Ab 23 nicht mehr krankenversichert, was tun?

    Hallo,


    ich habe heute ein Schreiben von meiner Krankenkasse erhalten, dass ich ab Frühling diesen Jahres nicht mehr in der Familienversicherung krankenversichert bin, da ich ab diesem Zeitpunkt 23 Jahre alt bin.


    Ich bin psychisch krank und musste meine alte Ausbildung im Jahr 2012 abbrechen, befand mich danach in einer psychosmatischen Reha. Zurzeit bin ich wieder ausbildungsplatzsuchend. Falls ich einen Ausbildungsplatz finde, werde ich diesen voraussichtlich im Sommer 2013 antreten können aber ich werde im Frühling 2013 an meinem Geburtstag, aus der Familienversicherung geschmissen.


    Welche Schritte muss ich nun einleiten, damit ich weiterhin krankenversichert bin?


    Ich lebe bei meinem Vater und habe keine finanzielle Unterstützung, weder von meinerm Vater noch von irgendwelchen Ämtern, da ich unter 25 bin.


    Das kann doch nicht sein, dass ich ab 23 nicht mehr versichert bin? In Deutschland muss doch jeder pflichtversichert sein oder sehe ich das falsch?


    Was muss ich nun tun???

  • 125 Antworten

    Ruf am besten mal bei deiner Krankenversicherung an. Sofern du aus der Familienversicherung ausscheidest, musst du dich freiwillig versichern. Der Mindestsatz beträgt etwa 120-150€. Ich bin mir nicht sicher, ob es da nicht einen Spielraum, je nach Alter gibt (bei mir tritt der Fall z.B. im August ein und meine KK meinte was von ca 150€ inklusive Pflegeversicherung).


    M.W. kannst du aber, sobald du eine Ausbildung hast, zurück in dei Familienversicherung. Greift die nicht bis 25, sofern man sich in einem Ausbildungsverhältnis befindet?


    Auch da würde ich noch einmal direkt bei deiner KK nachfragen.

    Zitat

    Ruf am besten mal bei deiner Krankenversicherung an. Sofern du aus der Familienversicherung ausscheidest, musst du dich freiwillig versichern. Der Mindestsatz beträgt etwa 120-150€. Ich bin mir nicht sicher, ob es da nicht einen Spielraum, je nach Alter gibt (bei mir tritt der Fall z.B. im August ein und meine KK meinte was von ca 150€ inklusive Pflegeversicherung).

    Das Geld hab ich eben nicht. Ich bekomme doch keine finanzielle Unterstützung. Wie soll ich das bezahlen?

    Zitat

    M.W. kannst du aber, sobald du eine Ausbildung hast, zurück in dei Familienversicherung. Greift die nicht bis 25, sofern man sich in einem Ausbildungsverhältnis befindet?

    Glaube schon aber es geht ja jetzt ab meinem 23. Lebensjahr.

    Du wohnst bei deinem Vater? Wieso kommt der nicht für dich auf? Und wenn er es nicht kann, müsstest du doch, da du ja noch zuhause wohnst, Unterstützung vom Amt bekommen? Wovon lebst du denn?


    Bis zur Ausbildung einen Job suchen? Weiß ja nicht, wie das mit deiner Erkrankung konkret aussieht...

    Zitat

    Du wohnst bei deinem Vater? Wieso kommt der nicht für dich auf? Und wenn er es nicht kann, müsstest du doch, da du ja noch zuhause wohnst, Unterstützung vom Amt bekommen? Wovon lebst du denn?

    ja, wieso kann dein vater die krankenversicherung nicht tragen?


    wenn er zu wenig geld (einkommen) hat, dann kann er möglicherweise unterstützung (z.b. aufstockendes alg2) beantragen?


    aber wie gesagt, dass alles wurde auch in dem von mir verlinkten faden besprochen.

    Zitat

    M.W. kannst du aber, sobald du eine Ausbildung hast, zurück in dei Familienversicherung. Greift die nicht bis 25, sofern man sich in einem Ausbildungsverhältnis befindet?

    sobald man in einer Ausbildung ist und Geld verdient ist man selber versichert, da geht keine Familienversicherung...

    Wenn Du in der letzten Klinik HWK I oder II mit der Sozialberatung gesprochen hast, dann rufe diese am Wochenanfang an und frag wie es weitergehen könnte. Ich kann mir vorstellen, die haben eine Idee.

    Zitat

    Du wohnst bei deinem Vater? Wieso kommt der nicht für dich auf? Und wenn er es nicht kann, müsstest du doch, da du ja noch zuhause wohnst, Unterstützung vom Amt bekommen? Wovon lebst du denn?


    Bis zur Ausbildung einen Job suchen? Weiß ja nicht, wie das mit deiner Erkrankung konkret aussieht...

    Ja, ich lebe bei meinem Vater. Er verdient ja ganz gut, also bekommen wir keine Unterstützung vom Amt. Ich hab noch etwas Weihnachtsgeld, ansonsten wenn das aufgebraucht ist, würde ich vielleicht so um die 20€ im Monat mal bekommen.


    Ich habe schon zwei Minijobs. Allerdings werde ich zum Babysitten und Putzen nur einmal im Monat für wenige Stunden gebraucht, sodass ich weniger als 100€ zusammen verdiene. Ich lebe auf dem Dorf und habe keinen Führerschein. Deshalb fallen viele Minijobs flach.

    Zitat

    hier in dem faden ging es um einen ähnlichen fall, und wenn du ihn dir ganz durchliest, findest du sicher die ein oder andere antwort:


    http://www.med1.de/Forum/Gesundheitswesen/638931/

    Habe ich mir schon durchgelesen. Die bezahlen die Krankenversicherung selbst. Sowas würde mein Vater niemals machen, deshalb suche ich ja hier die Hilfe, denn allein kann ich das Geld nicht aufbringen.

    Zitat

    ja, wieso kann dein vater die krankenversicherung nicht tragen?


    wenn er zu wenig geld (einkommen) hat, dann kann er möglicherweise unterstützung (z.b. aufstockendes alg2) beantragen?

    Er verdient genug, wir bekommen keine Gelder. Er weigert sich, die Kosten für meine Versicherung zu tragen.

    Zitat

    Wenn Du in der letzten Klinik HWK I oder II mit der Sozialberatung gesprochen hast, dann rufe diese am Wochenanfang an und frag wie es weitergehen könnte. Ich kann mir vorstellen, die haben eine Idee.

    Ich war dort leider nicht, als ich zur Behandlung in der HWK II war.

    Hey,


    verdient dein Vater gut, dann muss er für deine Krankenversicherung aufkommen bis du 25. Jahre alt bist. Danach übernimmt die Versicherung das Amt, auch die Wohnungsunterhaltungskosten und eben den Hartz 4 Satz, wenn du arbeitssuchend bleiben solltest. Ansonsten bleibt dir nichts anderes übrig als dir von einem Arzt bescheinigen lassen, dass du im Moment eben arbeitsunfähig bist und daher nichts verdienen und deine Krankenversicherung nicht bezahlen kannst. Das wird aber nicht leicht sein. Von daher seh ich deinen Vater in der Pflicht, ist er allerdings der Meinung du könntest zumindest für diese 150 Euro aufkommen (wohnst und isst ja noch bei ihm) dann musst du dir wohl außerhalb noch einen Nebenjob suchen. Bei den 450 Euro Jobs bist du auch versichert.

    Zitat

    Die bezahlen die Krankenversicherung selbst. Sowas würde mein Vater niemals machen, deshalb suche ich ja hier die Hilfe, denn allein kann ich das Geld nicht aufbringen.

    ist ja schön und gut, dass dein vater da so rigoros ist – aber dir ist schon klar, dass kein amt für deinen vater einspringen wird!? warum auch? ;-)

    sowiet ich mich erinnern kann, kam in dem anderen fall der sozialpsychiatrische dienst oder so ins gespräch – aber wenn bei euch eh kein sozialfall vorliegt, kann ich mir kaum vorstellen, dass irgendjemand deine krankenkassenbeiträge übernimmt.


    es gibt leute, die aufgrund der krankenkasse schulden machen, viele selbstständige haben meist nicht das geld, sie immer zu zahlen – selbst hatte ich auch schon schulden bei der krankenkasse.


    du musst da wohl in den sauren apfel beißen, sind ja nur ein paar monate!

    Zitat

    Er weigert sich, die Kosten für meine Versicherung zu tragen.

    dafür kann aber keiner was, und ein amt übernimmt auch nicht deshalb die kosten.


    150 euro musst du dann eben irgendwie selbst aufbringen oder dir von jemandem leihen.

    für solche Fälle gibt es das Jobcenter oder die ARGE wer aus welchen Gründen nicht arbeitsfähig ist oder weniger als 3 Stunden arbeiten kann, für den ist das Sozialamt zuständig die übernehmen die Kosten für die Versicherung. Gerade wenn du nach einem http:www.arbeitslosennetz.de/forum/showthread.php?t=35224 und beim Jobcenter musst du der Leistungsabteilung klar machen, dass du nicht in einer Bedarfsgemeinschaft mit deinen Eltern lebst. http:www.elo-forum.org/25/

    Zitat

    Dann werde ich wohl von Frühling bis August nicht versichert sein, geht ja nicht anders.

    die option gibt es leider nicht mehr, seit 2009 gilt versicherungspflicht.


    d.h. wenn du einfach nicht zahlst und dich nicht bei der krankenkasse meldest, dann hast du in kürze ein mahnungen im briefkasten und das inkassobüro am hals (ist mir passiert).

    Zitat

    Angenommen, ich käme in's Krankenhaus, man würde mich nicht behandeln, oder?

    Doch, wohl schon. Du bekommst dann aber die Rechnung nach Hause...

    @ Alice:

    Und warum genau soll der Steuerzahler aufkommen, wenn ihr Vater bloß keine Lust hat, seiner Pflicht nachzukommen, es aber finanziell durchaus könnte? ":/

    Zitat

    für solche Fälle gibt es das Jobcenter oder die ARGE wer aus welchen Gründen nicht arbeitsfähig ist oder weniger als 3 Stunden arbeiten kann,

    sie ist doch arbeitsfähig so wie ich das verstanden habe, und zudem ist der vater unterhaltsverpflichtet und hat auch ein ausreichendes einkommen.

    mich würde ja mal interessieren, mit welcher begründung der vater sich weigert, die krankenversicherung für ein paar monate zu übernehmen bzw. woher er denkt, diese gezahlt werden soll.


    er wird ja im bilde darüber sein, wieviel seine tochter nebenbei verdient und ob dieser nebenverdienst für die versicherung reichen wird.