• Unser Kind hat ADHS und die ganze Familie leidet

    Unsere Tochter ist 8 Jahre alt. Ziemlich früh ist bei ihr ADHS festgestellt worden. Seit ihrer Geburt haben wir geahnt, dass sie anders ist, konnten aber nie nach irgendwas greifen. Aufgefallen ist uns unter anderem ihre extreme Angst vor lauten Geräuschen, und noch vieles mehr.Am Ende waren wir als Familie so geschwächt, dass selbst eine Mutter Kind Kur…
  • 94 Antworten

    @ mäuschen

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    Und ehrlich gesagt, mir ist es wurscht ob AD(H)S eine Krankheit, eine Störung oder sonstwas ist! Das sind für mich nur Bezeichnungen und ich finde keine davon beleidigend, selbst wenn man es als Behinderung deklarieren würde. Es wird so oft wegen der Umschreibung gestritten, das ist doch albern..

    eben:)^


    adhs ist im übrigen keine behinderung, aber es kann sich unter bestimmten voraussetzungen zu einer seelischen behinderung entwickeln. (..was bei meinem sohn der fall ist...) um diese, in manchen fällen "drohende seelische behinderung" zu verhindern, gibt es sogar ein gesetz (§35a SGB VIII), was konkrete hilfen vorsieht (z.b. eingliederungshilfe) die vom staat bezahlt werden MUSS (!!!)

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    Ich hoffe das ist jetzt nicht überheblich oder gleichgültig rüber gekommen - ich liebe meinen Sohn mehr als alles andere auf der Welt

    ich glaube, das wissen wir alle....:)_ mach dir keine gedanken @:)

    Ich möchte mal zu gern Wissen, woher man immer die Prozentzahl bekommt....


    Der Arzt meines Sohnes hatte mir damals gesagt, dass diese Kinder die an ADHS leiden, Hochbegabter sind als manch ein Elternteil sich vorstellen kann... Ich sprach hier nicht von jedem Kind, sorry wenn es so rüber kam... Nur sind ADHS Kinder meist unterfordert, so war es zumindest bei meinem Sohn... Heute ist Er 19 Jahre wie ich ja schon bereits geschrieben hatte und es geht durchaus auch ohne Ritalin...


    Ich konnte es nicht verantworten als Mutter meinem Kind diese Droge (was eine Droge ist) zugeben... Es ist bis heute nicht wirklich Bekannt, wie es sich später auf die Kinder auswirkt.... Es ist vielleicht für diesen Moment gut und man hat in dem Sinne ja den Freibrief vom Arzt.... Aber schadet Ihr Eure Kinder mehr als Ihr es Ihm gutes tut... Es ist meine Meinung und jeder hat seine eigene dazu...


    Ich möchte hier niemanden Angreifen versteht es jetzt bitte nicht falsch, aber es gibt andere Methoden als dieses Ritalin...@:)

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    Ich möchte mal zu gern Wissen, woher man immer die Prozentzahl bekommt....

    aus fachliteratur (z.b. neuhaus / barkley / fitzner....) und/oder onlinerecherche und/oder eckpunktepapier der konsuskonferenz des bundesministeriums für gesundheit und soziale sicherung okt.2002

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    dass diese Kinder die an ADHS leiden, Hochbegabter sind als manch ein Elternteil sich vorstellen kann.

    das stimmt :)z aufgrund ihrer symptomatik können sie in den seltensten fällen ihr potenzial, das in ihnen steckt, richtig entfalten.

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    Ich konnte es nicht verantworten als Mutter meinem Kind diese Droge (was eine Droge ist) zugeben... Es ist bis heute nicht wirklich Bekannt, wie es sich später auf die Kinder auswirkt....

    methylphenidat gehört zur gruppe der stimulanzien und wirkt bei nichtbetroffenen tatsächlich wie ein amphetamin (aufputschend). deshalb ist es in deutschland (dem land mit einem der SCHÄRFSTEN gesetze, was arzneimittelzulassung betrifft...) auch nur zur behandlung von narkolepsie und adhs zugelassen. mph wird seit ca. 60 jahren zur behandlung von adhs eingesetzt und ist eines der am meisten (!) erforschtesten medikamenten auf dem deutschen markt. die kinder von "damals" sind nun alte leute. nachgewiesene langzeitschäden sind bislang nicht bekannt. (WÄHREND der behandlung kann es aber zu verlangsamtem längenwachstum und verlangsamter gewichtszunahme kommen, was sich aber nach absetzen wieder relativiert bzw. aufgeholt wird)

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    Aber schadet Ihr Eure Kinder mehr als Ihr es Ihm gutes tut...

    ich finde es sehr schade, dass du dies so pauschalisierst...


    ich kann nicht für andere sprechen, aber ich weiss, dass MEIN kind ohne dieses medikament heute nicht mehr da wäre. er war schon als grundschüler so "am ende" mit dieser welt und sich selbst, dass er sich das leben nehmen wollte. natürlich hat nicht das medikament ALLEINE eine besserung bewirkt, sondern eine kombination aus (jahrelanger!) therapie, elterntraining, medikation und enger zusammenarbeit mit allen beteiligten. aber ohne medis war er für eine therapie und damit verbundener hilfe überhaupt nicht erreichbar.


    in solch schweren fällen ist es in meinen augen unterlassene hilfeleistung, seinem kind die medis zu verwehren.

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    Ich möchte hier niemanden Angreifen versteht es jetzt bitte nicht falsch, aber es gibt andere Methoden als dieses Ritalin...

    kein problem:)_, es kann ja jeder seine meinung haben und das ist auch gut so.:)z und es muss auch jeder für sich selber entscheiden.


    so wie du nicht verantworten konntest, deinem kind die medis zu GEBEN, konnte ich nicht mehr länger verantworten, sie meinem kind NICHT zu geben und zuzusehen, wie er zu grunde geht.


    ich bin übrigens kein freund von medikamenten! (auch wenn es jetzt so scheinen mag...;-)) solange man andere mittel und wege findet, dem kind zu helfen, ist das einer medikation in jedem fall vorzuziehen:)z und ich halte auch von diversen ärzten nicht viel, die nach einer "10-minuten-hoppla-hopp-diagnose" den rezeptblock zücken und methylphenidat verschreiben:(v aber es gibt eben auch fälle, in denen eine medikation unverzichtbar ist.


    ich würde mir einfach wünschen, dass diese "grundsatzdiskussionen" sachlich, mit toleranz für andere meinungen und ohne pauschalisierungen ablaufen könnten:)*


    liebe grüße*:)

    Hallo devnic,*:)


    ein zwanghaftes Verhalten ist mir noch nicht aufgefallen (kenne das von meiner großen), habe allerdings auch noch nicht so darauf geachtet und werde das mal tun:)z


    Einschulung ist bei uns im September. Ich hatte sie ja gefragt, ob sie in eine andere Gruppe möchte und sie war total begeistert, als sie jedoch erfahren hat, dass sie ihre Freundinnen nicht dorthin mitnehmen kann, wollte sie doch in ihrer bleiben. Ich hospitiere morgen im Kindergarten (wird 2 Wochen lang angeboten):)^ und schaue mir das ganze mal an und bleibe weiterhin aufmerksam. Hatte heute ein tolles Gespräch mit der Therapeutin für Ergotherapie. Diese bekommt sie ab Montag für ihr selbstwertgefühl. :-D

    @ deevnic

    also es ist schon sehr viel heftiger als bei anderen Kindern und das fällt auch Außenstehenden auf. Neulich sagte eine andere Mutter zu mir, wir müssen uns wirklich Hilfe holen, es fällt also auch anderen auf, dass er viel extremer reagiert als andere Kinder... Und das Buch habe ich mir schon gekauft aber leider erst ca. 25 Seiten gelesen, weil ich im Moment auch einfach keine Zeit finde zu lesen (bin ja auch ss und dann will der Große ja auch ständig bescjäftigt werden und wenn ich Zeit hab, dann schlaf ich beim lesen ein :|N)... Aber ich werde es auf jeden Fall noch lesen...


    Mmh, den Tip mit den Regeln kurz und knapp formuliert und immer einhalten muss ich mal befolgen, auch wenns schwer fällt. Ich gebe doch wohl zu oft nach :=o


    Zum Brüderchen: ich sage ihm schon immer wieder, dass da sein Bruder heranwächst und was er alles mit ihm machen kann wenn er da ist und das er mir auch helfen kann.. Manchmal möchte er ihm dann auch schon ein Küßchen geben und macht es dann auf meinen Bauch x:) Mmh, das mit den Spielsachen - da sagt der Papa schon immer dass er die bald teilen muss, ist vielleicht nicht so gut dann, sonst mag er seinen Bruder bald nicht mehr, noch bevor er iohn das erste Mal gesehen hat...


    "wenn du ein wenig beobachtest und den "vorlauf" seiner handlungen analysierst, wirst du merken, dass es immer irgend einen auslöser für die "schlechte laune"/scheinbare "gemeinheit" gegeben hat. (z.b. er wollte alleine schuhe anziehen und es hat nicht geklappt) hilf ihm dann, sein gefühl zu BENENNEN! ("gell, du bist jetzt wütend, weil....", "du bist jetzt traurig wegen...., stimmts?") und zeige VERSTÄNDNIS für sein gefühl. schimpf auch ruhig mal mit ihm gemeinsam über die "blöden schuhe, die sich so schwer anziehen lassen""


    Mmh, da hast du Recht, dass ist mir auch schon aufgefallen aber ich reagiere dann nicht immer so wie du es vorschlägst, leider... Ich werd mich aber bemühen!!

    @ silversternchen

    dass du hospitieren kannst, finde ich sehr gut, dann kannst du dir mal selber ein "objektives" bild machen:)^


    also, wenn sie im september schon eingeschult wird, würde ich persönlich wohl nicht mehr wechseln...sonst muss sie sich innerhalb weniger wochen ZWEI mal an neue freunde gewöhnen. das kann ein kind auch ganz schön durcheinander bringen.


    ich drücke euch auf jeden fall die daumen, dass die ergo euch erst mal weiter bringt

    @ mäuschen

    Zitat

    Und das Buch habe ich mir schon gekauft aber leider erst ca. 25 Seiten gelesen, weil ich im Moment auch einfach keine Zeit finde zu lesen

    wenn du wenig zeit hast, kannst du das buch auch "quer-lesen" - also jeweils das kapitel, was dich aktuell interessiert.

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    Mmh, den Tip mit den Regeln kurz und knapp formuliert und immer einhalten muss ich mal befolgen, auch wenns schwer fällt. Ich gebe doch wohl zu oft nach :=o

    ich finde es auch sehr schwierig, NICHT nachzugeben:=o aber WENN wir dauernd nachgeben, dann lernt das kind (auch schon die kleinen...) "ahaaaa...ich muss nur lange genug theater machen, dann krieg ich, was ich will..." die folge ist, dass das "theater" immer heftiger wird und es dadurch für uns immer schwerer wird, nicht nachzugeben. das wird dann zu einem kreislauf, den man erst mal durchberchen muss....


    probiere mal, eventuell mit deinem mann zusammen, euch auf 2-3 FESTE regeln zu einigen. am anfang welche, die deinem kind nicht SOOOO schwer fallen, einzuhalten. diese regeln erklärt ihr ihm dann und sagt "ab heute ist das unsere familienregel, an die wir uns ALLE halten" (keine ahnung, z.b. händewaschen vor dem essen - oder zähneputzen vor dem schlafen - oder "wir reden in ruhe miteinander und schreien nicht" - oder irgendetwas, was ihr AUCH einhalten müsst) dann lernt er, dass nicht nur ER "verbote" und "regeln" einhalten muss, sondern ALLE, damit ein angenehmes zusammenleben möglich ist. dann fällt ihm das auch nicht so schwer;-)


    wichtig dabei ist: vorher regeln festsetzen - dem kind diese regeln erklären und öfters wiederholen - diese regeln dann liebevoll-konsequent EINFORDERN. und zwar OHNE ausnahmen....


    für den anfang reichen 2-3 familienregeln völlig aus für so ein kleines kind:)z wenn er diese dann "beherrscht" (wofür ihr ihn auch viel loben solltet!!!!) dann kannst du wieder 1-2 NEUE regeln einführen.

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    dass da sein Bruder heranwächst und was er alles mit ihm machen kann wenn er da ist und das er mir auch helfen kann.. Manchmal möchte er ihm dann auch schon ein Küßchen geben und macht es dann auf meinen Bauch

    super:)^


    reagiert dein baby schon auf aussenreize? wenn ja, dann lass den kleinen "zum bauch" sprechen und/oder dem baby ein lied vorsingen!:)z es ist wahnsinn, wie die kinder aufeinander reagieren!!!! als ich mit dem 2.kind schwanger war, hat mein großer mir jeden abend den bauch eingeölt und mit dem baby "gesprochen" - nach einer weile hat der kleine im bauch "reagiert" und sich immer zu den händen des großen gedreht und "zurück-geklopft":-D und nach der (ambulanten) geburt, als wir nach hause kamen, hat der kleine SOFORT den kopf in richtung des großen gedreht, als er seine stimme gehört hat!!! ich hab dann den großen natürlich über alle masse gelobt und gesagt "wow, schau mal, DICH erkennt er als ERSTES!!!!" er war SOOO stolz und glücklich, und als er dann das baby noch als erster halten durfte (obwohl die omis und opis auch da waren...) war es um ihn geschehenx:) ab dem moment war er "großer bruder mit leib und seele". eifersüchteleien kennen wir garnicht.

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    da sagt der Papa schon immer dass er die bald teilen muss, ist vielleicht nicht so gut dann, sonst mag er seinen Bruder bald nicht mehr, noch bevor er iohn das erste Mal gesehen hat...

    ich würde euch raten, dies NICHT zu tun!!!! ein dreijähriger lernt ja gerade erst die bedeutung von "meins und deins" und was "teilen" bedeutet, können so kleine kinder noch nicht wirklich erfassen. es könnte sein, dass er den kleinen dann als "bedrohung seines eigentums";-) oder "konkurrenten" wahrnimmt, was ja nicht sein muss....


    ich würde ihn eher mal mit in den spielzeugladen nehmen und fragen "sag mal, was möchtest du dem baby denn schenken, wenn es da ist?" und lass ihn dann (mit deiner hilfe natürlich) ein kleines "geschenk" für das baby ausuchen, das ER ihm dann geben darf, wenn das baby da ist. und lass ihn dann auch für SICH ein geschenk aussuchen, schliesslich ist "großer-bruder-werden" ja auch ein ereignis, das man beschenken darf;-)


    das könnt ihr dann später mit SEINEN spielsachen fortsetzen: frag ihn "mensch du bist doch jetzt schon so groß, möchtest du nicht was von deinen baby-spielsachen, die du nicht mehr brauchst, dem kleinen SCHENKEN?" ich bin mir sicher, er wird einiges freiwillig hergeben. aber das ist was ganz anderes, als wenn er teilen oder abgeben "muss".


    noch ein kleiner tip: besorge jetzt schon ein paar kleinigkeiten für den großen und mache kleine päckchen. später wird eine menge besuch zu euch kommen und dem baby was mitbringen. manche leute sind gott sei dank selber so schlau, dass sie den großen geschwistern dann auch ne kleinigkeit mitbringen, aber manche aben auch nicht... für ein kind ist es ganz schrecklich, wenn das geschwisterchen beschenkt wird und man selber geht leer aus. für solche fälle hast du dann immer ein kleines (!) päckchen auch für den großen, damit er erst gar nicht eifersüchtig werden kann.

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    da hast du Recht, dass ist mir auch schon aufgefallen aber ich reagiere dann nicht immer so wie du es vorschlägst, leider... Ich werd mich aber bemühen!!

    mach dir keine gedanken, das ist ja kein drama...;-) wenn du dir das künftig bewusst machst, dass er dich ja nicht "böswillig" ärgert, sondern mit seinem momentanen gefühl einfach überfordert ist, und ihm dann hilfst anstatt zu schimpfen, ist schon viel getan!!!


    und du musst dich auch nicht unter druck setzen "immer perfekt" reagieren zu müssen, denn das geht gar nicht! wir sind alle nur menschen....;-)


    liebe grüße*:)

    @ devnic

    Ich werd mir mal ein paar einfache Regeln ausdenken.. Einige Regeln gibts zwar schon aber die sind nicht so formuliert, dass wir Eltern uns auch daran halten müssen (z.B. Zähneputzen vor dem Zubettgehen - wir gehen ja später ins Bett oder er soll vor dem Mittag keine Süßigkeiten essen etc.), also werde ich mal ein zweoi Regeln ein bisschen umändern ;-)


    mh, sprechen mag er mit seinem unsichtrbaren Geschwiserchen nicht, er mag halt nur Küßchen geben und anderen erzählen, dass da ein baby im bauch ist.. Ich zwing ihn ja auch nicht seinen Bruder jetzt schon lieb zu haben, das ist ja auch Quatsch aber die Idee mit den kleinen Geschenken werd ich mir merken, find ich gut!!

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    inige Regeln gibts zwar schon aber die sind nicht so formuliert, dass wir Eltern uns auch daran halten müssen (z.B. Zähneputzen vor dem Zubettgehen - wir gehen ja später ins Bett

    klar ;-D aber es schadet ja auch nichts, wenn du als mama eben abends "zweimal" putzt...einmal mit ihm zusammen und später ordentlich;-)

    Zitat

    oder er soll vor dem Mittag keine Süßigkeiten essen etc.),

    ;-D


    muss gestehen, diese regel hab ich "abgeschafft", weil ich es selber nicht immer durchziehen kann|-o mampfe auch gerne mal ein stück schoki VOR dem essen, da wäre es ja gemein, wenn die kinder es NICHT dürften...:=o


    beim auswählen der regeln würde ich noch darauf achten, welche PRIORITÄT sie haben. z.b. ganz grundlegende dinge zuerst, wie z.b. "nicht schlagen/kneifen/beissen" oder "nicht schreien" oder "nicht mit essen rumwerfen" oder so...

    Zitat

    mh, sprechen mag er mit seinem unsichtrbaren Geschwiserchen nicht,

    das macht gar nichts:)* lass ihn einfach SO, wie er sich dabei wohl fühlt.


    wünsche euch alles liebe*:)

    Danke dir.. Übrigens find ich es unheimlich hilfreich sich mal mit anderen Müttern wie dir auszutauschen, die eben im täglichen Leben stecken und ihre Erfahrungen hier mitteilen. In Büchern ist immer alles so beschrieben wie es sein sollte aber du sagst ja selbst, dass dir das auch nicht immer gelingt :)_

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    sagst ja selbst, dass dir das auch nicht immer gelingt

    hihi..;-D ja eben... aber das muss es auch nicht IMMER.


    wir sind schliesslich alle nur menschen;-)


    liebe grüße*:)

    Heute war unsere große in der Ergotherapie und die Therapeutin machte mich darauf aufmerksam, dass sie sehr viele Leichtsinnsfehler in Mathe macht. Bei den einfachsten Rechnungen wie bzw. 3+7 oder 6+4, 2+8..., halt diese Aufgaben die erst mal 10 ergeben um dann weiter zu rechnen, braucht sie unheimlich lange. Und dann verrechnet sie sich auch sehr oft :-/. Mir ist das auch schon aufgefallen und ich habe auch schon an Dyskalkulie gedacht, möchte sie aber auch nicht in eine Schublase stecken. Nun ich habe mich jetzt für einen Test stark gemacht und dann hoffe ich, dass das mit der Schule auch besser wird. Die Lehrerin ist nicht wirklich eine Hilfe für ein solches "Problemkind". Eher im Gegenteil. Obwohl sie eine gute Lehrerin zu sein scheint. Das hat man mir jedenfalls des Öfteren gesagt. Ich habe ja schon meine Bedenken, wenn sie wieder zurück in die Förder-und Hilfsschule muss, aber andererseits wäre ich auch erleichtert. Und der Teil überwiegt, dann ist da aber mein Mann, der mich ein bisschen unter Druck setzt, weil er Angst hat der Schultitel könnte an ihr hängen bleiben. SONDERSCHULE. Ich sehe dass jetzt nicht so eng, zumal es ja keine Sonderschule ist..hoffe ich doch. Aber ich lasse mich verunsichern. Und das ärgert mich >:(, denn das bekommen die Kinder mit. Hat einer Erfahrung mit Kindern die Dyskalkulie haben? Was macht man denn da? Wie muss ich mich verhalten? Verwächst sich das mit der Zeit

    Oh man. Da kommt wieder die Frage hoch. Warum passiert uns das? Ist es nicht genug, dass sie ADHS hat:°(? Und das wir schon nicht miteinander klar kommen, muss jetzt auch noch ein weiteres Problem auftauchen? Auf der anderen Seite versuche ich mir zu sagen, dass das alles seinen Sinn hat. Wer weiß wo für es gut ist?

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    weil er Angst hat der Schultitel könnte an ihr hängen bleiben. SONDERSCHULE. Ich sehe dass jetzt nicht so eng, zumal es ja keine Sonderschule ist..hoffe ich doch.

    liebe silversternchen, "förderschule" (oder wie sie auch immer genannt werden...) ist einfach ein anderer name für "sonderschule". es sind jeweils schulen für kinder mit "sonderpädagogischem förderbedarf", egal ob dies nun aufgrund einer körperbehinderung, geistigen behinderung, lernbehinderung etc.... erforderlich ist.


    ich persönlich würde es erst einmal auf einer "normalen" grundschule versuchen, denn von dort im bedarfsfall auf eine förderschule zu wechseln, ist recht einfach - aber von der förderschule "zurück" in eine gewöhnliche grund- oder weiterführende schule, erweist sich oftmals als sehr schwierig. von daher hat dein mann nicht ganz unrecht...

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    Hat einer Erfahrung mit Kindern die Dyskalkulie haben? Was macht man denn da? Wie muss ich mich verhalten? Verwächst sich das mit der Zeit

    habe damit nur indirekte erfahrung. es gibt spezielle förderkurse für diese kinder und unter bestimmten umständen kann die dyskalkulie auch bei der notengebung berücksichtigt werden (so wie bei legasthenie auch...) google mal im netz, da müsstest du einiges darüber finden.

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    Ist es nicht genug, dass sie ADHS hat :°( ? Und das wir schon nicht miteinander klar kommen, muss jetzt auch noch ein weiteres Problem auftauchen?

    leider ist das kein einzelfall. dyskalkulie und/oder legasthenie treten auffallend oft ZUSAMMEN mit adhs auf. die forschung ist sich noch nicht einig darüber, ob da ein "direkter" zusammenhang besteht, oder ob es eine zufällige häufung ist.


    atme tief durch und richte dich auf!!!!! ihr habt es bis hier her geschafft, ihr schafft es auch WEITER!!!!!:)_

    Ich habe mit der Therapeutin von unserer Tochter gesprochen, die mir den Tipp gab, dass ich unsere große bei ihrem Kinderpsychologen testen lassen sollte. Was die Berücksichtigung der Noten angeht, so sagte mir die Therapeutin, dass in Bayern Legasthenie, aber nicht Dyskalkulie berücksichtigt wird.:-/ Bayern halt. Genaue Auskunft wird mir der Arzt sagen können. Tja, was die "Sonderschule" angeht... Ich glaube das ist fast offensichtlich, dass ich mich mit dem Problem meiner Tochter noch immer nicht angefreundet habe :°(. Erst gestern Abend dachte ich vom Lärmpegel her, sie hätte sich vielleicht den halben Finger abgeschnitten. Aber ihr Zahn ist locker. Wenn das außenstehende mitbekommen hätten, wäre ich im Boden versunken. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich unter der Situation mehr leide als meine Tochter. Vielleicht bin ich es, die ihr im Weg steht?

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    dachte ich vom Lärmpegel her, sie hätte sich vielleicht den halben Finger abgeschnitten. Aber ihr Zahn ist locker

    ;-D;-D;-D ...wie geil... ;-D;-D;-D ...kenne ich sehr gut;-)


    bei uns hat sich mal ein nachbar erkundigt, was denn abends mit dem kind los ist, weil er immer so fürchterlich schreit, als würde er misshandelt... hab ihm dann erklärt, dass ich dem jungen mann die ZÄHNE PUTZE und er mir gerne dabei helfen könne, weil das alleine manchmal ziemlich schwierig ist...]:D

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    Wenn das außenstehende mitbekommen hätten, wäre ich im Boden versunken.

    kann ich verstehen, ging mir auch lange so :)_ aber versuche, dir da ein dickes fell zuzulegen!!! "ist der ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert" :-p da ist WIRKLICH was dran!!!


    was juckt es MICH, was ANDERE denken? kommt da einer jemals her, um mir zu helfen? um mich zu unterstützen? interessiert es die WIRKLICH, wie es meinem kind geht? NÖ? na also, dann ist es MIR auch piep-EGAL, was die denken. punkt-aus-ende 8-)

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    Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich unter der Situation mehr leide als meine Tochter.

    das kann durchaus sein, weil du ja, im gegensatz zu ihr, alles andere "drum-herum" auch wahrnehmen kannst und dich das dann belastet:°_

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    Vielleicht bin ich es, die ihr im Weg steht?

    vergiss das mal ganz SCHNELL wieder!!!!!! ;-) ich bin überzeugt davon, dass du nur das beste für dein kind möchtest! aber weil wir alle nur MENSCHEN sind, können wir eben nicht immer perfekt reagieren und handeln. das ist aber nicht so schlimm, wie es scheint. das leben und auch die erziehung ist kein starres "gebilde", sondern ein sich stetig wandelnder prozess. wir müssen immer wieder unsere strategien überdenken, möglicherweise auch veränderten situationen anpassen und immer wieder neu sortieren. das kostet ganz schön viel kraft...


    das wichtigste dabei ist, meiner meinung nach, dass man dabei aufeinander eingeht, aufeinander rücksicht nimmt und sich auch vom bauchgefühl leiten lässt. du LIEBST dein kind und das ist erst mal das WICHTIGSTE. alles andere kann man lernen....:)_