Arztbrief

    Hallo,


    habe den Arztbrief von der Reha erhalten.


    Dort steht u.a. drin, das die Spritze vom ambulanten Orthopäden geholfen hat, das die Schmerzen nur bei Bewegung da sind.


    Dies habe ich nie gesagt, da die Schmerzen auch in Ruhe da sind und das die Spritze nicht geholfen hat.


    Was mich irritiert bzw. ärgert, das da bei manchen Dingen steht, angeblich.


    Das ich vor der Reha angeblich arbeitsfähig war.


    Versteht man unter angeblich, das man das gesagt hat, oder wird einem nicht geglaubt?


    Von meiner Verdachtsdiagnose steht auch nichts drin.

  • 8 Antworten

    Ich würde vermuten dass angeblich bedeutet, ohne ärztliche Bestätigung bzw. eigene Diagnose.

    Was wäre denn deine Verdachtsdiagnose?

    Wobei die Wortwahl "angeblich" schon eher unüblich ist. Vor allem in dem Zusammengang.

    Wichtiger ist aber auch diese Aussage zu den Beschwerden in Ruhe und zur Spritze - womöglich einfach ein Flüchtigkeitsfehler, diese Verdrehung beim Tippen. Ich würde einfach mal nett um Korrektur bitten.

    Genau, um Korrektur bitten oder, so mache ich das mittlerweile, weil die Briefe sind irgendwie überwiegend fehlerhaft, selber rein kritzeln.

    angeblich heisst in so einem Kontext, dass es "auf deinen Angaben " beruht und nicht vom Arzt gesehen/diagnostiziert wurde.


    Je nach dem, wie wichtig dieser Bericht für deinen weiteren Lebens/Berufsweg ist, würde ich auch um Änderung bitten oder einfach wegheften und einen Haken dran machen.


    Ich habe schon einige arzrbriefe gelesen, wo ich mich fragte, ob die mich da mit dem anders verwechseln.:-/

    - angeblich -


    von der Bedeutung her: angeben, der Arzt meint vermutlich, du hast das so angegeben....


    Ich vermute, der Arzt hat schlecht zugehört, im Nachhinein beim Diktieren irgendwie die Dinge zusammengefügt.


    Das ist gar nicht selten, dass ein Arzt das Ganze irgendwann später, nach einigen Tagen im schlechtesten Fall, noch einmal versucht zu rekonstruieren, was gesagt wurde. Und dabei passieren Fehler.

    Ich habe in meinen Unterlagen richtige Märchensammlungen...

    Oder sie benutzen Textbausteine, die es irgendwie erfassen sollen...

    Ich habe eine Unverträglichkeit gegen ein Medikament, was zu ganz bösen Nebenwirkungen führt, was ich auf keinen Fall haben darf. Steht rot und mit cave verzeichnet auf jeder Krankenakte von mir.

    Im Mai hatte ich eine Gefäßoperation, wo dieses Medikament üblicher Weise verabreicht wird. Mir natürlich nicht, eben wegen der Unverträglichkeit.

    Was steht im OP Bericht und auch im Entlassungsbrief? Frau XXX , Textbaustein, erhielt YYYY . Jepp. Erhielt ich eben gerade nicht.

    Ich habe dann eine korrigierte Version erhalten.


    Denke aber mal, das Hörensagen, in schriftlicher Form wiedergegeben, den Arzt schwerlich

    dazu bringen wird, eine Korrektur zu machen. Der hört sich täglich von x Menschen was an und wenn er es nicht gleich diktiert, wird er sich nicht einmal erinnern.

    Dein Zustand heute und hier ist so, wie du ihn fühlst. Das ist der Punkt. Nur auf den kannst du bauen. Was vor dem Zeitpunkt x war, kannst du nicht mehr belegen.

    mandysu schrieb:

    dass da bei manchen Dingen steht, angeblich.

    Angeblich heißt, dass die Aussage im Brief sich ausschließlich auf die Angaben des Patienten bezieht und nicht auf irgendwelche Untersuchungen. Der Begriff ist werteneutral. Siehe auch die Beiträge weiter oben.