• Undankbare Mutter - ich aergere mich so

    Meine kleine Stieftochter (9) ist durch einen Umzug in eine neue Klasse gekommen. In dieser Klasse ist ein Maedchen an Leukaemie erkrankt. Die Mutter des Maedchens hat eine Spendenseite eingerichtet, auf der mein Freund und ich (anonym) $500 gespendet haben. Hier in den USA uebernehmen Krankenkassen leider nur einen kleinen Teil der Behandlungskosten,…
  • 130 Antworten

    Es ist ganz normal, dass man Kinder nicht nicht immer mit allen Realitäten der Welt konfrontiert.

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    Sie hat etwas gemacht, was sie ursprünglich toll fand. Wenn man sich die Reaktion der Mutter ansieht, war es wohl rückblickend betrachtet ein Fehler.

    Wie bereits erwähnt, kommt das Geld ja dem Kind zugute und nicht der Mutter. Vor diesem Gesichtspunkt ist es für das kranke Kind doch vielleicht sogar ganz gut, dass nicht alle Rahmenbedingungen bekannt waren/sind. Es kann ja nichts dafür.

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    Warum sollte man ihr die Chance nehmen, aus diesem Ärgernis zu lernen?

    Sie ist ein Kind. Sie kann über die Situation gegebenenfalls nicht reflektieren wie eine Erwachsene. Ich fände es bedauerlich, wenn ihre in meinen Augen sehr schöne, mitmenschliche Einstellung eventuell durch die Reaktion EINER nicht repräsentativen Erwachsenen zerstört oder zumindest beeinträchtigt wird.

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    Ich fände es bedauerlich, wenn ihre in meinen Augen sehr schöne, mitmenschliche Einstellung eventuell durch die Reaktion EINER nicht repräsentativen Erwachsenen zerstört oder zumindest beeinträchtigt wird.

    Ja, da bin ich ganz Deiner Meinung. Man würde das Kind mit dem Bade ausschütten, wenn die Konsequenz aus dieser einen Reaktion wäre, gar nicht mehr zu spenden.


    Gerade deshalb finde ich es wichtig, die Situation zu reflektieren und Konsequenzen für sich persönlich daraus zu ziehen.


    Das ist in meinen Augen Sache des Kindes, auch wenn sie dafür den Beistand ihrer Eltern benötigt.

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    Sie ist ein Kind. Sie kann über die Situation gegebenenfalls nicht reflektieren wie eine Erwachsene. Ich fände es bedauerlich, wenn ihre in meinen Augen sehr schöne, mitmenschliche Einstellung eventuell durch die Reaktion EINER nicht repräsentativen Erwachsenen zerstört oder zumindest beeinträchtigt wird.

    Das denke ich auch. Ihr fehlt mit 9 Jahren die Reife diese komplexe und asoziale Aktion zu verstehen. Sie wuerde wahrscheinlich sehr traurig werden, sich vielleicht sogar noch schaemen. Und das ist das Letzte was wir wollen.


    Bis jetzt gab es eine Rueckmeldung auf meinen Kommentar, von der Mutter einer anderen Klassenkameradin. Sie hat geschrieben sie findet es schoen dass auch Kinder spenden und jeder Betrag zaehlt.

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    Ich wäre da im Nachhinein auch so unsagbar sauer, dass mir meine große Spende und der Zwanni meiner Tochter soo leid täten, dass ich das Geld zurückholen würde, wenn es geht. Vorher würde ich der Alten aber brühwarm mitteilen, dass sie nun um 520 Dollar ärmer ist.


    Ok, ist schade dem kranken Kind gegenüber, aber die verletzten Gefühle meiner kleinen Tochter und meine verletzten Gefühle wären mir in dem extremen Fall wichtiger.

    Ich glaube, die verletzten Gefühle sind weniger wichtig als der Krebs des Kindes. Insofern wirklich super, wie die TE reagiert. Ich habe da ganz großen Respekt davor.


    Wie hat hier jemand so schön formuliert: Auch Arschlöcher haben kranke Kinder. Den fand ich gut :)^


    Liebe Skinnylove, ich bin sehr gespannt, wie auf deine Antwort reagiert wird.


    Ich hätte mir wahrscheinlich auch nicht verkneifen können zu erwähnen, dass da schon einiges an Geld geflossen ist. Kindisch hin oder her, das hätte raus gemusst.

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    Bis jetzt gab es eine Rueckmeldung auf meinen Kommentar, von der Mutter einer anderen Klassenkameradin. Sie hat geschrieben sie findet es schoen dass auch Kinder spenden und jeder Betrag zaehlt.

    Na bitte, das wäre mal ein erster Anfang und eine durchaus positive Reaktion.


    Mich wundert es nicht sonderlich, dass es bisher noch keine weiteren Kommentare gibt. Die, die das gelesen haben, dürften wohl allgemeinhin ebenso per Plex, irritiert und ungläubig geschaut haben, wie wir alle hier.

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    Ihr fehlt mit 9 Jahren die Reife diese komplexe und asoziale Aktion zu verstehen. Sie wuerde wahrscheinlich sehr traurig werden, sich vielleicht sogar noch schaemen. Und das ist das Letzte was wir wollen.

    Ich würde sagen, es ist ein Grund traurig zu sein, weil sie es sich sicherlich anders vorgestellt hat.


    Einen Grund zu schämen sehe ich jedoch nicht.


    Sie kann nur lernen, mit ihrer Trauer umzugehen, wenn sie deshalb auch traurig sein darf.


    Sie kann nur lernen, dass es kein Grund ist, sich zu schämen, wenn man es ihr sagt.


    Aber, wie gesagt, das ist meine Denkweise. Wenn andere da anders denken, warum nicht?

    Es gibt für Kinder genug Situationen im Alltag, an denen sie wachsen und aus denen sie lernen können. Man muss nicht zwangsläufig alle mitnehmen. Immer schön Step by Step.


    Wenn die Kleine es gerade eh nicht so leicht hat, kann sie damit auch überfordert sein. Da sollte man auf die Eltern vertrauen, dass sie das am Besten einschätzen können.

    So mittlerweile kamen noch zwei Kommentare, beide von Leuten, die ich nicht kenne.


    Eine hat geschrieben "umm what?? not enough!" Wobei ich nicht weiss ob sie das auf meinen Kommentar, oder das Original Posting der Mutter bezog.


    Eine andere hat geschrieben dass sie denkt dass der Spender einfach helfen wollte.


    Von der Mutter selbst kam bis jetzt keine Antwort.

    Ich denke auch nicht das die Mutter weiter darauf eingehen wird. Irgendwas zieht sie sich ja aus diesem Post - sonst hätte sie ihn nicht gemacht. Verfolge ihn nicht zu lange, damit machst du dich nur selbst verrückt. Melde ihn lieber und gib ihr selbst ein kurzes Statement. Denken muss sie dann für sich selbst.


    Und packt eurer Kleenen 20$ aufs Sparbuch. ;-)

    Das ist auch eine Idee!


    Und im übrigen bin ich der Meinung, jeder Leser kann sich einen eigenen Reim darauf machen, was die Mutter geschrieben hat.


    Ich verstehe nicht, warum ihr ??also diejenigen, die meinen, man müsse auf den Kommentar reagieren?? meint, irgendjemand würde die Tochter kritisieren, weil sie $20 gespendet hat.

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    Ich verstehe nicht, warum ihr ??also diejenigen, die meinen, man müsse auf den Kommentar reagieren?? meint, irgendjemand würde die Tochter kritisieren, weil sie $20 gespendet hat.

    ??? Vielleicht verstehe ich jetzt deinen Einwand nicht ganz, aber genau darum dreht sich doch der Faden!? Oder wie war der Post der Mutter in deinen Augen zu werten? ":/

    Schon... allein durch ihren Post stachelt die Mutter doch alle an, ihr zuzustimmen, dass das doch viel zu wenig Geld ist.


    Da werden Selbstlosigkeit, Hilfsbereitschaft und noch ganz andere wunderbare Eigenschaften einfach unter den Tisch gekehrt, weil es ist ja "zu wenig"! Ich nenne das Kritik mal Tausend. Unverschämte, unberechtigte und asoziale Kritik in meinen Augen.


    Wenn da keiner ein Gegenwort ergreift (wie jetzt die TE mit ihrem Post, was ich genau so gemacht hätte), wäre das einfach so stehengeblieben. So ist wenigstens ein Denkanstoß geliefert worden, an die Mutter und alle anderen, die das lesen.


    Mich schockiert ehrlichgesagt aber auch sehr, dass da andere User der Mutter unter ihrem Post zugestimmt haben. Was ist da denn nur los? :-o

    Zitat

    Mich schockiert ehrlichgesagt aber auch sehr, dass da andere User der Mutter unter ihrem Post zugestimmt haben. Was ist da denn nur los? :-o

    Allerdings. >:(


    Macht völlig sprachlos, diese ganze Nummer. Ich meine, wenn da jetzt 30 Leute 20 Dollar spenden (hmm...dazu sollten wir uns spaßeshalber mal verabreden ;-D ), meckert sie dann auch noch? ":/