• Unsicher bzgl. weiterführender Schule

    Für ein paar Denkanstöße wäre ich glücklich, am Besten vielleicht von den Niedersachslern... Heute gab es in Niedersachsen wohl die Zeugnisse für die Viertklässler und innerhalb der nächsten drei Tage finden die Anmeldungen statt der weiterführenden Schulen. Nun eröffnete mir heute meine Tochter, dass sie auf eine Integrative Gesamtschule möchte,…
  • 59 Antworten
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    Ich finde 2 Stunden fahrt für den Schulweg zu lang und dass sag ich deren Sohn 90 Minuten pro Tag als "vergeudet" ansieht, weil er mit dem Bus fahren muß zur Schule.

    Vorher haben wir ja neben der Schule gewohnt, da war sie in 50 Metern da. Jetzt fährt sie bereits mit dem Bus, muss zehn Minuten laufen und ungefähr drei Kilometer mit dem Bus fahren, zurück dauert es länger weil der Bus über die Käffer fährt. Sie geht um 07:35 los, 08:10 Schulbeginn. Sie fährt gerne Bus, noch. Schätze mit der Pubertät wird das wohl anders werden.


    Aber die genauen Zeiten für die Schulen erfahre ich morgen.


    Rein theoretisch wäre die Gesamtschule vor Ort aktuell am Besten. Da ist alles vorhanden, aber ich glaube die ist nicht so dolle. :-/

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    Wie stur ist dein Kind denn? Besteht die Gefahr das sie aus reinem trotz arbeitsverweigerung betreiben würde?


    danae87

    Nein, würde sie nicht. Sie wäre traurig, nicht trotzig. Die Traurigkeit ginge bald vorüber.


    Meine Neunjährige lasse ich aber nicht die 13 Kilometer radeln, da hab ich ja ständig Angst.

    Zitat

    Die Traurigkeit ginge bald vorüber.

    Vielleicht hätte ich dazu schreiben sollen wann. Wenn sie zu Beginn des Schuljahres offen dahin geht passt es, aber wenn sie eher unglücklich da startet, wird es noch schwerer als es sowieso schon ist.


    Ach man, alles hat Vorteile und Nachteile, alles kann eine gute oder schlechte Entscheidung sein. Ich bin hin- und hergerissen

    Ich wollte als Kind auch lieber auf die 2 Schulen, auf die der Großteil meiner Klasse gewechselt sind. Meine Mutter wollte aber, dass ich auf eine privatschule gehe und sie hat sich durchgesetzt. Damals war da noch der unterschied von einer Klassengröße von 21 Kindern zu 36. Ich hatte nie ein Problem in der schule, außer, dass ich die Grundschule in der 4. Klasse viel geschwänzt habe.


    Ich bereue es im Nachhinein nicht auf die andere Schule gekommen zu sein, einfach weil das Niveau auf der Privatschule zu lasch war. Ich habe dafür im 1. Semester an der Uni um so mehr zu kämpfen gehabt und mich immer wieder geärgert. Neue Freunde habe ich am ersten Tag wieder gefunden.


    Das sehe ich als Problem der integrativen Schule an. Ist ja ein schönes Konzept, aber sie bieten selber keine Oberstufe an. Erinnert mich an die Waldorfschulen, die lange (oder immer noch?) kein Abi anbieten durften. Vielen fiel der Wechsel zu einer normalen Oberstufe dann auch schwer. Und die reinen Oberstufen Gymnasien haben ja auch keinen sonderlich guten Ruf.

    Hast du mit ihr zusammen schon die andere Schule angesehen? Eventuell würde sie ihr eine Chance geben wenn du ihr in Aussicht sellst wechseln zu können falls es ihr gar nicht gefällt und noch dazu ein Hobby zusammen mit einer der Freundinnen?

    Zitat

    Ist ja ein schönes Konzept, aber sie bieten selber keine Oberstufe an. Erinnert mich an die Waldorfschulen, die lange (oder immer noch?) kein Abi anbieten durften. Vielen fiel der Wechsel zu einer normalen Oberstufe dann auch schwer.

    Ja das ist ein fragliches Konzept.


    Da ist alles zusammengepfercht (inklusive jene mit Behinderungen die doch andere Förderungen brauchen) und sie wird mir schlechter sein als sie eigentlich ist (mir kann keiner erzählen, dass die wirklich auf die Kinder bei denen mehr möglich ist eingehen). Und der Schwerpunkt liegt auf Vorbereitung der Arbeitswelt, Praxis und alltägliches Leben. Für mich ist das eigentlich die Arbeit einer Hauptschule. :-| Wie soll sie da jemals das Denken einer Hochschule "lernen" die auf Theorie basiert.

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    'Wie soll sie da jemals das Denken einer Hochschule "lernen" die auf Theorie basiert.

    Können die Ersties alle nicht die seit dem G8 kommen. :-/

    Jetzt müssten doch überall der Tag der offenen Tür sein, oder ist das schon vorbei? Vielleicht kann sie auch an den anderen zwei Schulen gefallen finden, da reicht manchmal schon ein freundliches Erscheinungsbild oder ein toller Spielplatz.

    Falls die Freunde der einzige Punkt sind, der für die integrative Gesamtschule spricht: Ist es denn sicher, dass sie in eine Klasse kommen würden?


    Aus meiner Klasse waren wir damals zu dritt, die auf die gleiche weiterführende Schule gegangen sind. Die anderen beiden kamen in eine gemeinsame Klasse, ich in eine andere. Der Kontakt zu den beiden anderen ist mit der Zeit komplett abgebrochen durch die unterschiedlichen Klassen, da man sich ja in der Regel doch innerhalb seiner Schulklasse freundetechnisch orientiert.


    Sollten die anderen tatsächlich in eine andere Klasse kommen, müsste sie sich vermutlich genauso neue Freunde innerhalb der Klasse suchen, als wenn sie auf eine andere Schule gehen würde.


    Wenn diese Schule also nichts weiter zu bieten hat, eine der anderen Schulen aber schon, würde ich mich vermutlich für die andere Schule entscheiden. Natürlich nur, wenn du es schaffst, deine Tochter von diesen Vorteilen zu überzeugen. Wenn sie die Schule grundlegend ablehnt, könnte es schwierig werden.


    Verfasse doch mal zusammen mit ihr eine Liste mit Vor-und Nachteilen aller Schulen (auch aus ihrer Sicht) für alle Bereiche (Angebot, Fahrzeit, Freunde in der Klasse oder auch nicht usw.)und entscheidet dann.

    Ich würde keinen allzuweiten Schulweg nehmen, denn das ermüdet Kinder auf Dauer schnell.


    Ingesamt bin ich eine große Verfechterin der Gesamtschule, weil Kinder dort sehr viel stärker gefördert und betreut werden als auf einem Gymnasium. Wenn sie auf derselben Schule später auch noch das Abitur machen könnten, dann ist das umso schöner.


    Ich finde insofern die Idee mit der Gesamtschule im Ort gut.

    Huch, zu früh abgeschickt...


    Das Problem ist auch, dass deine Tochter eigentlich zu jung ist, solche weitgreifenden Entscheidungen selbst zu fällen, weil ihr einfach die perspektivische Sicht fehlt. Es nutzt nichts, wenn sie dir jetzt beteuert, der weite Schulweg mache ihr nichts aus, aber dann in ein paar Monaten feststellt, dass sie es doch nicht mag.


    Schließlich wird sie dort auch neue Freunde finden und sich mit denen treffen wollen. Wenn das aber nur kaum möglich ist, weil die Freunde einfach sehr weit weg wohnen, wird sie sich schnell einsam fühlen. Insofern finde ich, dass es ein unglaublicher Vorteil ist, wenn die Kinder auch schulnah wohnen.

    Findet ihr das echt soweit? Ich komem auch aus dem Norden und für uns war das ziemlich normal und noch eher kurz. ":/ ":/


    Wegen Rad fahren: Wovor hast du denn da Angst? Ich hab mich damals mit dem Rad immer viel sicherer gefühlt, einfach weil man den lauten rüpelhaften Typen da ausweichen konnte denen man im Bus ausgeliefert war.

    Hm, ich würde die Strecke meinen Sohn auch nicht fahren lassen mit dem Fahrrad. Hier gibt es kaum Fahrradwege, dazu Großstadt und im Herbst /Winter ist es noch arg dunkel morgens.


    Da hätte ich auch Schiss.

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    13 Km kann man ja auch noch ganz gut radeln, finde ich nun nicht so wahnsinnig weit weg.

    Ich fahre ja schon immer gerne mit dem Rad. Aber das wäre mir selbst als Kind morgens zu anstrengend gewesen. ":/


    Wenn es dann noch dunkel ist und/oder keine Radwege vorhanden sind, hätte ich auch heute noch ein ungutes Gefühl dabei.


    Dazu noch der schwere Ranzen...

    Ich würde das Gymnasium auswählen, da ich selbst weiß, wie das ist, wenn man auf der falschen Schulart und unterfordert ist. Wenn es nicht passt, kann sie immer noch wechseln.


    Und sie wird garantiert auch dort neue Freunde finden. :)z

    Was mich hier so bissl wundert, wieso macht ihr euch da jetzt erst Gedanken drüber?


    Ich bin auch Mama eines Viertklässlers und wir wissen seit 2 Jahren, auf welche weiterführende Schulform er gehen möchte und dementsprechend haben wir dieses Ziel auch gemeinsam verfolgt und erreicht. Klingt bei dir bissl so, als käme das jetzt überraschend. ;-D


    Ansonsten finde ich 13 km Schulweg auch ganz schön weit, wir haben aktuell 9 und ich finde es schon grenzwertig.


    Ihre Schwärmerei für den Mitschüler würde ich da völlig außen vor lassen, es ist ja nicht mal garantiert, dass sie in einer Klasse landen.


    Wenn sie gut genug fürs Gymnasium ist, würde ich sie aufs Gymnasium schicken, einfach weil man viel mehr Möglichkeiten hat später und neue Freunde findet sie garantiert auch.


    Und wie andere schon festgestellt haben, ein Wechsel nach "unten" ist immer besser als andersrum.


    Ich drücke die Daumen, dass ihr die für euch richtige Entscheidung trefft. @:)