• Tochter (2 1/2) im falschen Körper?

    Wir haben Zwillinge im Alter von 2 1/2 Jahren. Jetzt frage ich mich ob unsere Tochter eventuell im falschen Körper geboren wurde oder ob es nur eine Phase ist. Der Junge und das Mädchen entwickeln sich eigentlich prächtig, es geht ihnen gut und sie sind meistens auch sehr brav. Sie verweigert Kleider und Röcke. Sie trägt am liebsten Jogginghosen,…
  • 41 Antworten

    Ach Möpi,

    das war früher ganz normal.

    Die Leute kannten es nicht anders, und heute ist es in den Köpfen auch noch drin.

    Was glaubst du wie viele Eltern auch heutzutage ihrem Jungen noch das Ballett verbieten würden, weil sie denken ansonsten die Homosexualität zu fördern?

    Es gibt wirklich Eltern die meinen, die späteren sexuellen Vorlieben eines Kindes dadurch beeinflussen zu können dass sie bestimmte Dinge verbieten.

    Und die verknüpfen dann eben auch Autos gleich Junge, Puppe gleich Mädchen.

    Ehrlich gesagt, finde ich es etwas strange bei einem 2,5 jährigen Kind überhaupt schon irgendwas in die Richtung zu denken.

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    GreenVelvet schrieb:

    Das macht der TE doch gar nicht.

    Das behaupte ich auch nicht, aber ich kenne genug Eltern die sowas machen.

    Meine Beiträge in diesem Thema richten sich nicht ausschließlich an den TE.

    bambi91 schrieb:

    Ehrlich gesagt, finde ich es etwas strange bei einem 2,5 jährigen Kind überhaupt schon irgendwas in die Richtung zu denken.

    Ich finde es auch merwürdig. Vorallem dieses: Ich will, dass mein Kind glücklich ist, mache mir aber Gedanken. Also wenn mein Kind glücklich ist, mache ich mir doch gerade keine Gedanken?


    Ich vermute hier auch vielmehr unbewusste Erwartungen der Eltern wie sich Mädchen und Jungen zu Verhalten haben. Wenn ich schon lese "die Autos des Bruders".:-/

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    Möpi16 schrieb:
    GreenVelvet schrieb:

    Das macht der TE doch gar nicht.

    aber warum macht er sich dann Sorgen um seine Tochter?

    Er hatte nur die Idee. Vielleicht weil er selbst auch mit dem stereotypischen Denken aufgewachsen ist.

    Deshalb hat er ja gefragt und sich Meinungen geholt. Ist doch gut.

    Damit das hier nicht komplett eskaliert folgendes,


    wir verbieten unseren Kindern kein Spielzeug das sie haben. Die Autos "des Jungen" sind ein Geschenk von den Großeltern, war einfach so daher gesagt. Natürlich gehört jedes Spielzeug beiden, weil sie auch beide damit spielen. Und fragen wird man in einem Forum wohl noch dürfen.


    Mir ist schon klar das Kinder heute in keine Schublade mehr gesteckt werden sollen. Das machen wir auch nicht, mir ist es egal ob eines der Kinder homosexuell, hetero, bi oder sonst was ist. Es sind unsere Kinder und die lieben wir, egal was kommt.


    Es kam in den letzten Monaten halt immer wieder vor, dass sie gesagt hat sie sei ein Junge. Wollte mich lediglich informieren was im Fall der Fälle zu tun wäre, weil wir sie unterstützen wollen und sie sich auf uns verlassen kann. Ein Kind hat es dann nämlich auch heute nicht so leicht wie man sich das eigentlich wünschen würde. Weder pressen wir sie jetzt in eine Richtung noch sprechen wir sie darauf an. Sie darf sein wer sie will.


    Also nochmals danke an alle mit gut gemeinten Ratschlägen. Die mir was unterstellen wollen oder mich belehren, denen wünsche ich noch einen schönen Tag/Abend.

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    Navegante schrieb:

    Es kam in den letzten Monaten halt immer wieder vor, dass sie gesagt hat sie sei ein Junge.

    Mir fällt zu dem Thema gerade ein, meine Älteste wollte irgendwann mal wie ihr Bruder pinkeln. Das ging natürlich im wahrsten Sinne des Wortes daneben.


    Kinder probieren alles Mögliche und Unmögliche aus. Die Kategorisierung in "Junge" und "Mädchen" gibt es für kleine Kinder nicht. Manches Mädchen sieht aber, dass Jungen einfach mehr dürfen, während es selbst zur "Prinzessin" erzogen wird und zieht deshalb die Schlussfolgerung, dass es besser sei, ein Junge zu sein. Die Geschlechtsindentität kommt erst später.


    Und um das nochmals ganz deutlich zu sagen, die Interessen eines Kindes (oder auch einer erwachsenen Person) haben nicht das Geringste mit der sexuellen Orientierung zu tun.

    Es geht ja nicht um die sexuelle Orientierung, sondern Identität... Und ja, eine Trans-Identität kann sich so früh bemerkbar machen. Zumindest retrospektiv fallen dann solche Dinge auf.


    Aber die Beispiele hier sind normale Kinder-Sachen ohne tiefergehende Bedeutung. Und statt alles zu zerdenken und ggf. in die eine der andere Richtung zu beeinflussen: Kind entwickeln lassen und Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen nicht so darstellen, dass Jungs mehr können und Mädchen nicht.

    Ich finde es gut, dass du dir Gedanken machst und dein Kind unterstützen willst. Ich würde mir aber derzeit noch keine Sorgen machen. Bisher finde ich das Verhalten noch völlig normal. Ich hatte auch eine Phase, wo ich gerne eine Junge sein wollte. Für mich hatten Jungen mehr Freiheiten, sie durften chaotischer sein und mussten ihr Zimmer nicht so ordentlich halten. Zudem fand ich im Stehen pinkel mega cool und hab das oft selbst versucht. Heute bin ich eine richtige Tussi. Ich gehe nicht ungeschminkt aus dem Haus, trage fast immer High Heels und fühle mich sehr weiblich und will definitiv nichts anderes sein.

    Also es ist sicher gut da ein Auge drauf zu haben, aber man sollte nicht jede Verhaltensweise mit Argusaugen beobachten und das Kind vielleicht unbewusst in eine bestimmte Richtung drängen.

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