• Tochter tyranisiert uns, wir wissen nicht mehr weiter

    Seit mehr als einem jahr nun wird es immer schlimmer mit dem Verhalten unserer Tochter. Klar es gibt diese Trotzphasen, aber so lange und so krass. Ständig heult sie, sie spukt uns an, tritt nach uns, schreit, hört keinen Meter auf uns. Egal wie oder was wir tun, nichts hilft. Jeden Tag ein ständiger Kampf, unsere Nerven sind am Ende. Die Ehel leidet…
  • 125 Antworten

    Ich hab einen ähnlich willensstarken Enkel. Und neugierig ist er auch, wenn wir mal irgendwo essen sind. ;-D


    Meist nimmt ihn dann einer von uns Erwachsenen und geht mit ihm rum, er darf fremden Leuten Guten Tag sagen, er darf auch mal zwischendurch auf die Staße oder wenn das Lokal eine Spielecke hat, in die Spielecke.


    Meine arme Schwiegertochter hat es nicht immer leicht mit dem kleinen Satansbraten! Mal in Ruhe im Lokal essen, mal problemlos einkaufen.... ]:D ]:D ]:D ...... es geht einfach nicht! Ich hab da Bilder im Kopf, von unserer letzten Shoppingtour %:| ....


    Da hilft nur diplomatische Ablenkung bis die Mama endlich aus der Umkleidekabiene kommt! Es ist ihm langweilig und dann mischt dieses Energiebündel schnell mal den Laden auf.


    Dann wird halt in Zukunft ohne den Junior eingekauft.

    Wenn sie erst seit paar Monaten so ist, ist vielleicht irgendwas vorgefallen was sie belastet? Habt ihr mal richtig Krach gehabt, geschlagen oder gebrüllt? Hat euer Kind irgendwas gesehen was sie vielleicht nicht verkraftet hat? Wie benimmt sie sich denn bei ihren und in der Kita? Wenn sie nur bei euch frei.dreht und sich immer wieder von euch trennt kann es sein das was ernstes in eurer Familie vorgefallen ist.

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    Bei fast allem kann und darf sie dabei sein. Helfen ectr.

    :)^


    Ein von sich aus aktives und willensstarkes Kind "still" zu halten ist wohl schwerer als einen Sack Flöhe zu hüten!


    Grenzen setzten und konsequent bleiben ist schon richtig! Das Problem ist, wenn man dem Kind dauernd Grenzen setzt. Wenn es aus seiner Sicht "nichts" darf! Immer nur Verbote zu hören bekommt! Ich meine jetzt aus seiner Sicht! Dann ist rebellieren in den unsinnigsten Momenten schon vorprogrammiert!

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    Blieb erst stur stehen und dann fing eins mit dem anderen an. Beleidigungen und beschimpfungen gegen über uns.

    ja, das klingt anstrengend...


    - war sie schon immer so?


    - sie "scheint" euch ja geradezu zu hassen, so wie du sie beschreibst...


    wieso beleidigt sie euch? was verspricht sie sich davon? habt ihr täglich mehrmals solche auseinandersetzungen oder nur 1mal die woche?


    beim einkaufen könnte man sie in den wagen setzen. findet meine große toll. wenn sie sich dadrin nicht benimmt, kann sie eben nicht mit zum einkaufen. sie wird ja in den kiga gehen und in der zeit gehst du ohne sie einkaufen.

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    ...Sie rennt rum, fasst alles an. Sie spricht jeden an und fasst jeden Fremden an. geht sogar mit Fremden mit.

    DAS finde ich erschreckend :-o . sie ist scheinbar sehr distanzlos...


    fühlt sie sich so unwohl bei euch? aber dann wäre sie ja friedlich, wenn sie bei oma/freundin mal übernachtet. wie verhält sie sich denn da konkret?

    Ja, das ist richtig. Grenzen setzen, aber nicht willkürlich, schon auf die kindlichen Bedürfnisse eingehen, wo es stimmig ist. Es ist doch so, dass gerade das egoistische Verhalten der Eltern (daunter verstehe ich das Nichteingehen auf kindliche Bedürfnisse zugunsten der elterlichen) die Kleinen rebellisch macht.


    Die Reife der Eltern bestimmt (oder beeinflusst zumindest) in großem Maß das Verhalten der Kinder, sollte man nicht vergessen.

    Was ich selber sehr kritisch sehe ist der Fernseher.


    Keine Ahnung was der 16-jährige schaut, aber es könnte so manches dabei sein, was für eine 5-jährige noch ungeeignet ist.


    Bei meinem Enkel hilft es sehr, ihn am Abend bei einem Schlaflied in den Schlaf zu "kraulen" und zu "streicheln" damit er sich runter fahren kann.


    Und dieses fordernde am Morgen die Eltern aufwecken, hast du bei vielen Kindern!

    @ :) :)*

    Ich wette du freust dich schon heute auf den Tag, wenn sie auszieht! ;-D

    Ein Kind, das mit Fremdem mitgeht, hat ganz Entscheidendes nicht mitbekommen. Hier müssen sich die Eltern echt selbst hinterfragen.

    Das Elend ist, dass die Eltern sich dann zu allem Überfluß auch noch als Versager fühlen!


    Denn alles kann man bei keinem Kind richtig machen! Was bei dem einen Kind problemlos funktioniert hat, kann beim nächsten schon wieder ganz anders sein!


    Manche Kinder sind halt einfach schwierig und fordernd und führen ihre Eltern täglich an Grenzen.

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    Ein Kind, das mit Fremdem mitgeht, hat ganz Entscheidendes nicht mitbekommen. Hier müssen sich die Eltern echt selbst hinterfragen.

    das verstehe ich auch nicht und würde mir angst machen. selbst meine kleinste (15 monate) nimmt kein bananenstück von dem erzieher aus dem kiga meiner großen tochter. erst als ihre schwester ihr die banane hinhält nimmt sie sie. ist also nicht anerzogen (du darfst nichts von fremdennehmen etc.) sondern reiner instinkt...


    "normalerweise" halten kinder zu fremden immer einen abstand ein, deswegen wundert mich das verhalten der tochter der te so... aber vlt sind manche kinder auch einfach so.

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    ...Sie rennt rum, fasst alles an. Sie spricht jeden an und fasst jeden Fremden an. geht sogar mit Fremden mit.

    Nun, wir ERwachsenen fassen in Läden auch alles Mögliche an. Kinder machen das nach. Sie wollen "begreifen". Im wahrsten Sinne des Wortes.


    Spricht deine Tochter wirklich JEDEN an? Ist sie denn wirklich mit FREMDEN mitgegangen? Ist sie nicht lediglich neugierig, zutraulich und aufgeschlossen weil sie mit fremden noch keine negativen Erfahrungen gemacht hat? Ist deine Schilderung nicht doch ein wenig übertrieben?


    Was machst du in solchen Situationen?

    Ich weiß, das mit dem Holzschneiden, war jetzt nur ein Bsp. aber da ich ja ein ähnlich willensstarkes 4 jähriges Kind habe, weiß ich was du meinst und möchte das trotzdem nochmal aufgreifen.


    Wenn wir solche "gefährlichen" Arbeiten verrichten müssen und unser Kind nicht ruhig aus sicherer Entfernung zuschauen kann, dann können solche Arbeiten eben nicht verrichtet werden, ohne das das Kind unbeaufsichtigt ist.


    Soll heißen: entweder ihr holt euch Hilfe beim Holzschneiden, sodass du die Hände frei fürs Kind hast oder das Holz muss dann geschnitten werden, wenn das Kind mal bei Oma ist....


    Alles eine Frage der Organisation.


    Auch dass das Zubettgehen 1h dauert, find ich nicht extrem ungewöhnlich.


    Unsere Tochter geht 20 Uhr ins Bett und bis 21 Uhr ist fast immer noch irgendwas ...manchmal auch bis 22 oder 23 Uhr. Ist halt so.

    Eure Tochter sucht Aufgaben, die ihr verweigert. So habe ich es verstanden.

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    Wir hatten gessten Holz geholt und müssen es heute nun mit der Kettensäge schneiden. Da kann sie nicht mit im Garten stehen. Wir haben es ihr erklärt, sie wollte nicht rein ins Wohnzimmer. Blieb erst stur stehen und dann fing eins mit dem anderen an. Beleidigungen und beschimpfungen gegen über uns. Bis zum toben und dann wurde sie reingetragen in ihr zimmer.

    Da hätte ich ihr die Aufgabe gegeben, die gesägten Holzstücke dorthin zu bringen, wo sie aufgeschichtet werden. Eventuell einmal selbst sägen lassen, also die kleinen Hände mit den großen Händen an der Maschine festhalten und führen.

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    Sie bleibt nicht bei einem und geschweige beim Wagen. Sie rennt rum, fasst alles an. Sie spricht jeden an und fasst jeden Fremden an. geht sogar mit Fremden mit.

    Aufgaben geben: Du kaufst heute die Möhren, Zwiebeln und die Milch. So verteilen, dass sie beim gesamten Rundgang beschäftigt ist. Mut zum Risiko !!! Wenn sie keine Milch kauft, ist zuhause halt keine da. Damit kann man ein, zwei Tage leben.

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    gestern mittag bis zum Abend war sie bei einer Freundin. Das Abholen war so anstrengedn, sie weigerte sich derart mit zu gehen. unter protest ist sie dann mit. im auto schrie sie alles zusammen bis nach hause.

    Vorher mit den Eltern der Freundin absprechen, ob sie übernachten kann. Bei "Zirkus" dann einfach sagen: "Okay, dann bleibst du hier" und ohne weitere Diskussion verschwinden.


    So würde ich es machen und bei drei Kindern hatten wir solche Probleme nicht. Ihr macht es auf eure Weise und könnt nicht einfach ein "fremdes" Verfahren übernehmen. Ihr traut der Kleinen gar nichts zu und seid genervt, wenn etwas auf Anhieb nicht klappt. "Lernen" heisst aber auf beiden Seiten (Eltern und Kinder), Fehler machen zu dürfen.


    Im Moment testet die euch gerade aus und beobachtet sehr genau, wie sie euch beschäftigen kann ]:D

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    Da liegt der Punkt! Ihr habt es "erklärt", aber einem so kleinen Kind die Dinge nur zu erklären – da ist es nicht. Ihr ordnet an, und PUNKT!


    Verabschiedet Euch von dem Gedanken, Kindern Grenzen zu setzen durch Verhandeln! :(v


    Nova 2014

    Der Schuß kann aber ganz übel nach hinten losgehen, wenn das Kind es nicht versteht, oder halt Grenzen gesetzt werden, die gar nicht machbar sind, bzw. vom Kind gar nicht möglich sind, einzuhalten.


    Verhandeln und drüber reden finde ich für die Klarheit schon enorm wichtig. Auch die Kleinen verstehen das schon.

    Was mir auch noch ins Auge sticht, ist die Überschrift "Tochter tyranisiert uns...."


    Ich würde mich doch von einer 5 jährigen gar nicht tyranisieren lassen. Da gibts ne Ansage, "drohen" mit Konsequenz und dann Kondequenz durchziehen. Womöglich 10x, wenn sie das nach dem 1x nicht kapiert. Aber nach dem 10x spüren von Konsequenz, düfte es auch die willensstärkste 5 jährige verstanden haben, dass tyranisieren nicht drin ist.


    Wie gesagt, wir haben auch so einen Terrorzwerg, aber wenn das Maß voll ist, ists voll und dann gibts ne klare Ansage.