• Wenn ein einzelner die ganze Klasse aufmischt....

    Ich weiss nicht, ob es das passende Unterforum für mein "Anliegen" ist, falls nein möge der Admin bitte entsprechend verschieben. Danke. Meine Tochter (10) hat im Sommer auf die weiterführende Schule (Gymnasium in RLP falls das irgendwie wichtig ist) gewechselt. In der Klasse sind 28 Kinder. Mit dabei ist ein Junge, der von Anfang an die komplette Klasse…
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    Dass mit der Inklusion ist der letzte Blödsinn. Die Lehrer, die bisher als eigene Schulform mit den entweder sozial- und/oder lernbehinderten oder davon gesondert betrachtet: Den körperbehinderten Schülern zu tun gehabt haben, halten davon mehrheitlich gar nichts. Und die normalen Schulen, die eh schon genug Probleme haben, sind damit überfordert. Ausbaden müssen es die Schüler, sowohl das Inklusionskind als auch die Mitschüler.


    Spätestens wenn mir so jemand eine Tasse einfach mal so ("Ich hatte den Impuls dazu, weiß auch nicht warum.") plötzlich über den Kopf ziehen oder völlig grundlos schubsen würde, sodass andere sich schwerer verletzen, würde ich diesen Schüler anzeigen oder wahlweise zurückhauen - und zwar so, dass der kapiert, dass es ihm jedesmal weh tun wird, wenn er mir weh tut. Einfaches Prinzip. Kapieren sogar Leute mit Empathiedefiziten. Da wäre mir ganz egal, ob der offiziell als behindert gilt oder nicht. Deshalb hat der keinen Freifahrtschein andere zu attackieren. ... Aber die braven Schüler, vor allem die Mädchen, trauen sich ja nicht, sich körperlich zu wehren - und es läuft dann über die Schiene "der arme Inklusionsschüler - für den muss man doch Verständnis haben und er konnte ja nichts für sein Verhalten" wenn der seiner Mitschülerin aus nichtigstem Anlass den Arm bricht ("stand im Weg") usw..


    Wie läuft das später, wenn diese Leute mal groß sind und ganz auf die Gesellschaft losgelassen werden und der Überschutz aus der Schulzeit vorbei ist? Oder leben die dann betreut mit Betreuern, die sich sowas gefallen lassen und ganz viel Verständnis haben, wenn sie mal wieder in die Fresse bekommen?

    Ich würde (ev mit anderen Eltern zusammen) direkt an die Schulleitung heantreten und klar fordern, dass der Schüler in allen Stunden und Pausen betreut wird. Da es ja nun schon ein schwer verletztes Kind gibt, müssen die Vorsorge Maßnahmen ergreifen.


    Auch geht es nicht, dass die Klasse für das Fehlverhalten des Jungen bestraft wird (kein 2. Film) - dass muss die Schulleitung mit der Lehrerin besprechen. Dann muss eben der Schüler von der Veranstaltung ausgeschlossen werden und in einem anderen Raum mit seinem Betreuer Aufgaben erledigen.


    Also wortlos würde ich als Mutter mir das nicht weter angucken, sonst ändert sich da nichts.

    Hallo!


    Ich habe jetzt nicht den ganzen Faden gelesen, sondern nur den Anfang...Sollte es sich jetzt doppeln, dann sorry! @:)


    Ich bin selbst Lehrerin an einer Regelschule Sek 1, die jedoch als Schwerpunktschule Inklusion fungiert. Daher erlebe ich in dem Bereich auch einiges.


    Der beschriebene Junge hat vermutlich den Förderstatus/ Unterstützungsbedarf "Emotional/sozial"( abgekürzt E/S), zumindest lässt sein Verhalten darauf schließen.


    Und da er stundenweise eine Betreuerin hat, wird das noch untermauert.


    Und genau da ist der Punkt: Die Klassenlehrkraft muss dringend mit der Schulleitung beim Jugendamt oder Sozialamt oder Landesschulbehörde ( je nachdem , wer bei Euch die Einzellfallhelfer stellt) mehr Stunden für die Betreuung des Kindes beantragen!!!


    Solche Einzellfallhelfer kosten Geld, daher wird versucht die Stunden gering zu halten.


    Aber offenbar reichen diese Stunden ja nicht aus.


    Zum Kino: Wenn dieser Schule bei so einer Veranstaltung keinen Einzellfallhelfer( dringendst notwendig!) hat und sein Verhalten nicht tragbar ist, wäre es an meiner Schule die logische Konsequenz, dass er nicht teilnehmen kann.


    Ach ja und bei der zuständigen Stelle ( Schulbehörde etc.) auch ruhig Druck durch die Eltern machen: Den Fall sachlich, aber eindringlich schildern...zusätzlich sollten die Elternvertreter den Kontakt mit der Klassenlehrkraft plus Schulleitung suchen!


    Das Kind braucht lückenlose Betreuung! Und wenn das immer noch nicht reicht, müssen die Lehrer Erziehungskobferenzen etc. abhalten und ggf bei zu schweren, vorsätzlichen Vergehen vom Unterricht ausschließen.

    Zitat

    Das Kind braucht lückenlose Betreuung!

    Was der Junge braucht, ist meiner Ansicht nach im Rahmen dieser Diskussion völlig scheißegal, weil diese Frage im Verantwortungsbereich der Schule liegt.


    Die Frage, die sich mir hier stellt, lautet: Was braucht die Tochter?

    Zitat

    Die Frage, die sich mir hier stellt, lautet: Was braucht die Tochter?

    naja sie braucht, dass jemand sich ordentlich mit dem Verhalten des Jungen und dem was er braucht auseinander setzt...also kann man nicht sagen:

    Zitat

    Was der Junge braucht, ist meiner Ansicht nach im Rahmen dieser Diskussion völlig scheißegal,

    die Tochter ist ja normal und muss "nur" geschützt werden ,da vor dass ein einzelner eben die ganze Klasse aufmischt, das Lernen dort behindert und ev. noch einmal einem Kind körperlichen Schaden zufügt

    @ Wintersonne

    Eben. Und die anderen Schüler werden sowohl körperlich wie auch im Unterrichtsgeschehen "geschützt", indem ein Einzellfallhelfer den ganzen Schultag den Schüler mit diesen Auffäligkeiten betreut, der soll sozusagen verhindern dass solche Dinge passieren. Zu 100% ausschließen kann man es natürlich nicht, aber auf diese Weise deutlich minimieren.


    Und wie gesagt, wenn es extreme und vorsätzliche Formen annimmt, dann muss ggf dieses Kind für geraume Zeit suspendiert werden.


    Darüberhinaus wird die Klassenlehrkraft sicher wissen, was genau bei diesem Junfen vorliegt...Sie könnte den Eltern ggf private Therapiemöglichkeiten empfehlen. Allerdings leider nur empfehlen...Die Eltern entscheiden, ob sie das wollen.

    Danke euch alldn erstmal ganz, ganz herzlich für eure Antwort.


    Nachdem besagter Junge heute aus dem Klassenraum gerannt ist, es wohl ganz witzig fand, sich im Schulgebäude zu verstecken und dadurch eine komplette Schulstunde ausgefallen ist, habe ich heute selbst den Klassenlehrer kontaktiert und meinen Unmut geäussert.


    Der Junge hat bereits einen Tadel erhalten. Nächste Woche ist ein Gespräch mit Klassenlehrer, Eltern, Kind, Unterstufenleitung und Schulleitung angesetzt.


    Laut Klassenlehrer hat er sowas in dem Ausmaß noch nicht erlebt, ausserdem seien die Lehrer nicht ausgebildet, um mit einem solchen Verhalten umzugehen.


    Ich bin mal gespannt...

    Ich musste mich vor kurzem mit dem Thema Inklusion auseinandersetzen.


    Dabei habe ich erfahren, dass Schüler, die durch ihr Verhalten die schulische Entwicklung der Mitschüler beeinträchtigen oder gefährden, per Definition zu den ESE-Kindern gehören (ESE: Störungen der emotionalen und sozialen Entwicklung)


    Diese ESE-Kinder werden dann integrativ beschult, in normalen Klassen, und die Schule bekommt dafür zusätzliches sonderpädagogisches Personal. Mit viel Glück sind das drei Stunden in der Woche.


    Ich habe dann diesen Regierungsvertreter gefragt, wie denn diese zusätzliche Kraft in den drei Stunden bewirken können solle, dass das ESE-Kind in den übrigen 27 Stunden die schulische Entwicklung der Mitschüler nicht gefährdet. Das könne doch meines Erachtens (zumindest in schweren Fällen) einfach nicht funktionieren.


    Meine Frage wurde von dem Regierungsvertreter abgewürgt: Ja, das Recht sei noch nicht ganz ausgereift, aber es sei nun einmal so, wie es ist und damit von uns hinzunehmen und auf dieser Veranstaltung doch gefälligst nicht zu diskutieren.


    Also: Da gefährdet ein Kind die schulische Entwicklung der übrigen 27 in der Klasse, macht diese schulische Entwicklung im Extremfall sogar komplett unmöglich (weil an geordneten Unterricht einfach nicht mehr zu denken ist), aber der Staat bestimmt, dass das Recht des behinderten Kindes auf Integration einfach wichtiger ist als die Schulbildung der übrigen 27. Und wer des nicht so sieht, ist ein ganz böser Ketzer und Behindertenfeind. Buuuuh! Pfui!


    Langer Rede kurzer Sinn: Das behinderte Kind hat Rechte, dein Kind nicht. Wenn es wenigstens unverletzt bleibt, sei froh ??das ist nicht selbstverständlich?? , aber Schulbildung erhält es eben nicht. Bring deinem Kind selbst bei, was es wissen muss. Oder wander aus. Viel mehr Chancen hast du nicht.


    Du könntest natürlich auch bei der nächsten Wahl irgendwas rechtsradikales ankreuzen... aber das scheint mir nun auch nicht grade eine sinnvolle Alternative.

    @ Fe:

    so ganz glaube ich das nicht.


    Nur weil jemand den Stempel "ADHS" oder ähnliches hat, kann er nicht unbegrenzte Rechte haben.


    Och habe gestern noch mit einer befreundeten Lehrerin (Grundschule, Sohn ist in der gleichen Klasse) gesprochen. Die meinte, normalerweise erklärt man den Eltern, dass das Kind so einfach nicht an der Schule beschulbar ist und bittet sie darum, sich einen Schulwechsel zu überlegen. Tut sich nichts, bzw sind die Eltern uneinsichtig, dürfen die Lehrer wohl direkt auf eine Förderschule voder Regelschule MIT Inklusion verbindlich verweisen. Dazu gibt es wohl auch einen entsprechenden Paragraphen in der Schulordnung.


    Mal abwarten, was herauskommt.


    Was rechtsradikales wählen kommt für mich nicht in Frage, genausowenig wie auswandern. Und meinem Kind selbst beibringen was es wissen muss ist schön und gut-allerdings würde sich meine Tochter echt bedanken, wenn ich mit ihr nach den Hausaufgaben weiter Schulkram machen würde und ausserdem haben die spätestens ab Klasse 6 Dinge auf dem Gym, von denen ich mit meinem Realschulabschluss noch nie gehört habe, z.b. die zweite Fremdsprache.

    Zitat

    Du könntest natürlich auch bei der nächsten Wahl irgendwas rechtsradikales ankreuzen... aber das scheint mir nun auch nicht grade eine sinnvolle Alternative.

    Errrrm, what? ":/

    Rechts zu wählen ist noch nicht mal ansatzweise irgendeine Alternative ....


    Ich möchte nicht die Zeiten zurück, die es in D schonmal gab.

    Nur weil du evtl. was konservatives wählst bedeutet es nicht dass es in "Deutschland wieder so wird wie es mal war". Das möchte ich mal festhalten. In anderen Ländern ist das ganz normal.

    Wenn man die Afd wählt, kann man sicher sein, dass es genau in DIE Richtung geht. Es gibt schon genug Hohlköpfe, die die wählen.