• Wenn ein einzelner die ganze Klasse aufmischt....

    Ich weiss nicht, ob es das passende Unterforum für mein "Anliegen" ist, falls nein möge der Admin bitte entsprechend verschieben. Danke. Meine Tochter (10) hat im Sommer auf die weiterführende Schule (Gymnasium in RLP falls das irgendwie wichtig ist) gewechselt. In der Klasse sind 28 Kinder. Mit dabei ist ein Junge, der von Anfang an die komplette Klasse…
  • 90 Antworten
    Zitat

    Nur weil du evtl. was konservatives wählst bedeutet es nicht dass es in "Deutschland wieder so wird wie es mal war". Das möchte ich mal festhalten. In anderen Ländern ist das ganz normal.

    ":/


    Um konservativ ging's doch gar nicht, sondern explizit um rechtradikal. Steht dort schwarz auf weiß.


    Aber es ist generell bescheuert, abstrus und krass realitätsfern zu glauben, dass sich mit der Wahl der für ihn richtigen Partei etwas an der vorgestellten Situation ändert.

    Wie kommt ihr jetzt auf das Wahlthema?


    Das Problem existiert jetzt und heute, eine Wahl findet 2017 statt.


    Wenn egal wer etwas am Schulsystem verändern würde, so würde egal was frühestens in einigen Jahren greifen.


    Für das Problem der TE also vollkommen irrelevant.


    Kann man auch mal über was anderes reden, als ständig über Politik? Das macht einen ja ganz kirre.

    @ NK78

    Zitat

    Wenn man die Afd wählt, kann man sicher sein, dass es genau in DIE Richtung geht. Es gibt schon genug Hohlköpfe, die die wählen.

    Na herzlichen Dank für das Kompliment.

    Zitat

    Rechts zu wählen ist noch nicht mal ansatzweise irgendeine Alternative ....


    Ich möchte nicht die Zeiten zurück, die es in D schonmal gab.

    Dann sollte man sich vielleicht mal informieren, woher der Begriff "politische Rechte" stammt, nämlich aus der Zeit nach der Julirevolution in Frankreich 1830. Der Nationalsozialismus war auch keine rechtskonservative Strömung im engeren Sinne, sondern ein Mischmasch mit sozialistischer Komponente. Allerdings ist es politisch und medial gewollt, dass die "rechts" automatisch damit assoziierst. Das, was die AfD jetzt vertritt, hat die CDU/CSU noch Ende der 90er Jahre genauso vertreten und einige CDU/CSU-Wahlplakate von Anfang bis Mitte der 90er Jahre waren noch wesentlich krasser drauf.


    Und das, worunter deine Tochter und ihre Mitschüler momentan in der Schule leiden, ist das Resultat des linksgrünen Gutmenschentums. Man steckt sich unrealistische, selbstgerechte Ziele, aber übernimmt die Verantwortung dafür nicht, weil man gar nicht dazu in der Lage wäre. Die Belastung wird schön nach unten delegiert und auf alle verteilt, bis zum Kollaps. Und mit Inklusion ist ein Kollaps unvermeidlich, weil man den Spagat zwischen so einem Schüler und regulären Gymnasiasten nicht schaffen kann.

    Zurück zum Fadenthema

    Die Diskussion rutscht in eine Nebendiskussion über AFD ab. Das ist nicht das Thema. Zurück zum Problem und der Ausgangsfrage der TE

    Ich finde diese Integrationstaktik nicht richtig.


    1. Wird dem betroffenen Kind nicht dadurch geholfen das man ihm/ihr täglich vorlebt das es irgendwie anders/schlechter ist als die "normalen Mitschüler. Hier wird passiv der Eindruck man sei mängelbehaftet erweckt. Dann gibt es nicht ausreichend qualifizierte Lehrkräfte und Betreuer die individuell auf das Kind eingehen können. Darüber hinaus ist unser Schulsystem auf Massenabfertigung ausgelegt und nicht darauf jedem eine Extrawurst zu braten, ob einem das nun gefällt oder nicht. Statt gezielter Förderung wird das System so weit pervertiert das nun sogar versucht wird die allerletzten Hinterbänkler ins System hinein zu quetschen.


    Schule kann nicht gleichzeitig Lehranstalt und gleichzeitig Erziehungsheim und gleichzeitig Ganztagsbetreuung und gleichzeitig Psychatrie sein. Die Lehrer sind ohnehin schon völlig überlastet mit dem ganz normalen Alltagswahnsinn aus Bürokratie, unsinnigen Lehrplänen, Hausaufgaben und Klausurkorrekturen und Schülern deren Grundbildung sowie Lernbereitschaft immer weiter abnimmt.


    Schule muss motivieren können und das kann sie schon lange nicht mehr.


    2. Werden die normalen Mitschüler ebenfalls "zur Kasse gebeten". Normaler Unterricht wird unmöglich, Konzentration wird unmöglich. Plötzlich haben Schüler sogar Angst, werden schlimmstenfalls sogar körperlich verletzt (und verpassen zusätzlich dadurch auch Unterrichtsstoff) und lernen gerade dadurch eben nicht tolerant zu werden gegenüber Andersartigen sondern entwickeln je nach Art und Dauer der "Störung" sogar einen regelrechten Hass. Ich glaube kein Schüler geht topmotiviert und übergerne in die Schule um was fürs Leben zu lernen. Wenn ein einzelner Störenfried es dann dauerhaft schafft die ganze Klasse zu nerven und "die Erwachsenen" es nicht schaffen für Ruhe, Ordnung und ein Mindestmaß an Disziplin zu sorgen verlieren sie auf Dauer den Respekt der Schüler.


    Wegsperren könnte man jetzt fordern. Tatsächlich kommt das der Lösung erstaunlich nahe. Kann man aber besser ausdrücken. Mit einer individuellen Förderung und "Überwachung" kann man die verhaltensauffälligen oder lernbeeinträchtigten Kinder da abholen wo sie sind und sanft in die richtige Richtung leiten und lenken, so dass am Ende beide Seiten davon profitieren. Und das ohne den normalen Unterricht zu stören oder zu beeinflussen.


    Man müsste auch Mittel und Wege finden wie Eltern zu mehr richtiger Erziehungsarbeit gedrängt werden könnten. Wobei sich hier neue Probleme auftun. Schule kann nicht erziehen. Das muss im Elternhaus passieren. Wenn es aber die Eltern nicht besser können, wissen oder wollen kann man wenig tun. Zur Fortpflanzung bedarf es keiner erfolgreich abgelegten Eignungsprüfung.


    Auch wenn ich diese neumodischen "Erkrankungen" wie ADHS usw. ehr kritisch sehe (damit meine ich ob das wirklich eine echte Störung darstellt oder ob das nur Spiegelbild einer verkorksten Erziehung und eines verkorksten sozialen Umfeldes ist)... jetzt weiß ich nicht mehr wie ich diesen Satz zu Ende bringen wollte... ":/


    Und Kinder (Kinder!) mit bunten Pillen gefügiger zu machen finde ich eine absolute Sauerei!! Ganz egal ob das Kind mit Pillen "normaler" zu sein scheint. Da mache ich keine Ausnahmen. Vielleicht wäre eine Lobotomie noch erfolgsversprechender...


    Ich kann mich an zwei Mitschüler aus meiner Schulzeit noch erinnern die auch "anders" waren. Beide haben aber den Unterricht nicht derart massiv gestört wie hier eingangs geschildert. Der eine war auf dem Gymnasium ab der 5. Klasse. Er hieß M. War recht groß und kräftig, ein Typ "Südländer". Er nervte seine Mitschüler vor allem in Pausen und vor den Klassenzimmern. Aus dem verständlichen Wunsch heraus Anschluss und Freunde zu finden... Aber er stellte sich dabei so kindisch und übergriffig an das niemand etwas mit ihm zu tun haben wollte. Seine Spezialität aber war es während des Unterrichts in der Klasse zu onanieren(!). Natürlich voll bekleidet. Aber selbst in der 5. Klasse fiel das den umliegenden Schülern auf... Die Eltern aber waren völlig normal und wussten um die Probleme. Ich weiß aber nicht mehr wie es mit ihm weiter ging. Wenn mich mein Sieb im Kopf nicht im Stich lässt hat er die Schule nach der 6. Klasse verlassen weil es einfach nicht mehr ging. Der andere Mitschüler hatte einen Migrationshintergrund. Nein, er war Türke. Und zwar DER Klischeetürke. Laut, grob, völlig von sich überzeugt, schmierig und hmm... wenig motiviert dem Unterricht zu folgen. Ich hab' nichts gegen Ausländer! Ich kann aber nichts dafür das der Typ so war wie er war. Ichkann mich noch lebhaft an einen Spruch unseres Chemielehrers erinnern. Er schickte ihn wie in fast jeder Stunde üblich vor die Türe mit den Worten: "Du bist so doof, du würdest dich sogar in einer Telefonzelle verlaufen!". :)=

    Ach ja, zur besseren Einordnung, der letztgenannte Kollege mit Migrationshintergrund war so 11. oder 12. Klasse. Definitiv Oberstufe.

    @ ElafRemich0815

    Bei solchen Schilderungen kann man sich nur glücklich schätzen, auf dem Land aufgewachsen zu sein.

    @ WalkingGhost:

    die Schilderungen von ElafRemich kenne ich so auch nicht, und das obwohl ich "nur" auf der Realschule war. Auch ländlich ;-)


    Heute denke ich einfach, haben viele Kinder keinen Respekt mehr vor den Lehrern...da steht ja gleich Mutti vor der Tür und droht mit Anzeige, wenn Kevin-Maurice nur schief angesehen wurde

    Guten Morgen!


    Ich wollte nen kurzen Zwischenstand geben. Die Infos habe ich von der Klassenelternsprecherein, die in engem Kontakt mit dem Klassenlehrer steht. Laut Klassenlehrer fand das Gespräch mit Eltern, Oberstufenleitung und dem Kind statt und man hat ihnen anscheinend mitgeteilt, dass das Kind mit dem Verhalten in dieser Schule auf Dauer nicht beschulbar sei. Man hat den Eltern nahegelegt, sich nach einer passenden Schule umzusehen, bei der man auf die speziellen Bedürfnisse eingehen kann.


    Der Bub hat gestern erzählt, dass er sich heute eine andere Schule anschaut (ist eine IGS, die mit dem SPZ im Ort zusammenarbeitet und auch behinderte und auffällige Kinder beschult) und wahrscheinlich wechselt. Auf der Schule ist auch bereits sein älterer Bruder.


    Darauf hoffen wir nun, zum Wohl aller. Ansonsten hat der Klassenlehrer gemeint solle man sich keine allzugrossen Sorgen machen, die Schule hat in solchen Fällen noch andere Möglichkeiten, falls die Eltern da nicht mitziehen....

    @ NK78

    Herzlichen Glückwunsch dazu, dass es bei euch wohl doch noch Hoffnung gibt. In meiner Region gäbe es wohl keine... Inklusion ist (hier, bei uns) oberstes Ziel, die Schulen müssen damit klar kommen, und wenn dadurch der gesamte Unterricht kaputt geht, haben die Mitschüler eben Pech. Deren Rechte interessieren die Regierung einen Dreck.


    Ich kenne eine Grundschullehrerin, die auch hoffnungslos mit dem Problem alleine gelassen worden ist, was auch gesundheitlich über alle Maßen an die Substanz ging.


    Man kann den betroffenen Lehrern nur raten, zu versuchen, das irgendwie wenigstens selbst zu überleben - was die anderen Kinder dann lernen, wird dabei völlig nebensächlich.


    Und wenn für dich dann auswandern so selber beibringen oder so kein gangbarer Weg ist (was ich natürlich gut verstehen kann), dann geht die Schulbildung deines betroffenen Kindes den Bach runter.


    Aber gut, dass die Schule deines Kindes noch nicht aufgegeben hat. Klingt danach, dass bei euch noch etwas vernünftigere Leute an der Macht sind als bei uns. Also wünsche ich dir, dass bei euch die Rechte der Nichtbehinderten nicht so mit Füßen getreten werden wie bei uns...

    Nein, auswandern wäre keine Option für mich (wohin auch ? Wir haben hier unseren Lebensmittelpunkt und fühlen uns sehr wohl ) und um meinen Kind selbst alles beizubringen, fehlt mir selbst in manchen Fächern die nötige Grundlage. Selbst bei meinem 7.Klässer sehe ich in Mathe immer wieder Dinge, da kann ich mich nicht erinnern, das während meiner Schulzeit gehabt zu haben. Und ganz davon abgesehen...kein Kind hat Lust, nach 1 1/2 Stunden Hausaufgaben und Vokabeln lernen noch zusätzlich Hausunterricht bei Mutti zu machen, nur weil diese Wert auf Bildung legt. Ausserdem hätte ich da selbst keine Lust drauf....meine Tage sind auch so schon lange genug.


    Statt auswandern oder selbst beibringen gibt es immer noch die Möglichkeit einer Privatschule.