Ich spritze mich alle zwei Tage subkutan selber... und habe dabei noch nie desinfiziert – weder die Hände, noch die Stelle noch irgendwas und ich habe noch nie eine Infektion gehabt ;-D


    Bei einer Blutentnahme kann sogar noch weniger passieren, weil evtl. Hautkeime vom Druck aus der Blutbahn nach oben gespült werden – einzig wichtig sind saubere Kanülen, der Rest ist meiner Ansicht nach übervorsichtige westliche Besorgtheit und Vermeidung von Haftungsrisiken ;-)

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    Ich desinfiziere mir nicht die Hände. Blutgefäss suchen und ev. markieren, desinfizieren der Stelle und rein mit dem Teil

    Wenn es so gewesen wäre, wäre alles wunderbar für mich. Aber zuerst desinfizieren und dann fühlen ist das, was mich gestört hat.

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    Ich desinfiziere mir nicht die Hände. Blutgefäss suchen und ev. markieren, desinfizieren der Stelle und rein mit dem Teil

    Wenn es so gewesen wäre, wäre alles wunderbar für mich. Aber zuerst desinfizieren und dann fühlen ist das, was mich gestört hat.

    Eine Gefahr sehe ich ehrlich gesagt nicht.... egal wie rum man es macht. Die Gründe wurden hier schon mehrfach angegeben.


    Aber... nächstes Mal einfach die Arzthelferin vor der Blutabnahme ansprechen darauf.

    Mich würde es eher stören wenn die arzthelferin NICHT nachtasten würde, sondern einfach die nadel auf gut glück in die vene rammt. Man greift ja nicht auf die desinfizierte vene und sticht dann genau dort rein, sondern einfach ein paar milimeter weiter unten, wo die venenverhältnisse noch vergleichbar sind und dann trifft man auch probremlos. Und wenn die hände desinfiziert sind kann man sowieso auch direkt draufgreifen.

    Hm... Menschen sind unterschiedlich und es kommt immer drauf an wie man es vorbringt. Wenn mir einer sagt "Ich hab da ne Frage... wie gehen sie bei xxx vor?" hab ich kein Problem damit.... auf gewisse Wünsche des Patienten kann man ohne Probleme eingehen. Auch wenn er mir sagt "Können sie bitte bei der Blutabnahme dies oder jenes...." hab ich auch kein Problem. Aber wenn man kommt mit "He Hallo, das machen sie aber falsch..." - dann kann es sein, dass die Helferin leicht säuerlich wird. Sprich sie drauf an und stelle Fragen.... ist immer erlaubt und nimmt Dir keiner übel.

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    1. Sie hat sich nicht die Hände desinfiziert


    2. Sie hat nicht oberhalb der Einstichstelle die Vene fixiert

    Falls du es immer noch nicht begriffen hast:


    Die Handschuhe sind genau so wenig Steril wie die Hände der Angestellten.


    Nur bei größeren Eingriffen werden extra einzeln verpackte Handschuhe genutzt ansonsten sind die genau so Steril wie die Hände der Angestellten.

    Das hat mich jetzt interessiert und ich habe mal nachgelesen zum Thema Hygienevorschriften bei Blutabnahme. Da stand unterstrichen, "auf keinen Fall nachtasten" (nach der Desinfektion). Wenn das so betont wird, scheint es ja ein häufiger Fehler zu sein. Außerdem soll das Desinfektionsmittel aufgesprüht werden und 30 Sekunden einwirken, ich bekomme immer bloß mal kurz drübergestrichen mit einem Tupfer, der sich nicht mal feucht anfühlt. ":/ Angesichts der Tatsache, dass Deutschland ziemlich blamable Zahlen aufzuweisen hat, was Krankenhausinfektionen anbelangt, würde ich das auch nicht so locker sehen wollen. Mir ist zwar noch nie was passiert nach einer Blutabnahme, aber der Verdacht kommt dann doch auf, dass die Damen es auch bei noch wichtigeren Gelegenheiten nicht genau nehmen mit der Hygiene.

    Es gibt aber sehr wohl verschiedene Arten zu desinfizieren, entweder sprühen und dann lufttrocknen lassen Und erst dann wirkt es auch, oder eben Wischdesinfektion (aber bitte auch mit nem wirklich feuchten Tupfer und dann auch etwas 30 sek in etwa abwarten) ist erwiesenermaßen nach RKI beides anwendbar.


    Unsterile Handschuhe sind wohl unhyginischer als desinfizierte Hände ;-) aber der Patient traut lieber dem Handschuh die Erfahrung hab ich auch schon oft gemacht... sie dienen aber eindeutig zum eigenschutz, darum zieh ich bei unseren Säuglingen wo eine kapilläre Blutgasanalyse echt kniffelig ist, auch gern mal keine an... die Babys sind Infektionsfrei da stört mich von ihnen ein Tropfen Blut auf dem Finger nicht...


    Und bei ner venösen abnahme kann bei sauberer Kanüle eigentlich nichts in die Vene eingebracht werden, der Venendruck verhindert es (schrieb hier schon mal wer)


    Das große Wort "krankenhausinfektionen und krankenhauskeime" hier einzubringen ist irgendwie witzig.... denn die Ansteckung damir geschieht sicher nicht bei einer simplem BE, sondern eher bei offenen Wunden, OP Gebieten, durch andere Patienten, Keimverschleppung (auch duch Personal) von Pat. zu Pat... aber nicht beim Blutabnehmen ;-)

    beetlejuice

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    denn die Ansteckung damir geschieht sicher nicht bei einer simplem BE, sondern eher bei offenen Wunden, OP Gebieten, durch andere Patienten, Keimverschleppung (auch duch Personal) von Pat. zu Pat... aber nicht beim Blutabnehmen

    Ja, das ist schon richtig, aber irgendwo nimmt die Schlamperei ihren Anfang. Wenn ich es da locker nehme, dann an wirklich wichtigen Stellen vielleicht auch. Ich sehe das so, egal, wie hoch das Risiko ist, es gibt Hygieneregeln und die sind einzuhalten. Dann wird das zur Routine, ansonsten wird die Nachlässigkeit zur Routine. Und genau das ist ja der Grund für die Probleme.

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    Dann wird das zur Routine, ansonsten wird die Nachlässigkeit zur Routine. Und genau das ist ja der Grund für die Probleme.

    Hier geht es aber um Sinn und Unsinn von Hygienemaßnahmen. Unnötige Hygienemaßnahmen bringen uns genauso in Teufels Küche, wie unterlassene.


    Bei einer venösen Blutentnahme geht es nicht um Schlamperei:

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    Und bei ner venösen abnahme kann bei sauberer Kanüle eigentlich nichts in die Vene eingebracht werden, der Venendruck verhindert es (schrieb hier schon mal wer)

    Vor einigen Jahren schon einmal wurde beim RKI darüber diskutiert, ob Hautdesinfektion bei venösen Blutentnahmen nicht vielleicht überflüssig ist, wenn sich der Punktierende die Hände desinfiziert und die Kanüle sauber ist.


    Man nahm dann jedoch davon Abstand, weil eben nicht alle Menschen "normal" sauber sind.

    @ Monika:

    Du hast recht, schlamperei verurteile ich auch... aber KMoody hat vollkommen recht und scheint auch aus Erfahrung zu schreiben genau wie ich. Wenn ich im Krankenhaus alltag wirklich bei jeder Handlung die vorgeschriebene Desinfektion meiner Hände durchführe, dann habe ich bei einer Schicht von 8 stunden ca 1 stunde mit desinfizieren zu gebracht, haben mal schlaue Leute berechnet...


    Und diese Stunde fehlt mir eindeutig bei meinen eh schon zuvielen Arbeiten in den 8 stunden. und trotzdem tu ich es da wo es nötig ist und dann sind es evlt "nur" 40 Minuten.

    Ich habe gestern eine Reportage über MRSA gesehen und über Hygiene im Krankenhaus im Allgemeinen. Erschütternd, aber exakt so habe ich es vor eineinhalb Jahren selbst auch erlebt. Da dachte ich noch, das sei ein Einzelfall, leider ist es in Deutschland aber die Regel.

    Ja, eben. :)z Deshalb darf es nicht der eigenen Einschätzung überlassen bleiben, wo Hygiene notwendig ist und wo nicht, sondern es muss sich als Routine zwingend bei jedem einspielen. Dass allerdings Zeitprobleme auch eine Rolle spielen, ist jedem klar. Aber eben nicht nur, wie in diesem Fall. Einer Untersuchung, von der ich eben auch im Radio gehört habe, zu Folge, mangelt es beim Personal schon am ganz einfachen Händewaschen.

    Zitat

    mangelt es beim Personal schon am ganz einfachen Händewaschen.

    Dem Personal scheint mir, mangelt es an allem, und vor allem an Einsicht. Das fängt beim Chefarzt an und geht bis zur Putzfrau oder wie auch immer man diese Personen heute nennt.

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    Dem Personal scheint mir, mangelt es an allem, und vor allem an Einsicht.

    Einsicht im Bezug auf was?


    Man könnte fast meinen im Krankenhaus arbeiten nur Menschen, die keinerlei Verständnis für Hygiene haben und sich niemals waschen. %-| %-|


    Es geht ja nicht nur im den Schutz der Patienten sondern auch im Eigenschutz. Schon meiner eigenen Gesundheit zu liebe wasche ich mir auf der Arbeit regelmäßig die Hände. Schließlich sind nicht alle Menschen frisch geduscht und sauber, wenn sie zu uns kommen. Im Gegenteil: Es ist manchmal schon erschreckend wie dreckig Menschen sind.