• Wissen über Babys und Kleinkinder

    Hallo, Ich oute mich jetzt mal: von Säuglingen und Kleinkindern habe ich gar keine Ahnung. Ich weiß nicht, wann ein Kind beginnt zu laufen oder zu sprechen, wann es was essen darf, wann entscheidende Prozesse stattfinden, wann Kinder üblicherweise von allein aufs Töpfchen finden, ab wann man durchschläft usw usf. Ich würde mich gern in das Thema…
  • 68 Antworten

    Hab um Kinder immer absichtlich einen großen Bogen gemacht und bin jetzt selber im 7. Monat mit Wunschkind schwanger. Ich wollte auch erst Bücher lesen, habe es aber gelassen. Born to be Wild liegt hier rum, teilweise gelesen. Ich werde nach meinem Instinkt gehen und mir bei extremen Geheule denken dass es ein Schub ist. Egal obs stimmt, der Gedanke hilft ja schon allein. ]:D


    Was Essen angeht, das wird sich schlichtweg geben. Das Kind liegt ja nicht rum wie ein Stein, sondern interagiert immer mehr mit einem.


    Wann Kinder was können sollten, weiß ich auch nicht. Das verhindert zumindest, dass man sich unnütze Sorgen macht, ob das Kind nun zurückgeblieben oder ein Genie ist.


    Wenn wirklich etwas nicht stimmen sollte, dann bin ich sicher, dass es einem der gesunde Menschenverstand sagt. Und wenn gar nix mehr geht, gilt der Spruch "Lieber einmal zu viel zum Arzt als zu wenig".


    Und alle anderen Fragen, die sich aus dem Zusammenleben ergeben, kann man googeln. ;-D

    Zitat

    Erzählt einem da nicht jede Mutti was anderes?

    Klar, aber man muss einfach aus den vielen Meinungen und Erzählung das Beste für sich und sein Kind herausholen!


    Klingt jetzt schwieriger als es ist ... dein Kind teilt dir auf seine Art und Weise schon mit, was ihm schmeckt und gefällt! In vielen Dingen gilt dann einfach ausprobieren!!!!

    Also bei einem nicht mal geplanten Baby schon an den Brei zu denken, ist schon arg verkopft. ;-) Lass das doch erst mal auf dich zukommen.

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    Mir geht es nicht um ein Baby, das auf dem Weg ist. Ehrlich gesagt habe ich beim Aufmachen dieses Threads schmunzeln müssen, weil ich zB alles über Hunde weiß. Ich weiß, wann was in welcher Phase stattfindet, wie der Diskurs zu Futter ist, welche Ausstattung sinnvoll ist, welche Marken an Produkten gut sind, welche Erziehungsarten es gibt, wie man seinen Hund richtig fordert, wann was zu viel ist usw usf.


    Und dann dachte ich mir: das sind verdammt noch mal nur Hunde.


    Bei einem Baby bin ich schon verunsichert, wenn ich mal eins halten soll (das hab ich nur zweimal im Leben gemacht). Ich hab so gar keine Ahnung davon, wie ich was machen müsste, dass mich alles verunsichern würde.


    Was braucht man an Gegenständen? Wie hält man ein Baby in allen Lagen, wie viele Klamotten braucht es, ist ein Puder besser als das andere, ab wann zieht man ihm eine Mütze auf, muss man es ab und an umdrehen, muss man es mobilisieren, wie schnell wächst so ein Kind usw usf.


    Dann ist mir aufgefallen, dass ich bisher nur zweimal im Leben einem Baby überhaupt nahe gekommen bin.


    Es ist doch schon erstaunlich, dass manche Leute (so wie ich) überhaupt keinen Lebensweltbezug zu Säuglingen und Kleinkindern haben. Die tauchen einfach nicht auf in meiner Welt. Da gibt es keinen Austausch.


    Früher hat das die eine Generation an die andere weiter gereicht und heute? Sowas gibt es ja kaum noch, dass Oma im selben Haus wohnt. Reicht es da mit gesundem Menschenverstand ran zu gehen? Erwacht dann ganz automatisch der Mutterinstinkt und alles fügt sich ineinander?


    Ich stelle es mir auch tatsächlich wirklich sehr einengend vor, nur noch mit anderen Müttern herumzuhängen und sich gegenseitig über Babykram auszutauschen. Und jede hat ihre eigene Meinung, die sie natürlich am richtigsten findet...

    Zitat

    Erwacht dann ganz automatisch der Mutterinstinkt und alles fügt sich ineinander?

    Wenn man sich nicht durch den ganzen Mist hat verunsichern lassen glaube ich dass man sich sehr gut auf seine Instinkte verlassen kann. (Eigentlich weiß ich das)


    Ich hab keine Bücher gelesen und vorher mich nie getraut die Babys anderer anzufassen (ich war aber auch erst 16/18) weil mir das zu viel Verantwortung war, aber ich habe nie gezweifelt wie ich meine eigenen Babys halten, stillen oder wickeln musste. Ich hab einfach gemacht, ob es Zufall ist oder nicht weiß ich nicht, aber ich war nie überfordert (außer in manch Krankheitsmomenten wo ich Angst hatte), gab auch nix, haben nie geschrien oder etwas getan was ich nie verstanden hätte.


    Trotzdem kommt man mit manchen Empfehlungen zwangsläufig in Kontakt wie die tödliche Bauchlage oder die mindestens 6 monatige Stillempfehlung.


    Und vieles war instinktiv, dass man das einwickeln z.B. pucken nennt habe ich erst viel später erfahren, gemacht habe ich es aber trotzdem, rein ohne Empfehlung von irgendwo. War ein Gefühl, als ich ihre wedelnden Hände sah die sie zu belasten schien. So ein Mulltuch(?) genommen und eingewickelt. Ersticken war durch den Stoff nicht drin, aber hat sie sehr entlastet.

    Zitat

    Und dann dachte ich mir: das sind verdammt noch mal nur Hunde.

    Ich finde es auch bemerkenswert, dass der allg. Konsens hier dazu geht, sich auf die Verantwortung fuer das Leben eines anderen Menschens nicht annaeherend so gewissenhaft vorzubereiten wie auf die Anschaffung eines Haustieres oder neuen Tablets.


    Klingt hier fast so als waere moeglichst wenig Vorwissen geradezu wuenschenswert. An welches andere große Vorhaben imLeben wuerde man so herangehen?

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    Na in alle den Antworten, die den grundlegenden Tonfall "Mach Dich locker, lies nicht zuviel und vertrau auf Deinen Instinkt" haben.

    Das wäre dann der Konsens der Beiträge, auf die Du Dich beziehst... ich zähle davon übrigens mit gutem Willen vier. Und dass möglichst wenig Vorwissen wünschenswert wäre lese ich nirgends heraus. Vielleicht habe ich ein grundlegendes Problem mit meinem Textverständnis?


    Ich weise es jedenfalls von mir, irgendwo angedeutet zu haben, man müsse sich nicht vorbereiten.

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    Zitat

    Na in alle den Antworten, die den grundlegenden Tonfall "Mach Dich locker, lies nicht zuviel und vertrau auf Deinen Instinkt" haben.

    Es ist ja nicht so, dass man neun Monate lang dumm rumsteht und dann ist plötzlich ein Kind da und keiner weiß was los ist. Man hat eine Hebamme, einen Kinderarzt, einen Geburtsvorbereitungskurs, man schaut sich Kreißsäle oder Geburtshäuser an oder besucht Informationsveranstaltungen von Krankenhäusern. Man kann auch ein Buch lesen, ja. Aber das ist nun wirklich keine zwingende Vorbereitung aufs Kinderkriegen. Man kann auch ganz viele schlaue Bücher gelesen haben, und dann schreit das Kind das erste mal so richtig derbe los und man hat sämtliche Tipps wieder vergessen. ;-)

    Naja, ich muss vor der Anschaffung eines Hundes einen schriftlichen Theoriekurs ablegen, der zeigt, dass ich zumindest ein bisschen Ahnung habe.


    Kinder kriegen kann jeder - ob informiert oder nicht :-X


    Sollte ich mal schwanger werden,cich würde mir reinziehen, was ich finden kann, glaube ich :=o

    Über Hunde bin ich ebenfalls bestens belesen.


    Bei Kindern sehe ich es tatsächlich so: Möglichst wenig lesen. Ob a.fish da nun ein Problem mit hat, oder nicht. Ich rede nicht von Sicherheitsdingen (Autositz, Kindewagen, Steckdosenkram, Schadstoffen in Babyzeugs), sondern in den Dingen, die sich eh alle zwei Jahre ändern oder die uns die Werbung gern einreden möchte.

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    Ist es bei Müttern auch so, dass es da 100 Erziehungsstile gibt? 100 Arten der Ernährung, der Kleidung usw?

    Nur 100? Es gibt soviele wie es Eltern-Kind-Konstellationen gibt. Das ist auch gut so und normal, weil man halt immer soviele Parameter hat, dass kann man nicht in Buchform erfassen.


    Allerdings bin ich kein riesen Fan das Mutterinstinkts. Hat ewig gebraucht bis man wusste das Babys keinen Honig dürfen, hat offenbar auch keiner Mutter via INstinkt verraten, dass das giftig sein kann. Genauso wie bei Bierschnullern und soweiter.


    Essen und Co gibt es tatsächlich tausend und eine Empfehlung, die wechseln ständig und sind oft unglaublich unnötig. Aber Entwicklung des Kindes finde ich nicht so dumm, ein paar Grundlagen anzulesen. Einfach weil man dann weiß, dass Kind unter Umständen noch nicht kann was man gerade von ihm will. Stichwort "Objektpermanenz" oder auch Abmachungen treffen. Neulich erst gesehen, diskutiert eine Mutter mit einer zweijähirgen das sie tv nur sehen darf wenn sie nun aus dem Einkaufswagen steigt. Ähm... die kann noch gar nicht bis zum Abend planen, die wird die Strafe null mit dem Verhalten Stunden vorher zusammen bringen. Wäre sicher für alle hilfreich, Kind und Mutter, wenn ihr das klar wäre und das sagt einem kein Instinkt. Hat früher auch kein Instinkt gesagt, aber da gabs ja auch schlicht einen Klapps und der kam prompt. War auch keine MEthode, aber da war immerhin der Zusammenhang irgendwie gegeben.

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    Allerdings bin ich kein riesen Fan das Mutterinstinkts. Hat ewig gebraucht bis man wusste das Babys keinen Honig dürfen, hat offenbar auch keiner Mutter via INstinkt verraten, dass das giftig sein kann. Genauso wie bei Bierschnullern und soweiter.

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    Einfach weil man dann weiß, dass Kind unter Umständen noch nicht kann was man gerade von ihm will. Stichwort "Objektpermanenz" oder auch Abmachungen treffen.

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    Sollte ich mal schwanger werden,cich würde mir reinziehen, was ich finden kann, glaube ich :=o

    Ich glaube, es ist hilfreich, sich nicht an populäre Literatur zu halten. Bei meinen Tieren habe ich auch damit angefangen, die schönen Bücher mit den bunten Bildern, von A-Z alles schön aufbereitet - naja, wie handfest können solche Infos wirklich sein? Da geht es dann oft tatsächlich mehr darum, was der bestimmte Autor oder die Autorin für "das Richtige" hält und gerne vermitteln möchte und das ist Moden und Trends unterworfen (genauso wie seeehr subjektiv ist, was man so "gesunden Menschenverstand" nennt). Weniger subjektiv und weniger irgendwelchen Trends folgend sind wissenschaftliche Grundlagen. Wie funktioniert der Körper, wie funktioniert das Gehirn, etc., was sagt mir das. Natürlich ist da auch vieles nicht abschließend geklärt, aber wenigstens bewegt man sich da auf der Grundlage von Fakten.

    Genauso hab ich das auch gehalten. SIDS zum Beispiel seh ich sehr kritisch, die wissenschaftlichen Daten dazu sind ziemlich wässrig in Bezug auf Präventionsmaßnahmen.

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