst" wäre schon eine Bewertung.

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    Lass die Kleine bitte in Ruhe, "interviewe" sie nicht und dränge sie in keine Richtung. In dem Alter kann man genau NICHTS machen.

    Und ehrlich gesagt wäre es eh sinnvoll, weg von den Geschlechterstereotypen hin zum Individuum. Lass sie spielen, was sie will. Zwinge ihr nichts auf. Bloß keine "das ist für Mädchen, das ist für Jungs"-Sätze.


    Und dann warte ab. Vermutlich nur eine Phase. Wenn es mehr sein sollte, ist es eh noch zu früh, etwas zu unternehmen.


    Und:

    Gäbe es die gehypte Diskussion nicht, würdest Du dann zweifeln? Oder sie einfach sein lassen? Damit möchte ich KEINEM Trans-Menschen zu nahe treten. TRANS gibt es und für die "Betroffenen" ist es ein schwieriger Weg.

    Aber im Rahmen das gesamten Gender-Wahnsinns wird das Thema Trans für mein Empfinden v.a. durch Strömungen aus den USA zu sehr gehypt. Mir stößt da einiges auf, so empfinden es auch Betroffene. Und wenn ich mir anschaue, dass es in den USA mittlerweile den Trend gibt, dass man sich operieren und rückoperieren lässt, wird mir ganz anders. Sorgfältige Diagnostik steht da nicht hinter.


    Streiche all das aus Deinem Kopf. Dein Kind ist Dein Kind. Es gibt "Jungenspielzeug", was es ohne Bruder nie gäbe. Das ist jetzt irgendwie interessanter. Laufen lassen. Vielleicht will der Bruder eines Tages mit Puppen spielen.

    Die Eltern sind in solchen Fällen selten das Problem.

    Aber Omas wünschen sich oft eine kleine Mädchenhafte Prinzessin.

    Und wenn Oma dann mit dem schicken Kleid um die Ecke kommt wird dem Kind dann oft das Kleid aufgenötigt, weil man Oma nicht enttäuschen will.

    Navegante schrieb:

    sie spielt nur selten mit Puppen, eher mit den Autos und Figuren des Bruders.

    (...)

    Wie können wir herausfinden ob sie sich im eigenen Körper nicht richtig fühlt?

    Bitte gar nicht!!!


    Wie kommst du dazu, Spielzeugautos mit "männlich" zu verbinden? Und dann zu fürchten, ein 2einhalb-jähriges Mädchen könnte sich vielleicht im falschen Körper fühlen?

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