• Beihilfe bei Beamten abschaffen?

    Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat ergeben, dass der Staat 60 Milliarden Euro sparen kann, wenn die Beihilfe abgeschafft würde. http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-01/sozialsysteme-sozialversicherungspflicht-bertelsmann-stiftung-beamten-behilife Ich weiß nicht ob der dann fällige Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung mit in die Rechnung…
  • 165 Antworten

    Tja Geld regiert eben die Welt :-/ traurig aber wahr. Aber es steht ja jedem frei,sich privat versichern zu lassen und auch die vollen Vorteile des Kranken-(im wahrsten Sinne des Wortes)Systems zu genießen.


    Ich bin Beamtin,aber nicht privat versichert, sondern über die freie Heilfürsorge und nein,ich habe noch nie nie niemals einen Vorteil erfahren dürfen...ich hätte nichts dagegen gesetzlich versichert zu sein. Erspart mir nämlich ne Menge "Ärger" bwz bürokratischen Scheiß.

    Bei meiner Zusatzversicherung bekomme ich die Rechnung vom Krankenhaus, reiche sie bei meiner Versicherung ein. In der Regel erhalte ich in 2-4 Wochen das Geld und überweise es ans Krankenhaus. Vorstrecken musste ich da nie was.


    Ich hatte mal mit jemanden gesprochen der Beihilfe bekam. Er meinte, es dauert teilweise 3 Monate bis er die Kosten erstattet bekommt und muss diese Vorstrecken. Wie das bei Krankenhausaufenthalten gehen soll, die gerne schnell 5-stellig werden, ist mir allerdings auch ein Rätzel.

    Zitat

    Bei der Beihilfe muss der Staat nur dann (seinen Anteil) bezahlen, wenn Krankenkosten entstehen

    Das ist korrekt. Da ich aber unterstelle, dass die Versicherungsbeiträge zur Deckung der statistischen Krankheitskosten herangezogen werden, wäre es für Dienstherren wie Bundesländer oder den Bund in der Summe vermutlich einerlei.

    Zitat

    gelegentlich erhalte ich Arztrechnungen, die nicht der tatsächlichen Leistung entsprechen. :(v Das kostet das Gesundheitssystem (das staatliche als auch die Solidargemeinschaft der privaten Versicherung) natürlich unnötig Geld und deshalb widerspreche ich solchen Rechnungen auch und verlange eine Richtigstellung. Diesen "Aufwand" betreibt längst nicht jeder Privatpatient...

    Immerhin erhältst du Rechnungen und kannst es kontrollieren. Das ist bei der GKV längst überfällig, weil da beschissen werden kann wie man gewachsen ist.

    Zitat

    Wie sieht es aus, wenn ein größerer Betrag fällig wird? Sagen wir 50.000€...80.000€ für eine Intensivbehandlung auf der ITS?


    Muss man diese vorstrecken, oder gibt es dann gesonderte Verfahren über die Beihilfe?

    Bei meiner SchwiMu ist es so, dass das Zahlungsziel dieser Rechnungen länger ist, als Beihilfe und PKV zur Erstattung brauchen. Sie hat also zuerst das Geld auf dem Konto und bezahlt dann die Rechnung.

    Zitat

    Auch Beamte heiraten und bekommen Kinder!

    es ist aber auch komisch, dass bei sagen wir privat versichertem mann und beamtin die kinder immer auf die beihilfe gehen, auch wenn der mann mehr verdient. "normalerweise" wären dann die kinder kostenpflichtig in die pkv aufzunehmen (wenn die frau in einer gkv wäre).




    es ist generell ein ärgernis, dass der staat sich (aus kostengründen, oder halt auch nicht nach akt. studie) sich ein paralleluniversum hochgezogen hat, was KK und RV angeht. das ergibt nur für soldaten einen sinn.


    ob man nun generell alle privat versichert (->CH) oder alle in die GKVs nimmt, ist mir egal. das derzeitige system ist auf jeden fall fundamental kaputt. die bisherigen reparaturmaßnahmen (gesundheitsfonds) waren nur verschlimmbesserungen.

    Mal kurz am Rande eingeworfen:


    Es ist auch als Beamtin/Beamter nicht günstig privat versichert zu sein. *:)


    Mein Partner und ich zahlen z.B. jeden Monat rund 300 € pro Nase für die PKV.

    Zitat

    es ist aber auch komisch, dass bei sagen wir privat versichertem mann und beamtin die kinder immer auf die beihilfe gehen, auch wenn der mann mehr verdient. "normalerweise" wären dann die kinder kostenpflichtig in die pkv aufzunehmen (wenn die frau in einer gkv wäre).

    Und Kinder kosten natürlich extra jeden Monat!


    Bei mir ~ 60€.

    Zitat

    Es ist auch als Beamtin/Beamter nicht günstig privat versichert zu sein. *:)


    Mein Partner und ich zahlen z.B. jeden Monat rund 300 € pro Nase für die PKV.

    Habt ihr mal euer Bruttogehalt genommen und ausgerechnet, was ihr pro Nase in der GKV bei diesem Einkommen zahlen würdet?

    Zitat

    Mal kurz am Rande eingeworfen:


    Es ist auch als Beamtin/Beamter nicht günstig privat versichert zu sein. *:)


    Mein Partner und ich zahlen z.B. jeden Monat rund 300 € pro Nase für die PKV.

    Sehr wahrscheinlich ist das aber weniger, als ihr in der GKV zahlen würdet - stimmt's?


    Für Einkommen über ~57.000 EUR/Jahr fällt ja der Höchstsatz (~360,- EUR) an.

    Zitat

    Als Selbstständiger zahlt man auch mal 800€ für die GKV

    Wie funktioniert das? Ich bin freiwillig gesetzlich versichert und bin fast am Höchstsatz, der bei 650 und ein paar Zerquetschten liegt.

    Zitat

    Es ist auch als Beamtin/Beamter nicht günstig privat versichert zu sein. *:)

    Vor allem nicht, wenn man wegen jedem Rotz einen Risikoaufschlag erhält, die Beihilfe fleißig ihre Beiträge kürzt, Eigenbeteiligungen hochgesetzt werden etc. Alles Gründe, warum ich auch in der GKV geblieben bin.

    @ Xirain

    Bei uns werden Rechnungen ab einer bestimmten Höhe bevorzugt behandelt, also innerhalb ein bis zwei Tage nach Eingang bearbeitet.


    Weil logischerweise niemand so eine Krankenhausrechnung ab 2000-3000€ aufwärts zahlen kann.

    Zitat

    die Beihilfe fleißig ihre Beiträge kürzt, Eigenbeteiligungen hochgesetzt werden etc. Alles Gründe, warum ich auch in der GKV geblieben bin.

    In der GKV werden natürlich nieeeee Leistungen gekürzt oder Eigenbeteiligungen hochgesetzt, was? ]:D


    Also ich habe schon in den 90ern in der GKV zu jeder Zahnbehandlung zuzahlen müssen. Und zum Glück bin ich bis heute kein Brillenträger.