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    ich frag mich wozu ich versuche eine Lösung zu finden wenn meine Familie anscheinend gar keine Lösung finden will. >:(

    Und ich frag mich, was du hierzu sagst:

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    (1) Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.

    So klingt es bei deinem Bruder

    und das würde eine alters-unbegrenzte Familienversicherungsmöglichkeit für ihn bedeuten.

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    Wenn der Sohn über 50 wäre und noch bei seiner Mutter leben würde, würde er mit ihr keine Bedarfsgemeinschaft bilden sondern eine Haushaltsgemeinschaft oder eine Wohngemeinschaft. Ob jedoch eine Haushaltsgemeinschaft vorliegt, muss das Amt beweisen.

    Diese Argumentation würde mich doch jetzt mal brennend interessieren.


    Wo kann ich das nachlesen?


    MfG

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    Wäre es nicht eine Option, dass er offiziell auszieht und eine eigene Wohnung nimmt? Dafür würde das Amt dann ja wohl aufkommen, genauso wie für die Krankenversicherung.

    Da das amt bescheid weiß, und der junge noch bei seiner mutter wohnt, kann er nicht einfach mal eben so ausziehen. Laut gesetz müssen eltern für ihre kinder bis 25lebenjahr aufkommen, und somit hat der Deutsche staat die arbeitlosen zahlen unter anderem auch manipuliert.

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    dazu müsste er in einer ausbildung sein (uni o.ä.)., ansonsten endet die familienkrankenversicherung mit 18.


    wie war er denn bisher versichert u. warum hat sich sein status nun verändert?

    Die familienversicherung endet soball man 22 geworden ist, das weiß ich so gut weil ich auch mal in so einer situation war. Und wenn man in einer ausbildung ist, bezahlt man selber die krankassen beiträge.

    eine wohnung kann er im Haus bekommen, sie gehört aber nicht meiner Mutter. Aber das wäre ja auch erst möglich wenn er 25 ist oder ebend ein Gutachten hat.


    ALGI bekommen alle die min. 1 Jahr gearbeitet haben egal wie viel im Haushalt verdient wird, ALGII ist da ganz anders. Sie waren beim JobCenter es wurde alles ausgerechnet und sie hätten auch als Bedarfgemeinschaft KEIN Anspruch weil Sie etwas zu viel verdient.


    das mit der Behinderung würde auf ihn zu treffen, aber das werden meine eltern nicht machen und mein Bruder noch weniger.


    Habe ihnen das gestern erzählt und da kam sofort "er ist ja nicht behindert!!! " %-|


    ich habe ihnen den Tipp mit der caritas gegeben und das sie PERSÖNLICH zur Krankenkasse und Sozialamt gehen sollen oder auch den Amtsarzt noch mal anrufen sollen.


    Es kam nur "aber sie haben ja schon das und das am Telefon gesagt,warum sollte es vor ort anders sein?"


    Mehr als ihnen ratschläge zu geben kann ich nicht und es macht mich soo sauer und wütend das sie das alles nicht so ernst sehen. Egal wie hauptsache er wird krankenversichert und ihm kann geholfen werden. So sehe ich das jedenfalls :-/

    Ich bekomme auch nur Unterhalt für meine Tochter und Kindergeld für 2 Kinder und muss davon meine Krankenkasse bezahlen, und ich habe kein weiteres Einkommen. Kann auch nicht sein das ich vom Kindergeld und dem Unterhalt der sowieso schon für die Schule drauf geht usw. noch meine Krankenkassenbeiträge zahlen muss.


    Ist aber leider so. Mein Lebensgefährte ist Privat versichert und wegen zu vieler Unfälle und Krankheiten die ich hatte, würde mich die Private nicht aufnehmen. Würden schon allerdings müßte mein Lebensgefährte dann 380 € zahlen und DAS sehe ich nicht ein. Gut ich kann so nicht weiter klagen, aber unfair ist das trotzdem.


    Ich finde es sollte sowas wie eine Pflichtversicherung für alle geben, für die man nicht selber aufkommen muss falls man mal in solchen Problemen geraten sollte wie Dein Bruder.

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    Sie waren beim JobCenter es wurde alles ausgerechnet und sie hätten auch als Bedarfgemeinschaft KEIN Anspruch weil Sie etwas zu viel verdient.

    Und da reicht es schon wenn es 1 € zuviel ist. :(v

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    Habe ihnen das gestern erzählt und da kam sofort "er ist ja nicht behindert!!! "

    Sie haben doch schon ein ähnlich lautendes Attest eingeholt, das verstehe ich jetzt nicht. Also schon, Behinderung klingt eben ganz extrem, wenn man sich für "nur psychisch angeschlagen" oder sonst wie hält. Aber der Begriff ist doch völlig wurst, wenn dein Bruder sich nunmal längere Zeit nicht versorgen kann und das auch von einem Arzt so bescheinigt bekäme.


    Das würde das Problem mit einem Schlag wegfegen. Wenn deinen Eltern das nicht SO wichtig ist, dann muss es ja doch irgendwie gehen, am Ende die Summe für die freiwillige Versicherung aufzubringen :-/ Ansonsten versteh ich, dass dich das wahnsinnig machent – "kann nicht und will aber nichts ändern" :-( Aber wahrscheinlich auch "nur" ein Zeichen der Überforderung?

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    aber bei dem wort "behindert" wird mein Bruder absolut dicht machen und meine eltern würden das nicht riskieren ihn dort vor den kopf zu stoßen.

    Das glaube ich sogar auf´s Wort, denn ich habe oft genug davon mitbekommen das Menschen mit Psychischen Erkrankungen damit nicht klar kommen wenn es "Behindert" heißt.


    Eine Behinderung ist es aber, Dein Bruder muss damit klar kommen, so hart sich das auch anhört.


    Ich selber habe auch eine Behinderung, die man mir nicht ansieht, aber ich schäme mich nicht dafür, ich habe damit gelernt um zu gehen, weil ich diese nur erwähnen muss wenn es um Arbeitsverträge geht, sonst nicht.


    Trotzdem war es für mich damals auch schlimm, wenn ich immer gelesen habe, das ich eine 40% Behinderung habe.

    Okay, dann habt ihr echtes Pech mit dem ALG II.


    Aber ich bekomme zunehmende den Eindruck, dass das zwar alles frustrierend und nervig ist, das eigentliche Problem aber woanders liegt: Und zwar in mangelnder Krankheitseinsicht/mangelndem Krankheitsgefühl Deines Bruders. Und einer total ignoranten Sichtweise Deiner Eltern.


    Das ist beides für sich jeweils nachvollziehbar und verständlich – aber wenn es simple Dinge dermaßen verkompliziert, ist es ein echtes Problem. Zumindest Deine Eltern sollten ihre Haltung mal überdenken.


    Denn MIT dem Stempel "psychisch krank/behindert" gäbe es halt durchaus Hilfen. Und da im Schnitt jeder 2. Deutsche im Leben mal unter einer behandlungsbedürftigen Erkrankung leiden wird und viele Erkrankungen gut behandelbar sind, ist es nicht mal ein dauerhaftes Problem. Muss es zumindest nicht sein.


    Ich hab' auch einen GdB von 40. Nicht für psychische Probleme. Aber das ist völlig egal im Alltag; ich gebe es im Job halt an und beim Finanzamt. Habe einen kleinen Ausgleich für meine Mehrkosten und eigentlich geringen Einschränkungen. Das war's aber auch.

    dein Bruder hat Anspruch auf Krankenhilfe §37 Abs.2BSHG, er sollte zum Sozialamt gehen. Er müßte einen Antrag stellen damit die kosten für die Krankenkasse übernommen werden.


    habt ihr das mal versucht??


    Auch ist sine mutter da er noch 24 ist und keine 25 jahre für ihm vom unterhalt verpflichtet also auch für seine Krankenkasse.


    Ich denke es würden bereits Lösungen gezeigt...