• Beihilfe bei Beamten abschaffen?

    Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat ergeben, dass der Staat 60 Milliarden Euro sparen kann, wenn die Beihilfe abgeschafft würde. http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-01/sozialsysteme-sozialversicherungspflicht-bertelsmann-stiftung-beamten-behilife Ich weiß nicht ob der dann fällige Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung mit in die Rechnung…
  • 165 Antworten

    Der mittlere Dienst ist alles andere als "elitär".


    Zuschüsse für Auslandsaufenthalte kann ich allerdings nicht mitreden. ;-)

    Ich meinte auch im Vergleich zu andren Beamten im mittleren Dienst.


    Sie flog bestimmt 2-3 Mal im Jahr zu irgendwelchen Fortbildungen.


    Welcher normale Beamte im mittleren Dienst, bekommt ein spezielles Kennzeichen?


    Welcher einen Wohngeldzuschuss?


    Es hatte aber nicht nur Vorteile, denn das auswärtige Amt durfte sogar mitbestimmen in was für einer Wohnung sie wohnt. (Es gab bestimmte Kriterien, die für den Auslandsaufenthalt erfüllt sein mussten.)


    Es war schon verdammt viel Bürokratie, aber vielleicht empfinde ich das nur als so extrem, weil der Fall meiner Schwester etwas "besonderes" war. Durch ihre Krebs-Erkrankung hatte sie den "Behinderten-Status" anerkannt und das auswärtige Amt ist halt...noch ein bisschen was andres als der Durchschnittsbeamte.


    Fragen kann ich sie leider auch nicht mehr, wie es war, weil sie verstorben ist. Aber die Auslands-Zuschüsse waren schon naja..."hoch".

    Zitat

    Ich meinte auch im Vergleich zu andren Beamten im mittleren Dienst.

    So gesehen dann schon. Liegt wahrscheinlich eben am Auswärtigen Amt und den Aufgaben/Einsatzorten dessen. ;-)

    Ju und dann ist die Sache mit der Versicherung nochmal komplizierter.


    Ist man beim auswärtigen Amt, käme GKV ja wohl nicht in Frage.


    Denn von der GKV hätte man nichts, da im Ausland.


    Ich glaube mit PKV kann man da einen speziellen Tarif anschließen, der auch Auslandsaufenthalte beinhaltet.


    Deswegen empfinde ich es als "schwierig" alle über einen Kamm scheren zu wollen.

    Zitat

    Ich glaube mit PKV kann man da einen speziellen Tarif anschließen, der auch Auslandsaufenthalte beinhaltet.

    Geht auch bei der GKV ":/


    Das Thema Auslandseinsätze hat keinen Zusammenhang mit dem Beamtenstatus. Auch Angestellte werden vom Arbeitgeber im Ausland eingesetzt und sind dort versichert.


    Läuft übrigens bei Wohngeld, Flügen, Fortbildungen genau so. Ist denke ich bei Angestellten von internationalen Konzernen eher noch deutlich weiter verbreitet als bei deutschen Beamten.

    Also bisher kenne ich nur die Zusatzversicherung fürs Auslandsaufenthalen und die ist begrenzt auf 30 Tage am Stück.


    Die ist aber auch nicht von der GKV.


    ":/


    Man belehre mich eines besseren, aber soweit ich weiß, versichert man sich privat sobald man dauerhaft im Ausland ist.


    Das ist aber eben mein Kenntnisstand...

    Ih versteh deinen Punkt glaub ich einfach nicht. Was haben denn Auslandseinsätze mit der Versicherung von Beamten zu tun? Auch diese müssen sich speziell für Langzeitaufenthalte ggf. zusätzlich versichern, wenn das ihre eigene PKV nicht abdeckt.


    Bei uns (Großkonzern) gibt es eine extra Abteilung, die sich für Langzeitaufenthalte im Ausland kümmert, u.a. auch die Krankenversicherung. War bei mir trotz freiwilliger GKV nie ein Problem.


    Die Zusatzversicherungen sind dann natürlich nicht zwangsläufig über die GKV, aber ich sehe da keinen Zusammenhang zwischen Beamtenstatus/Angestelltenverhältnis?! ":/

    Kann sein, dass ich da etwas durcheinander bringe...


    Beamter im Ausland, dann ist man doch noch in Deutschland angestellt. Man bekommt Beihilfe und muss sich privat versichern.


    Bei normalen Firmen ist man doch meistens im AUSLAND (ausländische Firma) angestellt...ich glaub da liegt mein Verständnisproblem. Und wenn man dann im Ausland ist, aber in Deutschland angestellt ist, wo zahlt man dann seine Steuern und Arbeitslosenversicherung und RV und Krankenkassenbeiträge.... ":/ Deswegen gehe ich davon aus, dass man dann den Lohngeber im Ausland hat, die Lohnsteuer also an das Land zahlt, wo man wohnt.


    Da ich selbst aber nie länger als ein paar Tage im Ausland war durch die Arbeit, vielleicht liege ich da auch falsch...

    Zitat

    bei normalen Firmen ist man doch meistens im AUSLAND (ausländische Firma) angestellt...

    Nee - je nachdem um was für Einsätze es sich handelt, ist man bei der Muttergesellschaft angestellt.


    Keinerlei Unterschiede zum dt. Beamten, der im Ausland eingesetzt wird.


    Daher auch keinerlei Unterschiede bei der Versicherung, die über die normalen Unterschiede GKV/PKV/Beihilfe hinausgehen.

    Die PkV hat riesige Probleme und wird auch nicht mehr lange so weiter bestehen. Gerade ,wenn die SPD die Wahl gewinnt, wird es in Richtung Bürgerversicheru gehen.


    Als PKV-Versicherter bekam ich im KH kein Einzelzimmer. Habe dann mal nachgefragt.


    Aufgrund von Überlastung ging es nicht.


    Die Medikamente waren ,obwohl sehr teuer, gleich auch in der GKv.


    Wegen den viel zu hohen Beiträgen ,denke ich auch einen Wechsel in die GKV an.


    Bei wirklicher Krankheit gibt es gar nicht so große Unterschieded.


    Das Problem ist ,dass mittlerweile wohl Viele die PKV so als Lifestyleinstrument sehen ( Bsp Botox ). Das ist, streng genommen, jedes Mal ein Versicherungsbetrug.


    Deren strikte Ahndung ist eine Voraussetzung für die Wirksamkeit der Versicherung.


    Entweder alle betrügen , dann bricht die PKV ohne ständig steigende Beiträge zusammen. Oder aber eine kleine Gruppe betrügt auf Kosten der Anderen, sodass diese die Versicherung verlasssen, was auch wieder zur Insolvenz führt.

    Zitat

    Als PKV-Versicherter bekam ich im KH kein Einzelzimmer. Habe dann mal nachgefragt.


    Aufgrund von Überlastung ging es nicht.

    Da kann ja die PKV nichts für, wenn das KH keine Kapazitäten hat.

    Zitat

    Das Problem ist ,dass mittlerweile wohl Viele die PKV so als Lifestyleinstrument sehen ( Bsp Botox ).

    Nenn mir mal eine PKV, die Botox bezahlt ":/

    Zitat

    Wegen den viel zu hohen Beiträgen ,denke ich auch einen Wechsel in die GKV an.

    Kommt stark auf die Konstellation an, wie/warum du in der PKV bist - in den meisten Fällen ist es nicht einfach möglich, in die GKV zu wechseln.


    Aus gutem Grund...

    Zitat

    Also ich habe schon in den 90ern in der GKV zu jeder Zahnbehandlung zuzahlen müssen. Und zum Glück bin ich bis heute kein Brillenträger.

    Das kann man sehen, wie man will. Die GKV-en bezahlen für "Krankheitsreparatur" und nicht für die Erhaltung der Gesundheit.


    Wenn ein Zahn akut krank ist, wird die Behandlung von den Kassen übernommen. Wenn jedoch eine Lücke im Gebiss überbrückt werden soll, ist das keine akute Erkrankung. Genaugenommen kannst du auch komplett Zahnlos ansonsten gesund sein. ;-) Oder Brillenlos, überspitzt ausgedrückt.


    Bei allen Defiziten, bin ich froh in diesem Land in der GKV zu sein. Es könnte schlimmer kommen! Ein Blick in andere Länder ernüchtert sehr schnell.

    Zitat

    Genaugenommen kannst du auch komplett Zahnlos ansonsten gesund sein. Oder Brillenlos, überspitzt ausgedrückt.

    Während man komplett zahnlos sowohl arbeiten, als auch grundsätzlich am (sozialen) Leben teilnehmen kann, geht das ab einer gewissen Dioptienzahl nicht mehr. Ohne Brille können viele Brillenträger ihren Beruf an den Nagel hängen und sich Däumchendrehend in die Ecke setzen.


    Aber unabhängig davon wird doch auch bei Zahnersatz ein Zuschuss von den GKVs geleistet? Implantate sind nicht inbegriffen, aber mW durchaus Kronen, Brücken, herausnehmbarer Zahnersatz, oder?

    Ja.


    Man bekommt einen Zuschuss bei Kronen und Brücken, umso mehr ununterbrochene Jahre Zahnarztbesuche man nachweisen kann umso mehr. (Also 1 Kontrolltermin im Jahr). Ich glaub den maximalen Anteil bekommt man ab 4 Jahre jährliche Kontrolle. Auch wenn man diese nicht nachweisen kann, bekommt man einen Zuschuss, aber eben nur einen geringeren (Prozente weiß ich leider nicht genau)


    Die Argumentation mit der brille find ich zutreffend.


    Meine Arbeit könnte ich ohne Brille nicht ausführen (-5 und -6 Dioptren).


    In meinem Fall muss der Arbeitgeber eh eine Schutzbrille zahlen, aber ich würde wohl schon auf dem Weg zur Arbeit verunglücken. (Auto übersehen, Gegen Laternenpfeiler gerannt, Über Bodendellenschwellen geflogen, jemanden aufm Fahrrad umfahren....)


    Ohne brille wäre ich wohl arbeitslos, denn ich könnte nichtmal den PC lesen. Ich würde nichtmal als Putzkraft taugen, denn den Dreck würde ich eifnach nicht mehr sehen.