• Tochter tyranisiert uns, wir wissen nicht mehr weiter

    Seit mehr als einem jahr nun wird es immer schlimmer mit dem Verhalten unserer Tochter. Klar es gibt diese Trotzphasen, aber so lange und so krass. Ständig heult sie, sie spukt uns an, tritt nach uns, schreit, hört keinen Meter auf uns. Egal wie oder was wir tun, nichts hilft. Jeden Tag ein ständiger Kampf, unsere Nerven sind am Ende. Die Ehel leidet…
  • 125 Antworten

    Auch ich halte die Distanzlosigkeit gegenüber Fremden für das beunruhigendste Symptom, weil es dadurch zu gefährlichen SItuationen kommen kann. Wobei auch das sonstige geschilderte Verhalten mehr als auffällig ist: Mit fünf Jahren sollte das "klassische" Trotzalter überstanden und Verhandlungen möglich sein.


    Wie verhält sich das Kind im Kindergarten, den sie sicher besucht? Berichten die Erzieherinnen von ähnlichen Problemen? Falls nicht, liegt der Verdacht nahe, dass die Quelle des Übels in der Eltern-Kind-Beziehung liegt: mangelnde Konsequenz, latente oder offenkundige Uneinigkeit der Eltern über die passende Reaktion, ein verstecktes schlechtes Gewissen dem Kind gegenüber und dadurch Erpressbarkeit.


    Wie auch immer: Ich würde auf jeden Fall eine Erziehungsberatungsstelle aufsuchen und am besten auch einen Kinder- und Jugendpsychiater. Vielleicht liegt eine Form von Hyperaktivität vor.

    Zitat

    Eventuell einmal selbst sägen lassen, also die kleinen Hände mit den großen Händen an der Maschine festhalten und führen.

    :-o


    Was hat eine 4-jährige an einer Kreissäge zu suchen? Meinst du den Vorschlag ernst? Selbst wenn ihre Hände von denen eines Erwachsenen geführt werden. Unfälle an einer Kreissäge passieren nicht selten.

    Zitat

    Der Schuß kann aber ganz übel nach hinten losgehen, wenn das Kind es nicht versteht, oder halt Grenzen gesetzt werden, die gar nicht machbar sind, bzw. vom Kind gar nicht möglich sind, einzuhalten.


    Verhandeln und drüber reden finde ich für die Klarheit schon enorm wichtig. Auch die Kleinen verstehen das schon.


    thunderstormy

    Nein, die Kleine verstehen das eben nicht. Was versteht ein Kind wirklich von den Gründen der Erwachsenen? Kann ein Kind den Schutz darin sehen, oder wirkt es für es selbst wie Willkür, wenn es früh ins Bett geschickt wird oder z. B. Süßigkeiten Erwachsener nicht einfach annehmen soll?


    Ich finde es sehr unglücklich, anzunehmen, ein Fünfjähriges kann sämtliche Gründe Erwachsener nachvollziehen und deshalb müssten diese sie erklären bis zum Gehtnichtmehr ...

    die von dir genannten Situationen, bei denen ich volles Verständnis habe, dass dich das nervt und das mega anstrengend ist, haben eines gemeinsam: es sind Erwachsenen-Aktivitäten, bei denen das Kind in die Rolle eines Statisten gedrängt wird.Und dafür ist eure kleine Lady einfach zu aufgeweckt und neugierig auf die Welt. Wenn du dir mal die Zeit nimmst, bereitet gemeinsam euren nächsten Einkauf vor. Aus den Prospekten schneidet sie die Sachen aus, die ihr einkaufen wollt und die klebt ihr auf ein Blatt Papier, also ihr Einkaufszettel. Und mit dem Zettel soll sie dann durchs Geschäft stiefeln. Das macht Spaß, fordert sie und vielleicht funktioniert es dann etwas ruhiger.... nur so eine Idee.

    Und abgesehen vom Verständnis des Kindes stecken "erklärende" Eltern in einer Rechtfertigungsschleife, die ein Kind sehr wohl wahrnimmt. Und UNGÜNSTIG wahrnimmt!

    DieKrümi, hast du selber Kinder? Als vierfache Mutter sage ich, dass man es mit dem Bespaßen auch übertreiben kann.


    Ein fünfjähriges Kind hat i.d.R. schon gewisse Erfahrungen gemacht. Es hat sich sicher schon mal in den Finger geschnitten oder sonstwie an der Hand verletzt, also sollte es verstehen, dass ein Unfall mit der aus Kinder- und auch Erwachsenensicht durchaus beängstigend wirkenden Kreissäge viel verheerender wäre. Was das Einkaufen angeht: Das typische Kind von fünf Jahren macht nicht so ein Theater dabei.


    Spätestens nächstes Jahr kommt das Mädchen in die Schule, schon von daher ist es dringend an der Zeit, von Profis untersuchen zu lassen, was hinter dem nervigen Verhalten steckt, sonst landet die Kleine ganz schnell in der Krank/behindert-Schublade.

    Ich rede im übrigen weder autoritärem Verhalten das Wort noch sage ich, es bedarf keinerlei Erklärungen seitens der Eltern dem Kid gegenüber – nicht dass das missverstanden wird! Eine kurze Begründung ist schon okay.


    Wir unterliegen nur der Illusion, dass dem Kind gegenüber lediglich richtig begründen werden müsse, und dann würde es auch entsprechend handeln. Das tut es in der Regel eh nicht, aus kindlichem Trotz und Aufbegehren heraus – wenn die Eltern nicht in der Lage sind, dem einen Riegel vorzuschieben.

    Zitat

    Als vierfache Mutter sage ich, dass man es mit dem Bespaßen auch übertreiben kann.

    natürlich kann man das. und ich bin ganz sicher kein Verfechter davon, dass sich das Leben nur noch um die Beschäftigung des Kindes drehen sollte. Aber genauso wenig sollten Kinder nur nebenbei laufen. Hier wissen wir nicht, wie das Verhältnis "Kinderzeit-Erwachsenenzeit" ist.

    Zitat

    DieKrümi, hast du selber Kinder?

    Ich konnte meine Kinder nicht austragen.... aber wir haben sehr viele Kinder in unserer Familie, und auch sehr gemischt.... vom grottenbraven Sonnenschein über 2 Asperger-Autisten, einer Hochbegabten, einem extrem willenstarkten "Terroristen", und einem "Monk".

    DieKruemi finde diese Idee mit dem Zettel gut, werde es mal versuchen.


    Ich gehe arbeiten 35 Std die Woche, kann daher NICHT einkaufen gehen wenn sie im Kindergarten ist. Kann dies nur am Abend oder in der Woche tun.


    Da wir nur 1 Oma haben kann ich sie auch nicht immer dort ""abgeben"". Bzw. muss sie ja nur die Treppe hoch und ist schon dort.


    Bezüglich jeden ansprechen: JA dies tut sie wirklich. Wer bist du, wie heisst du, hats du Kinder, was hast du da im Wagen.


    An der Wursttheke letztens: eine Wurst lang mir nicht, ich will noch eine. Oder an der Kasse: ich bekomme nun aber auch Geld von dir.( zur Kassiererin)

    Sie ist jeden Tag so, egal ob sie ausgepauert ist oder nicht.


    Im Kindergarten ist sie auch so.


    Sie darf nur Kindergerechte Sachen sehen.


    Kindergartenerzieherinnen und Auch die Kinderärztin sagen uns das sie das sehr wohl schon versteht.


    Sie wäre ihres Alterns ensprechend weiter als andere fast 5 Jährige. NEIN sie geht erst 2016 in die Schule, da sie Ende Okt. geburtstag hat.

    Also,


    meine Tochter ist ja mittlerweile 25.


    Aber als sie klein war, war sie ein typisches Papa-Kind.


    Ich habe viel mit ihr unternommen, Fahrradtouren, Entenfüttern, Tierpark, Arbeitswelt erklärt usw.


    Auch um meine Frau zu entlasten, ihr Bruder ist 2 Jahre später geboren. Beide Kinder per Kaiserschnitt, woran meine Frau sehr zu knappern hatte.


    Meine Tochter war auch sehr aufgeweckt, der Junge dagegen pflegeleicht.


    Aber ich habe die Erfahrung gemacht, wenn die "Große" Bespasst wurde, war sie immer zufrieden und abends kaputt. Speziell wenn wir im Sommer im Freibad waren.


    Meine Tochter und auch mein Sohn konnten schon sehr früh sehr gut schwimmen.


    Da wir nur wenig Geld zu Verfügung hatten, war Familienurlaub eben nur in Form einer Dauerkarte für's heimische Freibad drin.


    Was mir allerdings, ich arbeite als Linienbusfahrer, aufgefallen ist. Wenn kleine Kinder im Bus rumkrakelen, sind es meist Kinder von jungen Müttern, deren Mütter an ihrem Handy rumspielen als sich mit ihrem Kind zu beschäftigen. Ich bin froh, dass es damals diesen "Schei." noch nicht gab und ich /wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf unsere Kinder richten konnten.


    Und aus beiden ist was geworden.


    LG Retarder59

    Zitat

    An der Wursttheke letztens: eine Wurst lang mir nicht, ich will noch eine. Oder an der Kasse: ich bekomme nun aber auch Geld von dir.( zur Kassiererin)

    Ich lese hier vor allem von einem normalen Kind das bisher wenig natürliche Autoritiät und Grenzen kennengelernt hat. Alles was Alias beschreibt, ist im Grunde normal.


    Ich lese auch die grosse Ohnmacht der Eltern dem Verhalten gegenüber. Was brauchen den die Eltern um ein bisschen stärker in ihrer Position zu sein?

    Da die Situation eurer Familie wohl sehr komplex zu sein scheint, denke ich dass hier der Rat von Fachpersonal gefragt ist.


    Hilfreich wäre da eine Erziehungsberatungsstelle oder eine Familientherapie.


    Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Ihr euch den Mitarbeitern gegenüber offen zeigt. Da Ihr euch aber euer Problem eingesteht und mir scheint, dass Ihr zur Selbsthilfe fähig seid, sehe ich dies als eine gute Möglichkeit! @:)


    Lasst euch vom Kinderarzt und Kita - Personal nicht verunsichern, sie können nur schwer nachempfinden, wie belastend die Situation für euch sein kann!

    Also,


    meine Tochter ist ja mittlerweile 25.


    Aber als sie klein war, war sie ein typisches Papa-Kind.


    Ich habe viel mit ihr unternommen, Fahrradtouren, Entenfüttern, Tierpark, Arbeitswelt erklärt usw.


    Auch um meine Frau zu entlasten, ihr Bruder ist 2 Jahre später geboren. Beide Kinder per Kaiserschnitt, woran meine Frau sehr zu knappern hatte.


    Meine Tochter war auch sehr aufgeweckt, der Junge dagegen pflegeleicht.


    Aber ich habe die Erfahrung gemacht, wenn die "Große" Bespasst wurde, war sie immer zufrieden und abends kaputt. Speziell wenn wir im Sommer im Freibad waren.


    Meine Tochter und auch mein Sohn konnten schon sehr früh sehr gut schwimmen.


    Da wir nur wenig Geld zu Verfügung hatten, war Familienurlaub eben nur in Form einer Dauerkarte für's heimische Freibad drin.


    Was mir allerdings, ich arbeite als Linienbusfahrer, aufgefallen ist. Wenn kleine Kinder im Bus rumkrakelen, sind es meist Kinder von jungen Müttern, deren Mütter an ihrem Handy rumspielen als sich mit ihrem Kind zu beschäftigen. Ich bin froh, dass es damals diesen "Schei." noch nicht gab und ich /wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf unsere Kinder richten konnten.


    Und aus beiden ist was geworden.


    LG Retarder59