• Unsicher bzgl. weiterführender Schule

    Für ein paar Denkanstöße wäre ich glücklich, am Besten vielleicht von den Niedersachslern... Heute gab es in Niedersachsen wohl die Zeugnisse für die Viertklässler und innerhalb der nächsten drei Tage finden die Anmeldungen statt der weiterführenden Schulen. Nun eröffnete mir heute meine Tochter, dass sie auf eine Integrative Gesamtschule möchte,…
  • 59 Antworten

    Noch was:


    Diejenigen, die dir hier raten, deine Tochter "erstmal sicherheitshalber" aufs Gymnasium zu schicken, scheinen mehrheitlich aus Bayern oder Thüringen zu kommen. In diesen Ländern ist ein Übergang von der Realschule in die Oberstufe nicht vorgesehen und in der Praxis kaum zu schaffen. Das ist in Niedersachsen definitiv anders!!! Solche Wechsel SIND in Niedersachsen vorgesehen und ganz normal.


    Dazu kommt, daß die integrative Gesamtschule keine Realschule ist, das Kind kann dort auf Gymnasialniveau arbeiten und z.B. auch die notwendige Anzahl von Fremdsprachen erlernen.

    Puh, also devilindisguies, leider irrst du dich...

    Zitat

    Integriert hat übrigens nichts mit Integrativ zu tun (es geht also nicht um Mitschüler mit Behinderungen).


    Eine kooperative Gesamtschule ist eigentlich nur so eine Art Schulzentrum, alle drei weiterführenden Schularten sind unter einem Dach, aber die Klassen sind voneinander getrennt.

    Also so ist es eben nicht, das was du meinst wäre die Gesamtschule vor Ort.


    Das IGS sagt aber offen, dass die alles zusammen in eine Klasse setzen egal ob Schüler lernschwächer oder eben unter div. Behinderungen haben.


    Im versteckte Text von der Hauptseite kopiert:


    ??Prinzipien der Integrationsarbeit


    Die Arbeit in der Integrationsklasse unterliegt gewissen Prinzipien und das Arbeiten und Lernen findet in einer I-Klasse unter besonderen, erweiterten Aspekten statt. Da das Arbeiten und die Zusammenarbeit abhängig sind vom jeweiligen Klassenteam und dessen Sichtweise, können sich die Prinzipien und o.g. Besonderheiten auch graduell unterscheiden.


    Behinderte und nicht behinderte SchülerInnen und Schüler lernen gemeinsam nach Möglichkeit in einem Raum.


    Alle SchülerInnen und Schüler arbeiten –soweit möglich- am selben Thema auf unterschiedlichen Niveaus.


    Die Lernvoraussetzungen sind immer grundsätzlich verschieden, in einer I-Klasse aber weiter gefächert (SchülerInnen mit verschiedensten Emfehlungen der Grundschule und SchülerInnen, die ein sonderpädagogisches Gutachten "mitbringen").


    Das Fördern und Fordern aller SchülerInnen erfolgt nach ihren individuellen Lernvoraussetzungen.


    Alle SchülerInnen werden mit ihren Stärken und Schwächen angenommen.


    Organisatorische Merkmale


    Der Unterricht findet überwiegend gemeinsam im Klassenraum statt; um Inhalte zu vertiefen, zur Vorbereitung von Präsentationen, für Kleingruppenarbeiten, für ausführlichere Erzählrunden u.v.m. wird der benachbarte Gruppenraum genutzt. Ziel ist es letztendlich den Unterricht wieder zusammen zu führen.


    Im Unterricht sind immer zwei Pädagogen anwesend (durchgängige Doppelbesetzung). Dies können zwei Lehrkräfte oder eine Lehrkraft mit einer pädagogischen Mitarbeiterin sein. Dabei haben beide Pädagogen a l l e Kinder im Auge und sind Ansprechpartner und Berater für die gesamte Klasse.


    Präsentationen der Integrationsschüler werden intensiv vorbereitet und geübt. Die Doppelbesetzung spricht mit der Fachlehrkraft ab, wann eine Präsentation sinnvoll erscheint.??

    Zwei Lehrkräfte für die Klasse, und die wollen mir weismachen, dass meine Tochter da gefördert wird und das MUSS sie. Wenn sie nicht gefordert wird, dann gute Nacht...


    Ich brauch keine Lehrkräfte die alles prima finden, egal welche Leistung das Kind abgibt. Sie braucht einen gewissen Anspruch, sonst erreicht sie den nicht.


    Jedenfalls hat sie die Aussage, dass sie vielleicht gar nicht mit ihren Freunden in eine Klasse kommt und die Tatsache, dass die fünften Klassen immer auch neue Klasse sind, überzeugend genug gewesen, dass sie da nicht hingeht. Nun wird sie, in ihrem Einverständnis, auf das reine Gymnasium gehen.

    O.k., dann ist in diesem speziellen Fall die Integrierte Gesamtschule zugleich eine Integrative Schule. Das sind zwei verschiedene Dinge, die in diesem Fall zusammentreffen!


    In einer KGS lernen die Leistungsniveaus voneinander getrennt, wie du ja auch beschrieben hast: Eine Hauptschulklasse, eine Realschulklasse, eine Gymnasialklasse. Das ist in der Praxis nicht anders, als wenn man die jeweilige Schulart besucht. Der Unterschied besteht nur auf der Ebene der Verwaltung.


    In einer IGS kommen alle drei Leistungsniveaus zusammen in eine Klasse. Und in dieser IGS kommen eben noch Schüler mit Behinderungen dazu.


    Trotzdem, bzw. gerade deswegen, lernt jeder auf seinem Niveau! Die Kinder werden individuell "gefördert und gefordert", so schreibt es ja auch die Schule selbst im kopierten Text und so ist es generell in einer IGS.


    Das Problem, daß Schüler mit Behinderungen erhöhte Unterstützung benötigen, wird dadurch gelöst, daß in der Integrationsklasse IMMER zwei Lehrpersonen anwesend sind. Der Text liest sich aber so, als ob es pro Jahrgang eine Integrationsklasse neben weiteren, "normalen" Klassen gibt. Wobei ich persönlich jetzt auch in der Integrationsklasse keinen Nachteil sehe.


    Ich sehe nichts, was gegen die IGS spricht, zumal deine Tochter dort hin möchte. Die Frage ist, was befürchtest du?

    Cleo, wie schnell lernt deine Tochter denn? Fällt es ihr leicht und hat sie noch Freizeit oder geht der ganze Nachmittag und Abend für die Schularbeiten drauf?


    Wenn sie wirklich gerne und schnell lernt, würde ich mit ihr gemeinsam überlegen, ob sie nicht doch auf's Gymnasium wechseln will, da sie ja auch dafür empfohlen wurde – zwar mit Vorbehalt – aber immerhin. Aber ich würde nichts über ihren Kopf hinweg entscheiden: Wenn sie partout nicht will, würde ich sie erstmal an einer Gesamtschule anmelden.


    Es stimmt, dass es schwerer ist, sich nach oben zu arbeiten, wenn man einmal in eine bestimmte Richtung orientiert wurde. Die Lehrer gestalten ihren Unterricht oft so, dass bloß nicht zu viele Schüler den Sprung auf's Gymnasium schaffen. Aber es ist nicht unmöglich! Wenn man es nicht bis zur 10. Klasse schafft, gibt es wie gesagt, auch danach noch Möglichkeiten.


    Aber letztendlich ist jedes Kind anders und nur du kannst beurteilen, welche Schulform für deine Tochter wirklich geeignet ist.


    Berichte mal, wie ihr euch entschieden habt!

    Zitat

    Ich brauch keine Lehrkräfte die alles prima finden, egal welche Leistung das Kind abgibt

    ???


    Auf einer IGS werden ganz genau so Noten vergeben wie auf dem Gymnasium auch.


    Den Kindern wird mitgeteilt, auf welchem Niveau sie sich gerade befinden,also etwa: "Du hast jetzt immer Einsen geschrieben, hast aber auch nur die Aufgaben auf mittlerem Niveau gelöst. Bitte löse auch die Aufgaben mit höherem Schwierigkeitsgrad."


    Für einen Qualifizierten Realschulabschluß (als Voraussetzung für den Übergang zur Oberstufe) muß deine Tochter dasselbe leisten wie auf dem Gymnasium, und das wird den Schülern auch klargemacht.

    Zitat

    Es stimmt, dass es schwerer ist, sich nach oben zu arbeiten, wenn man einmal in eine bestimmte Richtung orientiert wurde.

    Die Gesamtschule umfaßt ALLE Schularten. Man wird dort also gerade nicht auf etwas festgelegt, sondern es entscheidet sich an der tatsächlichen Leistung.

    Zitat

    Die Gesamtschule umfaßt ALLE Schularten. Man wird dort also gerade nicht auf etwas festgelegt, sondern es entscheidet sich an der tatsächlichen Leistung.

    Ja, ich bezog das auf die Haupt – Real – und Förderschule.


    Diese Gesamtschulen sind optimal für Kinder, die in gewissen Fächern sehr gut sind und in anderen eher schlecht. Aber Cleos Tochter scheint ja in allen Fächern gut zu sein – dann ist das Gymnasium für sie auch die richtige Schulform! :)^

    Zitat

    Den Kindern wird mitgeteilt, auf welchem Niveau sie sich gerade befinden,also etwa: "Du hast jetzt immer Einsen geschrieben, hast aber auch nur die Aufgaben auf mittlerem Niveau gelöst. Bitte löse auch die Aufgaben mit höherem Schwierigkeitsgrad."

    Genau da liegt ja das Problem, sie ist eigentlich immer nur so gut, wie sie sei muss, wie der Anspruch in der Klasse ist, wenn sie schlecht sein darf, dann ist sie es.


    Ich hab das Drama bereits einmal erlebt in der dritten Klasse. In den ersten beiden Jahrgängen hatte sie eine super klasse Lehrerin, die den Stoff einfach so super, im richtigen Maße, durchgezogen hat und der Durchschnitt war am Ende 1,2 und eine super Bemerkung. Dann eine andere Lehrerin die den Stoff so träge durchgezogen hat ??falls sie denn mal da war, die Frau hat sooo oft gefehlt aus privaten Gründen weil sie Stress mit ihrem Mann hatte der sie für eine Hochzeit nur ausgenutzt hat. Ja, das war nicht mal ein offenes Geheimnis, die Frau ist häufig in Tränen ausgebrochen während der Schulzeit.??, und den Kindern bei jeder Note vermittelt hat, dass sie gut sind, wie sie sind. Zack, fiel meine Tochter um zwei bis drei Noten in einem Halbjahr nach unten >:( , so war ich gezwungen alleine meinem Kind zu vermitteln, dass sie es besser kann und besser werden muss. Das ist ganz schön schwierig, wenn alles sein darf und alles gut so, wie es ist, und ich als Elternteil Gegenteiliges begreiflich machen darf ??mit dem Miststück an Lehrkraft war es am Ende so, dass sie einen Allgemeinen Sozialen Dienst kontaktiert hat und mich unter einem Vorwand in die Klasse bat mit der Begründung ob alles okay wäre. Nach dem Gespräch war für die Frau vom Sozialdienst alles in Ordnung und die Frau entschuldigte sich, aber sie wäre dazu verpflichtet. Der dummen Funzel von Lehrkraft hingegen war der Ärger ins Gesicht geschrieben, dass sie damit nichts erreicht hat. Seitdem habe ich einen Hass auf die Frau gehegt (sie ebenfalls), dass ich gezwungen war meine Kinder zu schnappen und eines Tages über Nacht mehr oder weniger weg zu sein...??.


    So, wenn sie auf einem reinen Gymnasium ist, dann ist wenigsten von Anfang eine gewisse Anforderung da.

    Zitat

    Das Gymi, was 13km entfernt liegt?


    Die Keltin

    Im Anfangsbeitrag habe ich das etwas unverständlich geschrieben. Es ist so dass das IGS (Intergrative Gesamtschule) 13 Kilometer entfernt ist.


    Das reine Gymnasium ist ebenfalls 13 Kilometer entfernt, liegt in einer der "Hauptstädte"


    Und das KGS, die normale Kooperative Gesamtschule, die ist hier im Ort, 1,5 Kilometer entfernt.

    @ devilindisguise

    warum diese pauschale abwertende Urteil über Gymnasien?


    Woher nimmst du die Aussagen exklusiv und überkandidelt und fehlenden soziale Auswahl?


    Null Freizeit?


    Ich habe 2 Kinder auf einem bay. Gymnasium. nichts von dem was du schreibst trifft zu, im Gegenteil. Sehr fortschrittliche Schule auf der alle sozialen Schichten vertreten sind.


    Außerdem ist in Bayern sehr wohl ein Wechsel von der Realschule aufs Gymnasium vorgesehen und wird auch erfolgreich umgesetzt.


    Das nächste Mal schlage ich eine eine umfassende Information vor verfassen eines Artikels vor, damit nicht der falsche Eindruck entsteht man möge einfach mal pauschal etwas gegen eine bestimmte Schulform und das auch noch in Bayern posten. :-X :=o :=o :=o

    Ich muss devilindisguise hier auch widersprechen, ein Wechsel ist sowohl in Bayern als auch in Thüringen möglich und durchaus auch vorgesehen.


    Dass das sehr gut funktioniert, habe ich selbst erlebt. Mit mir haben einige Abi gemacht, die von der Realschule gekommen sind und die waren keineswegs schlechter als wir, die die gesamte Zeit auf dem Gymnasium waren.

    Ich glaube das trifft es gut.Einzige Milderung ist wieder G9 anstatt G8. Wenn aktives Wollen(Mitarbeit) und wirklich gute!


    Schulleistungen nicht vorhanden sind,ist es besser nicht das Gymnasium nach der GS zu wählen.Nun habt Ihr die Qual


    der Wahl.) Alles Gute!

    Die Wahl fiel ja jetzt auf das Gymnasium, wie bereits geschrieben und man sieht wohl auch keine Bedenken.


    Zeitlich wird es so aussehen, dass sie ca. eine viertel Stunde bzw. 20 Minuten zur Bushaltestelle läuft, 20 Minuten mit dem Bus fährt und fünf Minuten dann zur Schule läuft.


    Ich bin ganz froh, dass es die ersten zwei Jahre keinen Nachmittagsunterricht gibt und sie dann Mittag zuhause ist. Zeitlich wird sie früher aufstehen müssen, da kann man sich nichts vor machen. Vor sieben Uhr muss sie los die Schule fängt auch früher an.


    1600 Schüler sind für mich eine derbe Hausnummer muss ich gestehen. ":/ Aber auch ein großes Schulgebäudekomplex.


    Insgesamt freut sie sich nun drauf. :-)