• Unstimmigkeiten mit der Kindsmutter

    Hallo, Ich (w 26) bin seit knapp 4 Jahren mit meinem Freund (30) zusammen. Er hat eine Tochter (7) zu der ich ein inniges Verhältnis habe. Alle zwei Wochenenden ist das kind bei uns. Vor ein paar monaten fragte die mutter ob wir das kind vom hort am Freitag holen könnten, was ich gerne mehrmals tat. Davor holte mein Freund das kind immer abends von zu…
  • 75 Antworten

    Nur ganz kurz: es ist wichtig, eine gemeinsame, verbindliche Umgangslösung zu schaffen. Hälftige Ferien, halbe Tage in der Woche, wenn nicht das Papa-WE (von Freitag bis Sonntag, oder evtl Montags früh zur Schule / zum Hort bringen) ist, etc. Unbedingt Ersatztage bei Umgangsausfällen vereinbaren, zB am WE darauf, auch wenn das Kind dann an zwei nachfolgenden WE beim Papa ist! Vielleicht die Übergaben anders gestalten, damit der Druck raus ist. Das JA kann dabei behilflich sein, eine Vereinbarung zu treffen, diese ist allerdings nicht verbindlich. Das wird eine Vereinbarung erst, wenn sie vom Familiengericht festgelegt wird. Dann hat man auch rechtliche Mittel in der Hand, Umgangsboykott schnell sanktionieren zu lassen.


    Ich kenne manche Geschichten, in denen sich die betreuende Mama mit einem zusätzlichen Geldschein durchaus kooperativ zeigen kann...sicher ein Anreiz, wenn die Dame damit einen Tag länger in der Schweiz bleiben könnte. Wenn längere Wege zurückzulegen sind, würde ich darauf bestehen, die Kosten dafür mindestens zu teilen, immerhin ist der Vater ja nicht der Verursacher...


    Kinder beiden Elternteilen!

    Was für ein Fass.


    Organisiert einen Babysitter, der die Kleine am Freitag-Nachmittag abholt und betreut, bis der Kindesvater Zeit hat.


    Optimal wäre es, wenn beide Elternteile die Hälfte der Kosten übernehmen. Das ist das, was auch verheiratete Paare und andere Eltern machen, wenn die eigenen Verpflichtungen verhindern, sich selbst um das Kind zu kümmern.


    Um ehrlich zu sein, finde ich alle drei Seiten auf Ebene der Erwachsenen schäbig.


    Ist die Situation emotional, finanziell und zeitlich fordernd? Ja, ganz bestimmt. Aber Kinder bekommen so einen Schrott im Hintergrund mit. Also ist Pragmatismus gefragt!

    Kantenmechaniker


    50/50 finde ich auch am Besten, aber ich finde bei einem Kind von 4 Jahren würde es dem Kind wenig gerecht werden sowas nun von jetzt auf gleich umzustellen. Sowas muss, im Falle eines Falles, langsam umgestellt werden und der Vater natürlich auch bereit sein, dann entsprechend seine Arbeit umzustellen. Wenn er immer so lange arbeitet und da auch nicht kürzer treten will, dann geht es halt nicht. Ich jedenfalls würde die Kinder hier auch nicht den ganzen Tag in der Kita lassen, wenn ich frei habe und sie nehmen könnte, nur weil Papa-Tag ist und der eben bis ultimo arbeitet. Das fände ich reichlich sinnfrei.


    Also immer erstmal gucken was geht und überhaupt gewollt wird und natürlich auch was das Kind an Gewechsel verträgt. Hier hab ich öfter ein Mädchen zu Besuch die im Wechselmodel lebt, selbes Alter, und die findet das zu anstrengend. Sie wäre gerne eine Woche bei ihm und dann eine bei ihr, aber das will er irgendwie nicht, aber diese Wechselei unter der Woche alle zwei Tage findet die Kleine total anstrengend.


    ich finde das Kindeswohl sollte im Vordergrund stellen. Die Eltern haben eine Entscheidung getroffen und sollten eben auch die Folgen tragen, die Kinder tragen die zwar zwangsweise mit, aber nach meinem verständnis sollte man sehen, dass sie so wenig als möglich tragen müssen. Alles in allem also gucken was gut ist für das Kind und dazu gehört ganz sicher auch eine stabile Beziehung zu beiden Elternteilen.

    Ah, entschuldigt bitte, da habe ich die Dauer der Beziehugn und das Alter des Kindes irgendwie durcheinander bekommen. Aber auch bei einer sieben jährigen würde ich immer gucken, sowas mus man behutsam umstellen, wenn man denn will. Will ja auch nicht jeder. Ein Bekannter hatte so eine Regelung wie bei Kantenmechaniker, hat dann aber seiner Ex gesagt, er will die Kinder nicht rumfahren müssen, dass sei ihm zuviel Arbeit die eine zum Balett zu bringen und die andere dahin und dann auch noch Geburstage und so.... Der wollte nicht mehr als alle zwei Wochen ein Wochenende.

    Zitat

    Allerdings sind diese paar Stunden freitags die einzigen vom kompletten we, die ich für mich habe.

    Ist das Dein ernst? Es sind alle 2 Wochen! %-|

    Zitat

    Er hat jetzt folgende Lösung gefunden : er macht alles was sie will damit Frieden herrscht

    Na, dann scheint es ihn nicht so zu belasten. Nun musst du nur sehen das er, zwecks weiterer Bequemlichkeit, nicht dich mit einbindet und es am Ende dir zuschiebt das alles zu regeln. Ich habe den Eindruck du hast da ein eher bequemes Exemplar der Gattung Mann an deiner Seite.

    Die Lösung hat sich gefunden, das ist doch wenigstens etwas. Hatte hier so das Gefühl, dass man die TE als "Schuldige" hinstellen will.


    Erstens ist es nicht ihr Kind und zweitens hätte ich mich da ganz rausgehalten. Es ist Aufgabe des Vaters sich mit der Mutter auseinanderzusetzen. Und wenn die TE keine Zeit hat, dann ist das eben so. Sie muss hierbei keine Verantwortung übernehmen. Und aus meiner Sicht tut sich anscheinend genug für das Wohl des Kindes. Das hat mehr Respekt verdient, denn selbstverständlich ist sowas nicht.

    @ secura

    Die Entscheidung die dein Freund da getroffen hat sollte er vielleicht noch mal überdenken.


    Ich weiß natürlich nicht warum er sich so entschieden hat, aber es kommt mir wie aufgeben vor ...

    Zitat

    Ich habe den Eindruck du hast da ein eher bequemes Exemplar der Gattung Mann an deiner Seite.

    Ich kann absolut nicht nachvollziehen, warum hier alle so auf den Freund von secura losgehen. Wenn man fixe Arbeitszeiten hat, dann kann man das eben nicht so einfach und auf die schnelle zu lösen.


    Nachdem ich mittlerweile auch ein Wochenendpapa bin, kann ich das sehr gut nachvollziehen. Meine Tochter ist so oft wie möglich bei mir, fast jedes Wochenende. Bis jetzt haben wir es so gemacht, ich hab sie am Freitag Nachmittag abgeholt und Sonntag Abend nach Hause gebracht. Mittlerweile sind wir soweit, dass mein Ex-Frau mir die Tochter am Freitag bringt (entweder zum Büro oder zu mir) und ich sie am Sonntag nach Hause bringe.


    Meine Ex und ich haben jedoch auch noch ein sehr gutes Verhältnis, können "normal" miteinander reden und besprechen uns auch bei sonstigen Dingen was die kleine angeht. Unsere Tochter ja nichts mit der Trennung zu tun, sie hat es verdient zu wissen, dass sie noch immer Mama und Papa hat, diese aber eben kein Paar mehr sind.

    Zitat

    Wenn man fixe Arbeitszeiten hat, dann kann man das eben nicht so einfach und auf die schnelle zu lösen.

    Nicht so einfach auf die Schnelle?


    Das Kind ist 7 Jahre alt, ich denke das ist genug Zeit mit dem Vorgesetzen oder sonst wem andere Arbeitszeiten auszuhandeln. Und wenn es bedeutet, dass man die 1,5 h irgendwo in der Woche anhängt, damit er diese Zeit Freitags früher nach Hause kann.


    Hier wirkt es schon so, dass der Vater einfach den Weg des geringsten Widerstands gehen möchte und die anderen können schauen wie sie es machen ":/ :)D

    Wenn die letzten Jahre die Regelung war, das Kind wird am Freitag um 18:00 abgeholt, warum sollte man sich dann im Vorfeld darum kümmern?


    Wenn immer schon ausgemacht war, das Kind bitte Freitag früher abzuholen es aber nicht möglich war und die Mutter jetzt darauf besteht, dann ist das eine andere Sache. Dann bin ich bei dir. Aber von dem ganzen steht hier ja nichts.

    ersatzgoalie


    Es geht ja um diese Aussage von ihm (indirekt):

    Zitat

    Er hat jetzt folgende Lösung gefunden : er macht alles was sie will damit Frieden herrscht

    Hier stehen sich zwei Seiten gegenüber,


    - entweder er macht das, weil er keine "Lust" hat zu kämpfen und geht den Weg des geringsten Widerstandes


    - oder er sieht keinen anderen Weg damit das Kind nicht drunter leiden muß


    Die Beiträge/Beschreibungen aus den Beiträgen sprechen auch für mich insgesamt nun mal eher für Ersteres .... ":/


    Denn z.B. die Möglichkeit mal zum Jugendamt zu gehen um ein Gespräch unter Begleitung gemeinsam mit der Kindsmutter zu führen wird ja auch ausgeschlagen - hiervon müsste das Kind gar nichts mitbekommen.


    Somit würde ich auch an Stelle der TE sagen: "Ich tue gerne mal was für die Kleine, ich akzeptiere und mag sie, aber ich lasse mich nicht auf diese Art Verpflichtung ein, weil Du (ihr Freund) keine Lust hast nach einer/mehreren Lösungen mit Deiner Ex zu suchen". Ganz anders wäre es, wenn hier wirklich Bemühungen des Freundes zu erkennen wären - ist aber nicht so (also nach dem wie hier berichtet wird).

    Also dieses "er macht alles was sie will damit Frieden herrscht" halte ich für sehr gefährlich. Das signalisiert der Mutter, dass sie zukünftig alles fordern kann und damit durchkommt. Sicherlich hat es eine Alleinerziehene nicht leicht, aber das kann nicht der Grund sein, dass sie eine Art Freifahrtschein hat.


    Ich denke es ist auch die Art wie die Mutter das Ganze kommuniziert hat. Dass der Expartner sich mehr einbrigen kann und auch sollte ist keine Frage, es macht aber immer noch der Ton die Musik. Wenn die Mutter das Thema anständig angesprochen hätte, wäre das Ganze in meinen Augen auch anders verlaufen.

    @ secura :

    sicherlich ist es die Entscheidung deines Freundes aber auch empfehle dies nochmal zu überdenken, sonst habt ihr solche Situationen zukünftig häufiger. Manchmal hilft nur Kante zeigen, damit auch die Mutter ihre Grenzen aufgezeigt bekommt. So wie es jetzt ist, ist es kein gesundes Verhältnis und das ist für zukünftige Situationen wichtig.