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    Nun vergleiche doch mal mit anderen Berufen. Inzwischen gibt es das PJ nicht mehr - was vergleichbar als Lehrjahr galt. Als Einstiegsgehalt frisch vom Studium, ohne Berufserfahrung - ich bitte dich es ist nicht zu wenig.

    Nicht ganz richtig. Das PJ gibt es noch. Es ist ein einjähriges Praktikum, welches zwischen dem 2. Stex und dem 3. Stex gemacht.


    Das was du meins ist der AIP, welcher abgeschafft wurde. Das ist richtig.


    Dort haben die Ärzte übrigens 600 Euro pro Monat bekommen. :-/

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    Soviel ich weiß sind sie nach vier Jahren dann schon in Gehaltsstufen, die schon über dem Durchschnittseinkommen liegen.

    Ja, aber das Durchschnittseinkommen der Akademiker ist vermutlich höher.

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    Genauso wie dieses bescheuerte Punktesystem nicht die Politik zu verantworten hat, sondern die KVen sich davon mehr versprachen.

    Die KV wird gezwungen einen Punktewert einzuführen. Würde das Geld der gesetzlichen Krankenversicherungen langen, müsste man auch nicht so nen Mist machen. Wobei dieser Punktewert generell einfach eine Unverschämtheit ist. Genau dort liegt ja das Problem. Die Kassen haben nicht genug Geld und daraus resultiert ja die Unterversorgung des Krankenhauspersonals.

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    Meiner Meinung nach sind die Arbeitsbedingungen eines KH-Arztes nicht die besten aber die Bezahlung durchaus o. k.

    Meiner Meinung nach sollte das Gehalt den Arbeitsbedingungen angepasst werden ;-)

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    was du meins ist der AIP,

    korrekt - ich hatte mich mit den Abkürzungen vertan|-o

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    Dort haben die Ärzte übrigens 600 Euro pro Monat bekommen.

    Stimmt, war meines Erachtens aber genug, da die Patienten vor diesen blutigen Anfängern eh nur Angst haben. Ein Lehrjahr wäre schon weiterhin wünschenswert;-)

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    aber das Durchschnittseinkommen der Akademiker ist vermutlich höher.

    Durchaus nicht, die Gehälter steigen nicht mehr so rasant wie ehedem

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    Die Kassen haben nicht genug Geld

    Dann müßte man mal aufdröseln, wo all das schöne Geld versickert, nicht immer noch mehr von den Beitragszahlern holen wollen und die Besserverdienenden machen sich vom Acker.zzz

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    Dann müßte man mal aufdröseln, wo all das schöne Geld versickert, nicht immer noch mehr von den Beitragszahlern holen wollen und die Besserverdienenden machen sich vom Acker.

    Ein besserverdienender kriegt dieselbe Leistung, wie ein Arbeitsloser und soll mehr für das Gleiche zahlen. Die Birnenpreise sind auch für alle Einkäufer gleich. Soweit kommts noch... zzz

    Schon mal was von Solidarität gehört, oder soll ein Arbeitsloser eben sterben, weil er sich die Versicherung nicht mehr leisten kann während ein Besserverdienender sich über die paar Kröten ins Fäustchen lacht.???


    Nein die Gesunden stehen für die Kranken ein und die Besserverdienenden für die Armen.


    So funktioniert ein gutes Sozialwesen - überall. Schließlich sind wir ein Volk und es muß ein Zusammenhalt erkennbar sein.


    Weißt du es handelt sich nicht um eine Autoversicherung. Aufs Auto kann ein Armer verzichten - aber auf die Gesundheit nicht*:)


    Bis morgen - es ist Schlafenszeit - auch für uns ;-Dkluge;-DKöpfe

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    Schon mal was von Solidarität gehört, oder soll ein Arbeitsloser eben sterben, weil er sich die Versicherung nicht mehr leisten kann während ein Besserverdienender sich über die paar Kröten ins Fäustchen lacht.

    Solidarität hat auch seine Grenzen, denn bei Erhöhung des Prozentsatzes für besserverdiener lohnt es sich eher in eine Privatversichung zu wechseln. Dann hat das System noch weniger davon. Da nach einem gewissen Prozentsatz geblecht wird, zahlen besser verdienende sowieso mehr.

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    Schließlich sind wir ein Volk und es muß ein Zusammenhalt erkennbar sein.

    Bei zu viel Zusammenhalt gibt es kein Platz mehr für Individualität. ;-)


    Außerdem ist es ja nicht gerade so, dass in Deutschland jemand stirbt, wenn er arbeitslos ist.

    Zitat

    Bis morgen - es ist Schlafenszeit - auch für uns kluge Köpfe

    *:)

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    für besserverdiener lohnt es sich eher in eine Privatversichung zu wechseln

    Siehst du und da liegt der Hund begraben.


    Dadurch entsteht die 2-Klassen-Medizin.


    Die Armen bekommen nur noch das Nötigste, der Rest wird perfekt behandelt. Entspricht das deinem Gerechtigkeitssinn??? dann muß ich dir sagen - solltest du angehender Arzt oder ähnliches sein - da ist dir unterwegs was verschütt gegangen. In die Privatkassen sollte jeder eintreten können - ich bin sehr für Freiheit, ja aber es gehört alles zusammen


    Fraternité - égalité - liberté


    sonst ist unsere Welt nicht mehr lebenswert*:):)*

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    dass in Deutschland jemand stirbt, wenn er arbeitslos ist.

    aber du weißt sicher auch, daß die Lebenserwartung bei den Reichen inzwischen signifikant höher ist als bei den Armen. Und da bist du dafür. Ich distanziere mich ausdrücklich davon, ich bezahle gern einen höheren Beitrag, wenn die Solidarität damit erhalten bleibt - nicht um das Ärzte-Salär aufzubessern.


    Die haben definitiv keine Not sondern genug im Säckel;-D

    Pilger Mu, ich glaube du siehst das ganze etwas zu vorindustriell!

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    Dadurch entsteht die 2-Klassen-Medizin.

    Eine 2 Klassen Medizin finde ich auch nicht sonderlich gut. Schon gar nicht bei mehreren hundert Krankenkassen. Aber man bedenke, dass dies leider momentan die Entwicklung ist. Ich wäre dafür 3 große Krankenkassen einzuführen, in die jeder den selben Prozentsatz seines Einkommens zahlen muss. Wir könnten dadurch sicherlich einiges aufwerten und die Bezahlung der Krankenkassen wäre vermutlich besser.

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    Die Armen bekommen nur noch das Nötigste, der Rest wird perfekt behandelt.

    Naja, so ist es ja nicht. Der Privatpatient bekommt halt die Massage bei einer schlimmen Verspannung verschrieben und der Kassenpatient wartet bis sie von selbst heilt. Außerdem kriegt er ein Einzelzimmer und eine Chefarztbehandlung. Dadurch stirbt keiner, der in der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Man kann das vielleicht mit einem Menu vergleichen. Beide werden satt, aber der Privatpatient bekommt nunmal noch ein Dessert. ;-)

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    Fraternité - égalité - liberté

    Wobei diese Aussagen eben einen großen Interpretationsspielraum offen lassen... ;-)


    Brüderlichkeit => Sozialsystem aber in welchem Maße?


    Gleichheit => Auch hier die Frage nach dem Maß. Geht es darum die Menschen gleichzuschalten oder versucht man nur, dass alle dieselben Vorraussetzungen haben. Auch wenn dieses Ideal nie ganz erfüllt werden kann


    Freiheit => Jeder kann seine eigenen Entscheidungen treffen und muss mit den Konsequenzen leben.


    Aber ich denke, dass das Diskutieren dieser Werte unser kleines Thema überschreitet. ;-D

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    aber du weißt sicher auch, daß die Lebenserwartung bei den Reichen inzwischen signifikant höher ist als bei den Armen.

    Global gesehen ja, aber in Deutschland dürfte es ein ähnliches Niveau zwischen Arm und Reich geben.

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    Ich distanziere mich ausdrücklich davon, ich bezahle gern einen höheren Beitrag, wenn die Solidarität damit erhalten bleibt - nicht um das Ärzte-Salär aufzubessern.


    Die haben definitiv keine Not sondern genug im Säckel

    Hast du den Artikel gelesen?


    Du bist aber scheinbar für Chefarztbehandlung für jeden und das ist nicht realisierbar. Ich denke, dass man auch etwas realistisch auf die Situation schauen muss und dann ein möglichst gutes System aufbaut. Ich würde mir auch wünschen, dass alle gleich behandelt werden. Aber ist das realistisch? Würden wir versuchen das zu verwirklichen geht das gesamte System den Bach runter und niemand hat mehr was davon.


    Übrigens, würden die Ärzte nicht die Überstunden machen wären


    wir schon lange am *****. Bist du etwa dafür, dass eine kleine Gruppe der Idiot für den Rest der Bevölkerung ist und dann auch noch etwas mehr Geld verlangt dafür, dass sie ewig lernen und dann im Krankenhausalltag ihr Privatleben opfern? ;-)

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    Hau dir das mal rein!

    ist ein bißchen viel verlangt; der Text ist zu lange und ich kann das nicht alles zerpflücken. Es sind sehr viele Widersprüche enthalten; und zumal ich das nicht aushalte vor Mitleid mit dieser verarmten Spezies:°(


    Weißt du, ich lebe an einer Küste. Der Chefarzt einer Münchner Klinik hat hier nicht ein Grundstück mit einem Haus, nein es gehört ihm ein ganzer Hügel mit exklusiver Villa, Swimmingpool (ein muß), palmengesäumte Auffahrt etc. pepe...


    Also streng dich an, überwinde die mageren Jahre es lockt das Ziel:)^

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    Der Chefarzt einer Münchner Klinik hat hier nicht ein Grundstück mit einem Haus, nein es gehört ihm ein ganzer Hügel mit exklusiver Villa, Swimmingpool (ein muß), palmengesäumte Auffahrt etc. pepe...

    Typisches Beispiel von einem alten Chefarzt Vertrag. Diese Zeiten haben sich eben geändert ;-)

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    Man bedenke vielleicht auch die Option, dass er geerbt hat

    nee hat er nicht, er ist quasi mein Nachbar und er macht kein Hehl aus seinem Einkommen - weiß eh jeder;-) kann ja auch stolz darauf sein wie gut er sich verkauft hat, alles legal, wenns jeht;-D


    Ich habe da auch nichts gegen, nur das Gejammere der ganzen Kaste geht mir auf den Nerv.


    Ich meine, wenn da ein Assistenzarzt, der frisch vom Studium kommt und jammert, daß er im ersten Jahr nur 2.700 € verdient, als Anfänger, der frisch auf die Patienten gehetzt wird, kein Verständnis tut mir leid:-/:-/


    Dann könnte ich dir noch die Geschichte eine Zahnarztes erzählen;-D aber ich glaube, die kennst du selber, obwohl es sich wiederum um einen Bekannten von mir handelt ..... 20 Jahre Praxis, Atriumhaus, 4 Kinder im Studium jedes bereits Besitzer einer Eigentumswohnung (München), jedes mit eigenem Auto, das Haus voller Antiquitäten .........


    Alles in allem mein Mitleid:°( hält sich sehr in Grenzen.


    Solltest du Med.-Student o. ä. sein, laß' dich nicht verwirren, der Beruf verspricht weiterhin seinen Mann zu ernähren;-)