• Unser Kind hat ADHS und die ganze Familie leidet

    Unsere Tochter ist 8 Jahre alt. Ziemlich früh ist bei ihr ADHS festgestellt worden. Seit ihrer Geburt haben wir geahnt, dass sie anders ist, konnten aber nie nach irgendwas greifen. Aufgefallen ist uns unter anderem ihre extreme Angst vor lauten Geräuschen, und noch vieles mehr.Am Ende waren wir als Familie so geschwächt, dass selbst eine Mutter Kind Kur…
  • 94 Antworten

    Hallo, *:)


    Unsere kleine wird im September 6 Jahre alt. 8-) Ich möchte es bei ihr halt anders machen als bei der großen (ist denke ich auch verständlich). Bei der großen sind wir "sehr" frühzeitig von Arzt zu Arzt gerannt. Meine Familie im Nacken und das schlechte Gewissen, (ich muss alles tun, um herauszufinden was mit dem Kind los ist, und wenn ich das in der Sicht meiner Familie nicht getan habe, hatte ich ein schlechtes Gewissen.) Das soll anders bei der Kleinen sein. So lange ich nicht merke, dass sie wirklich große Probleme hat, beobachte ich erst mal nur. Was die Ängste angeht, war ich mit ihr schon bei einer Kinderpsychologin. Sie hat zu dem damaligen Zeitpunkt ( ca. 6 Wochen) keine großen Angsprobleme gesehen. Die waren zu der Zeit auch wieder besser. Was sie allerdings bemerkt hat war, dass unsere Tochter sehr wenig Selbstwertgefühl hat. Und das ist erschreckend, denn sie war bis letztes Jahr Oktober ein Kind, dass vor Selbsbewustsein nur so strotzte :)z. Wen sie was lernen wollte, oder wir ihr was gezeigt haben, dann war das mit Geduld und Liebe verbunden. Wir wussten von Anfang an, dass sie Ehrgeiz besitzt. Den hat sie jetzt zwar auch noch, aber der ist schon fast krankhaft. Sie frißt sich selber auf mit ihrem eigenen Druck :°(. Ich hatte schon Gespräche mit dem Kindergarten, und ich glaube hier liegt der Hund begraben. Sie hat solch große Angst was falsch zu machen, habe sie darauf angesprochen (wie es halt geht mit einer 5 jährigen) bekomme aber aus ihr nur bedingt was raus. Mit dem KG hatte ich schon viele Gespräche, vor allem in letzter Zeit, aber die würden selber nie zugeben wenn sie was falsch machen :(v. Vor knapp 4 Wochen hatte ich ein ziemlich heftiges Gespräch mit der Erzieherin, die die kleine grundlos angeschrien hat, und sie hat mir dies auf den Kopf hinzu gesagt das das tatsächlich stimmt. "Kein Wunder, wenn ein Kind nach so vielen, immer gleiche Aufträge es nicht versteht, was man von ihm will."(anschreien ist schon heftig, aber das grenzt schon fast an mobbing) dass ich, wenn ich mir das bildlich vorstelle, wie meine kleine da reagiert, bzw. nicht reagiert:°( ich fast heulend zusammenklappe :°(:°(. Ich muss allerdings auch aufpassen, dass alles was ich für meine Tochter tue, nicht auf sie zurückfällt. Wenn es nicht besser wird, sehe ich mich gezwungen, sie in eine andere Gruppe zu geben. Dort kennt sie halt sehr wenig Kinder. Ist das die richtige Lösung??

    Hallo, ich will hier gar nicht eure Diskussionsrunde mit meinen Fragen stören aber hier sind einige Betroffene und auch sehr erfahrene Mütter dabei, dass ich einfach mal frage...


    Also mein Sohn wird erst im August drei, ist also sehr jung aber ich werde das Gefühl nicht los, dass er AD(H)S hat. Im Moment ist es ganz schlimm und ich bin echt mit den Nerven am Ende manchmal.. Ich weiß dass es für eine sichere Diagnose noch viel zu früh ist aber ihr habt ja sicher auch schon vor den Diagnosen eurer Kinder große Auffälligkeiten bemerkt? Deshalb meine Frage: Kommen euch folgende Dinge bekannt vor?:


    1. er hört ÜBERHAUPT nicht auf mich, also wirklich nicht übertrieben - er hört auf nichts was ich sage, egal ob freundlich und in Augenhöhe oder mit Androhung von Strafe(Sandmännchen darf nicht geguckt werden, keine Süßigkeiten, ab ins Zimmer etc.), noch mit Schimpfen (Ganz großes Problem ist momentan, dass er einfach auf die Straße rennt, wenn ich es ihm extra vorher sage, dass er es nicht tun soll, wirds natürlich erst recht gemacht und wenn ich nichts sage macht er es auch total gedankenlos)


    2. er hört oft auch gar nicht erst zu, es ist dann schwierig seine Aufmerksamkeit zu erhaschen, damit er wenigstens akustisch und geistig wahr nimmt was man zu ihm sagt


    3. er ist sehr aggressiv, wenn es nicht so läuft wie er sich das vorstellt (irgendetwas gelimgt ihm nicht oder er darf etwas nicht oder ich sage aus einem anderen Grund nein, wenn etwas z.B. gefährlich ist, ich erkläre ihm ja auch fast immer warum nicht). Das äußert sich dann in Schreien, Gegenstände schmeißen oder ganz beliebt ist auch schlagen, treten und beißen


    4. er hat vor mir absolut gar keinen Respekt (Bitte nicht mit Angst vor mir verwechseln, das will ich nicht, ich möchte nur, dass er mich als Mama ernst nimmt und auf mich hört und auch mal lieb zu mir ist), denn er haut am liebsten mich und das nicht nur wenn er wütend ist auf mich oder auf andere (dann krieg ich es nämlich auch ab), sondern auch wenn ich mit ihm spiele oder tobe. Dann steigert er sich so ins Spielen und Toben hinein, dass er ganz wild ist und mit Spielsachen auf mich einschlägt. Da hilft dann auch gar nix, nicht wenn ich es ihm erkläre und sage, dass das nicht lustig ist (denn er lacht dabei) und mir das weh tut, nicht wenn ich das Spielen dann abbreche (dann wird er wütend und haut deshalb), nicht wenn ich versuche das Schlagen durch festhalten seines Armes zu verhindern (dann wird er noch wilder) und auch nicht wenn ich ihn mal damit zurückhaue (keine Angst, ich schlage ihn nicht!)..


    5. er hat wohl ein grundsätzliches Respektproblem mit Frauen, denn er verhält sich bei Oma oder Betreuerin im Miniclub oder beim Turnen genauso wie mir gegenüber.. Bei Männern (Papa, Opa) versucht er natürlich auch seinen Willen durchzusetzen aber wenn einer der beiden was sagt, dann hört er meistens..


    Ich möchte nur wissen, ob das bei euch auch so gewesen ist bis man die Diagnose gestellt hat. Ich weiß echt nicht mehr weiter...:°(

    Hallo ...


    Ich bin 13 und habe sehr große Probleme, genau wie sie hier beschrieben sind, allerdings weiß ich nicht genau was ich hab und will auch nicht zu Arzt. Bin 13 Jahre alt und seit ein paar Jahren sehr seltsam geworden ...


    Faden: Burn out Syndrom und ADHS

    Hallo Mäuschen,


    endlich mal eine Mama, deren Kind auch noch so klein ist! Bei den meistenMein Sohn wird erst im November 3. Bei ihm ist ADHS auch schon so ausgeprägt, dass ich abends echt froh bin, wenn er im Bett ist und ich mal durchatmen kann.


    Ich habe -leider erst- im Juli einen Termin bei einem Kinderpsychiater, der auch gleichzeitig Kinderarzt ist. Die Arzthelferin meinte, Frühförderung (Ergotherapie) wäre bei so jungen Patienten ein wenig hilfreich. Werde mich mal überraschen lassen. Morgen gehe ich erstmals in eine Selbsthilfegruppe. Bin gespannt, was mich da erwartet und ob ich noch einige gute Tipps im Umgang mit ihm bekomme.

    Oh zu schnell...


    Wollte noch schreiben, dass diese Diagnose bei den meisten frühestens im Kindergartenalter festgestellt wird.

    Hallo Mäuschen

    Zitat

    1. er hört ÜBERHAUPT nicht auf mich, also wirklich nicht übertrieben - er hört auf nichts was ich sage, egal ob freundlich und in Augenhöhe oder mit Androhung von Strafe(Sandmännchen darf nicht geguckt werden, keine Süßigkeiten, ab ins Zimmer etc.), noch mit Schimpfen (Ganz großes Problem ist momentan, dass er einfach auf die Straße rennt, wenn ich es ihm extra vorher sage, dass er es nicht tun soll, wirds natürlich erst recht gemacht und wenn ich nichts sage macht er es auch total gedankenlos)

    Bei unserer Tochter hat es schon im Säuglingsalter angefangen. Natürlich haben wir das nicht annähernd gewußt und die eigentliche Diangnose erfuhren wir erst als sie 6 Jahre alt war.


    Ganz so schlimm wie Du es jetzt beschreibst, war es bei uns nicht, (als unsere in dem alter von euerm Kind war) aber man hat uns hingewiesen, mal die Ohren unserer Tochter untersuchen zu lassen. Denn wenn ein Kind nichts hört oder nur wenig, muss es ja aggressiv reagieren, wenn es nichts versteht. Hat sich zwar nicht bestätigt, aber vielleicht wär das ja erst mal was für Euch?

    Zitat

    2. er hört oft auch gar nicht erst zu, es ist dann schwierig seine Aufmerksamkeit zu erhaschen, damit er wenigstens akustisch und geistig wahr nimmt was man zu ihm sagt

    Das ist das was ich von meiner Tochter kenne und auch jetzt bei der jüngeren ab und zu beobachte. Ich sage es wieder und noch mal, aber sie müssen mit Konsequenzen rechnen, wenn das nicht klappt was wir vorher vereinbart haben.

    Zitat

    3. er ist sehr aggressiv, wenn es nicht so läuft wie er sich das vorstellt (irgendetwas gelimgt ihm nicht oder er darf etwas nicht oder ich sage aus einem anderen Grund nein, wenn etwas z.B. gefährlich ist, ich erkläre ihm ja auch fast immer warum nicht). Das äußert sich dann in Schreien, Gegenstände schmeißen oder ganz beliebt ist auch schlagen, treten und beißen

    Oh ja. Da kann ich mitreden. Wenn bei meiner großen was nicht so funktioniert flippt sie total aus. Das war in dem alter von 3 Jahren auch so, allerdings nicht so ausgeprägt wie heute.

    Zitat

    4. er hat vor mir absolut gar keinen Respekt (Bitte nicht mit Angst vor mir verwechseln, das will ich nicht, ich möchte nur, dass er mich als Mama ernst nimmt und auf mich hört und auch mal lieb zu mir ist), denn er haut am liebsten mich und das nicht nur wenn er wütend ist auf mich oder auf andere (dann krieg ich es nämlich auch ab), sondern auch wenn ich mit ihm spiele oder tobe. Dann steigert er sich so ins Spielen und Toben hinein, dass er ganz wild ist und mit Spielsachen auf mich einschlägt. Da hilft dann auch gar nix, nicht wenn ich es ihm erkläre und sage, dass das nicht lustig ist (denn er lacht dabei) und mir das weh tut, nicht wenn ich das Spielen dann abbreche (dann wird er wütend und haut deshalb), nicht wenn ich versuche das Schlagen durch festhalten seines Armes zu verhindern (dann wird er noch wilder) und auch nicht wenn ich ihn mal damit zurückhaue (keine Angst, ich schlage ihn nicht!)..

    Der fehlende Respekt ist bei uns auch fast schon an der Tagesordnung, sie lacht zwar nicht dabei, aber die provokation ist deutlich zu sehen. Wenn es zu doll wird halte ich auch meine große mal fest am Arm fest, sie reagiert natürlich gereizt, aber Du bist die Mama und wenn eine Regel aufgestellt wird, muss diese eingehalten werden. Und ganz ehrlich? Mir ist schon ab und an mal die Hand ausgerutscht. Es ist nicht ok, aber ich habe später mit ihr darüber geredet.

    Zitat

    5. er hat wohl ein grundsätzliches Respektproblem mit Frauen, denn er verhält sich bei Oma oder Betreuerin im Miniclub oder beim Turnen genauso wie mir gegenüber.. Bei Männern (Papa, Opa) versucht er natürlich auch seinen Willen durchzusetzen aber wenn einer der beiden was sagt, dann hört er meistens..

    Auch das kann ich bedingt bestätigen. Bei meinem Mann ist unsere große so ganz anders als bei mir. Aber ich glaube auch, dass das daran liegt, dass er seltener zu Hause ist und deshalb oft mehr Geduld zeigt, sich anders gibt wie ich. Merkt sie allerdings, dass wir zwei, also mein Mann und ich nicht ganz einer Meinung sind, kann es gut sein, dass auch mal er den kürzeren zieht. Allerdings muss ich als Mama sagen, dass ich 100% hinter meinem Mann stehe, er aber noch in der Lernphase ist und unsere Tochter das spitz griegt.


    Kinder sind so schlau und haben für so was eine sehr sensible Antenne, und sie versuchen immer das beste für sich rauszuschlagen.

    Hallo Feuerblick,

    Zitat

    Ich bin 13 und habe sehr große Probleme, genau wie sie hier beschrieben sind, allerdings weiß ich nicht genau was ich hab und will auch nicht zu Arzt. Bin 13 Jahre alt und seit ein paar Jahren sehr seltsam geworden ...

    Wie sieht die Veränderung denn aus?

    @ frankee

    Ja, ich habe oft auch das Gefühl von anderen mit diesem Problem, bzw. mit meiner Vermutung nicht ernst genommen zu werden. Ich glaube vielew denken wenn ich mit ihnen darüber spreche einfach, ich sei mit der Erziehung überfordert und krieg meinen Sohn einfach nicht in den Griff... Sicher im weitesten Sinn bin ich ja auch überfordert aber nur weil alle Erziehungsmittel die ich schon versucht habe nichts bringen... Und ich bin dann auch so traurig, weil ich mir so sehr unseren Sohn gewünscht habe (hatte vorher zwei Fehlgeburten) und wie jede Mama eigentlich alles richtig machen wollte.. Aber schön, dass ich nicht allein mit meinem Verdacht bin :)_

    @ siversternchen

    Danke für deine ausführliche Antwort! Deinen Übereinstimmungen zufolge hege ich immer mehr die Vermutung dass er ADS hat... Ich habe Mitte April einen Termin bei einer Pädagogin, die Fragen zu Erziehung etc. beantwortet. Ich werde ihr mal alles schildern und wenn das auch nicht weiter hilft, dann muss ich nochmal (hab schon zweimal) mit dem KA sprechen, ob es nicht sinnvoll ist jetzt mal zum Psychologen zu gehen... Ich habe das Gefühl dass ich ihn sonst verliere und das macht mich sehr traurig, denn ich bin wieder ss im 6.Monat und möchte nicht dass es noch schlimmer wird, wenn sein Brüderchen da ist...

    Hey:)_


    Herzlichen Glückwunsch!


    Ich glaube es ist prinzipiell eine gute Entscheidung mal einen Kinderpsychologen einzuschalten, denn dieser wird wahrscheinlich genau wissen was zu tun ist :)^. Vor gar nicht langer Zeit, schau mal ein paar Einträge vorher, hatte ich auch an mir gezweifelt :)z. Nun das tue ich heute auch noch, aber devnic hat mir echt geholfen, und ich hoffe ich kann weiterhin von ihren Ratschlägen provitieren. Mach nicht den Fehler und gib Dir die Schuld :|N. Denn Du bist es nicht. Was mir auch wahnsinnig schwer fällt, ist nicht auf das zu achten, was andere denken oder sagen. Ich habe ja mehr mit denen ein Problem, die nichts sagen. Und ich mache es mir immer und immer


    wieder zum Vorsatz. Das solltest Du auch tun. Für Dich, Dein(e) Kind(er);-) Deine Familie!!!


    Und nimm Dir Zeit für Dich. Um Kraft zu haben für Deinen Sohn, musst Du Kraft tanken.


    Ich wünsch Dir alles Liebex:)

    Ja, was du schreibst erscheint mir ja auch alles richtig und ich würde dasselbe wahrscheinlich einer freundin raten aber du weißt ja selbst, wenn man selbst betroffen ist, dann ist das locker bleiben unheimlich schwer.. Mir ist auch schon die Hand ausgerutscht und ich habe mich so schlecht wie noch nie in meinem Leben gefühlt und ich weiß auch, dass ich oft zu schnell auf die Palme gehe... Ach ich möchte ja einfach nur wissen warum er so ist wie er ist, damit ich es verstehen kann und wenn es ADS sein sollte, dann würde ich vielleicht vieles nicht mehr so persönlich nehmen, denn oft denke ich mir "warum macht er das, warum ist er so gemein zu mir, wo ich mich doch so bemühe ihm ein schönes Leben zu bereiten und ihn so doll lieb habe x:)". Vertraute sagen zwar immer, dass ich mir nichts einreden soll, er hätte mich schließlich lieb aber manchmal habe ich einfach das Gefühl, er sagt das nur, weil ich ihm sage, dass ich ihn lieb habe :°( Ja, ich rede mir das wahrscheinlich ein, ich weiß aber es ist so schwer sein Verhalten zu verstehen und nicht nicht falsch zu verstehen.. Ich warte jetzt erstmaldas Gespräch mit der Pädagogin Mitte April ab und dann entscheiden wir mal weiter :-|

    Hallo und guten Morgen,


    ihr müsst nicht immer davon ausgehen, es könnte ADHS sein... Es wird heute sehr schnell damit abgetan und kurzerhand zu schweren Mitteln gegriffen....


    Eure Kinder sind teilweise noch sehr jung und Sie sind in diesem Alter oft schwierig, aber mit einem strukturierten Tagesplan, gelingt es auch die Kleinen zubändigen...


    Ich weiß selbst aus eigener Erfahrung wie schwer man es mit einem ADHS Kind hat, aber sicher fühlt sich das KInd dadurch auch nicht gerade wohl.... Ich habe damals meinen Sohn in allem mit einbezogen und habe sämtliche Methoden versucht und was wirklich zuletzt geholfen hat war ein Homöopath und ein immer wiederkehrender gleichbleibender Tagesablauf... Denn jegliche Veränderung bei den Kindern wirft Sie wieder zurück...


    Im übrigen sind ADHS Kinder HOCHBEGABT und dieses sollte auch gefördert werden...


    Lieben Gruß und alles Gute, Sabine@:)

    Zitat

    Ja, was du schreibst erscheint mir ja auch alles richtig und ich würde dasselbe wahrscheinlich einer freundin raten aber du weißt ja selbst, wenn man selbst betroffen ist, dann ist das locker bleiben unheimlich schwer..

    Da geb ich Dir absolut recht, als "außenstehende" kann man sehr gut Ratschläge geben. Aber glaub mir, ich bin oft so am Boden, dass ich denke ich pack das nicht mehr. Wenn mein Mann nicht wäre..... Hut ab an alle die alleierziehend sind :)^. Habe ich mich falsch ausgedrückt, so tut es mir leid. Es ist für mich ganz bestimmt nicht angenehm, wenn mir die Hand ausrutscht, aber ich wollte damit nur sagen, dass es passieren kann, aber wenn es passiert, mit dem Kind dann darüber reden sollte. Was Sabine67 schreibt ist natürlich absolut richtig. Ich glaube auch, es wird vorschnell diagnostiziert. Aber wenn es von einem Facharzt festgestellt wird, mit Tests und allem was dazu gehört, kann man dem (ich zumindest) Glauben schenken.


    Als wir nicht wussten was mit unserer Tochter los war, waren wir einfach nur verunsichert. Die Ärtze sagten es sei nichts, andere sagten sie sei Entwicklungsverzögert ohne ADS. Und ich hatte mich zu dem damaligen Zeitpunkt gewehrt der Therapeutin von Vanessa zu glauben, denn die sagte ohne Medikamente bekommen wir das so nicht in den Griff. Und erst als ich einen weiteren Test habe machen lassen, und sie zusätzlich an einer Diagnostikschule getestet wurde (Ich weiß nicht genau was das für ein Test ist, aber die haben gesagt es ist auf jeden fall angebracht sie in dieser Schule einzuschulen) habe ich zugestimmt mit den Tabletten. Aber glaub mir, es ging uns echt mieß dabei. Ich wollte nicht, dass jeder denkt ich will mein Kind mit Medis kontrollieren. Heute sage ich, es war die richtige Entscheidung. Aber deswegen leichter mit ihr umgehen kann ich auch nicht. Ich verstehe ihre denkweise nicht und die unkontrollierten Ausbrüche bringen mich oft an den Rand des Wahnsinns. Ich sage für mich, ich habe ein ADHS Kind und sie kommt "relativ" gut damit klar, aber die Familie ist noch lange nicht "ADS tauglich". Denn es geht ja nicht nur um das Kind, sondern das drum herum, das Umfeld ist wichtig. Der kontinuierliche Ablauf jeden Tag, eine strenge, liebevolle aber konsequente Erziehung.... Und da bin ich nicht alleine. Mein Mann kam lange Zeit nicht damit klar, und auch ich habe Phasen in denen ich ungewollt quer schiese. Wir wollen das richtige tun und es ist gerade absolut das falsche. Und wieder fangen wir von vorne an, so fühlt es sich zumindest sehr oft an. Das schlimme ist, die Kinder (im grunde genommen jedes Kind, aber diese ganz besonders) haben eine so feine Antenne, wenn sich die Eltern nicht einig sind zb., das muss das Kind nicht mal mitbekommen haben, aber es spürt, dass was ungeklärt ist und holt daraus seinen Vorteil. Bei uns ist es so; einmal eine Ausnahme und wir haben verloren, denn sie ist sich sicher dass es morgen wieder so kommen wird und der Kampf fängt von vorne an. Ich will ihr was gutes tun, aber ich schade ihr im Grunde genommen. Und diesen Kreislauf zu unterbrechen ist der Anfang vom Erfolg. So sehe ich das.

    @ Sabine67

    Hallo.. Ich möchte ja gar nicht eine schnelle ADS-Diagnose, damit ich sagen kann, "so, er ist so, weil er ADS hat". Mir wäre es lieber er kein ADS und ich mache irgendwas in der Erziehung falsch, dass ich dann ändern könnte! Mir ist auch durchaus bewußt dass diese Diagnose oft viel zu voreilig getroffen wird, das will ich gar nicht. Ich will ihn ja nicht zu zehn verschiedenen Ärzten zerren und ihn mit Medis vollpumpen, damit ich meine Ruhe habe. Ich möchte einfach nur seine Gedanken und sein verhalten verstehen, das warum verstehen.. Ich weiß, dass mir niemand jetzt schon sagen kann ob er ADS hat oder nicht aber manchmal muss man auch einfach mal was loswerden und sich Sorgen von der Seele reden und das erscheint mir hier der richtige Ort dafür zu sein.. Also wie gesagt, ich habe diese Befürchtung aber ich wünsche es mir anders und gerate nicht in Panik wenn es so sein sollte. Mein Ziel ist nur meinen Sohn zu verstehen.;-)

    @ Silversternchen

    Nein, du hast dich nicht falsch ausgedrückt, ich hab schon verstanden wie du das meinst :)_


    Ich wollte nicht, dass jeder denkt ich will mein Kind mit Medis kontrollieren. Heute sage ich, es war die richtige Entscheidung. Aber deswegen leichter mit ihr umgehen kann ich auch nicht.


    Genau das möchte ich auch nicht, dass man von mir vorschnell denkt, ich würde es mir einfach machen und sein Verhalten auf ADHS schieben und ihn dann mit Medis vollpumpen, damit es für mich einfacher ist. Eben nicht, ich habe mich mit dem Thema ADHS schon ein wenig auseinandergesetzt und gelesen und weiß daher auch, dass es mit Medis eben nicht getan ist (mal abgesehen davon dass die Medis ja umstritten sind, was Langzeitfolgen und Nebenwirklungen angeht), sondern dass da ein konsequenter "Lebensplan" für das Kind und die Familie dazugehört und das ist sicher nicht leicht.. Ich bewundere also jede Mutter, bzw. alle Eltern, die mit ADS-Kindern ihr Leben meistern, ob mit oder ohne Medis.. Und ehrlich gesagt, mir ist es wurscht ob AD(H)S eine Krankheit, eine Störung oder sonstwas ist! Das sind für mich nur Bezeichnungen und ich finde keine davon beleidigend, selbst wenn man es als Behinderung deklarieren würde. Es wird so oft wegen der Umschreibung gestritten, das ist doch albern.. Wenn ich Krebs habe ist es mir auch egal ob es eine Krankheit oder behinderung ist. Ich will dann nur, das mir geholfen wird. Und so gehts mir mit meinem Sohn auch. Mir ist es nur wichtig, dass uns geholfen wird besser miteinander klar zu kommen und ob ich etwas in der Erziehung falsch mache oder ob er ADS hat ist dabei für mich eher nebensächlich. Hauptsache ich weiß was los ist und kann dann entsprechend handeln. Ich hoffe das ist jetzt nicht überheblich oder gleichgültig rüber gekommen - ich liebe meinen Sohn mehr als alles andere auf der Welt und möchte nur glücklich sein und werde alles tun was notwendig ist, nur weiß ich noch nicht was mit ihm los ist, damit ich endlich das "Richtige


    " machen kann

    Ach so und ich habe mich von niemandem hier angegriffen gefühlt, nicht dass sich das jetzt so bei mir liest. Ich weiß das alle hier nur ihre Erfahrungen und Tips widergeben und dafür bin ich auch sehr dankbar... Ich wollt das nur mal so loswerden :)_@:)

    @ silversternchen:

    Zitat

    Wir wussten von Anfang an, dass sie Ehrgeiz besitzt. Den hat sie jetzt zwar auch noch, aber der ist schon fast krankhaft. Sie frißt sich selber auf mit ihrem eigenen Druck :°(.

    das wort "krankhaft" macht mich ein wenig stutzig. recht viele kinder mit adhs neigen zu zwangsverhalten und/oder tics als komorbiditätsstörung.


    gibt es bestimmte dinge, die immer "gleich" ablaufen müssen? z.b. ne bestimmte reihenfolge beim anziehen? oder ne bestimmt anordnung der farbstifte? "muss" sie z.b. immer hände waschen, wenn sie was (scheinbar) schmutziges angefasst hat? versuche, das mal im auge zu behalten, aber ohne ZU viel zu interpretieren.... und wenn du mehrere fragen mit ja beantworten kannst, melde dich nochmal, dann schreib ich da noch was dazu.

    Zitat

    Wenn es nicht besser wird, sehe ich mich gezwungen, sie in eine andere Gruppe zu geben. Dort kennt sie halt sehr wenig Kinder. Ist das die richtige Lösung ??

    im zweifelsfall JA! wann wird sie denn eingeschult? für die wenigen wochen bis zum sommer würde ich jetzt nicht mehr unbedingt wechseln, aber wenn noch ein ganzes jahr bis zur einschulung ist, würde ich es mir überlegen. entscheidend ist das befinden des kindes. wenn sie sich grundsätzlich dort nicht wohl fühlt (und nicht nur "mal" keine lust auf kindi hat, denn das haben alle mal..) macht ein jahr dort mehr an ihrem selbstwert kaputt, als es nützen könnte, bei ihren freunden zu bleiben.

    @ mäuschen

    Zitat

    aber ich werde das Gefühl nicht los, dass er AD(H)S hat. Im Moment ist es ganz schlimm und ich bin echt mit den Nerven am Ende manchmal.. Ich weiß dass es für eine sichere Diagnose noch viel zu früh ist aber ihr habt ja sicher auch schon vor den Diagnosen eurer Kinder große Auffälligkeiten bemerkt?

    bei meinen kindern ist bzw. war es ganz genau so. jedoch treten die dinge, die du beschreibst, bei den meisten kindern während der trotzphase auf;-) bei adhs kindern ist es allerdings eine ganze spur "heftiger". zu unterscheiden, inwieweit es noch "normal" ist oder wann es bedenklich wird, ist sehr schwierig und die grenzen sind fliessend. aber auch für dich den tip: "das hyperaktive baby und kleinkind" von c. neuhaus / urania verlag oder auch "ads bei kindern, jugendlichen und erwachsenen" von c. neuhaus/ kohlhammer verlag, dort sind ganz gut die unterschiede zu "normal-auffäligem-verhalten" und möglichen anzeichen eines adhs und deren früherkennung beschrieben.

    Zitat

    Bei Männern (Papa, Opa) versucht er natürlich auch seinen Willen durchzusetzen aber wenn einer der beiden was sagt, dann hört er meistens..

    ;-) kenne ich gut..... es liegt vermutlich daran, dass männer von grund auf eine "tiefere" stimmlage haben. (kein scherz!!!) ich weiss nicht genau, WARUM das so ist, aber erfahrungsgemäss reagieren kinder auf eine tiefe stimme eher. versuche also immer, besonders wenn du eine anweisung gibst, deine stimme bewusst zu senken! (und keinesfalls anfangen zu "keifen" - das passiert bei unseren frauenstimmen leider sehr schnell, wenn wir aufgeregt sind...;-) aber wenn man sich das bewusst macht, kann man dagegen steuern:)z benutze auch nur KURZE und KNAPPE anweisungen, die kann das kind besser auffassen, als lange sätze ("wir gehen jetzt ESSEN", "stop, das gehört mir!")


    neben der tieferen stimme haben die meisten männer wohl auch eine art autorität von "haus aus". möglicherweise sind sie auch von natur aus "konsequenter", weil wir frauen oft emotionaler sind und wir uns schneller "weich klopfen" lassen. deshalb: lieber ganz WENIGE, aber FESTE regeln und diese IMMER einfordern, als ständig "nein" sagen und sich dann doch umstimmen lassen.

    Zitat

    habe oft auch das Gefühl von anderen mit diesem Problem, bzw. mit meiner Vermutung nicht ernst genommen zu werden. Ich glaube vielew denken wenn ich mit ihnen darüber spreche einfach, ich sei mit der Erziehung überfordert und krieg meinen Sohn einfach nicht in den Griff...

    das kann man leider nicht ändern. aber dann rede mit diesen personen, die dich nicht ernst nehmen, einfach über ANDERE themen. und sprich dieses thema nur bei leuten an, die dich wirklich verstehen WOLLEN. (...schont deine nerven...@:))

    Zitat

    und wie jede Mama eigentlich alles richtig machen wollte..

    ja, leider leben wir in einer "über-mutter-kann-alles-geht-arbeiten-führt-perfekten-haushalt-ist-ne-prima-geliebte-und-kriegt-erziehung-perfekt-hin"%-| gesellschaft.... dazu kann ich nur sagen: VERGISS ES!!!! setze dir für DICH 2-3 prioritäten und gestehe dir selber ein, dass du auch nur ein mensch bist - der schlicht und einfach auch fehler machen DARF. das nimmt dir ganz viel druck von deinen schultern:)z

    Zitat

    und möchte nicht dass es noch schlimmer wird, wenn sein Brüderchen da ist...

    versuche, rechtzeitig vorzubeugen! beziehe ihn in alles mit ein!! lass ihn deinen bauch eincremen, beim arzt den herzschlag hören und gib ihm das neugeborene so bald wie möglich in den arm! (..und NEIN...auch ein 3 jähriger lässt kein baby fallen!!!!!! ausser wenn die erwachsenen drum rum das kind ganz nervös machen....;-))) die kleinen haben ganz früh schon einen gewissen "stolz", an dem man sie vorsichtig "als GROOOOOSSER BRUDER" packen kann. lobe ihn viel für das, was er gut kann, ruhig auch mal ein wenig übertrieben und gestehe ihm, wenn das baby da ist ruhig mal ne "extrawurst" zu (z.b. "das baby muss jetzt schlafen, das ist noch zu klein.... aber DU bist schon groß, du darfst mit papa noch ne weile spielen...") aber mach bitte nie den fehler ZU VIEL (einsicht, nachsicht, rücksicht...) zu erwarten, nur weil er der ältere ist. seine spielsachen gehören z.b. IHM, da hat das baby (und später kleinkind) einfach NICHTS verloren - ausser er gibt es selber ab. wenn es soweit ist, kann ich dir gerne noch weitere tips geben, um "eifersüchteleien" möglichst zu vermeiden@:)

    Zitat

    und wenn es ADS sein sollte, dann würde ich vielleicht vieles nicht mehr so persönlich nehmen, denn oft denke ich mir "warum macht er das, warum ist er so gemein zu mir, wo ich mich doch so bemühe ihm ein schönes Leben zu bereiten und ihn so doll lieb habe

    warum nur DANN, wenn er adhs hätte? ;-) du brauchst auch JETZT nicht alles persönlich nehmen. ein kleinkind mit 3 jahren ist noch nicht "gemein", weil er so "berechnend" noch garnicht denken kann (auch wenn leider viele erwachsene das den knirpsen schon unterstellen...%-|) er ist einfach mit seinen 3 jahren noch nicht in der lage, seine gefühle, seinen ärger und unmut zu benennen. das macht ihn unzufrieden. DU bist die person, die ihm offensichtlich am nahesten steht, deshalb kriegst DU auch die geballte ladung emotionen ab.


    wenn du ein wenig beobachtest und den "vorlauf" seiner handlungen analysierst, wirst du merken, dass es immer irgend einen auslöser für die "schlechte laune"/scheinbare "gemeinheit" gegeben hat. (z.b. er wollte alleine schuhe anziehen und es hat nicht geklappt) hilf ihm dann, sein gefühl zu BENENNEN! ("gell, du bist jetzt wütend, weil....", "du bist jetzt traurig wegen...., stimmts?") und zeige VERSTÄNDNIS für sein gefühl. schimpf auch ruhig mal mit ihm gemeinsam über die "blöden schuhe, die sich so schwer anziehen lassen" ... ;-)


    und halte dir IMMER vor augen, wenn er etwas "gemeines" macht, dass es nicht gegen dich PERSÖNLICH gerichtet ist.@:) (denn das IST es definitiv NICHT!)

    @ sabine:

    Zitat

    Im übrigen sind ADHS Kinder HOCHBEGABT und dieses sollte auch gefördert werden...

    der prozentsatz an hochbegabten unter den adhs-lern liegt bei 2-3%, genau so wie bei nicht-betroffenen auch. nicht jedes adhs kind ist hochbegabt und nicht jedes hochbegabte kind hat adhs. da muss man ganz differenziert unterscheiden. DIE 2-3% bei denen BEIDES zutrifft, haben aber (ohne entsprechende unterstützung und förderung) die "a-karte" gezogen, weil sie es um ein vielfaches schwerer im leben haben.

    @ silversternchen (zum zweiten...;-D)

    Zitat

    habe ich zugestimmt mit den Tabletten. Aber glaub mir, es ging uns echt mieß dabei. Ich wollte nicht, dass jeder denkt ich will mein Kind mit Medis kontrollieren. Heute sage ich, es war die richtige Entscheidung.

    schön, dass du deine einstellung ändern konntest:)_

    Zitat

    Ich verstehe ihre denkweise nicht und die unkontrollierten Ausbrüche bringen mich oft an den Rand des Wahnsinns.

    man muss auch nicht alles "verstehen", um damit umgehen zu lernen...:)_ (..ich weiss, mal wieder mein beispiel mit der brille...:=o): wenn ein kind kurzsichtig ist, dann muss du auch nicht verstehen, WARUM das so ist. dein kind kann dann nicht so gut sehen, wie andere und dann IST es nun mal so. dann bekommt es unterstützung in form einer passenden brille und man schaut, dass man das beste daraus macht.:)z

    Zitat

    Wir wollen das richtige tun und es ist gerade absolut das falsche. Und wieder fangen wir von vorne an, so fühlt es sich zumindest sehr oft an.

    wenn du dich von vorneherein darauf EINSTELLST, dass es IMMER wieder rückschläge gibt, nachdem es ein paar schritte vorwärts ging (was übrigens VÖLLIG normal ist), dann wirft dich der rückschritt nicht so sehr aus der bahn und lässt dich auch nicht so sehr an dir selber zweifeln.


    wir stolpern schon unser ganzes leben lang immer wieder 2-3 schritte vorwärts und dann wieder 1-2 rückwärts. aber wir fangen JEDEN tag von vorne an und wissen, dass es IMMER wieder voran gehen wird. eben etwas langsamer, als bei anderen, aber das ist im prinzip nicht wichtig... entscheidend ist, dass man sich an den fortschritten so richtig FREUT und KRAFT TANKT für die (ganz sicher kommenden) kleinen rückschläge.

    Zitat

    Und diesen Kreislauf zu unterbrechen ist der Anfang vom Erfolg. So sehe ich das.

    :)z:)^:)z:)^:)z