Triggerwarnung! Verbleib des Kindes wenn wir sterben sollten...

    Hallo, ich brauche eure Meinung!

    Ich habe eine Tochter mit meinem Mann, wenn wir überraschend frühzeitig sterben sollten, wollen wir das seine Eltern unser Kind groß ziehen und ich habe mich schweren Herzens dazu entschieden, dass meine Seite der Familie nur unter Aufsicht meiner Schwiegereltern Kontakt zu meinem Kind haben sollen.
    Der Grund ist, dass ich vermute, dass mein Vater pädophile Neigungen haben könnte (die Vorgeschichte ist sehr lang, ich hatte in Folge als Jugendliche schwere Depressionen, meine Mutter und mein Vater, sowie meine Schwester haben auch narzisstische Züge, obwohl sie auch sehr großzügig sein können.)

    Ich vertraue weder meiner Mutter (die mich noch nie ernst genommen hat und mir nicht glaubt) noch meiner Schwester ( sie hat mal angedeutet dass sie meinem Kind was antun wird, aus einem Streit heraus wegen einem ganz anderen Thema). Ich könnte mir vorstellen dass sie meinem Vater heimlich Zugang zum Kind verschaffen würden, könnten sie alleine Umgang mit dem Kind haben. Alle lieben meine Tochter sehr, auch mein Teil der Familie, aber aus den oben genannten Gründen werden wir das so im Testament festhalten, wie beschrieben- Umgang ja, aber nur unter Aufsicht. Mit meinen Schwiegereltern ist es bereits besprochen. Ich weiß dass das die einzig sichere und richtige Weg für meine Tochter ist, trotzdem plagt mich das schlechte Gewissen bei dem Thema. Was meint ihr dazu? In Wahrheit gibt es keinen anderen Weg aber die Vorstellung meine Stamm-Familie so zu kränken tut mir sehr weh, aber die Sicherheit meiner Tochter geht eindeutig vor, es soll ihr niemals so ergehen, wie es mir ergangen ist. Danke fürs lesen!

  • 20 Antworten

    Puh, erstmal finde ich eure Vorsorge gut und richtig :)^

    Das schlechte Gewissen kann ich dir da leider nicht wegreden, aber verstehen kann ich es sehr gut!

    Ob das juristisch ausreichend ist bei einem Verdacht kann ich allerdings auch nicht sagen???

    Letztlich entscheiden dann ja Amt und Gericht im Sinne des Kindeswohls....

    Von daher würde ich da lieber in die Tasche greifen und mir da eine Rechtsberatung suchen!!!

    Ich wünsche euch, dass dieser Fall gar nicht erst eintreten wird @:)

    Tamara_L. schrieb:


    Danke Für deine Antwort,

    Ein bisschen habe ich mich e schon erkundigt welche Rechtlichen Möglichkeiten es gibt und wir sind dabei eine Lösung zu erarbeiten. Aber wahrscheinlich hast du Recht und so ein Beratungsgespräch mit nem Anwalt wäre der nächste Schritt.
    ich brauch glaube ich für meinen Seelenfrieden nur ein wenig Zuspruch. Ich bin sehr traurig darüber dass es so ist, wie es ist. Aber ich kann es halt nicht ändern.
    @:)

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    Also ganz platt gesagt: ganz ohne berechtigte Vorsorge hättest du ja ganz sicher keinen Seelenfrieden!

    Du hast diese Entscheidung auch nicht ganz alleine getroffen, sondern mit deinem Mann.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese unter "harmlosen" oder haltlosen Umständen dann auch anders ausgefallen wäre!

    Jetzt alle Eventualitäten abdecken ist absolut richtig!

    Möglicherweise (und hoffentlich) erfahren deine Eltern ja auch niemals davon!

    Hat die Kleine denn viel Kontakt zu ihren Großeltern? Bevorzugt sie da die eine oder andere "Partei"?

    Ich finde Euren Plan auch gut und richtig, aber hoffe ebenfalls, dass der Fall niemals eintreten wird. Es wäre ja mehr als ungewöhnliches Pech, wenn ihr ausgerechnet beide vorm Erwachsenenalter des eigenen Kindes sterben würdet.

    Und mal plump formuliert: Wenn du erstmal tot bist, dann kann es dir auch egal sein, wie dein Teil der Familie auf die von dir vermachten Umgangsregeln reagieren wird.


    Du scheinst dir sehr weit reichende Gedanken und auch Sorgen zu machen.

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    kruskal_wallis schrieb:

    Und mal plump formuliert: Wenn du erstmal tot bist, dann kann es dir auch egal sein, wie dein Teil der Familie auf die von dir vermachten Umgangsregeln reagieren wird.


    Du scheinst dir sehr weit reichende Gedanken und auch Sorgen zu machen.

    Naja, nein, sicher kann ich nichts mehr machen auch „mir keine Sorgen“ wenn ich tot bin, aber ich möchte für meine Tochter ein Sorgenfreieres Fundament und dafür sollte ich Vorsorge treffen.


    Die Sorgen sind berechtigt, wie erwähnt gibt es eine lange Vorgeschichte, das sprengt aber den Rahmen. Aber welche Eltern würden sich keine Gedanken machen mit solch einer Familie. Sorgenfrei war mein Leben dank ihnen selten.

    Tamara_L. schrieb:

    trotzdem plagt mich das schlechte Gewissen bei dem Thema. Was meint ihr dazu?

    Wenn es begründeten Verdacht gibt, braucht dich da nichts plagen. Weiß dein Teil der Familie davon? Sehe nämlich keinen Anlass, die darüber überhaupt in Kenntnis zu setzen. Im unwahrscheinlichen Fall, dass ihr beide versterbt, erfahren sie es früh genug.



    Relevant ist, wer im Falle eures Todes die Vormundschaft bekommt. Das könnt ihr verfügen, ohne dafür eine Begründung ablegen zu müssen. Wer die Vormundschaft hat entscheidet dann auch, wie dein Teil der Familie Umgang haben darf. Und sie müssen sich gar nicht rechtfertigen dafür und auch nicht begründen, wenn sie eure Tochter, solange sie minderjährig ist, nicht alleine dort hin lassen würden.

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    kruskal_wallis schrieb:

    Und mal plump formuliert: Wenn du erstmal tot bist, dann kann es dir auch egal sein, wie dein Teil der Familie auf die von dir vermachten Umgangsregeln reagieren wird.


    Du scheinst dir sehr weit reichende Gedanken und auch Sorgen zu machen.

    Wir haben beide einen sehr Unfallreichen Weg in die Arbeit, natürlich hoffe ich dass immer alles gut geht, aber es gibt für nichts eine Garantie, ich habe lieber vorgesorgt für mein Kind so weit mir das Möglich ist.

    (Es sollte nur nachvollziehbar sein, aber eben ohne sich so weit aus dem Fenster zu lehnen, dass es wieder unklar ist)

    mnef schrieb:
    Tamara_L. schrieb:

    trotzdem plagt mich das schlechte Gewissen bei dem Thema. Was meint ihr dazu?

    Wenn es begründeten Verdacht gibt, braucht dich da nichts plagen. Weiß dein Teil der Familie davon? Sehe nämlich keinen Anlass, die darüber überhaupt in Kenntnis zu setzen. Im unwahrscheinlichen Fall, dass ihr beide versterbt, erfahren sie es früh genug.



    Relevant ist, wer im Falle eures Todes die Vormundschaft bekommt. Das könnt ihr verfügen, ohne dafür eine Begründung ablegen zu müssen. Wer die Vormundschaft hat entscheidet dann auch, wie dein Teil der Familie Umgang haben darf. Und sie müssen sich gar nicht rechtfertigen dafür und auch nicht begründen, wenn sie eure Tochter, solange sie minderjährig ist, nicht alleine dort hin lassen würden.

    Genau, ich hab e nicht vor mich da „ins Feuer zu werfen“ mit meiner Familie.

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    Dann sagts denen gar nicht, also null. Aber unbedingt von nem Anwalt abfassen lassen und bestenfalls auch noch einen weiteren drübersehen lassen, ob der Kollege auf alles geachtet hat.

    ich möchte nur auch nicht die Wut meiner Sippe auf die Schwiegereltern lenken, deshalb muss alles gut durchdacht und organisiert sein.

    Ich frage mich, was das für ein bombastisch gefährlicher Weg zur Arbeit ist, dass man schon Planungen fürs verfrühte eigene Ableben machen muß. Kann man da nicht auch am Weg was ändern?

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