• Wenn ein einzelner die ganze Klasse aufmischt....

    Ich weiss nicht, ob es das passende Unterforum für mein "Anliegen" ist, falls nein möge der Admin bitte entsprechend verschieben. Danke. Meine Tochter (10) hat im Sommer auf die weiterführende Schule (Gymnasium in RLP falls das irgendwie wichtig ist) gewechselt. In der Klasse sind 28 Kinder. Mit dabei ist ein Junge, der von Anfang an die komplette Klasse…
  • 90 Antworten

    Das ist ja erfreulich für euch und für das Kind sicher auch besser, aber

    Zitat

    Klassengestörter

    muss nun auch nicht sein. Schon mal dran gedacht, dass es für das Kind auch alles andere als angenehm ist, so eine Aussenseiterrolle zu haben und überall anzuecken?

    Soll ich dir was sagen ? Das ist mir herzlich egal, ob es für ihn angenehm ist überall anzuecken und Aussenseiter zu sein.


    Er fragt ja auch nicht danach, ob es für die anderen Kinder angenehm ist, wenn er aufdreht oder andere verletzt, weil ihm gerade danach ist.

    @ NK78

    Zitat

    Jajajajaaaaa *freu*


    Unser Klassengestörter geht ab Montag auf eine andere Schule. Bin ich froh !

    Haha, wie genial. Ich gratuliere zum Erfolg!

    Danke ! Du glaubst gar nicht, wie überglücklich meine Tochter heute heimgekommen ist. So eine gute Laune hatte sie schon lange nicht mehr.

    Zitat

    Danke ! Du glaubst gar nicht, wie überglücklich meine Tochter heute heimgekommen ist. So eine gute Laune hatte sie schon lange nicht mehr.

    Jetzt fehlt zur Abrundung des Ganzen nur noch eine Schmerzensgeldforderung seitens der Eltern der Mitschülerin.

    Der Junge ist noch ein Kind und kann sich möglicherweise nicht richtig steuern. Als Erwachsener kann man sich natürlich gerne darüber freuen, dass der "Störenfried" nun anderweitig untergebracht wird.


    Aber auf diese Art und Weise ist das kein erwachsenes Verhalten. :(v


    Sei einfach froh, dass dein Kind diese Symptomatik nicht hat. So einfach ist es nämlich nicht, einfach zu sagen: der ist schlecht erzogen, der muss weg. Auch der Junge braucht Hilfe und die bekommt er hoffentlich in seiner neuen Schule.


    Damit will ich ausdrücklich NICHT das Verhalten des Jungen entschuldigen, das er das Mädchen verletzt hat, gehört mit Konsequenzen belegt, auch dass alle anderen Schüler keinen weiteren Film schauen konnten, war ungerecht. Die Lehrer in den Regelschulen sind mit solchen Schülern einfach überfordert. Was der Junge braucht, sind klare Regeln, Konsequenzen und er hätte einfach von der 2. Filmveranstaltung ausgeschlossen werden müssen. In einer speziellen Schule mit entsprechenden Fachkräften könnte man ihm ein angemessenes Verhalten besser vermitteln.


    So ein abfälliges, respektloses Verhalten, wie manche nichtbetroffene Erwachsene/Eltern an den Tag legen, sorgt immer wieder dafür, dass die Kinder mit wirklichen Schwierigkeiten wie z.B Adhs oder Störungssymptomatiken im Sozialverhalten (welches oft, entgegen der landläufigen Meinung, nicht immer von den Eltern so anerzogen wird) nicht ernst genommen und ausgestoßen werden.


    ??Vielleicht bin ich zu empfindlich, wenn es um solche "Problemfälle" geht, ich habe durch zeitweilige Tätigkeit in einem Integrationskindergarten einen ganz guten Einblick bekommen??

    @ Regenpfeifer

    Zitat

    Aber auf diese Art und Weise ist das kein erwachsenes Verhalten. :(v

    Nicht erwachsen bzw. nicht verantwortungsbewusst ist allenfalls, einerseits die Wahnideologie der Inklusion voranzutreiben und andererseits die dadurch entstehende Belastung einfach nur nach unten abzuwälzen. Das kann man den anderen Schülern schlichtweg nicht zumuten und deswegen muss man den Störfaktor auf die ein oder andere Weise ausmerzen. Bis dieser eine Schüler richtig tickt, ist der langfristige Schaden bei den anderen längst angerichtet. Also entweder dämmt man das Problem ein, indem man solche Schüler unter ihresgleichen packt, oder schaut zu, wie es vor sich hinwuchert.

    Ups, der Satz in Sternchen war ja noch gar nicht zu Ende. So sollte es weiter gehen:


    ??Einblick bekommen, wie sehr auch die Eltern darunter leiden, wenn ihr Kind abgelehnt wird, weil es sich im sozialen Bereich so gar nicht einfügen kann, möglicherweise aggressiv ist, obwohl zuhause eine liebevolle Atmosphäre herrscht und alles getan wird, um dem Kind zu helfen??

    Zitat

    Jetzt fehlt zur Abrundung des Ganzen nur noch eine Schmerzensgeldforderung seitens der Eltern der Mitschülerin.

    Die im Sande verläuft...oder wo und wie hätten die Eltern dieses "Verbrechen" verhindern sollen? %-| :|N

    Ich bin nicht begeistert davon, wie wie die Inklusion gehandhabt wird.


    Es ist nämlich ein Riesenunterschied, ob in einer Inklusionsklasse ein Schüler mit physischen Beeinträchtigungen (Hörgerät, Rollstuhl) etc. sitz oder einer mit psychischen/sozialen Beeinträchtigungen.


    Dass alle Schüler, "gesunde" und diejenigen mit egal welchem Defizit alle zusammengewürfelt werden und dann eine nicht speziell ausgebildete Lehrkraft das wuppen soll, ist die denkbar schlechteste Lösung.


    Alle Kinder, egal ob gesund oder mit den jeweiligen Symptomatiken, sollten speziell auf sie zugeschnittene Betreuung bekommen.


    Das wäre der Idealfall. Aber das wäre zu wahrscheinlich kostenaufwändig.

    Ja, mein Kind hat diese Symptomatik nicht. Mein Kind hat genug andere Baustellen.


    Und natürlich freue ich mich. Sogar sehr. Ich freue mich für MEIN Kind, das endlich wieder normalen Unterricht geniessen darf und morgens mit guter Laune und ohne Bauchschmerzen in die Schule gehen darf, ich freue mich für die KLASSENKAMERADEN die auch wieder Freude an der Schule haben, ich freue mich für die LEHRER, weil deren Tag jetzt auch bestimmt stressfreier läuft. Ich freue mich für mich, weil ich mich dann viel weniger aufregen muss.


    Sicher braucht der Junge Hilfe. Aber nicht hier an dieser Schule. Es müssen nicht viele andere unter dem Verhalten eines Einzelnen leiden, bei dem noch nicht mal mit Betreuerin Ruhe ist.


    Nun gut, dann ist mein Verhalten eben nicht erwachsen. Sei's drum. Ich bin eben in dieser Beziehung zu wenig Gutmemsch und dazu stehe ich auch.


    Die neue Schule kann ihm ja jetzt mit den passenden Fachkräften angemessenes Verhalten vermitteln. Das interessiert mich aber nicht mehr.

    Ausserdem schrieb ich, dass ich von einer Mischung aus laissez-faire Erziehung und ADHS ausgehe, ich schrieb nirgendwo er sei schlecht erzogen.


    "Mein Tobias hat das gesagt....", "Aber mein Tobias macht sowas doch nicht..."-man bekommt schon einen Eindruck von den Eltern, wenn man sich mit ihnen unterhält oder nur zuhört. Mein Eindruck hat mich bisher seltenst getäuscht.


    In diesem Sinne....

    @ keinstein

    Zitat

    Die im Sande verläuft...oder wo und wie hätten die Eltern dieses "Verbrechen" verhindern sollen? %-| :|N

    Es gibt da vielfältige Möglichkeiten, Schmerzensgeld und/oder Schadensersatz von dem Minderjährigen oder der aufsichtspflichtigen Schule zu fordern:


    http://www.rab-friedrich-ramm.de/beitrag8.html


    Mit einer Rechtsschutzversicherung würde ich an der Stelle der Eltern aus allen Rohren feuern. Ansonsten natürlich nicht.

    Da würde ich mich an Stelle der Eltern des verletzten Mädchens durchaus auch mal informieren.


    Wie gesagt, Konsequenz muss sein.


    Und es muss grundsätzlich bezüglich der Integration eine Lösung gefunden werden, die allen Beteiligten gerecht wird.


    Ich bin bestimmt kein "Gutmensch" ( falls dieses "Unwort" auf mich bezogen war ), ich hab nur wenig Verständnis dafür, wenn man als Erwachsener Wörter wie "Klassengestörter" benutzt und gegen Kinder mit oder ohne anerzogener Symptomatik wettert. Die Kinder können im Übrigen ja am wenigsten dazu.