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    Dass viele Angehörige wissentlich selber krank ins Krankenhaus kommen, halte ich für überbewertet.

    in D. sind ca 5% der Bevölkerung Träger des Keims, oftmals unwissentlich. Schadet ihnen auch nicht, solange es keine Pforten in den Körper gibt durch Wunden, Katheter etc-bei ihnen und vor allem den Menschen in ihrem Umfeld.


    ca 50% der festgestellten MRSA-Infektionen werden bei Aufnahme diagnostiziert.


    Wenn MRSA das Produkt der Krankenhäuser ist, und ausschließlich dort in Verbreitung gerät, wie kann es sein, dass es in den Niederlanden Schweinepopulationen mit MRSA gibt? Dass der MRSA-Keim erstmals bei einem Urvolk im Busch beschrieben wurde? Dass er an californischen Stränden nachgewiesen wurde?


    Ja, unbestritten ist durch gute Hygiene im KHS, die IMMER noch verbessert werden kann, egal, wie gut sie ist, sehr viel vermeidbar. Aber dass immer und ausschließlich das Krankenhauspersonal die Schuld trägt, wenn jemand den Keim bekommt, das ist der Punkt, den ich dir nicht glaube und der einfach nicht stimmt. Denn weshalb sonst würde der CA-MRSA, der ambulant erworbene Keim zunehmend identifiziert? aber vermutlich war da eine Krankenschwester mit dreckigen Händen in der Nähe.....


    ca 30% der Menschen haben den "Grund-Keim" für MRSA in der Nasenschleimhaut und sonstigen Hautarealen, darüber hinaus einen bunten Strauss anderer, normalerweise nicht schadenden Keimen, einem gesunden Menschen schadet das nicht. Wenn jedoch ein Mensch zu 50% verbrennt, sein Immunsystem dahin ist und er eine großflächige Pforte in den Körper hat, kannst du manchmal in der Klinik machen, was du willst, der Patient wird sich selbst infizieren- mit allen möglichen Keimen. Wenn ich dem Personal auf der Verbrennungsstation sagen würde: egal, welcher Keim bei den Patienten in den Wunden nachgewiesen wird, ihr seid Schuld, wäre das unfair und entspräche nicht der Wahrheit.

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    ca 50% der festgestellten MRSA-Infektionen werden bei Aufnahme diagnostiziert.

    was natürlich nicht bedeutet, dass diese den Keim amulant erworben haben, sondern ein Indiz dafür ist, dass die poststationäre Sanierung mangels Kooperation des Hausarztes oder/und Patienten nicht funktioniert.

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    Wenn MRSA das Produkt der Krankenhäuser ist, und ausschließlich dort in Verbreitung gerät, wie kann es sein, dass es in den Niederlanden Schweinepopulationen mit MRSA gibt? Dass der MRSA-Keim erstmals bei einem Urvolk im Busch beschrieben wurde? Dass er an californischen Stränden nachgewiesen wurde?

    Ich habe glaube ich nirgendwo gesagt, dass MRSA ein Produkt der Krankenhäuser ist, genau so wenig wie ich gesagt habe,

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    Aber dass immer und ausschließlich das Krankenhauspersonal die Schuld trägt, wenn jemand den Keim bekommt, das ist der Punkt, den ich dir nicht glaube und der einfach nicht stimmt.

    Wo du diese Interpretation her nimmst, weiß ich nicht, meine Aussagen kann man so nicht interpretieren.


    Ich sage was anderes, hier nochmal:

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    Alles was in einem Krankenhaus geschieht ist Sache des Krankenhauses bzw. aller dem Krankenhaus übergeordneten Instanzen, letztlich eine Sache des Gesundheitswesens.


    Es ist niemals eine Sache derer, die als Patienten oder Besucher in ein Krankenhaus kommen.

    Das Krankenhaus ist ein Ort, an dem Menschen, Kranke, sich anderen, die eventuell helfen können, vertrauensvoll überantworten.


    Sie vertrauen sich einer Institution (dem Krankenhaus, letztlich dem Gesundheitswesen) an und geben (mehr oder weniger große) Teile ihrer Verantwortung sich selbst gegenüber an Fremde (Krankenhauspersonal) ab, sie legen mithin ihr Leben in die Hände Fremder.


    Wenn einige dieser Menschen im Krankenhaus kranker werden als sie vorher waren, wenn Menschen im System und am System Krankenhaus jährlich zu zigtausenden sterben, dann ist es ausschließlich eine Sache des Systems Krankenhaus, dieses Problem zu lösen. Ein lapidarer, ja zynischer Hinweis, dass Angehörige und Besucher Keime ins Krankenhaus tragen und damit Menschenleben auf dem Gewissen haben, oder dass Besucher unerlaubt und gegen Ge- oder Verbote verstoßend, Isolierzimmer betreten, ist völlig unangemessen.


    Wenn ein Mensch in seiner Hilflosigkeit sein Leben in die Hände von Krankenhausmitarbeitern legt, dann haben diese Krankenhausmitarbeiter von der Putzhilfe bis zum Klinikleiter dafür Sorge zu tragen, dass dem Patienten nichts geschieht, das er nicht zu verantworten hat. Wenn es zum Beispiel Leute gibt, die unerlaubt Isolierzimmer betreten, hat das Krankenhaus geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um das zu verhindern.


    Dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Erkrankungen und auch Todesfälle eintreten, die mit der eigentlichen Erkrankung des Patienten nichts zu tun haben, wird leider immer wieder passieren.


    Aber dass hier bei uns x-mal so viele Menschen an Krankenhausinfektionen sterben wie in Nachbarländern, ist ein Zustand, der dringend abgestellt werden muss. Dazu reicht es nicht, sich hinzustellen und zu sagen "die Besucher müssen sich die Hände waschen ...".

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    Dazu reicht es nicht, sich hinzustellen und zu sagen "die Besucher müssen sich die Hände waschen ...".

    das wiederum hat hier niemand gesagt.

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    Alles was in einem Krankenhaus geschieht ist Sache des Krankenhauses bzw. aller dem Krankenhaus übergeordneten Instanzen, letztlich eine Sache des Gesundheitswesens.

    und das kann man so eben nicht sehen, weil

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    wenn jedoch ein Mensch zu 50% verbrennt, sein Immunsystem dahin ist und er eine großflächige Pforte in den Körper hat, kannst du manchmal in der Klinik machen, was du willst, der Patient wird sich selbst infizieren- mit allen möglichen Keimen. Wenn ich dem Personal auf der Verbrennungsstation sagen würde: egal, welcher Keim bei den Patienten in den Wunden nachgewiesen wird, ihr seid Schuld, wäre das unfair und entspräche nicht der Wahrheit.

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    wenn jedoch ein Mensch zu 50% verbrennt, sein Immunsystem dahin ist und er eine großflächige Pforte in den Körper hat, kannst du manchmal in der Klinik machen, was du willst, der Patient wird sich selbst infizieren- mit allen möglichen Keimen. Wenn ich dem Personal auf der Verbrennungsstation sagen würde: egal, welcher Keim bei den Patienten in den Wunden nachgewiesen wird, ihr seid Schuld, wäre das unfair und entspräche nicht der Wahrheit.

    Was meinst du, wieviel Prozent machen solche Fälle bei den rund 20.000 durch Krankenhauskeime in D Verstorbenen aus?


    Ich denke, da gehts nicht um Prozent sondern höchstens um Promille.


    Mir geht es um die Leute, die sich die Mandeln rausnehmen lassen wollen, oder die ein Meniskusproblem haben und das Krankenhaus als Leiche verlassen.

    Und wieviele sterben durch ne nosokomniale Infektion nach einer mandel OP? wenn du die einen Zahlen in zweifel ziehst, solltest du selbst welche bringen. Wenn man nach Mandel OP an Risiken verstirbt sind es meistens eklige Nachblutungen die unbemerkt oder unstoppbar sind. Mandelentfernung ist nämlich gar nicht so ohne.... aber wegen ner Infektion? können doch auch nur Promille sein....


    Und beim Meniskus? ok man kann bei ner Athroskopie unsauber arbeiten, aber das düfte jetzt auch kein Standard sein, so dass die Zahlen derer die "als Leiche" gehen nun irgendwo statistisch nachweisbar sind.

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    Mir geht es um die Leute, die sich die Mandeln rausnehmen lassen wollen, oder die ein Meniskusproblem haben und das Krankenhaus als Leiche verlassen.

    Wenn es so sein sollte, vielleicht ist der Deutsche ansich auch einfach anfälliger für sowas?! Sind wir nicht auch eines der Länder mit den meisten Übergewichtigen? Hier sind doch sicherlich auch zusammenhänge zu beobachten.

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    only for information: das Desinfizieren von Einstichstellen tötet ja die Bakterien/Keime ab, die DU auf DEINER Haut hast und mit in die Praxis gebracht hast. deshalb geht das auch sooo oft gut, die Einstichstelle nicht zu desinfizieren: weil dein Körper mit den Keimen, die du in deinem Umfeld hast und mit dir rumträgst, klar kommt.

    Vor meinen eigenen Keimen hab ich ja erstmal weniger Angst, schließlich kann ich die, wenn ich mich mal selbst versehentlich verletzte, auch nicht vorher wegdesinfizieren. Was mich aber schon mehr besorgt, ist die Tatsache, daß der Arzt die Einstichstelle vorher mit seinen blanken, ungewaschenen Händen abgetastet hat und so theoretisch alles Mögliche an Keimen, Bakterien und Viren da hingelangt sein kann. Im Moment als er da rumgefummelt und anschließend zugestochen hat, habe ich nicht drauf geachtet und gedacht, 'der weiß schon was er tut, ist ja schließlich Arzt' – als ich dann nach dem Stich hingeschaut habe und bemerkt habe, daß der bereitliegende Tupfer noch unbenutzt war, wurde mir erst klar, daß er vorher nicht desinfiziert hatte >:( . Da war ich natürlich erstmal perplex und rückgängigmachen konnte ich es nicht mehr, daher habe ich auf Diskussionen verzichtet. Muss aber in ein paar Wochen noch mal hin zur 2. Impfung, da werden wir noch ein ernstes Wörtchen zu reden haben *:) .


    Und das ist eine Sache, die mich unheimlich ärgert, ich gehe in gutem Glauben zu einem zugelassenen Arzt und der ignoriert sämtliche Hygienevorschriften auf Gröbste. Da hätte ich genausogut zu nem Metzger gehen können und selbst die Spritze setzen können:(v . Da muss man sich nicht wundern wenn andernorts z.B. in Krankenhausen genauso fahrlässig gearbeitet wird – mit allen Konsequenzen für die Patienten und die sind erstmal die Leidtragenden. Wenn nicht mal der Arzt sich an die Vorschriften hält, weshalb sollten es dann die Pfleger und sonstigen Hilfskräfte tun?

    Ein Problem ist aber auch, dass die Besucher einfach die Patiententoiletten benutzen. Ist ja so umständlich, da muss man ja rausgehen und suchen, oder (bei kleinen Häusern) ins Erdgeschoß gehen.


    Wozu, wenn Omma eine im Zimmer hat?


    Dass Omma sich dann aber die Keime von den scheinbar gesunden Besuchern aufschnappt, und die geschwächte Omma dann vielleicht krank wird oder zumindest das Immunsystem nich weiter geschwächt wird, interessiert keinen.

    ich glaube wirklich, dass sich ganz viele der MRSA Infektionen vermeiden ließen, wenn wir die Möglichkeit hätten, jeden Zugang isoliert zu legen. Ich habe keine Ahnung, wie das in anderen Häusern funktioniert, wir haben den Platz dafür einfach nicht.


    Das würde ich mir in den Niederlanden gern einmal ansehen, sind die Stationen soviel größer, bzw kleiner? Wo lassen die die Patienten bloß alle, bis sie getestet sind?

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    Dass viele Angehörige wissentlich selber krank ins Krankenhaus kommen, halte ich für überbewertet.

    Immer wider im Zivildienst gesehen.

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    Es mag sein, dass sowas mal vorkommt, aber ich kann nicht glauben, dass es Menschen in nennenswerter Zahl gibt, die mit einem resistenten Keim in der Lunge rumlaufen.

    Kleines Zitat für dich: "Staphylococcus aureus kommt fast überall in der Natur, auch auf der Haut und in den oberen Atemwegen von 25 bis 30 % aller Menschen vor. " Das ist einer der klassischen Resistenten Keime.

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    Wenn du hier solche Behauptungen aufstellst, kann du diese sicher belegen? Es gibt ja auch sicher empirische Untersuchungen darüber, dass Angehörige Hinweisschilder wie dieses


    "ISOLATION! VOR dem Betreten im Schwesternzimmer melden."


    ignorieren und stattdessen einfach ins Isolierzimmer gehen.

    Das habe ich im Zivildienst wirklich regelmäßig gesehen. Spricht man die Angehörigen dann an kommt nur ein: "Schon gut" , "So etwas lass ich mir nur von einem Arzt sagen" oder "Ach wusste ich nicht" (Analphabet oder wie?)


    Ach ja Isolationszimmer sind keine Speziellen Kammern sondern normale Räume die dann eben entsprechen Gesperrt und bei entlassen des Patienten mit für den Keim passenden Mitteln gereinigt werden.

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    Wenn es zum Beispiel Leute gibt, die unerlaubt Isolierzimmer betreten, hat das Krankenhaus geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um das zu verhindern.

    Wachmann vor jede Iso Tür? Das wird teuer.


    Türen verriegeln? nicht lustig


    Dann nen mir mal auch nur EINE für den Krankenhaus Alltag Praktikable Möglichkeit.

    Zitat

    Wachmann vor jede Iso Tür? Das wird teuer.


    Türen verriegeln? nicht lustig


    Dann nen mir mal auch nur EINE für den Krankenhaus Alltag Praktikable Möglichkeit

    ein "Tür-Absperren" geht nicht, da dies eine freiheitsentziehende Maßnahme wäre, die vom Amtsgericht angeordnet werden muss. Ist mein isolierter Patient wenig kooperativ, kann ich ihn auch nicht daran hindern, abends, wenn es etwas ruhiger in der Klinik ist, zum Rauchen in den Garten zu gehen.... aber jaaaa, die Verantwortung in einer klinik hat immer das Klinikpersonal zzz


    Vielleicht Tretminen vor die Tür legen??

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    Dann nen mir mal auch nur EINE für den Krankenhaus Alltag Praktikable Möglichkeit

    Ich bin nicht dafür da, praktikable Möglichkeiten zu benennen.


    Sicher ist: wenn der Staat vom Bürger Steuereinnahmen haben will, so sucht und findet er praktikable Möglichkeiten.


    Wenn der Chef das Surfen am Arbeitsplatz unterbinden will, so sucht und findet er praktikable Möglichkeiten.


    Tbc ... .


    Im (deutschen) Gesundheitswesen ist das alles nicht so bedeutungsvoll, dann krepieren die Leute halt, so what. Im Streitfall holen wir uns zwei uns wohlgesonnene Gutachter, und schon ist erwiesen, dass Opa wieder mal Keime eingeschleppt hat. Die Hinterbliebenen sind eh so fertig, die machen sowieso nix.


    Für die Krankenhausfachkraft: ja, die Verantwortung dafür, was in einer Klinik passiert, hat die Klinikleitung und das Klinikpersonal. So wie in jeder Firma und Behörde die Leitung dafür verantwortlich ist, was in ihrem Haus passiert.