Zitat

    Bei ambulanter Versorgung müssen transporte mit dem Rettungsmittel von den Kassen vorab genehmigt werden

    Ob ein Patient ambulant behandelt werden kann oder stationär aufgenommen werden muss, wird erst während / nach der Notfallversorgung entschieden.


    Also wie soll man sich vorher eine Genehmigung einholen?

    Zitat

    Kann eine Genehmigung nicht eingeholt werden, bekommt der Versicherungsnehmer eine Rechnung, die er dann bei der Krankenkasse einreichen muss.

    Nein...Die Rechnung kommt nur bei nicht medizinischer Indikation eines Transports oder falls dieser verbummelt oder vergessen worden ist.

    Zitat

    Ist das nicht ein bisschen gefährlich

    Nein..Gefährlicher ist es wenn sich jeder für Pillefitz einen RTW ruft und Onkel Hans im Alter von 45 einen Herzinfarkt erleidet und unnötig auf den RTW warten muss weil alle im Einsatz sind.


    Bzw der Notarzt bei Kevin ist der Blähungen hat.


    ( sorry ist so )

    Hallo,


    hier ein Beitrag von einem aus der "Branche":


    Die Kosten für den Rettungswagen sind, ob mit Blaulicht oder ohne, gleich. Hattet ihr vorher einen sogenannten "T-Schein" bzw. eine Verordnung zur Krankenbeförderung von einem Arzt ausgestellt bekommen, ist dies oftmals, je nach Transportmittel, ein anderer Kostensatz. Sollte aber kein Thema sein, in den meisten Fällen bekommt man eine Rechnung über eine Zuzahlung von max. 10 €.


    Der T-Schein ist in manchen Bundesländern auch bei Notfällen Pflicht. Schwachsinnig ist das schon. Aber ich denke, Ihr wohnt in einem solchen Bundesland (z.B. NRW). Die Krankenkasse übernimmt in einem solchen Bundesland die Kosten nur dann, wenn ein T-Schein vorgelegt wird. Dieser wird meistens direkt in der Notaufnahme von einem Arzt unterschrieben und dient als Nachweis, dass der Rettungswagen notwendig war. Wahrscheinlich liegt auch Hier der Fehler. Entweder, wie schon erwähnt, ist der T-Schein verbummelt worden oder es wurde keiner ausgestellt. Das Problem mit T-Schein ausstellen oder nicht ist besonders an der Grenze zwischen zwei Bundesländern, wo die Regelung unterschiedlich ist, gegeben.


    Die Lösung des Problems ist ganz einfach: Zur Notaufnahme, nach einem T-Schein fragen. Diese werden normalerweise nach Einsicht in die Akten ausgestellt. Und der T-Schein und die Rechnung dann bei der Krankenkasse vorlegen. Dann hat sich das wahrscheinlich auch schon erledigt. Oftmals steht da auch auf der Rechnung, wo das Problem ist.


    Die Krankenkassenmitarbeiter helfen euch auch gerne weiter. Wenn der Transport gerechtfertigt ist, und aus dem was ich so lese, habt ihr den nicht zum Spaß gerufen, wird der Transport übernommen. Es kann sein, dass da ein Fehler unterlaufen ist in der Abrechnung. Aber das lässt sich alles klären.


    Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.


    LG

    Noch einer aus der "Branche" ;-)


    Es muss nicht immer der T-Schein verbummelt sein. Wenn auf dem Transportschein z.B. die Krankenversicherung fehlt, bekommt der Patient eine solche Privatrechnung. Das passiert durchaus häufiger, wenn die Scheine per Hand ausgefüllt werden. Allerdings habe ich schon oft gehört, dass Krankenkassen auch ohne T-Schein die Kosten übernehmen. Zwar nicht standardmäßig, aber aus Kulanz.

    Ich kenne die Situation nicht, allerdings gibt es bei uns ja mehrere "Abstufungen" eines Einsatzes in der Dringlichkeit. Diese wird vom Leitstellendisponenten aufgrund der Aussagen am Telefon eingeschätzt.


    Wenn also ein jüngerer Mann Durchfall und aufgrund des Flüssigkeitsmangels auch Kreislaufprobleme bekommt, ist das nicht immer zwingend ein RTW-Einsatz, der (je nach Bundesland) maximal 10 Minuten Zeit hat, sondern kann auch ein normaler Krankentransporteinsatz sein, der dann nicht zeitkritisch ist. Das wird dann einfach in die "Wartereihe" der KTW-Aufträge aufgenommen. Kann durchaus mal 1-2 Stunden dann dauern.


    Zwischen KTW und RTW gibt es noch den "dringenden KTW", bei dem der KTW direkt nach dem aktuellen Einsatz losfährt. (dauert dann je nachdem zwischen 5 und 45 Minuten)


    Das ganze im Detail auszuarbeiten, würde den Rahmen sprengen.

    Also liebe Leute,


    das verhält sich so (ich schreibe jeden Tag solche Rechnungen):


    Der RETTUNGSWAGEN (Krankenwagen ist was anderes und ist billiger ;-) ) kostet immer so um den Dreh. Die Rechnung wird wohl an dich gegangen sein, weil vielleicht die Krankenkasse nicht stimmte (bei uns passiert es oft, dass zB. BKK draufgeschrieben wird, aber welche?) So schicken wir dann die Rechnung an den Patienten. Weil der nunmal in erster Linie Zahlungspflichtiger ist. Dass mit der Krankenkasse abgerechnet wird (wenn denn eine vorhanden ist) ist Kulanzsache.


    Aber warum hast du denn nicht einfach mal da angerufen, woher die Rechnung kam und einfach mal nachgefragt, warum die Rechnung an euch geschickt wurde? Die fressen keinen bei der Abrechnungsstelle ;-D


    Und die 10 Euro Selbstbeteiligung muss man an die Krankenkasse zahlen, nicht an den Rechnungssteller.


    Ich hoffe, ich hab ein wenig helfen können.


    Und: nicht gleich aufregen.... :)*;-)