• Unser Kind hat ADHS und die ganze Familie leidet

    Unsere Tochter ist 8 Jahre alt. Ziemlich früh ist bei ihr ADHS festgestellt worden. Seit ihrer Geburt haben wir geahnt, dass sie anders ist, konnten aber nie nach irgendwas greifen. Aufgefallen ist uns unter anderem ihre extreme Angst vor lauten Geräuschen, und noch vieles mehr.Am Ende waren wir als Familie so geschwächt, dass selbst eine Mutter Kind Kur…
  • 94 Antworten

    Hallo*:) , nach längerer Pause möchte ich Euch berichten wie es uns bzw. unseren Mädels geht. Die große wurde getestet auf Dyskalkulie. Mit 6 Jahren hat man bei ihr einen "IQ Test" gemacht, der bei ca. 80 lag und die Therapeuten hatten diesen Test jetzt wiederholt, um sich ein Gesamtbild zu machen. Dieser fiel mit einem Durchschnitt von 84 aus:-/ . Der normale Durchschnitt liegt bei 90-94, so sagte man mir. Ich war schon erst mal geschockt:-o . Eine Freundin sagte dann zu mir, dass Intelligenz nicht nur mit dem IQ zu tun hat, sondern wie wir bzw. in meinem Fall unsere Tochter ihr Leben meistert. Das Leben macht die Intelligenz. Ich denke bei bzw. 3 verschiedenen Tests zu verschiedenen Tageszeiten gibt es drei unterschiedliche Ergebnisse. Das mag eine Richtlinie sein, aber wie jemand im Leben zurechtkommt und dieses meistert macht doch den Menschen und seinen IQ aus, oder? Nun wie dem auch sei. Ein Rechentest wurde gemacht, jedoch kein Test über Legasthenie. Diesen möchte ich noch machen lassen, denn LRS wird in Schulen berücksichtigt. Falls er negativ ausfällt umso besser. Ach ja. Der Test ist auf jeden fall berechtigt, da sie recht viele Schreibfehler hat. Medikamentös ist sie jetzt bei Concerta 36 mg eingestellt. Ihr Therapeut sitzt uns allerdings immer noch im Nacken %-| wegen ihrem leichten Gewicht. Er ist der Meinung die Dosis ist zu hoch. 27 mg müssten ausreichen und nach und nach noch mehr reduzieren. Ich versuche weiterhin dagegen zu halten, denn ich sehe ja dass es nicht geht. Nun zu unserer jüngsten. Heute sprach mich ihre Ergotherapeutin an, dass ihr etwas aufgefallen sei was sie schon ein bisschen beunruhigt. Es sind einfache Dinge, wie bzw. aufgemalte Vierecke, Herzen etc. die sie nicht beim Namen nennen kann, dies aber schon getan hat und es auch ganz sicher weiß. Auch wurde sie gefragt was sie denn mitgebracht hat zur Ergo. Sie konnte sich nicht mehr an ihre Tasche mit Turnschuhen erinnern. Auch Hilfsmittel "stell Dich mal vor den Stuhl, was siehst Du denn"? Antwort:"Den Stuhl". "Und davor"? Antwort: "Meine Schuhe". Die Tasche lag die ganze Zeit auf dem Stuhl. Heute Abend hatte ich Gelegenheit mit ihr zu sprechen und bekam wieder die Bestätigung, dass sie wahnsinnige Angst hat etwas Falsches zu sagen oder nach zu fragen:°( . Ich kann mir nicht erklären woher diese Angst und dieses nicht vorhandene Selbstwertgefühl kommen. Noch vor einem Jahr war sie ganz anders. Sie war schon immer sensibel, ja, man konnte es sehen und sie konnte es zum teil auch aussprechen. Aber sie hat sich vor jedermann ]:D behauptet. Heute spricht sie es kaum noch aus, wenn sie unsicher ist oder etwas nicht weiß, und wenn jemand sie nur schief anschaut oder mal bei etwas gemalten nach fragt kommt die Unsicherheit hoch. Die Ergotherapeutin hat einen ADS Test empfohlen. Nicht nur deswegen. Es sind Dinge wie nicht ruhig sitzen bleiben, ununterbrochenes reden früher war sie ordentlich, seit längerer Zeit ist sie auffällig unordentlich. Sie kann regeln nicht einhalten, fängt an Sachen zu vergessen….. Das alles war früher nicht so. Ich kenne das so nicht. Unsere große hat von Geburt an Auffälligkeiten gezeigt. Und als wäre das nicht genug, macht mir mein Mann druck ich solle nicht immer auf alles hören und eingehen was die Therapeuten mir sagen. Er hat Angst dass seine Mädels bei den Therapien kaputt gemacht werden. Die kleine soll im September in die Schule. Wäre es da nicht angebracht vorher herauszufinden was sie für Schwächen hat bzw. wo man ihr helfen und sie fördern kann


    Sorry jetzt ist der Text doch wieder länger als beabsichtigt geworden.|-o*:)

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    Er hat Angst dass seine Mädels bei den Therapien kaputt gemacht werden.

    Vielleicht solltest Du mal auf ihn hören...

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    Mit 6 Jahren hat man bei ihr einen "IQ Test" gemacht, der bei ca. 80 lag und die Therapeuten hatten diesen Test jetzt wiederholt, um sich ein Gesamtbild zu machen

    Wie hat dieser Test denn ausgesehen, wenn ich fragen darf ?

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    Dieser fiel mit einem Durchschnitt von 84 aus :-/ .

    Hat der IQ-Test nur aus einem Mathe-Test bestanden ? :-D

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    Ich kann mir nicht erklären woher diese Angst und dieses nicht vorhandene Selbstwertgefühl kommen.

    Vielleicht deswegen:

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    Mit 6 Jahren hat man bei ihr einen "IQ Test" gemacht, der bei ca. 80 lag und die Therapeuten hatten diesen Test jetzt wiederholt, um sich ein Gesamtbild zu machen. Dieser fiel mit einem Durchschnitt von 84 aus :-/ . Der normale Durchschnitt liegt bei 90-94, so sagte man mir. Ich war schon erst mal geschockt :-o .

    Ist zwar nur der Test ihrer Schwester, aber trotzdem...kann ja auch auf sie zutreffen....

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    Auch Hilfsmittel "stell Dich mal vor den Stuhl, was siehst Du denn"? Antwort:"Den Stuhl". "Und davor"? Antwort: "Meine Schuhe". Die Tasche lag die ganze Zeit auf dem Stuhl. Heute Abend hatte ich Gelegenheit mit ihr zu sprechen und bekam wieder die Bestätigung, dass sie wahnsinnige Angst hat etwas Falsches zu sagen oder nach zu fragen :°( . Ich kann mir nicht erklären woher diese Angst und dieses nicht vorhandene Selbstwertgefühl kommen.

    Ich musste als erstes schmunzeln ... diese Antwort hätte auch von mir kommen können, wenn ich nicht weiß, was das Gegenüber von mir will. Für mich klingt das Ganze nach einem zutiefst verunsicherten Kind, das momentan nicht weiß, was die Umwelt will und nichts falsch machen will. Gebt ihr Sicherheit und schaut mal, obs besser wird. Dazu gehört für mich auch, dass direkt nach etwas gefragt wird und nicht wie bei der Ergo so "hintenrum" - da können zig verschiedene Antworten rauskommen und man weiß nicht woran man ist.


    Du sagst, noch vor 1 Jahr war es besser - war da die Diagnose des ADS der Großen schon da ... bzw. Deine Angst, dass die Kleine es auch haben könnte? Oder hat sich die Unsicherheit mit der Krankheit der Großen aufgebaut? Ich denke, die Kleine hat einfach Schiss, dass sie auch krank ist (wird zuhause viel Aufhebens um die Krankheit gemacht?) und sehr sensibel ist. Versucht, sie zur Ruhe kommen zu lassen - ich drück euch die Daumen.


    Achja, ich habe selber ein ADS-Kind und weiß, wie schwer es für die Familie ist ... :)*

    Zitat

    Ich musste als erstes schmunzeln ... diese Antwort hätte auch von mir kommen können, wenn ich nicht weiß, was das Gegenüber von mir will. Für mich klingt das Ganze nach einem zutiefst verunsicherten Kind, das momentan nicht weiß, was die Umwelt will und nichts falsch machen will.

    Das könnte auch bei den Matheaufgaben so gewesen sein !

    Tjorven33

    Es hat jeder seine Art zu schreiben und zu antworten, und ich versuche das auch zu akzeptieren nur würde ich Dich bitten, wenn Du mir schon das Gefühl der Belustigung rüberbringen willst, sei so lieb und ließ die Texte genau. Du fragst aus was der Test bestanden hat und im gleichen Atemzug antwortest Du auf die Unsicherheit des Selbstwertgefühls meiner Tochter, dass es vielleicht wegen diesem sein könnte. Es sind aber zwei Kinder. Und nur das eine hat den Test gemacht. Was hat unsere jüngere mit dem Ergebnis der großen zu tun?

    Zitat

    Was hat unsere jüngere mit dem Ergebnis der großen zu tun?

    Sie sieht, dass ihre große Schwester bei einem IQ-Test gescheitert ist, und möchte deshalb wahrscheinlich nicht auch dumm auffallen, indem sie Fragen stellt, wenn sie etwas nicht verstanden hat. *:)

    Ich hatte heute ein Gespräch mit meiner Therapeutin und ich sprach die Problematik von unserer jüngeren Tochter an. Jetzt nach dem ich Zeit hatte alles sacken zu lassen, kann es durch aus sein, dass die jüngere das Verhalten der großen nachahmt. Unsere große eckt oft an und es gibt des öfteren Diskussionen und auch Streit. Vielleicht sieht die kleine das als Aufmerksamkeit, die wir ihr so nicht zu kommen lassen, da sie ja bis vor kurzem keine Probleme machte. Und ihr Verhalten soll uns jetzt zeigen, dass sie auch diese Aufmerksamkeit haben möchte. Ich bin allerdings der Meinung, dass ich ihr eine gesündere Aufmerksamkeit rüber bringe, da ich ein besseres Verhältnis zu ihr habe. Kann natürlich auch komplett falsch sein was ich da für Theorien zusammen spinne. ADS ist schon seit über drei Jahren bekannt und seit dem auch mit Problemen verbunden. Ich kann mir auch vorstellen, dass sie sich unter Druck setzt, da sie sieht wie ich mit der großen umgehe. Die Auseinandersetzungen machen ihr vielleicht Angst und sie versucht uns alles Recht zu machen und gerät so unter Druck:°( .


    Nun, so oder so sehe ich, dass es vor allem an mir liegt, aber ich weiß einfach nicht wie ich da raus komme um etwas zu ändern. Sowohl für die große als für die kleine. Manchmal habe ich das Gefühl es ist alles in Ordnung und dann kracht alles wieder ein. Ich drehe mich im Kreis:-( .

    Tjorven33

    Ich glaube wir haben aneinander vorbei geredet, aber das selbe gemeint;-) . Zwar versuchen wir die Probleme nicht zu zeigen und ich glaube nicht, dass sie von dem schlechten Ergebnis weiß, aber durch unser Verhalten ist sie wohl schon alarmiert.


    Wie kann ich es ändern? Ich mache eine Therapie für mich, wegen meiner Vergangenheit aber auch für meine Tochter und unser Verhältnis.

    Wenn Du nicht ehrlich mit ihr reden kannst, auch über Deine Probleme aus der Vergangenheit, wird sie Dich nie richtig verstehen können. Du hälst sie für minderbemittelt, und hast kein Vertrauen zu ihr. Und sie zu Dir wahrscheinlich auch überhaupt nicht mehr. Deshalb wird sie sich in naher Zukunft ganz von Dir distanzieren.


    Ich denke, Du wirst nicht viel machen können, um Euer Verhältnis zu verbessern. Wenn Du es schon seit 3 Jahren versuchst, und bis jetzt nichts dabei heraus gekommen ist.

    Also ich kann nicht mehr genau sagen wie der Test hieß. Ihre Schwierigkeiten waren vor allem im Bereich logisches denken.

    Zitat

    Wenn Du nicht ehrlich mit ihr reden kannst, auch über Deine Probleme aus der Vergangenheit, wird sie Dich nie richtig verstehen können.

    Mit wem kann ich denn nicht ehrlich reden???? Du meinst doch wohl nicht etwa meine 8 jährige Tochter:-o ? Ich glaube kaum, dass ich ihr helfe, wenn ich ihr von meiner verkorksten Kindheit erzähle. Ich habe Vertrauen zu ihr und sie auch zu mir. Unser Problem liegt tiefer begraben. Hast Du meinen Faden von Anfang gelesen

    Ich kann es irgendwie gar nicht verstehen, wie Du über mich und meine Familie urteilen kannst und tatsächlich behauptest, dass sich unser Verhältnis nicht mehr stabilisiert. Vor allem nach 3 Jahren Kampf???? Klar, bin ich oft an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht weiß wie es weiter geht. Aber das es weiter geht weiß ich sicher:)z . Ich glaube fest an Veränderungen, nur kann ich sie manchmal nicht sehen, wahrnehmen.


    Ich würde Dich bitten: Wenn Du Vorschläge hast so kannst Du sie mir gerne mitteilen. Aber resignieren tue ich nicht :|N und ich kann es auch nicht gebrauchen:|N , wenn mir hier der Mut genommen wird.

    Silversternchen: habt ihr eine Selbsthilfegruppe für Eltern von AD(H)S-Kindern in der Nähe? Der Austausch in so einer SHG kann sehr hilfreich sein (spreche da aus Erfahrung).

    Pflegetussi

    Ja wir haben eine Möglichkeit. Ca 20 km in der nächsten Stadt gibt es eine Selbsthilfegruppe, die sich ein mal im Monat trifft. Ich weiß auch nicht warum ich mich da noch nicht gemeldet habe|-o . Es ist fast so, dass ich zu gebe die Erziehung nicht alleine zu schaffen. Aber ich weiß das das nicht stimmt. Devnic hat mir eine Selbsthilfegruppe empfohlen auch ein Elterntraining. Das ich die ganze Zeit auf Achse bin und Abends froh bin meine Ruhe zu haben, ist wohl doch eigentlich eine Ausrede. Ich werde mir wohl mal so richtig in den Hintern treten]:D .

    Hallo, unsere kleine ist im September in die Schule gekommen. Bis jetzt klappt es ganz gut. Sie macht sich zwar bei den HA einen enormen Druck, doch am Ende, bei dem ich viel Nerven lasse, ist sie recht zufrieden.


    Die große hat eine "vorrübergehende Rechtschreibschwäche". Die Lehrerin sagte sie soll viel, viel lesen und schreiben üben.


    Was mir aber mehr Sorgen macht; die neue Lehrerin (Wechsel in der 3.;-D) hat bei der gesamten Klasse einen enormen Defizit festgestellt, da die Lehrerin von der 1. und 2. Klasse sehr, sehr oft krank war. Die neue Lehrein muss also jetzt erst mal den Stoff aus der 2. Klasse zum Teil durchnehmen und vieles nach holen, damit es dann weiter gehen kann. Das alles muss natürlich in einem zügigen Tempo geschehen, sonst hängen sie in der 3. auch noch hinter her. Multiplikation fällt unserer Tochter sehr schwer. Dividieren hatte die Klasse noch gar nicht. Ich weiß, dass das Einmaleins eine reine Lernsache ist, aber wie bringe ich ihr das bei. Sie macht komplett dicht. Weiß jemand Rat, wie sie sich besser das Einmaleins merken kann? Es sind noch viele andere Sachen die mir Sorgen bereiten, aber bei den anderen Problemen hat die Lehrerin mir vorerst Entwarnung gegeben.