Joah, Hängen wär' vielleicht nicht schlecht ]:D


    Eine Putzfrau im Krankenhaus, die die Arbeit verweigert, gehört bestraft, klar. Unter anderem von ihrer Arbeitsmoral hängt die Gesundheit von Patienten ab.


    Ich habe diese Putzfrau ca. 10 Tage beim Arbeiten gesehen, das war extrem aufschlussreich. Man hätte das Gesundheitsamt schicken sollen, aber vermutlich stecken die mit dem Krankenhaus eh unter einer Decke. Jeder Gastronomiebetrieb würde auf der Stelle geschlossen werden, wenn dort solche Mängel aufträten.

    Wenn es in anderen Ländern geht, muss es bei uns auch gehen. Möchte bloß mal wissen, warum das abgewiegelt wird, darüber müsste doch Einigkeit herrschen. Kann jedem von uns passieren, auch den Verantwortlichen selbst, dass sie als Patienten in tödlicher Gefahr schweben.

    Zitat

    ach so sauberen Profipflegepersonal

    also, in den Krankenhäusern, in denen ich gelegen habe, war das Pflegepersonal nicht für die Reinigung der Toiletten zuständig. ;-)


    Es gibt Krankenhauskeime – ja und es gibt auch Fehler seitens der Ärzte und Schwestern, die Keime von einem Bett zum nächsten schleppen. Wenn man allerdings im Sinn hat, wie auf unterbesetzten Stationen ein Pfleger/Schwester von Klingel zu Klingel rennt, wie ein Hase, kann man das übersprungene Desinfizieren beim Betreten/Verlassen des Zimmers schon nachvollziehen, wenn auch nicht gutheissen.


    Allerdings gibt es auch eine Menge Mist, den Patienten tun, der zu obigem Problem beiträgt. Rumfummeln zum Beispiel. Eine Beispielgeschichte, so was hab ich oft beobachtet ...


    Gelangweilter Patient fummelt am Blutdruckmesser auf dem Nachtisch, den die Schwester dort hinterlassen hat.


    Dann wird im Gesicht gefummelt, dann wird der Verband aufgepult – man muss mal nachgucken, wie die Wunde aussieht. "Uh, noch alles subschig." Dann wird am Katheter geruckelt, der liegt irgendwie nicht gut. Der Mors juckt auch. Dann fummelt man wieder am Blutdruckmesser auf dem Nachtisch rum, weil es ist ja soo langweilig im Krankenhaus. Und dann kommt die Schwester: "Hatte ich hier das Meßgerät liegengelassen, ach, da liegt es ja!!"


    Im Nachbarzimmer wird sie beim Blutdruckmessen wieder von der Alarmklingel unterbrochen und das Messgerät bleibt auf dem Nachtsich liegen. Hier bitte wieder an den Anfang springen und Voilá ...Happy MRSA

    Ich habe auch Erfahrungen mit Krankenhäusern in anderen Ländern, zwar nicht viele, aber in einem in Asien, eines auf Korsika, drei Kliniken in Berlin und zwei in einer Stadt in Süddeutschland.


    Alle Krankenhäuser waren ok, tendenziell merkt man allerdings, dass die Personalsituation in Deutschland enger ist als im Ausland.


    Das eine Krankenhaus in Süddeutschland, von dem ich oben berichtet habe, ist in meinen Augen kriminell.


    Wir alle, die wir schneller Patienten werden können als uns lieb ist, wären sehr gut beraten, wenn wir uns gemeinsam gegen schlechte Arbeit im Krankenhaus oder beim Arzt wehren würden. Denn wenn wir scheintot im Krankenhaus liegen, fehlt uns dafür schlicht die Kraft.

    Ja Deutschland ist MRSA durchseucht und zwar nicht erst seit gestern... schon seitdem man überhaupt weiß was das ist. Macht bei nem gesunden Menschen ja auch keinerlei Probleme und lebt genauso auf der haut bzw in der Hautflora wie jeder andere "gesunde normale" Bakterienstamm.


    Das sind nur so sachen die bei Berichten auch gern mal weggelassen werden, damit es dramatischer klingt...


    Natürlich werden fehler gemacht bzw wirklich in der Hektik sachen vergessen, ich glaub da kann sich auch niemand von frei sprechen. Aber ich arbeite nach bestem Wissen und Gewissen und mehr kann ich von keinem Verlangen, weder von nem Polizist noch nem Arzt, noch nem Anwalt oder nem Müllmann.

    tatua

    Patienten haben größtenteils keine Ahnung davon, das kann man auch nicht erwarten. Das muss man ändern durch Aufklärung, die jeder versteht und darüber hinaus darf man keine Instrumente liegen lassen. Der Mist, den du da schilderst, hat einzig und allein die vergessliche Schwester verursacht.

    das schöne ist ja über das dreckige Klo wird sich beim Pflegepersonal beschwert, denn die sind ja greifbar, wenn die dann (natürlich freundlich lächelnd obwohl schon wieder 3 schellen gehen) erklären, dass sie das bitte direkt nach oben weiterleiten sollen, wenn nötig den Pflegedirektor oder geschäftführer direkt nen Brief schreiben damit sich an den Zuständen auch was ändert, werden sie noch doof angemacht, dass die sich selbst drum kümmern sollen.


    Wenn wir das aber melden verpufft das irgendwo, denn nur wenn Kunden die Geldbringer sich beschweren wird gehör geschenkt. Also bittet man dann darum diese "ihre Meinung bitte" – Zettel auszufüllen und da wird dann alles gelobt, sauberkeit, küche... aber das Pfelgepersonal war ja unverschämt die hatten ja kaum zeit für fragen und beschwerden... :-X


    Tja, so ändert sich dann auch nie was... %-| weil sie dann auf lieb-kind machen und bloß nichts kritisieren wollen.

    außerdem ich glaub wir waren ursprünglich mal in ner Arztpraxis bei ner Blutentnahme und da ist Handschuhpflicht echt nirgendwoe vorgeschrieben und wenn in den Arbeitsschutzrichtlinien zum SELBSTschutz und für nix anderes.

    Ja Beetle, mehr als dass jemand verantwortungsvoll und nach bestem Wissen und Gewissen arbeitet, kann man wirklich nicht verlangen.


    Aber man kann vom System verlangen, dass es die, die im System arbeiten müssen, so stellt, dass sie ihre Arbeit gut machen KÖNNEN.


    Ich habe das Gefühl, genau daran mangelt es.

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    Ich habe diese Putzfrau ca. 10 Tage beim Arbeiten gesehen, das war extrem aufschlussreich. Man hätte das Gesundheitsamt schicken sollen, aber vermutlich stecken die mit dem Krankenhaus eh unter einer Decke.

    Es kann ja durchaus sein, dass es auch Reinigungspersonal gibt, dass es nicht so genau nimmt mit seiner Arbeit. Aber von einer Person direkt auf alle zu schließen ist doch sehr übertrieben. Und ich persönlich hätte auch nicht 10 Tage zugesehen wie ein Putzfrau in einem Krankenhaus offensichtlich schlechte Arbeit macht, sondern das angesprochen. Spätesten am Tag deiner Entlassung dürftest du dafür ja fit genug gewesen sein.

    Zitat

    Eine Putzfrau, die in ein Badezimmer eines Zweibettzimmers kommt, das verschissene Klobecken und Klobrille hinten und Blut und Eiterspuren auf der Brille vorne sieht, die Augen verdreht und ohne zu reinigen wieder geht, gehört eigentlich in den Knast, damit sie lernt, wofür sie da ist.

    Auch da frag ich mich, warum das nicht einfach angesprochen wird. Die Toilette hat sich ja nicht selbst in diesem Zustand gebracht und in einem Zweitbettzimmer ist die Auswahl an Verursachern ja gering, wenn man selbst es nicht war. Wenn ich das richtig verstehe, hast du stillschweigend 10 Tage lang eine blutige, eitrige und vollgekotete Toilette hingenommen. Also bitte, da kann man doch was sagen.


    Sollte die Toilette im Laufe des Aufenthalts doch noch gereinigt worden sein, verstehe ich das das ganze Drama nicht. Selbst eine Putzfrau schreit nicht laut "Juhu" beim Anblick einer völlig verdreckten Toilette und wird wohl noch nach draußen gehen dürfen um sich entsprechendes Schutz/Arbeitsmaterial zu holen.

    Nein, es hat natürlich niemand schuld. %-| Unsere Krankenhäuser gehören zu den gefährlichsten Orten in diesem Land, aber niemand hat schuld, schon gar nicht die Leute, die da arbeiten. Ganz sicher nicht. Frag mal Hygieniker, wie die das sehen, da gibts gar nichts zu deuten. Fehler passieren in jedem Beruf, aber es sind nun mal Fehler, warum sollte man die schön reden?


    Und von wegen Alarm.. wie oft klingelt es denn deswegen, weil die Schwester (!!) jemandem das Leben retten muss? Das klingt ganz heldenhaft, ist aber nun absolut nicht Klinikalltag, das ist ja lächerlich.

    @ Monika:

    Also auf der Inneren ist Herzalarm eindeutig ne alltäglichkeit, oder ein Krampanfall, oder das jemand ausgerutscht ist und jetzt da liegt.. reicht doch zum helfen, dass man da rennt statt erstmal was wegzulegen was ja der Pat auch einfach mal LIEGENLASSEN kann wenn er da nix dran zu suchen hat... ;-)


    Und ja fehler passieren... und ich geb dem Prinzen recht, schafft bessere Arbeitsbedingungen dann passieren auch weniger fehler...


    und mein favorit sind ja die Patienten die gerade vom Rauchen kommen sich ins bett legen und dann wegen ner flasche wasser klingeln, als wäre ma nein HOTEL ;-) {:(

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    Patienten haben größtenteils keine Ahnung davon, das kann man auch nicht erwarten. Das muss man ändern durch Aufklärung, die jeder versteht und darüber hinaus darf man keine Instrumente liegen lassen. Der Mist, den du da schilderst, hat einzig und allein die vergessliche Schwester verursacht.

    Viele haben keine Ahnung ja. Und Basisstandards in hygienischen Dingen eben auch nicht.


    Aufklärung ist sicher ein Weg.


    Ich bin aber nicht der Meinung, dass die Schwester hier Schuld hat. Erstens muss sie die Beine in die Hand nehmen, wenn die Kollegin Alarm klingelt, da kann etwas wirklich ernstes passiert sein.


    Zweitens kann ich mir das Gemaule, wenn sie bei jedem Mal klingeln, erst mit dem Blutdruckmesser zum Dienstzimmer geht und dann zur Klingel, und dann wieder ins Dienstzimmer, sie muss ja weiter messen, Das Gejammer kann ich mir vorstellen. Das dauert dann noch länger bis man sein Kissen aufgeschüttelt bekommt, das Fenster, auf, zu auf Kippe, das Deckenlicht an oder aus... bekommt.


    Dann frage ich mich, warum man an allem rumfummeln muss, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Bei Kindern oder Dementen kapier ich das ja noch aber bei Erwachsenen, geistig gesunden Menschen? ":/ ??? :|N


    Sollte doch klar sein, dass man nicht den Wundverband aufreisst, sich in diversen Körperteilen rumpult.


    Der Blutdruckmesser ist ja auch nur ein Beispielobjekt – was ist mit den Türklinken die der Patient anlangt,nach seinen geologischen Exkursionen in verseuchten Körperhöhlen?


    Mit der Fernbedienung im Tagesraum, mit der Zeitung, die man nach dem Durchblättern wieder in den Flur legt?


    Mir drängt sich manchmal der Eindruck auf, dass wir in DE generell den Hygienestand von Wildsäuen haben.