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    was mir noch einfällt, damit er wirklich sofort in die Tagesklink könnte. Wäre wenn der Amtspsychologe bei dem er war ihm bescheinigt das eine räumliche trennung der Mutter (also eine eigene Wohnung) sinnvoll wäre. Dann hätte er sofort anspruch auf eine Wohnung über das Job Center auf ALG2 und wäre Krankenversichert. Aber naja das wollen sie wohl auch nicht.

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    Das widerspricht sich ja total und kann doch nicht im Sinne Deines Bruders sein Gesundheitsfördern wird das nicht sein. :|N

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    egal was ich ihnen gerade vorgeschlagen habe, sie haben es abgeblockt und es total runter gespielt. Dabei braucht er dringend hilfe und das nicht erst seit gestern!

    Wenn dein Bruder keine Hilfe von deinen Eltern bekommt, wie auch immer, was ist mit betreutem Wohnen? Da bekommt er eine eigene Wohnung und 1-2 mal in der Woche, evt. auch öfter, kommt jemand vorbei und schaut nach dem Bruder, macht mit ihm Erledigungen und den ganzen Ämterkram. Aus welcher Region kommt dein Bruder denn?

    Er kommt aus Berlin.


    vor ca nem jahr hatte dieser Amtsarzt oder psychologe schon mal ein gutachten geschrieben da hies es das er ausziehen sollte und sich hilfe beim sozialpsychologischen dienst suchen soll als er beim Sozialpsychologischen dienst war, hatten die auch die idee mit betreutem wohnen aber in einer wohngemeinschaft mit psychisch kranken leuten. da hat mein Bruder sofort wieder dicht gemacht weil er nicht "mit leuten die einen an der klatsche haben" zusammen wohnen will. Somit war für ihn das thema mit dem Dienst gegessen.


    Er sieht immer nur überall alles negativ und alle wollen ihm was böses und ihm vorschreiben was er zu tun hat. aber ich werd den tipp meiner mutter weiter geben vielleicht kann sie allein hin gehen und sich informieren. Er hätte schon längst etwas tun können oder MÜSSEN. genauso wie meine Eltern.


    So langsam macht mich das alles nur noch wütend. Meine Eltern(sie sind getrennt) stecken ihn das geld in den hintern so kann er nie lernen damit um zu gehen, aber irgendwas an seinem Leben zu ändern und sich hilfe zu suchen tut er auch nicht. Obwohl er zeitweise immer mal wieder selber sagt das er hilfe braucht aber das ist innerhalb von minuten auch schon wieder vergessen.


    Ich denke meine Eltern wollen nicht sehen wie ernst es ist und spielen es runter.


    Mein Vater ist der meinung es ist jetzt als erstes wichtig das seine Zähne gemacht werden (sehen wirklich schlimm aus) und das er dann arbeiten gehen soll.


    Meine Mutter finanziert ihn von vorne bis hinten. auch als er noch einkommen hatte, damit kam er nie aus und meine mutter hat ihn immer und immer wieder was gegeben. Das würde ich auch gerne mal machen. jeden tag hin gehen und nach 5-20€, zigaretten fragen (nagut ich rauche nicht dann eben das geld dafür) oder ob ich von ihrem Handy kostenfrei telefonieren kann. Dann wäre mein Konto vielleicht auch mal mehr im Plus und ich könnte meiner Tochter noch was schönes dazu kaufen.


    Aber nicht mal mit dem ganzen Extra geld was er von meiner Mutter bekommt, kommt er hin. Er hatte teilweise mehr als ich (bis zu 500€ im Monat) und das nur zum VERPRASSEN zum Spaß haben. Nicht mal seine Monatsfahrkarte geschweige den Kostgeld musste er zahlen.


    Ich weis es kommen jetzt sicher kommentare wie


    deine Eltern sind selber schuld usw aber das weis ich und sie selber eh schon.


    Ich habe genau das ihnen schon wer weis wie oft vorgeworfen aber von meiner Mutter kommt dann immer nur, sie weis es aber es ist nicht so einfach sein Kind fallen zu lassen und vor allem will sie die auseinandersetzung mit ihm nicht. (sie hat Schulgefühle wegen der Trennung meiner Eltern die war 2001 da war er 13Jahre alt)


    Mein Vater bekommt oft nicht mit wie mein Bruder wirklich austicken kann und sieht nicht wie heftig das ist. Er spielt es runter und Zeitweise war er sogar der meinung das ich bevorzugt werde und mein Armer Bruder zu kurz kommt >:(


    Dabei bekomme ich zu hören, wenn ich mal frage ob sie zb etwas für neue Schuhe für ihre Enkeltochter dazu geben, das sie sehr knapp bei kasse sind uns sie erst mal nachrechnen müssen.


    Nagut jetzt bin ich vom thema sehr abgekommen %-| dafür war der Faden nicht da, sorry


    aber ich glaube ich musste mir das gerade von der Seele schreiben.

    Ist doch okay! Solche Situationen sind halt extrem frustrierend für die Angehörigen!


    Wichtig wäre jetzt, das Geld sinnvoll in seine Krankenversicherung zu investieren, dann aber auch eine Grenze zu ziehen. Parallel (wenn bspw. eine Rechtsschutzversicherung besteht) evlt. sogar einen Fachanwalt für Sozialrecht einschalten, um eine Lösung bzgl. Unterhalt, Kindergeld, Krankenkasse etc. zu finden.


    Denn es kann nicht sein, dass Dein Bruder durch alle Raster fällt. Es GIBT Möglichkeiten, aber da kann oft nur jemand mit Erfahrung (gute Sozialarbeiter oder halt Fachanwalt) die richtigen Argumente anbringen und Erfolge erzielen. Als Laie steht man leider oft blöd da.


    Leider wird es schwierig, wenn Dein Bruder alles boykottiert. Letztlich bleibt nur: Es weiter hinnehmen (damit tut man ihm keinen Gefallen). Oder halt Veränderung erzwingen. Also: Krankenkasse erstmal zahlen, bis da formell Dinge geklärt werden konnten – und dann Frist für Behandlung setzen. Also Hilfe an klare Auflagen koppeln und notfalls wirklich Konsequenzen nicht nur androhen, sondern durchziehen.


    Die psychische Problematik sollte definitiv im Vordergrund stehen!


    Und ich würde mich als Angehörige nochmals an den Sozialpsychiatrischen Dienst wenden und erneut Hilfe erbitten. Es gäbe bspw. auch betreutes Einzelwohnen... Nicht locker lassen!


    Im allerschlimmsten Fall müsste man schauen, ob nicht (vorübergehend) eine gesetzliche Betreuung für Aufenthalt, Finanzen und/oder medizinische Behandlung eingerichtet wird. Und ein externer gesetzlicher Betreuer (KEIN Familienmitglied) da mal die Kontrolle übernimmt.


    Es ist mühsam... leider!

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    Er hat nun keinerlei Einkommen mehr, ALG 1 ist vorbei und für ALG2 verdient meine Mutter zu viel. Sie unterstützt ihn schon sehr viel.

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    Jetzt ist das problem das er sich nur freiwillig Krankenversichern kann/muss was im Monat 150€ kosten würde.

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    Meine Mutter geht schon ihr lebenlang vollzeit Arbeiten das geld ist ganz knapp über den ALG2 Anspruch.

    Sorry, aber ich erkenne das Problem nicht.


    Mutter und Sohn bilden in diesem gemeinsamen Haushalt eine Bedarfsgemeinschaft und somit bekommt sie mehr Geld bzw. der Sohn bekommt sein eigenes Geld.


    Seine Krankenversicherung müsste dann automatisch und für Ihn kostenlos laufen.


    MfG

    Ach ich vergass, eine Wohnung im Haus würde für Ihn frei sein?


    Ähm, gehört der Mutter etwa das Haus und hat noch zusätzliche Mieteinnamen?


    Ok, dann gibt es natürlich kein Alg2, aber dann kann sie für ihren Sohn ja auch den Kassenbeitrag bezahlen.


    Wenn sie also zahlen könnte, aber das nicht will, bleibt nur der Weg zum Sozialamt oder was es da noch so schönes gibt.


    MfG

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    Ich verstehe auch nicht, warum Dein Bruder nicht ALG II bekommt. Wenn das ALG I ausläuft, gibt es eigentlich ALG II. Und dann läuft die Krankenkasse über die ArGe/Jobcenter.

    Der Bruder ist 24. Daher wird er noch bis zu seinem 25. Lebensjahr mit seiner Mutter eine Bedarfsgemeinschaft bilden. Das heißt, ihr Einkommen wird angerechnet, wenn er einen ALG II Antrag stellen sollte. Jedoch kann man mit dem Krankenkassenbeitrag als Bedarfsgemeinschaft hilfebedürftig werden. Das geht aber nur, wenn das Einkommen der Mutter etwas mehr als ALG II betragen würde. Dann kann der Krankenkassenbeitrag teilweise oder voll vom Amt getragen werden. Das weiß aber kaum jemand und oft nicht mal die Sachbearbeiter beim Amt.

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    Der Bruder ist 24. Daher wird er noch bis zu seinem 25. Lebensjahr mit seiner Mutter eine Bedarfsgemeinschaft bilden. Das heißt, ihr Einkommen wird angerechnet

    Und selbst wenn der Sohn über 50 ist.


    Solange 2 Zahnbürsten nebeneinander stehen ist es eine Bedarfsgemeinschaft.


    Die Arge zählt in diesem Fall alle Einkommen zusammen und zahlt den gemeinsamen Mindestsatz.


    Ist dieser Mindestsatz höher als das Gesamteinkommen, sind beide automatisch Krankenversichert.


    Es kann wirklich nicht sein das jeder Wohngemeinschaft wegen einem fehlendem Pappschild im Kühlschrank eine Bedarfsgemeinschaft unterstellt werden darf, aber ein Sohn eine Ausname bleibt.


    Endweder habe ich was falsch verstanden, oder Mama "will" nicht zahlen.


    MfG

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    Und selbst wenn der Sohn über 50 ist.


    Solange 2 Zahnbürsten nebeneinander stehen ist es eine Bedarfsgemeinschaft.

    Wenn der Sohn über 50 wäre und noch bei seiner Mutter leben würde, würde er mit ihr keine Bedarfsgemeinschaft bilden sondern eine Haushaltsgemeinschaft oder eine Wohngemeinschaft. Ob jedoch eine Haushaltsgemeinschaft vorliegt, muss das Amt beweisen.